21 bayerische Redensarten, die du als Münchner kennen solltest

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A bisserl was geht immer! Das Motto ist Programm. Spätestens nach Monaco Franze wird wohl jeder das unbeschwert bayerische Lebensgefühl und die dazugehörige redselige Münchner Mundart in sein Herz schließen. Damit du auch – abgesehen von Manni, Monaco & Co. – fix zum Hund wirst, haben wir 21 altbewährte Redensarten festgehalten, die dir auf deinem Weg zum waschechten Münchner weiterhelfen.

Und wer mit uns über Schreibweisen à la "bairisch" oder "bayrisch" diskutieren mag, ist herzlich eingeladen. Mir sogn da nur: "Ja, mei. Is ja wuaschd. Is doch ghupft wia gsprunga."

1. "Ja, mei!"

Der tägliche Ausdruck, der immer geht und Lücken füllt. Eine allgemeine Toleranzformel mit vielen Bedeutungen, wie zum Beispiel „Das macht doch nichts“, „Ist mir egal“, „Ich kann es nicht ändern“, „Vielleicht haben Sie recht, vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls habe ich keine Lust mehr, mich weiter über das Thema zu unterhalten“.

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2. "A so a Schmarrn!"

Damit stimme ich nicht völlig mit Ihnen überein.

3. "Spatzl" und "Spezi"

Seinen herzallerliebsten Menschen nennt man Spatzl. Das ist einfach zu merken. Der Spezi kann dagegen sowohl ein guter Freund als auch ein antialkoholisches Getränk, gemischt aus Cola und Orangenlimonade sein. Tricky!

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4. "Pack ma's!"

Kann heißen:
1. Gehen wir?
2. Zu dir oder zu mir?
3. Wollen wir das Tanzbein schwingen?

5. "Schleich di!" oder "Geh weida!"

1. Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie sich auf der Stelle entfernen könnten.
2. Geh endlich aus dem Weg.
3. Du willst mich wohl auf den Arm nehmen.

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6. "I mog di!"

Ich liebe dich und möchte dich sofort heiraten.

7. "Obacht!"

"Achtung!" – ist gleichzeitig der wichtigste Ausruf der Oktoberfest-Bedienungen. Wenn du daraufhin nicht sofort aus dem Weg gehst, kann es passieren, dass du von Bierkrügen erschlagen oder von deren Inhalt überschüttet wirst.

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8. "Schau ma moi, dann seng mas scho!"

Schauen wir mal, dann sehen wir's schon. Bedeutet eigentlich: Nerve hier nicht rum. Wir haben alle Zeit der Welt. Außerdem habe ich keine Lust, darüber zu diskutieren.

9. "Wea ko, dea ko"

Wer kann, der kann. Tja, typisch München eben.

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10. "Scheiß da nix, dann feid da nix!"

Diese Redewendung fordert dazu auf, keine Skrupel zu haben. Bedeutet so viel wie: Denk dir nichts, dann passiert dir auch nichts. Kann man sich immer hervorragend beim Schwarzfahren einreden.

11. "Es gibt nix bessas wia wos guads"

Selbsterklärend. In Bayern steht der Genuss ganz weit oben, bodenständig geht's aber trotzdem zu.

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12. "Do legst di nieda!"

  1. Drückt totale Begeisterung aus, zum Beispiel bei einem schönen Berg-Panorama.
  2. So überrascht oder überrumpelt von einer Information sein, dass man fast umfällt.
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13. "I bin doch ned auf da Brennsuppn daher gschwomma"

Die Brennsuppe ist eine Mehlsuppe, ein einfaches Arme-Leute-Essen. Jemand, der nicht einmal Brennsuppe zum Essen hatte, war ein dummer Mensch. Jemand, der auf der Brennsuppe daher geschwommen kommt, ist also mehr als einfach gestrickt.

14. "Hau di hera, samma mehra!"

Wird vor allem gerne im Biergarten gebraucht, wo man sich dank Bierbänken gezwungenermaßen zusammensetzen muss. Übersetzt: Setz dich her, dann sind wir mehr Leute.

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15. "Des is ghupft wia gsprunga!"

Gehüpft wie gesprungen – sagt man, wenn es sowieso keinen Unterschied macht. Oder einfach egal ist.

16. "Des is a gmahde Wiesn!"

Das ist eine todsichere Sache – alles schon eingetütet.

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17. "I glab, dir brennt da Huat!"

Ich glaube, du spinnst. Kann man zum Beispiel sagen, wenn dein One-Night-Stand kein Kondom verwenden möchte.

18. "Des wead nix Gscheids ned!"

Typisch Bayrisch: Doppelte Verneinung, obwohl man lediglich eine bräuchte. Denn der Satz bedeutet eigentlich nur: Das wird nichts!

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19. "Dositzndedodedooiweidositzn"

Sieht auf den ersten Blick komplizierter aus, als es ist. Das ist nur der Spruch, der an einem Holzbrettl über jedem Stammtisch hängt: Da sitzen die da, die immer da sitzen. Damit's auch wirklich jeder weiß.

20. "Bressiad's da?"

Hast du es eilig?

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21. "Pfiad di nachad!"

Bis später! Eine gute Alternative zu "Servus", weil man hier auch garantiert weiß, dass man sich gerade verabschiedet.

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