So viel Leitungswasser, wie du willst – Refill kommt nach München

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In Italien und Spanien ist es gang und gäbe, eine Karaffe Leitungswasser auf den Tisch im Restaurant gestellt zu bekommen. In Skandinavien steht in vielen Cafés am Tresen ein großer Glaswasserbehälter, aus dem man sich kostenfrei so viel zapfen kann, wie man möchte. In Deutschland gibt es mittlerweile einige Cafés, die das ebenfalls umsetzen, doch gerade in München wirkt es oftmals noch immer so, als sei die Frage nach einem Leitungswasser zum Kaffee fast schon unverschämt.

Doch gerade in München wirkt es oftmals noch immer so, als sei die Frage nach einem Leitungswasser zum Kaffee fast schon unverschämt.

Alle Refill-Stationen auf einer Karte

Und genau das soll sich jetzt ändern, denn Wasser ist ein Grundrecht, findet Refill, und startet das Projekt nun endlich auch in München – mit einem Kick-Off-Event am 13. September 2017 im OHNE-Supermarkt. Das Ganze funktioniert genauso einfach, wie den Hahn aufzudrehen: Morgens eine Flasche Wasser einpacken und wenn die leer ist, via Karte herausfinden, wo es Refill-Stationen gibt. Hier kann übrigens jeder mitmachen, das Projekt richtet sich nicht automatisch an die Gastro.

Die Spots sind zudem mit einem blauen Aufkleber gekennzeichnet. Dort dann einfach die Flasche wieder auffüllen und fertig. Übrigens fließt durch Münchens Rohre mit das beste Leitungswasser in Europa, das streng geschützten Einzugsgebieten in den Alpen entspringt. Hier braucht also niemand Sorge um seine Gesundheit zu haben.

So viel Leitungswasser, wie du willst – Refill kommt nach München
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Refill erklärt, dass die Intention hinter dem Projekt ist, nicht nur Müll zu vermeiden, sondern auch Ressourcen zu schonen und dadurch aktiv am Umweltschutz beizutragen. Refill selbst verzichtet auf Werbung durch Flyer und zieht damit die Überzeugung, Müll in allen möglichen Bereichen zu vermeiden, konsequent bis ins Marketing durch.

Übrigens: Die hohen Mietpreise in München werden oftmals angeführt als Argument, warum Leitungswasser in der Gastro nicht kostenlos ausgeschenkt wird. Die gibt es aber in anderen Städten, gerade in denen Skandinaviens, genauso. Und es geht hier ja nicht ums Schnorren und ausschließlich Leitungswasser bestellen. Es geht darum, dass bei einem Cappuccino für 3,80 Euro freies Wasser aus der Leitung dazugehören sollte.

Titelbild: © LESEMBICOFFEE

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