Schönste Neuentdeckung: Das Isarfräulein in Großhesselohe

Manchmal passiert es noch – dieses kleine Wunder, dass man einen neuen, wunderschönen Ort in München entdeckt, an dem man noch nie war. So passiert, als ich das letzte Mal an der Großhesseloher Brücke war und zufällig in den Café-Kiosk Isarfräulein stolperte. Aber zuerst einmal: Die 30 Meter hohe Eisenbahnbrücke ist der perfekte Ort, um die Stadt mal zu vergessen, über die (hier leere) Isar zu gucken und spazieren zu gehen.

Wer also mit der Tram 15 oder 25 bis zur Großhesseloher Brücke fährt, spaziert erst durch eine reiche Wohngegend – hier reiht sich Villa an Einfamilienhaus an kleines Schloss – und schließlich über die eindrucksvolle Brücke. Auf der anderen Isarseite angekommen, müsst ihr dann nur links abbiegen, an ein paar Schrebergärten vorbei landet ihr schließlich an einem Ort, der sich so gar nicht nach München anfühlt – einem alten Bahnhofsplatz mit leerstehenden Häuschen und dem süßem Café-Kiosk.

Isarfräulein
Nach der Brücke links – und schon seid ihr da! © Anja Schauberger
Isarfräulein
Besitzerin Andrea steckt viel Liebe und Arbeit in die Gestaltung. © Anja Schauberger
Isarfräulein
Der "Innenhof" lädt sowohl im Sommer als auch im Winter ein. © Anja Schauberger

Mit dem Isarfräulein hat sich die Besitzerin Andrea 2015 ihren Traum erfüllt – nachdem der alte Bahnhofskiosk gefunden war, renovierte sie ihn zusammen mit ihrem Freund, ihrer Schwester und jeder Menge Freunden. Ein paar Monate später, im Juni 2015, konnte es losgehen – und seitdem verkauft das Isarfräulein hausgemachte Kuchen, frischgemahlenen Kaffee, kleine Mittagsgerichte und sonntags auch Frühstück.

Im Sommer kommt man auf ein Eis und ein Radler vorbei, setzt sich in den kuscheligen und süß dekorieren Innenhof, der mit Lichterketten, Papier-Pompoms und gemusterten Sitzkissen und Tischdecken so bunt und alternativ daher kommt, dass der Münchner erst einmal staunt. Im Winter setzt man sich dann am besten rein – trinkt einen leckeren Kaffee und isst ein Stück Kuchen oder eine der herzhaften Kleinigkeiten.

Isarfräulein
© Anja Schauberger
Isarfräulein
Der süße Innenhof und die leckere Karte. © Anja Schauberger
Isarfräulein
Die Toiletten sind ums Eck – in einem alten Bahnhofshäuschen. © Anja Schauberger

So oder so, ist das Isarfräulein eine echte Gastro-Bereicherung für dieses Eck. Klar, es gibt Ronnies Kiosk unten am Ufer und den tollen Biergarten der Waldwirtschaft Großhesselohe – aber so ein süßes Mädchen-Café mitten am leerstehenden Bahnhofsplatz fügt sich zwar vor allem hier, aber eigentlich überall gut ein. Wir bräuchten viel mehr von diesen verwilderten, alternativen Orten in München.

Und das Beste noch zum Schluss: Das Isarfräulein kann man sogar mieten! Wer also bald einen Geburtstag, eine Hochzeitsfeier oder sonst einen tollen Anlass anstehen hat, der muss sich nur bei Besitzerin Andrea melden. Alleine die Vorstellung, hier im Sommer mit den besten Freunden eine kleine Party zu feiern, macht den Winter gleich weniger schlimm.

Isarfräulein
Die Theke vom Isarfräulein – mit Besitzerin Andrea links im Bild. © Anja Schauberger
Isarfräulein
Leckere, hausgemachte Kuchen gibt's hier! © Anja Schauberger
Isarfräulein
Klein, aber mehr als fein: Isarfräulein innen. © Anja Schauberger

Unbedingt probieren // Den frischgemahlenen Kaffee und die hausgemachten Kuchen. Außerdem bietet das Isarfräulein auch kleine Mittagsgerichte.

Veggie // Viele der herzhaften und süßen Kleinigkeiten – von der hausgemachten Quiche bis zum Birchermüsli.

Money // Kuchen für 3,10 Euro, Herzhafte Kleinigkeiten ab 4,00 Euro und Cappucino für 2,60 Euro.

Geile Zeit // Am Wochenende nach dem Spaziergang in Großhesselohe oder sonntags zum Frühstücks zwischen 10.00 und 13.00 Uhr (wieder ab März!).

Isarfräulein | Bahnhofpl. 3, 82049 Pullach im Isartal | Mittwoch – Samstag: 11.00–17.00 Uhr, Sonntag: 10.00–17.00 Uhr | Mehr Infos

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