11 nachhaltige Modelabels aus München, die du kennen solltest

Taschen, deren Leder in Freiburg gegerbt und die in Handarbeit in Giesing entstehen. Minimalistische Mode, die aus feinen italienischen Stoffen im Atelier im Glockenbach genäht wird. Und Schuhe, die in München entworfen und dann in Deutschland produziert werden. Unsere Stadt hat ziemlich viele, coole Modelabels auf Lager, die nachhaltig arbeiten – mit guten Materialien und einer fairen Produktion. Ganz entgegen aller Vorteile muss man für Fair Fashion aus München auch nicht immer viel Geld ausgeben. Hier kommen elf Modelabels, die es besser machen wollen.

1. Bio-Unterwäsche von Vatter

Vatter
© Vatter

Die Vorurteile, dass biologische Kleidung automatisch altbacken, trist oder unsexy sein muss, sind definitiv überholt. Thomas Vatter und Marcus Faulwasser gründeten ihr biozertifiziertes Label Vatter mit dem Anspruch, eben genau keine Liebestöter zu produzieren. Die Unterwäsche (alles vom Kinderbody bis Brazilian Slip) aus Bio-Baumwolle von Vatter kommt passend zur ihrem Credo als "Tight Tim", "Classy Claus", "Naughty Nic" oder "Peppy Paula" daher. Wer Unterwäsche verschenken möchte, ist hier goldrichtig!

Vatter | BH ab 35 Euro, Slip ab 19 Euro, Boxershorts für 35 Euro | Mehr Infos

2. Deutsche und italienische Stoffe bei WE.RE

WE.RE
© WE.RE

Seit 2014 betreiben die beiden Freundinnen Theresa Reiter und Katharina Weber das Modelabel WE.RE – und obwohl ihr schöner Laden mitten im Glockenbach ist, läuft man, weil er etwas versteckt liegt, schnell einmal daran vorbei. Beim nächsten Mal unbedingt reingehen, denn in ihrem Store in der Klenzestraße verkaufen die beiden nicht nur ihre wahnsinnig hübsche, minimalistische Mode, sondern produzieren im angrenzenden Studio sogar auch noch den Großteil selbst. Dafür verwenden sie Seide, Wolle, Baumwolle oder Viskose hauptsächlich aus Deutschland und Italien. Wer auf Kleider made in München steht, ist hier genau richtig!

WE.RE | Buttermelcherstr. 5 Eingang, Klenzestraße, 80469 München | Montag – Samstag: 11.00–19.00 Uhr | Kleidung zwischen 65 und 630 Euro | Mehr Infos

3. Faire Mode aus Malawai von Khala

Benedikt Habermann Khala kleine geile Firma
© Ida Heinzel

Melanie Rödel, die sich seit Jahren aktiv für Hilfsprojekte in Süd-Ost-Afrika einsetzt, wollte etwas unternehmen, um die Menschen in Malawi nachhaltig zu unterstützen. Deshalb gründete sie kurzerhand ihr eigenes faires Modelabel: Khala. Hier werden für die Mitarbeiter, die in einem Studio in der Hauptstadt Lilongwin arbeiten, fair bezahlte Arbeitsplätze geschaffen. Das kleine Team fertigt die Jacken, T-Shirts, Röcke, Hosen und Accessoires in Handarbeit an. Das Besondere daran sind die wunderschönen, bunt gemusterten afrikanischen Chitenje-Stoffe, die für die Produkte verwendet werden. Ihr könnte die Sachen von Khala aktuell auf dem Märchenbazar oder im Onlineshop kaufen.

Khala | Bomberjacken ab 89 Euro, Rock für 55 Euro, T-Shirt für 30 Euro | Mehr Infos

4. Handgemachte Ledertaschen von Günstling

Kleine, geile Firma #28 – Handgemachte Ledertaschen von Günstling
© Anja Schauberger

Handgemacht in Untergiesing: Das Label Günstling, hinter dem Michael Mayer und seine Frau Esra stehen, stellt wunderschöne Taschen, Rucksäcke, Geldbeutel und Leder-Accessoires her. Das Paar hat Anfang 2018 seinen Showroom gegenüber vom Schyrenbad eröffnet. Hier könnt ihr euch die Lederwaren genauer angucken – oder Änderungswünsche weitergeben. Michael ist gelernter Sattler, stellt alle Modelle in Handarbeit her. Für die Produktion wird nur feinstes Büffel-Leder von einer Gerberei aus der Nähe von Freiburg verwendet.

Günstling Werkstatt & Showroom | Claude-Lorrain-Straße 23, 81543 München | Öffnungszeiten auf Anfrage: [email protected] | Umhängetasche 110 Euro, Shopper 250 Euro, Geldbeutel 60 Euro | Mehr Infos

5. Bio-Baumwoll-Shirts von WOMOM

Kleine, geile Firmen #27 – Mode für Frauen von WOMOM
© Anika Landsteiner

„Inspired by momlife, for every woman“ ist das Credo des jungen Münchner Modelabels WOMOM, eine Zusammensetzung aus Woman und Mom. Dahinter stecken Kerstin Rothkopf, Annette Granados Hughes, Tati Peco und Sophie Rolf, die auch selbst Mamas sind. Das Label macht richtig coole Statement-Shirts und Sweater, aber auch Schmuck, Taschen, Notizbücher und Artprints. Besonders gut an WOMOM: Die Klamotten sind nur echt schön, sondern auch aus Bio-Baumwolle, fair trade-zertifiziert und in München bedruckt!

