11 tolle Museen in und um München, in denen du noch nicht warst

Ein paar Vorteile hat das semi gute Wetter ja – zum Beispiel können wir endlich wieder ins Museum gehen. Wer alle großen, bekannten Museen in München schon abgeklappert hat, dem muss noch nicht langweilig werden. Denn neben dem Brandhorst, den Pinakotheken, dem Lenbachhaus und dem Deutschen Museum gibt es hier auch kleinere, teilweise unbekanntere Museen, die wir zwar vom Vorbeilaufen kennen, in denen wir aber noch nie drin waren.

aegyptisches museum
© Ägyptisches Museum

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Mumien und Hieroglyphen gucken im Ägyptischen Museum

Zwischen dem Lenbachhaus und der Alten Pinakothek liegt mitten im Kunstareal der Maxvorstadt das Ägyptische Museum. Viele kennen das Museum allerdings nur von außen – Sichtbeton und Glas lassen es sehr modern wirken. Die Ausstellungsräume liegen dann aber unterirdisch, die gute Lichtgestaltung tut sein Übriges – schon fühlt sich alles ziemlich mystisch an hier unten. Die Highlights: Im "Anfass" Raum kannst du Statuen und Hieroglyphtafeln anfassen, im "Jenseits" Raum liegt eine echte Mumie und die multimediale Papyrus Vitrine.

  • Staatliches Museum Ägyptischer Kunst Gabelsbergerstraße 35, 80333 München
  • Dienstag: 10.00–20.00 Uhr, Mittwoch–Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
  • Eintritt: 7 Euro, ermäßigt: 5 Euro, Sonntag: 1 Euro
Kallmann Museum Ismaning
© Kallmann Museum Ismaning

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Kunst und Konzerte im Kallmann-Museum

Das Kallmann-Museum liegt am Stadtrand – genauer gesagt im alten Schlosspark von Ismaning. 1992 dem Werk des Malers Hans Jürgen Kallmann gewidmet, gehört es zu den Jungspunden unter den Münchner Museen. Auf einer Ausstellungsfläche von 400 Quadratmetern kannst du dir hier wechselnde Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst angucken. Immer freitags finden hier zudem Konzerte statt.

  • Kallmann-Museum Schloßstraße 3B, 85737 Ismaning
  • Ab 16. Mai: Dienstag – Samstag: 14.30–17.00 Uhr, Sonntag: 13.00–17.00 Uhr
  • Eintritt: 4 Euro, ermäßigt: 3,50 Euro
Kaktus
© Pixabay | Aurelia-ev

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Sich wieder wie ein Kind fühlen im Museum Mensch und Natur

Alle, die in München aufgewachsen sind, kennen das Museum Mensch und Natur vielleicht noch vom letzten Schulausflug. Obwohl das süße Museum versteckt im Nymphenburger Schloss mit seinen vielen Knöpfen, Lichtern und Schaukästen vor allem Kinder begeistert, kann man dort als Erwachsener genauso viel Spaß haben und Neues entdecken. Auf zwei Etagen kann man den Aufbau unserer Erde bewundern, Minerale bestaunen, die Evolution verfolgen und danach noch wunderbar Kaffee und Kuchen im schönen Museumscafé gönnen. Im Sommer mit tollem Außenbereich.

  • Museum Mensch und Natur Schloß Nymphenburg, 80638 München
  • Dienstag – Freitag: 10.00–17.00 Uhr, Samstag & Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
  • Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro, Sonntag: 1 Euro
Artvergnügen August
© Deutsches Museum

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Lokomotiven, Kutschen & alte Autos gucken im Verkehrsmuseum

Einen Teil des Deutsche Museum gibt's auch im Westend: das Verkehrszentrum. Hier können in drei denkmalgeschützten Messehallen der Stadtverkehr von 1900 bis heute entdeckt oder die kleinsten und schnellsten Fortbewegungsmittel bestaunt werden. Daneben sind die verschiedenen Arten des Reiseverkehrs ausgestellt – von Lokomotiven, über Kutschen bis hin zu alten Autos. Auch schöne Vintage-Fahrräder, Modelleisenbahnen und sogar Skier kannst du dir hier angucken.

Artvergnügen Juli
© Buchheim Museum

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Dem Buchheim Museum der Phantasie einen Besuch abstatten

Sollte das Wetter mal wieder Frühlings-like grau-trüb ungemütlich sein, dann besucht doch das Buchheim Museum der Phantasie. So wildromantisch wie der Name klingt, fühlt sich auch das Flanieren zwischen den bunten Werken des Expressionismus und der Volkskunst an, die auf 4000 Quadratmeter mit Ausblick auf den Starnberger See ein paar bunte Akzente gegen die Nachwinterwehen setzen. München hat zwar viele schöne Museen, aber welches liegt direkt am See, in einem großen schönen Park, in dem es weiße Hirsche gibt und hat auch noch ein Schloss mit einem tollen Café nebenan? Wenn ihr also genug Farbe getankt habt, könnt ihr durch den Park zum Schloss Höhenried spazieren, auf dem Weg die weißen Hirsche bewundern und als könnte es nicht mehr märchenhafter werden gibt’s zur Krönung des Tages im Schlosscafé einen Aperol Spritz!

