ARTVERGNÜGEN #4 – Unsere 11 Kunsttipps für den Mai

Alles neu macht der Mai … aber nicht nur neu, denn in diesem Monat erinnern wir euch auch an die Kunst-Veranstaltungen, die ihr unbedingt noch vor Ausstellungsende angucken solltet. Die Mischung ist mal wieder bunt – von imposanten Wandmalereien über eine magische City in der City bis hin zu nachhaltiger Architektur, die Sinn macht. Bei so viel Auswahl ist es gar nicht schlecht, wenn der Mai noch etwas Aprilwetter zulässt. Und davon, dass es für jeden Anlass und jedes Wetter die passende Kleidung gibt, also jegliche Ausrede vor die Tür zu gehen, zunichte gemacht wird, könnt ihr euch direkt in der „Divine X Design. Das Kleid der Antike” – Ausstellung überzeugen!

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© Katja Muench ARTMUC – Das neue Kunstfestival

Ende Mai wird die Praterinsel zur Münchner Museumsinsel – und zu einem Ort, an dem junge Kunst eine Plattform findet. Und dank bezahlbarer Preise auch gleich mit nach Hause genommen werden kann. Am Start sind Künstler aus ganz Europa, darunter auch viele Münchner, wie Sebastian Wandl von Haus75 oder Peintre X. Dazu kommt eine spannende Kooperation mit der HFF, bei der einige Münchner Studenten ihre Video-Installationen präsentieren. Von Street und Urban Art, über digitale Kunst über Fotografie bis hin zu klassischer Malerei und Skulpturen ist also alles dabei und muss man kein verkappter Kunstkenner sein, um hier seine Freude zu haben.

  • Praterinsel
  • Praterinsel, 80538 München
  • 25. Mai – 28. Mai 2017 | 25.-27.05. 12.00–20.00 Uhr, 28.05. 12.00–18.00 Uhr
  • Eintritt 12 Euro, mit Führung 17 Euro, ermäßigt mit Studentenausweis am 26.05. 10 Euro
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© Sixtinische Kapelle – Die Ausstellung Michelangelos Sixtinische Kapelle – Die Ausstellung

Mit Sicherheit ist der Besuch der Sixtinischen Kapelle in Rom ein wichtiger Punkt auf der kulturellen Bucketlist vieler Reisender. Wir Münchner haben Glück – wir können einen Haken hinter dieses Projekt setzen, ohne dabei unsere schöne Stadt verlassen zu müssen, denn Michelangelos Fresken kommen zu uns! In der Alten Bayerischen Staatsbank wurde für die Rennaissance-Kunstwerke, darunter auch die acht Figurengruppen der „Vorfahren Jesu”, der gebührende Rahmen geschaffen. Im historischen Gebäudekomplex, der ab Mai auch das neue Zuhause des The Lovelace Hotel wird, finden 34 farbechte Fresko-Repliken in Originalgröße Platz und Gehör, denn die Ausstellung wird von Informationen über Audio-Guides begleitet. Den krönenden Abschluss bildet Michelangelos visionäre Interpretation „Das Jüngste Gericht”. Zuerst als Fresken entworfen, wurde dieses Meisterwerk später auch als Altarbild für die Westwand der Sixtinischen Kapelle komponiert.

  • Alte Bayerische Staatsbank
  • Kardinal-Faulhaber-Straße 1, 80333 München
  • bis voraussichtlich 9. Juli 2017 (17.05. und 22.06.2017 ganztägig ausgebucht | täglich geöffnet von 10 – 20 Uhr |
  • Eintritt: 18 Euro (Mo-Fr), 19,50 Euro (Sa + So), ermäßigt 12,50 Euro bzw. 13,50 Euro
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© SophiaStuhlmiller Divine X Design – Das Kleid der Antike

Sollten Fashionistas von heute denken, dass die gesellschaftliche Bedeutung von Mode eine Neuerscheinung ist, gilt es einen Abstecher in die Antike zu machen. Diese Zeitreise führt an den Königsplatz, zu den Antikensammlungen und der Glyptothek, in der die Ausstellung „Divine X Design. Das Kleid der Antike” griechische Vergangenheit und zeitgenössisches Modedesign zusammenführt. Nachwuchsdesigner haben in Zusammenarbeit mit der AMD Akademie Mode & Design eigens für dieses Projekt Mode entworfen und suchen mit ihren Entwürfen den direkten Austausch zu antiker Kleidung. Außerdem schließen sich Besucher der imposanten Hallen der Fragestellung an, welches Aussehen, welche Funktion und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Kleidung damals hatte, sich im Verlauf der Zeit veränderte und heute einnimmt. Dabei werden offizielle und inoffizielle Kleiderordnungen ebenso wie (Status-)Symbole und der Zusammenhang von Fashion hinsichtlich besonderer Anlässe betrachtet.
Am 5. Mai findet ein Workshop zum Thema „Textile Techniken – von der Antike bis heute. Spinnen, Sprangen, Weben” in den Antikensammlungen statt.

