Perfekt für einen Drink mit den Kollegen: Die Bar Lehel

Die Gegend um den St. Anna-Platz im Lehel zählt bekanntlich eher zu den posheren Ecken in München. Mit dem Opera Hotel, dem Gandl und der Lehel Bar befinden sich hier gleich drei Etablissements, die nebenbei bemerkt alle zusammengehören.

Ich muss zugeben: So hundertprozentig dazugehörig fühlte ich mich in der Lehel Bar anfangs nicht. Zu früher Abendstunde war das Publikum vor allem geprägt durch Museums- oder Theaterbesucher des älteren Semesters – gegen 20.30 Uhr füllte sich die Bar jedoch mit einer deutlich jüngeren Crowd.

Die Atmosphäre vermittelt ein sehr urbanes Flair: Mit flackerndem Kaminfeuer auf dem Großbildschirm, einem langen Tresen, einem virtuosen Barkeeper, modernem Interieur und indirekter Beleuchtung. Vor dem Essen gab es erstmal zwei schöne Cocktails, die stimmten uns optimal auf das Menü ein.

Bar Lehel
© Roberto La Pietra
Bar Lehel
© Roberto La Pietra

Das Essen begannen wir mit den Mixed Starters – in unserem Fall kleinen Canapés mit verschiedenen Toppings – darunter zum Beispiel eine Paste aus roten Beeten. Die Vorspeise ließ durchaus noch Platz im Magen, daher freuten wir umso mehr auf die Hauptgerichte als folgendes Highlight.

Meine Begleitung – ihres Zeichens Vegetarierin – ließ sich ein Risotto mit Artischocken schmecken. Das präsentierte sich schön cremig und mit einem tollen Parmesangeschmack. Artischocken stehen in der Lehel Bar derzeit hoch im Kurs, die gab es nämlich zum Beispiel auch als Beilage zu meiner Entenbrust. Die war schön rosa so wie sich das gehört – knusprig und kross dagegen die leckeren Süßkartoffelchips. Die Artischocken als Gemüsebeilage zu reichen finde ich persönlich eine gute Idee. Die sieht man ja anderorts bestenfalls als Belag auf einer Pizza.

Bar Lehel
© Roberto La Pietra
Bar Lehel
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Das Konzept für den Großteil der Hauptspeisen funktioniert nach dem Baukastenprinzip. Man kombiniert eine Reihe von Fleisch- oder Fischsorten mit mehreren Beilagen und Saucen oder Dips. Auf die Weise lassen sich zahlreiche Kombinationen erstellen und es ist für jeden Geschmack was geboten. Steak-Freunde kommen hier übrigens besonders auf ihre Kosten.

Die Nachspeisen rundeten das Menü gelungen ab. Da gab es zum einen eine klassische, aber sehr, sehr feine Crème Brulée – aufgepeppt mit Blutorangen. Meine Begleitung entschied sich für ein Dessert auf der Basis von Buttermilch. Das mundete ebenfalls.

Für welchen Anlass eignet sich die Lehel Bar am besten? Ich würde sagen für ein gepflegtes Afterwork-Dinner mit Kollegen. Dafür ist die Location mit ihrer zentralen Lage perfekt. Zudem gibt es 1A-Cocktails und das Flair ist stylisch und mondän.

Bar Lehel
© Roberto La Pietra
Bar Lehel
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Unbedingt probieren // Auch wenn noch deutlich mehr auf der Karte steht: Ich fand die „Make it your style“-Kombis eine super Option. Eine Sorte Fisch oder Fleisch wird in Verbindung mit einer beliebigen Anzahl von Beilagen, Dips und Soßen gewählt. Meine Kombi aus Ente, Süßkartoffel-Fries und Artischocken war auf jeden Fall ein Treffer.

Veggie // Die Lehel Bar ist eher fleischlastig, es gibt aber auch einige Veggie-Optionen. Darunter Pasta, Risotto und Salate.

Money // „Make it your style“ kommt je nach Fisch/Fleisch auf etwa 20-30 Euro. Mittags ist es deutlich günstiger. Da gibt es Lunch-Angebote für rund zehn Euro.

Geile Zeit // Unter der Woche am Abend – zum Beispiel mit Kollegen auf ein fancy Dinner oder einen gepflegten Cocktail an der Bar.

Bar Lehel
© Roberto La Pietra
Bar Lehel
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Bar Lehel | Karl-Scharnagl-Ring 6-8, 80538 München | Montag – Samstag: 11.00–3.00 Uhr | Mehr Infos

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