Falafel essen im Beirutbeirut in Sendling

© Jan Schünke

„It’s so nice you have to say it twice” heißt es im Zusammenhang mit New York, New York manchmal. Der gleiche Spruch könnte für den Libanon-Imbiss Beirutbeirut in Untersendling gelten. Der sticht aus den Lokalen des Viertels nämlich ziemlich raus. Bereits vor rund drei Jahren hat Inhaber Khudor dieses kleine Lokal in der Valleystraße aufgemacht und es war schnell ein Erfolg.

Erst kamen die Sendlinger, dann zunehmend auch Leute aus der restlichen Stadt. Manchmal verirren sich sogar die Hipster aus der Maxvorstadt und Schwabing hierher. Und in der Tat lohnt der Weg in diese Ecke von München. Auf den Tisch kommen hier nämlich keineswegs irgendwelche aufgetauten Falafel-Bällchen, wie man sie vom Dürüm einiger Dönerläden kennt. Hier könnt ihr dem Besitzer und seinem Team zusehen, wie sie die kleine Leckereien frisch vor euren Augen zubereiten.

Darüber hinaus gibt es Sandwiches mit Hummus, Brotsalat, Tabouleh und on top auch wechselnde Mittagsgerichte, die dem Gast zeigen, wie vielfältig die Küche des Libanon sein kann. Auch atmosphärisch versprüht das Beirutbeirut echt orientalisches Flair – mit gekachelten Wänden, libanesischen Klängen und Vintage-Bildern von Beirut an der Wand.

Beirutbeirut
© Roberto La Pietra
Beirutbeirut
© Roberto La Pietra

Nachdem der Orientimbiss schnell zu einem echten Renner im Viertel wurde, hat Beirutbeirut-Chef Khudor schräg gegenüber gleich noch einen weiteren Laden eröffnet. Im Manouche, der „kleinen Schwester“ des Imbiss-Erstlings, gibt es libanesische Pizza, orientalische Salate und zuckersüße Desserts. Wer als Gruppe vorbeischaut und sich ungerne auf eine der beiden Locations festlegen möchte, der kauft einfach Falafel auf der anderen Seite der Kreuzung und bringt sein Gericht mit herüber. Auf diese Weise essen alle gemeinsam.

Neben den Speisen sind auch die Getränke im Beirutbeirut sehr authentisch. Das gilt nicht nur für den orientalischen Kaffee und Tee, mit denen sich ein Falafel-Lunch gut abrunden lässt, sondern auch für Laban, ein salziges Joghurt-Getränk, ähnlich wie Ayran, den viele sicherlich aus der türkischen Küche kennen.

By the way: Die Gerichte hier eignen sich prima auch für ein kleines Catering anlässlich einer Feier daheim. Ich selbst habe mir auch schon mal eine Mischung vieler Speisen einfach mit nach Hause geholt. Einfach anrufen, vorbestellen und die Sachen fein säuberlich auf Silbertabletts serviert mitnehmen. Schmeckt gut, kommt super bei Gästen an und ist obendrein sehr erschwinglich. Pro Nase muss man so acht bis neun Euro kalkulieren.

Beirutbeirut
© Jan Schünke
Beirutbeirut
© Beirutbeirut

Unbedingt probieren // Meinen Favoriten – den Falafel-Teller. Dazu gibt es Fladenbrot, salzig eingelegte Gurken, frischen Koriander und cremige Sesam-Paste.

Veggie // Bis auf das Tagesgericht ist alles vegetarisch. Veggies schwören ja in der Regel auf die leckeren Bällchen auf Kichererbsen-Basis. Hier werden sie fündig!

Money // Die Snack-Gerichte kosten nur wenige Euros. Das Tagesgericht ist ein bisschen teurer. Das Fleisch hat jedoch auch Bio-Qualität.

Geile Zeit // Viele zieht es für die Lunchpause her. Dann gibt es aber meist ein rechtes Gedrängel – da gehe ich persönlich deutlich lieber ins Manouche. Besser ist der frühe Abend. Dann ist es auch im Beirut leerer. Der Samstagmittag eignet sich ebenfalls gut für einen Besuch.

Beirutbeirut | Valleystraße 28, 81371 München | Montag – Samstag: 11.30–20.00 Uhr | Mehr Infos

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