Nach Wannda & Café Gans am Wasser: Neues Projekt am Kolumbusplatz

© Julian Hahn

Wenn in München etwas mit Zwischennutzungen passiert, weiß man mittlerweile schon: Dahinter stecken ziemlich wahrscheinlich Daniel oder Julian Hahn. Die beiden Brüder haben nicht nur Wannda ins Leben gerufen, Daniel Hahn macht den stadtbekannten Bahnwärter Thiel und hat die MS Utting nach München geholt. Der 25-jährige Julian Hahn steckt hinter dem wunderschönen Café Gans am Wasser im Westpark und hat ein neues Projekt in Planung: Das kleine Hexenhäuschen am Kolumbusplatz.

Früher noch ein Blumenladen und Kiosk, fanden hier bis zuletzt Architekturschulungen statt. Nun hat Julian neue Pläne, aber heißt es Konzept schreiben und Genehmigungen einreichen. Geplant ist aber Einiges für das kleine Holzhäuschen an der Pilgersheimer Straße – oder besser gesagt: Außen herum, denn das Häuschen an sich bietet innen gerade einmal Platz für eine Gastrofläche mit vielleicht zwei Tischen. Das Hauptaugenmerk wird Julian also eher auf den großen Garten drumherum legen.

Nach Wannda & Café Gans am Wasser: Neues Projekt am Kolumbusplatz
© Julian Hahn

Dementsprechend wäre es schön, wenn er und sein Team im Sommer damit starten könnten – das entscheidet sich allerdings erst, wenn die Genehmigungen für das Projekt durch sind. "Am süßesten zu dem Häuschen würde eine Veranda passen, ein alter Kamin, Dachziegel und Fensterläden. Wie das Haus dann aussieht, entscheidet sich vor allem darüber, was als nächstes in München abgerissen wird – dann daher werden wir unsere Bauelemente bekommen", erzählt Julian. Und hier kann man die Jungs auch unterstütten: Wer etwas weiß rund um alte Dachziegel, kann sich bei ihnen melden.

"Hexenhäuschen" ist bisher nur ein Arbeitstitel – Julian und sein Team feilen noch an dem richtigen Namen. Eine Idee wäre an Anlehnung an das Café Gans am Wasser: Café Gans woanders, aber mal sehen. Was dort passieren soll, ist dagegen schon ziemlich sicher: Eine Bühne auf der Open Stages, Theater und Lesungen stattfinden, einen Flohmarkt kann man machen – und natürlich Gastro. Julian träumt schon: "Wir könnten eine alte Kutsche in den Garten stellen, drin ist ein kleiner Kronleuchter und Sitzplätze für zwei oder vier Personen".

Und danach ein ganzes Haus im Glockenbachviertel?

Ja, und dann hat Julian sogar noch ein weiteres Projekt im Glockenbachviertel. Diesmal ein ganzes Haus, drei Stockwerke, die man mit einer Café-Bar und jeder Menge Veranstaltungen füllen könnte – vor allem wäre das praktisch, endlich einmal einen Indoor-Raum zu haben, denn bisher müssen Veranstaltungen bei schlechtem Wetter abgesagt werden. Da Julian hier aber noch keinen Mietvertrag unterschrieben hat, will er über das Haus in der Pestalozzistraße noch nicht zu viel verraten. Jetzt freuen wir uns erst einmal auf das Hexenhäuschen in Untergiesing!

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