11 ziemlich gute Bars im Glockenbach

Zwischen Gärtnerplatz und Kapuzinerstraße liegt das Paradies – jedenfalls für jeden, der bei Havana Club nicht an eine neues Tanzlokal denkt. Genau! Die Rede ist von einem liquiden Paradies bestehend aus guten Drinks, lässigen Bars und ausschweifenden Abenteuern. Egal, ob man Anhänger klassischer Mixology und Fine-Drinking ist oder einfach nur Lust auf einen soliden Longdrink hat – in dieser verwinkelten Gegend findet der Durstige eine so überschäumende wie hochprozentige Dichte an Bars und Boazn, Kneipen und Cocktail-Lounges. Und deshalb stellen wir euch hier elf der schönsten, süffigsten und charaktervollsten Tresen dieses Viertels vor.

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Bars

© Bar Garçon Klassische Cocktails trinken in der Bar Garçon

Die puristische, nur mit dunklen Ledersesseln, einer grün-samtigen Fensterbank und einem schlichten Spirituosen-Holzregal eingerichtete Bar Garçon überzeugt durch hohe Qualität und eine sympathische Zurückhaltung. Der Besitzer Mario legt bei der Karte den Fokus auf klassische Cocktails – keinesfalls langweilig oder altmodisch, stattdessen gibt es Old Fashioned und Negroni auch gerne mal mit einem überraschenden Twist oder ungewöhnlichen Zutaten. Und da Mario gerne experimentiert und Neues ausprobiert, wechselt die Karte regelmäßig und hält immer die ein oder andere liquide Überraschung bereit. Allen Weinliebhabern sei außerdem auch die kleine, feine Auswahl an offenen Flaschen ans Herz gelegt. Ob unter der Woche oder am Wochenende – das Garçon ist eine dieser Bars, die einem ans Herz wachsen und in die man immer wieder kommen will.

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Bars

© The High Leckere Drinks und Dschungelstimmung im The High

Der stimmungsvolle Name leitet sich von der für Longdrinks üblichen Bezeichnung „Highball“ ab. Ganz nach dem hauseigenen Motto „drink our balls“ serviert Barchef André kleine, lustige Longdrinks, die einem tatsächlich den Mund wässrig machen. Das Praktische an den schmalen Gläschen ist die überschaubare Menge an Liquidem, denn so kann man gleich mehrere der fantasievollen Kreationen probieren. Und damit auch wirklich keine Langeweile auf und ins Glas kommt, gibt es einen wöchentlich wechselnden „Ball of the week“, dschungelartige Pflanzen hinter dem Tresen und am Wochenende legen Freunde des Hauses auf. Und falls man mal keine Lust auf Ballspiele hat, bestellt man sich einfach einen der überaus leckeren Weine und erholt sich mit Blick ins Grüne – hinterm Tresen.

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Bars

© Patolli Tagsüber Kaffee, abends Drinks im Patolli

Tagsüber Koffein und abends Ethanol. Und zwar jeweils in der denkbar leckersten und hochwertigsten Form – das gibt's im Patolli. Die kleine Bar am Sendlinger Tor ist zwar am Rande des Viertels, aber gehört mit ihrer lässigen Inneneinrichtung im Industrial Look und der unkonventionellen Art des Barteams irgendwie doch dazu. Und das ist auch gut so – jedenfalls für alle, die hochkarätige Drinks lieben, aber keine Lust auf zu viel augenblendenden Glamour haben. Ab 19 Uhr stellen Barchef Marco und die junge Bartenderin Kathrin die Kaffeemaschinen konsequent aus und servieren nur ihre guten Drinks. Dabei wird im Patolli mit selbst angesetzten Infusionen und Wässerchen gespielt und klassische Drinks verwandeln sich unter den kundigen Händen des Barteams in so süffige Überraschungen wie einen Old Fashioned mit Erdnüssen oder eine Zitrolade mit Schoko-Vodka und Zitronensaft.

