11 Museumscafés mit Kaffee, Kuchen und Kultur

Wir erzählen euch ja möglichst häufig etwas über Kunst und Kultur in München – sei es im Artvergnügen oder in unseren Guides und Tagestipps – aber ganz ehrlich: Unser Steckenpferd ist und bleibt dann doch die Gastronomie. Wie gut, dass das eine das andere nicht ausschließt. Bildung tut eben gut, vor allem wenn man dazu noch seinen Kaffee genießen kann. Wir haben 11 Plätze für Euch herausgesucht, an denen Kultur und Kulinarik ganz nah beieinander liegen.

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© Shutterstock.com Lachen und staunen im Turmstüberl im Valentin-Karlstadt-Musäum

Skurril, bodenständig, lecker und rechteckig. Das Turmstüberl liegt unter dem Dach des Isartors und liegt damit nicht nur mitten in der Stadt und trotzdem versteckt, sondern ihr habt auch einen schicken Ausblick. Nachdem Petra Perle das Café über dem einzigartigen Valentin-Karlstadt-Musäum aufgezogen hat, wird es inzwischen nicht minder gut und kreativ von Bernadette Obergrußberger geführt. Es gibt deftige Weißwürste und saftige Kuchen, viel zu schauen und ein unterhaltsames Programm wie den wöchentlichen Volkssängernachmittag.

  • Valentin-Karlstadt-Musäum
  • Tal 50, 80331 München
  • Montag, Dienstag & Donnerstag – Samstag: 11.01–17.59 Uhr, Sonntag: 10.01–17.59 Uhr, Mittwoch Ruhetag,
  • großer Cappuccino 3,90 Euro; Kuchen 3,40 Euro
  • Mehr Info
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Lecker essen im Mural und Streetart gucken im Muca

© Anja Schauberger Kreative Küche im Mural und Streetart im MUCA

Mittendrin in der Stadt und doch etwas versteckt: das Museum of Urban and Contemporary Art MUCA serviert nicht nur Streetart rund um die großen und kleinen Straßenkünstler dieser Welt, sondern ganz frisch auch Lunch, hausgemachte Kuchen und speziell gerösteten Kaffee. Die Gerichte im Mural sind passend zum Thema nicht weniger kunstvoll und farbenfroh angerichtet. Von Lachs Ceviche mit Roter Beete bis zur Gazpacho mit bayerischer Garnele dürft ihr euch regelmäßig auf neue Kreationen freuen. Ab Mitte September wird es abends auch „Fine Dining“ geben – „von jung und wild bis ausgefallen klassisch“.

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© Sissi Pärsch Kaffee, Kuchen und viele Bücher im Café Mon an der Monacensia

Womöglich einer der unbekanntesten (Kaffee)-Kultur-Plätze Münchens ist die Monacensia, „das literarische Gedächtnis der Stadt München“. Das Gebäude am Isarhochufer in Bogenhausen hat selbst eine bewegte Geschichte. Als Nazi-Gegner flüchtete der Sohn des Erbauers 1933 aus München. In den Folgejahren versteckte die konvertierte Jüdin Elisabeth Braun in dem Haus 15 verfolgten Mitbürger, bevor sie 1941 deportiert wurde. Heute findet man hier die Nachlässe, Archive und eine Bibliothek zu Autoren, die in enger Verbindung zu München standen. Und im Glasanbau das Café MON. Bei schönem Wetter kann man zudem im Garten sitzen und bei Kaffee und Kuchen lesen.

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Eltern

© Café Glyptothek Italienischer Kaffee im Café Glyptothek

Rund um den Königsplatz gibt es sowieso eine Menge zu entdecken: Die Propyläen (das große Tor), das Lenbachhaus, der Kunstbau, die Staatliche Antikensammlung oder das Paläontologische Museum. Das Café der Glyptothek ist mit seinem verwunschenen Innenhof dabei ein ganz besonderer Ort. Dazu gibt's den vielleicht besten italienischen Kaffee der Stadt, direkt vom Gardasee, und eine tolle Kuchenauswahl. Nur fürs Café ohne Museumsbesuch zahlt ihr nur einen Euro Eintritt.

5
Ella

© Ella Mit Blick auf den Königsplatz essen im Ella am Lenbachhaus

Mit Blick auf den Königsplatz essen – es gibt wirklich schlimmeres, vor allem, wenn das Essen so wahnsinnig gut ist wie im Ella. Dazu kommt natürlich die direkte Nachbarschaft zum Lenbachhaus und über die eigenen Räumlichkeiten und den vorgelagerten Kubus-Anbau, können sie sich auch nicht beschweren, schließlich hat sie Sir Norman Foster entworfen. Benannt ist das Ella nach Malerin Gabriele Münter, die Wassili Kandinsky stets Ella rief. Dienstag bis Sonntag gibt es Frühstück, mittags lädt eine bezahlbare Tageskarte zum Lunch ein oder ihr startet auf der Terrasse wunderbar in den Sommerabend. Mit hausgemachter Pasta, leckersten Fleisch- und Fischgerichten oder auch nur ein bisschen Antipasti.