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© Thomas Struth Thomas Struth: Figure Ground

Von den ersten Arbeiten bis zu den aktuellen Werken Thomas Struths zeigt „Figure Ground” ausgewählte, umfassende Werkgruppen des Fotografen der Düsseldorfer Photoschule. Mehr als 130 Werke eröffnen dem Besucher einen Einblick in die Entwicklung seiner Arbeit, verfestigen die Wahrnehmung seines speziellen Stils und zeigen die Fähigkeit des international renommierten Fotografens, aus individuellen Prozessen eine übergeordnete Idee zu schaffen, die von höchster künstlerischer Transferleistung geprägt ist. Im Haus der Kunst sind neben Videoarbeiten und neuer Fotografien Werkgruppen wie „Unbewusste Orte”, „Portraits”, „Museumsbilder” und „Paradise” zu sehen. Zudem zeigt „Löwenzahnzimmer”, die Auftragsarbeit für Krankenzimmer des Spitals am Lindberg nahe Winterthur, eine weitere kreative Facette des Fotokünstlers.

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© Frank Embacher Photographie Magic City – Die Kunst der Straße

Wer Magic City besucht, öffnet die Tore in eine ganz andere Welt und findet sich in der Street Art Szene wieder. Carlo McCormick und Ethel Seno, zwei der international meist gefeierten Urban-Art-Experten haben dieses wandernde Kunstprojekt ins Leben gerufen. Dabei haben sie auf die Expertise von 42 Street Artists aus 21 Ländern und von fünf Kontinenten zurückgegriffen und eine Stadt erbaut, die von Kreativität, Abenteuer und Verrücktheit sprüht. Mit 3D-Illusionen, Graffiti, Skulpturen, Wandgemälden und dem Magic Lab, in dem immer samstags ab 14 Uhr während eines Workshops die eigene Kreativität gefragt ist, wird Besuchern diese Kunstform näher gebracht. Die Mischung aus Ausstellung und aktiven Elementen ist auch hervorragend für Familien geeignet!

  • Kleine Olympiahalle
  • Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München
  • 5. Mai bis 3. September 2017 | Dienstag – Freitag & Sonntag 10.00–18.00 Uhr, Samstag: 10.00–22.00 Uhr, Montag geschlossen (außer 1.5., 5.6., 31.7., 7.8., 14.8., 21.8., 28.8. – jeweils 10 – 18 Uhr)
  • Eintritt 14,90 Euro, ermäßigt 7,90 Euro / 9,90 Euro
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© Katharina Grosse Paint on. Dimensionen des Malerischen

Jenny Holzer, Anders Clausen, Wade Guyton und Simone Lanzenstiel sind nur einige Künstler, deren Werke in der Ausstellung „Paint On. Dimensionen des Malerischen” betrachtet und diskutiert werden sollen. Inhaltlich dreht sich die Kunst um Begriff, Ästhetik und Prozess des Malerischen. Die Bezeichnung des „Malerischen” wurde in Heinrich Wölfflins Buch „Kunstgeschichtliche Grundbegriffe” vor rund 100 Jahren als die Vorrangstellung der Farbe und ihrer Wirkung vor dem Umriss definiert. Die Entwicklung, vor allem auch bezugnehmend auf das neue mediale Selbstverständnis, wird anhand rund 20 ausgewählter Gemälde und anderer Werke, die teils dem Sammlungsbestand entnommen und mit Neuzugängen im Bereich der zeitgenössischen Malerei kombiniert wurden, verdeutlicht.