  • Patolli
  • Sendlinger Straße 62, 80331 München
  • Montag: 09.00–19.00 Uhr, Dienstag – Freitag: 09.00–02.00 Uhr, Samstag: 10.00–02.00 Uhr, Sonntag: 12.00–18.00 Uhr; Barbetrieb jeweils ab 19.00 Uhr (außer Sonntag und Montag)
  • Mehr Info
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Bars

© Zephyr Preisgekrönte Drinks bestellen im Zephyr

Rauch über der Bar, ein Kräutergarten auf dem Tresen und Geschmacksexplosionen im Glas – wer in die Zephyrbar in der Baaderstraße geht, sollte sich auf Einiges gefasst machen und sich nicht zu warm anziehen. Denn voll ist die kleine Bar eigentlich immer und der Kenner kommt erst zu späterer Stunde, wenn sich der Ansturm der Massen und der Nebel gelegt hat. Letzterer ist übrigens das aromatisch-duftende Ergebnis von gesmoktem Kräutern, welche von Barchef Lukas und seinem Team für die Zubereitung verwendet werden. Lukas wird nicht umsonst regelmäßig von einschlägigen Magazinen der Barbranche gelobt, denn der sympathische Mitzwanziger blubbert nur so über vor verrückter und ungewöhnlicher Ideen. Und so wird hier „for the sake of the drink“ Rosmarin abgefackelt und selbst vor Zutaten wie Apfelessig oder Rosenblüten nicht Halt gemacht. Unbedingt beachten: Die vom talentierten Graphiker Chris gestaltete, preisgekrönte Barkarte und die ausgefallenen „Gläser“. Drink in Dose? Warum nicht!

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Pacific Times

© Verena Borell Negroni und Tiki-Drinks im Pacific Times

Bereits 1997 eröffnete Vollblut Gastronom Andreas Till das Pacific Times und auch heute funktioniert das „PT“ als Cocktailbar und Restaurant gleichermaßen gut. Das liegt zum einen an dem exzellenten Service und dem zurückhaltend-stilvollen, klassischen Interieur und zum anderen an der hohen Qualität von Speis und Trank. Angelehnt an den genussvollen Lebensstil der Kolonialzeit stehen auf der Karte neben exotischen Speisen und einer süffigen Weinauswahl auch eine riesige Auswahl an Drinks und Highballs. Vom klassischen Negroni, über verschiedene fruchtige Tiki-Drinks bis hin zu einem kräftigen Sazerac bleibt hier kein Auge und schon gar kein Mund trocken. Tip für alle, die zwar trinkfest, aber nicht entscheidungsfreudig sind: Die netten Barkeeper nach einer Empfehlung fragen und sich einfach in den Korbsesseln zurücklehnen.

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Bars

© Loretta Bar Drinks, Terrasse und Lunch in der Loretta Bar

Die Loretta Bar ist quasi die Königin lässiger Übergänge: Von der sonnenbeschienen Terrasse kann man in den lichten und freundlich eingerichteten Innenbereich wechseln. Das Frühstück am Morgen geht hier gerne mal in Lunch und Limo, sowie Drinks am Abend über. Außerdem ist die Bar ein Ort, der für geschäftliche Treffen ebenso passend ist, wie für erste Dates oder einen Abend mit Freundinnen. Und auch hinterm Tresen ist man Herr gekonnter Wechsel: Das Barteam hat sich aus sämtlichen Gin-Wellen der letzten Jahren frei geschwommen, um sich dafür den bittersüßen Seiten des Lebens zu widmen – die Rede ist von Amari. Diese Kräuterbitter wie beispielsweise Campari werden hier zu abwechslungsreichen Drinks gerührt und geschüttelt, wobei natürlich auch Freunde von anderen Spirituosen, Bier oder Wein auf ihre Kosten kommen. Und spätestens, wenn man dann mit Blick auf die belebte Müllerstraße und einem eiswürfeligen Glas voll Entspannung am Tresen sitzt, hat auch man selbst den Übergang in den Feierabend elegant gemeistert.

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Bars

© Zum Wolf Whiskey trinken im Wolf

Wohnzimmeratmosphäre und viel Whiskey. So unscheinbar der „Wolf“ von außen auch ist – an dieser Bar in der Pestalozzistraße sollte man nicht einfach vorbeilaufen: Den Durstigen, ob Nachbar, Stammgast oder Neuling, erwarten hier nicht nur hervorragende Cocktails, Whiskeydrinks und eine riesige Auswahl an Spirituosen – es sind vor allem die sympathischen Barkeeper und die lässige Jazz- und Bluesmusik, die den Wolf zu einer echten Homezone machen. Rot schimmerndes Licht, karierte Tischdecken und einen kräftigen „Old Fashioned“ oder den hauseigenen „Chili-Cosmo“ im Glas, vergisst man schnell sämtliche Sorgen des Alltags. Wie gut, dass der Wolf jeden Tag auf hat und wie gut, dass man beim Wiederkommen garantiert herzlich und mit Namen begrüßt wird.