6
Herbst

© The Victorian House Cheese Cake und Scones im Café Klenze in der Alten Pinakothek

Das Café in der Alten Pinakothek ist benannt nach seinem Architekten, Leo von Klenze, und ein Ableger des Victorian House. Entsprechend gibt es hier auch Cheese Cake, Apple Tart und natürlich die Scones mit Clotted Cream zum Tee und Kaffee. Very british ist auch der plüschige Countryside-Stil des Klenze. Bester Plan: Zuerst am großzügigen Frühstücksbuffet satt essen und dann für einen Verdauungsspaziergang durch die Alte Pinakothek schlendern!

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© Robert Köhler Ruhe finden im Stadtcafé am St. Jakobsplatz

Von vorne wie von hinten von Kultur umzingelt: Das Stadtcafé war ursprünglich im Münchner Stadtmuseum integriert. Heute liegt es daneben. Davor liegt der St. Jakobsplatz samt Synagoge Ohel Jakob und dem Jüdischen Museum. Hier lässt es sich wunderbar sitzen, aber noch schöner ist es im Innenhof auf der Rückseite. Der perfekte Ort also, wenn man vor den einkaufswütigen Menschenmassen rund um den Marienplatz fliehen oder dem Gewusel auf dem Viktualienmarkt entgehen möchte.

8
Die goldene Bar

© Die Goldene Bar Drinks with a View in der Goldenen Bar am Haus der Kunst

An der Goldenen Bar im Haus der Kunst kommt keiner vorbei. Ob Eisbach-Surfer, Cocktailliebhaber, Museums- oder Parkbesucher – hier findet jeder einen Platz und das passende Getränk. Beim ersten Blick ins Innere muss man allerdings aufpassen, dass man sich nicht verschluckt, denn das ist wirklich atemberaubend und mehr als herrschaftlich. Da muss man fast überlegen, ob man nicht auch bei gutem Wetter lieber Drinnen bleibt, um dem kundigen Barpersonal in ihren einheitlichen schwarzen Hemden über die Schulter zu schauen. Wenn aber im Sommer die große Terrasse mit ihren klassizistischen Säulen, dem Blick auf den Englischen Garten und der perfekten Abendsonne eröffnet wird, gibt es keinen Halten mehr.

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© Brasserie Oskar Maria Kaffeehaus-Flair im Oskar Maria im Literaturhaus

Oskar Maria Graf war nicht nur ein bedeutender Schriftsteller, sondern auch bekannt als bayerischer Rebell. Nicht umsonst ist er der Namensgeber der Brasserie im Literaturhaus. Die bringt ein wenig Kaffeehaus-Flair ins Herzerl von München. Im Oskar Maria sitzt, trinkt und isst es sich ganz gut. Großzügig und hoch ist es außerdem und durch die Fensterfassade könnt ihr das Geschehen draußen hervorragend beobachten. Und wer mal tief in seine (leere) Tasse blickt, der mag so etwas lesen wie „Mehr Erotik bitte“.

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© Sissi Pärsch Entspannen im Künstlergarten der Villa Stuck

Am Friedensengel kann man bekanntlich wunderbar sitzen und über München blicken. Aber wer genug vom umkreisenden Verkehr hat, der geht nebenan in die Villa Stuck und setzt sich dort in den Innenhof, dem so genannten Künstlergarten. Verantwortlich für das Café im Eingangsbereich ist der Feinkost Käfer, der seinen Stammsitz nur einige hundert Meter weiter die Prinzregentenstraße hinauf hat. Übrigens ist das Museum (samt Café) an jedem ersten Freitagabend im Monat zusätzlich von 18 bis 22 Uhr geöffnet – und dann ist der Eintritt in die Ausstellungen und das restliche Gebäude frei.

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© Lothringer13 Lesen, arbeiten und Kaffee trinken im Rroom im Lothringer13

Im Hinterhof der Lothringer Straße 13 findet ihr in einer alten Fabrikhalle nicht nur ein Kleinod der Gegenwartskunst, sondern auch einen Ort, an dem ihr Kaffee trinken, lesen, arbeiten oder einfach nur sein könnt. Der (oder das?) Rroom ist eine Non-Profit-Einrichtung. Dadurch profitiert ihr nicht nur von günstigen Getränkepreisen, sondern auch von einer besonderen Auswahl an Büchern und Magazinen, die ihren Weg in kaum eine andere Buchhandlung schaffen würden.

Titelbild: © Café Klenze

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