  • Pinakothek der Moderne
  • Barer Straße 40, 80333 München
  • noch bis 14. Mai 2017 | täglich 10.00–18.00 Uhr, Montag geschlossen, Donnerstag 10.00–20.00 Uhr
  • Eintritt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, sonntags: 1 Euro
  • Mehr Info
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Make Sense

© Saskia Wehler MAKE SENSE White Arkitekter

Sinnfindung. Wer könnte sich dieser Aufgabe im Bereich der Architektur besser annehmen als ein Team hochqualifizierter Fachleute, die sich das nachhaltige Gestalten zu eigen machen und ihm in Form faszinierender Bauwerke ein Gesicht geben? Im Architekturbüro White Arkitekter, das mit 900 Mitarbeitern in 16 Niederlassungen zu den führenden Skandinaviens gehört, treffen Architekten auf Anthropologen, Städtebauer, Künstler, Nachhaltigkeitsexperten und Forscher. Die Vision: Architektur als Mittel zur Verbesserung der Gesellschaft einzusetzen. MAKE SENSE ist der Aufruf, durch Neugier, Verstand und Forschung beim Entwerfen von neuen Lebensräumen die Welt nachhaltig zu einem bessern Ort für das Menschsein – im allgemeinen und im Speziellen - zu machen.

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© Die afrikanische Revolution – Burkina Faso 2014 Die Afrikanische Revolution – Burkina Faso 2014

Der westafrikanische Staat Burkina Faso durchlebte verschiedene Phasen der Oppositionsbewegung – seit 2013 werden diese von einheimischen Fotografen im Bild festgehalten. Dabei dokumentierten die Künstler den Austritt prominenter Politiker aus der Regierungsfraktion der Assemblée Nationale, die zunehmenden Demonstrationen, den Sturz des Präsidenten, den Gegenputsch sowie die Neuwahl des Parlaments am 25. November 2015. Der Neuwahl voraus ging der Aufstand der burkinischen Jugend im Oktober 2014, die den autokratischen Präsidenten Blaise Compaoré zum Abtreten zwang.

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p.osteuropa | Drinnen oder draußen?

Vier Künstlerinnen und Künstler nehmen sich dem Thema „Wo steht Europa?” an und verarbeiten die Geschichten ihrer eigenen Wurzeln, die in Georgien, Russland, Bulgarien und Rumänien liegen, in Form verschiedener Werke. Raumbezogene Installationen, Medienkunst und literarisch-philosophisch-theatralische Interpretationen geben der Europe-Frage eine spannende Dynamik und erlauben neue Sichtweisen.

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© Douglas Kirkland Douglas Kirkland – „Celebreties”

Sie hat schon fast einen festen Platz in unserem Artvergnügen – die Fotoausstellung, in der die Schönen und Reichen und die Stars und Sternchen gezeigt werden. Im Mai setzen wir diese Serie mit den Bildern des Kanadiers Douglas Kirkland, dessen Werke passenderweise unter dem Titel „Celebrities” zusammengefasst werden, fort. Auslöser für die kometenhafte Karriere des heute 82-Jährigen war die „Nacht mit Marilyn”, ein Projekt, mit dem Kirkland anlässlich der 25-jährigen Jubiläumsausgabe des Look Magazin beauftragt wurde. Kirkland machte sich vor allem als Set-Fotograf einen Namen und hielt zahlreiche weltbekannte Schauspiele während der Produktionen von „Out of Africa”, „Titanic”, „Moulin Rouge” und „The Great Gatsby” im Bild fest. Neben Schauspielern wie Elisabeth Taylor, Romy Schneider und Brigitte Bardot zählen zudem Musiklegenden wie Sting, Mick Jagger und John Lennon zu seinen Portraitmotiven.

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© Cornelia Walter Galerie – Peintre X „Newspapers” von Peintre X

Das Medium Tageszeitung steht für Aktualität um im nächsten Augenblick bereits für Vergänglichkeit. Der deutsche Street Art-Künstler Peintre X macht sich dieses Medium zu eigen, indem er der Gesellschaft einen Spiegel vorhält und seine Werke auf dem Fundament der Tageszeitung und deren Inhalte basiert. Die Zeitungen erzählen, was in der Welt passiert, der Künstler sammelt spezielle Ausgaben besonderer Städte oder Regionen, um echte Events in sein Werk zu integrieren. Die Portraits, die er/sie auf die Papierschichten aufmalt, sind hingegen eher fiktiv, aber visuell umso stärker. Es sind Personen, die stellvertretend für alle Herausforderungen stehen, die wir im Alltag zu meistern haben.

Titelbild: © Cornelia Walter Galerie – Peintre X

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