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Bars

© Dive Bar Boazn trifft Seemannskneipe in der Dive Bar

Wenn München einen Hafen hätte, wäre die Dive Bar garantiert hier angesiedelt. Da wir uns aber lediglich mit wilden Isarwellen und dem Eisbach rühmen können, ist die kleine Bar in der Reichenbachstraße eine bodenständig-charmante Mischung aus bayrischer Boazn, maritimer Seemannskneipe und szeniger Rock'n'Roll Bar. So sind die Wände mit klassischen Oldschool-Tattoo Motiven bemalt und kleine Flaschenschiffe sowie andere ulkige Figürchen tummeln sich neben diversen Biersorten und Spirituosen hinterm Tresen. Wer keine Lust auf Gerstensaft hat, bestellt Longdrinks wie einen Moscow Mule oder eine Tijuana Lemonade aus Tequila, Grapefruit und hawaiianischem Salz. Und spätestens nach einem erfrischend-herben Dark and Stormy kann man dann das Meer in der Ferne rauschen hören.

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Bars

© Robinson Kuhlmann Bar Robinson Kuhlmann Bar

Was wäre der Gärtnerplatz ohne diesen kultigen Ort des Vergessens. Hier weiß man zwar nicht mehr genau, was nach den fünf Liquid Cocaine (Espresso, Puderzucker, Wodka) passiert ist, dafür aber immer noch, dass es lustig war. Am Wochenende ist es eher voll – gerade im Sommer kommt man für einem Gin Tonic-To Go definitiv nicht an der kleinen Bar vorbei. Benannt ist sie übrigens nach ihrem Besitzer Robinson Kuhlmann, der (tagsüber) ein bekannter Skater ist und neben der Bar auch noch andere Gastro-Betriebe wie das Attentat Griechischer Salat sowie den Skaterladen SHRN sein Eigen nennt. Seine Bar ist auf jeden Fall ein prima Platz, um Longdrinks zu schlürfen, später ein wenig zu schnapseln und mit vielen bekannten und unbekannten Leuten ins Gespräch zu kommen – an die man sich dann hoffentlich am nächsten Tag noch erinnern kann.

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Bars

© Niederlassung Niederlassung

Sich niederlassen und zur Ruhe setzen – vielleicht noch mit dem ein oder anderen Schörlchen oder Drink in der Hand. Das kann man ganz prima in der Niederlassung, denn hier laden gemütliche Sofas und knautschige Sessel dazu ein, die Seele sowie die Füße baumeln zu lassen, wobei nicht zuletzt die kultige Bücherwand das Wohnzimmer-Gefühl perfekt macht. Neben Longdrinks und einigen soliden Drink-Klassikern findet man hier eine umfassenden, um nicht zu sagen ausufernden Gin-Auswahl und ein gutes Angebot an Craft Beer. Unkompliziert und lässig unter der Woche und gut gefüllt am Wochenende ist die Sofabar in der Buttermelcher Ecke Klenzestraße übrigens noch eine der wenigen süffigen Örtchen mit Happy Hour. Und auch der gute, alte Tatort ist nicht in Netverflixte Vergessenheit geraten, sondern wird jeden Sonntag übertragen – mit einem extra bequemen Fernsehsessel inklusive.

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Bars

© Lola Bar Schwere Samtvorhänge und saugute Drinks in der Lola Bar

Rotes Samt, plüschige Sofas und ein Klavier – wenn man durch den schweren Vorhang im Eingangsbereich tritt, weiß man gleich, dass die Lola Bar einer dieser Orte ist, wo man prima versacken kann. So entspannt es hier unter der Woche zugeht, so voll und lebendig ist es am Wochenende, wenn in der Bar aufgelegt wird, alle durcheinander reden und der ein oder andere auch mal zu tanzen anfängt. Der quadratische und von allen Seiten zugängliche Tresen ist dabei der ideale Platz um den Überblick zu behalten, zu sehen und vielleicht auch gesehen zu werden. Dabei bestellt man am besten Longdrinks oder süffig-fruchtige Cocktails wie einen Thai Basil Smash, lässt sich von den Anwesenden unterhalten und von der Atmosphäre berauschen.

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