Und so kommt ihr hin: Mit der S6 geht es nach Tutzing, wo ihr einmal in den Bus Richtung Penzberg umsteigen müsst.

  • Buchheim Museum Am Hirschgarten 1, 82347 Bernried
  • April bis Oktober: Dienstag – Sonntag: 10.00–18.00 Uhr | November bis März: Dienstag – Sonntag: 10.00–17.00 Uhr
  • Eintritt: 10 Euro, ermäßigt: 5 Euro
Der Frieden trägt den Namen einer Frau Ausstellung
© Ann-Christine Woehrl

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Kunst aus der ganzen Welt im Museum Fünf Kontinente

Zeitgenössische Kunst aus Myanmar, eine Ausstellung über die Kultur Nordamerikas oder die große Sammlung aus Ost- und Zentralasien – das und noch viel mehr wartet im Museum Fünf Kontinente in der Maximilianstraße auf euch. Die Ausstellungen wechseln hier jährlich, alleine das imposante Gebäude ist in jedem Fall einen Besuch wert. Und garantiert nicht so überlaufen wie die Pinakotheken oder das Deutsche Museum.

Museum
© Julia Schneider

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Kostenlose Ausstellungen im Kunstfoyer Versicherungskammer Bayern gucken

Nicht weit vom Museum Fünf Kontinente befindet sich das Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern, das man höchsten kennt, weil man ständig mit dem Auto daran vorbeifährt. Dabei warten in dem von außen eher unschönen Gebäude eine Menge toller Ausstellungen, Filmkonzerte und Dokumentarfilme. Von einer Ausstellung über 25 Jahre der Fotoagentur Ostkreuz bis  hin zum 90 Jahre alten Schwarz-Weiß-Film über Berlin. Und das Beste: Die Tickets sind kostenlos, müssen nur im Internet bestellt werden.

Mensch und Natur Museum
© Unsplash | Adam Mathieu

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Fossilien gucken im Paläontologischen Museum

Nicht sonderlich groß, aber dafür ein echter Geheimtipp: Das Paläontologische Museum unweit vom Königsplatz. Zu sehen sind hier verschiedenste Fossilien von Tieren und Pflanzen aus allen Epochen. So mancher LMU-Student kommt sogar in den Genuss in diesem kleinen Gebäude aus dem 20. Jahrhundert Vorlesungen zu haben. Immer einen Abstecher wert, wenn man sowieso ums Eck ist.

Aktuelle Info: 
Momentan ist das Museum noch geschlossen.

Sammlung Schack
© Pixabay | Arnold Bocklin

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Kunst aus dem 19. Jahrhundert in der Sammlung Schack

Obwohl die Sammlung Schack zu den Pinakotheken gehört, ist sie bei weitem nicht so bekannt. Das könnt natürlich auch daran liegen, dass sie an der Prinzregentenstraße kurz vorm Friedensengel ein bisschen mehr Ruhe genießen darf. Die Sammlung von Graf von Schack zeigt vor allem Bilder aus dem 19. Jahrhundert – von Carl Spitzweg bis Anselm Feuerbach. Alleine das schöne Gebäude (innen und außen!) ist allerdings schon einen Besuch wert.

Hofgarten Deutsches Theatermuseum
© Unsplash | Herr Bohn

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Kostüme bewundern im Deutschen Theatermuseum

So oft man im Hofgarten spazieren geht, so selten bis noch nie ist einem das Deutsche Theatermuseum ins Auge gefallen, das sich hier unter den Arkaden versteckt. Neben Münchner Theatergeschichte erfährt man in dem Museum auch viel über das Theater europaweit – von Theaterfotografien über Baupläne und Kostüme wird hier alles rund ums Theater gesammelt und ausgestellt. Die wertvollsten Bestände der Bibliothek reichen übrigens bis in die Renaissance zurück.

BAyrisches Nationalmuseum
© Pixabay | BarbaraHasel

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Kunstwerke bestaunen im Bayerischen Nationalmuseum

Das Bayerische Nationalmuseum ist auch einer dieser Fälle: Tausend Mal vorbeigefahren und gelaufen und doch nie reingegangen. Im Moment kannst du dir hier Original Mode aus dem 18. Jahrhundert angucken – oder im Westflügel alles rund um Barock und Rokoko erfahren. Alleine dieser Teil des Museums umfasst 1500 Quadratmeter mit mehr als 600 Kunstwerken. Langweilig wird's im Bayerischen Nationalmuseum also nicht und danach kann man noch ganz fantastisch durch den Englischen Garten spazieren.

Titelbild: © Unsplash | Adam Mathieu

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