WOMOM | T-Shirts ab 49 Euro, Sweater ab 75 Euro | Mehr Infos

6. Französische Stoffe und Prints bei Me & May

Me & May
© Franziska Hermann

Frauenmode aus Deutschland muss nicht immer sportlich, praktisch und Dunkelblau sein – das beweist das zuckersüße Label Me & May von Melissa und Mathilde, mit dem ein bisschen französischer Wind durch unsere Hauptstadt mit Nerz weht. Französisch ist an dem Label nicht nur das halbe Team, sondern auch einige Stoffe und so mancher Print. Außerdem verwenden die beiden auch Stoffe aus Griechenland, produziert wird aber immer in Polen. Erste Muster und Entwürfe entstehen im Ladenatelier in Sending. Schon 2010 nähten die beiden Freundinnen von Me & May ihre ersten Stücke – und die kamen so gut an, dass sie auch neun Jahre und etliche Kollektionen später noch erfolgreich und glücklich sind mit ihrem Label.

ME & MAY | Alramstraße 19, 81371 München | Mittwoch – Freitag: 11.00–19.00 Uhr | Kleider ab 129 Euro, Hosen ab 119 Euro, Blusen ab 79 Euro | Mehr Infos

7. Deutsche Handarbeit bei A Kind Of Guise

© A Kind of Guise

Bei A Kind Of Guise wird ausschließlich in deutscher Handarbeit produziert. Das Münchner Label hat sich seit 2009 einen kleinen Stamm an zehn Manufakturen in Deutschland aufgebaut, die für das Label produzieren. Auf die Wahl der Materialien wird bei der Damen- und Herrenmode ein besonderes Augenmerk gelegt: schottisches Harris Tweed, Schweizer Baumwolle und österreichische Loden-Steiner Wolle. Das hat natürlich seinen Preis, hält dafür aber hoffentlich ein Leben lang. Was sich immer lohnt: Der Supersale im Dezember, bei dem bis zu 70 Prozent reduziert wird – dafür muss man aber auch immer mit einer langen Schlange rechnen.

A Kind Of Guise | Adalbertstraße 41B, 89799 München | Montag–Freitag: 12.00–19.00 Uhr, Samstag: 11.00–18.00 Uhr | Hose ca. 200 Euro, Mütze zwischen ab 70 Euro, Hemd ab 200 Euro | Mehr Infos

8. Günstige Bio-Baumwoll-Produkte bei ThokkThokk

ThokkThokk
© ThokkThokk

ThokkThokk kennt eigentlich jeder, der sich mit nachhaltiger Mode auseinandersetzt. Was viele nicht wissen: Die Marke ist aus München und wurde schon 2008 gegründet. Die Shirts, Jacken, Jogginghosen, Sweater und Unterhosen für Männer und Frauen entstehen vorwiegend in Indien, alle aus Bio-Baumwolle aus fairem Handel und sind GOTS-zertifiziert. Auch auf dem weiteren Weg wird darauf geachtet, dass die Materialien biologisch abbaubar sind – von den Preisschildern bis zu den Verpackungen. ThokkThokk unterstützt außerdem eine lokale NGO, die sich vor Ort für Kinder und Frauenrechte einsetzt. Das Beste daran: Das T-Shirt kostet hier nur 30 Euro – da soll noch mal einer sagen, faire Mode wäre nicht bezahlbar! Die Sachen von ThokkThokk gibt's im DearGoods und Heimlich laut - Organisch unders.

ThokkThokk | bei DearGoods & Heimlich laut - Organisch unders | Shirts ab 29 Euro, Sweater ab 49 Euro, Jogginghosen ab 59 Euro | Mehr Infos

9. Schuhe made in Germany von VOR

VOR Shoes
© VOR Shoes

Klar, die Sneaker von VOR sind kein Schnäppchen, aber wer Schuhe made in Germany in bester Qualität haben möchte, der bezahlt nun einmal ein bisschen mehr. Das Label aus München gibt es seit 2010, ins Leben gerufen von Andreas Klingseisen und Jörg Rohwer-Kahlmann. Die beiden wollen zeitlose, ehrliche und hochwertige Schuhe machen, die lange halten und deren Herstellung transparent ist. So werden die VOR-Sneakers in einer Manufaktur in Rheinland-Pfalz hergestellt, die Boxen in Thüringen gefertigt. Zu den Materialien: Außen wird Rindsleder verwendet, das Futter ist aus Kalbleder und kommt aus Italien.

VOR.Shoes | Sneaker zwischen 245 und 385 Euro | Mehr Infos

10. Unisex-Mode in Unikaten von Form of Interest

Form of Interest
© Form of Interest

Hinter dem Münchner Label Form of interest steckt Jessica Dettinger. Die Modedesignerin entwirft und näht Unisex-Mode – vom T-Shirt, zum Sweater bis zu Kleidern und Hosen. Entweder sehr clean oder sehr verspielt, oversized und gerade geschnitten ist es aber immer. Für Jessica ist es ganz selbstverständlich, dass man so nachhaltig wie möglich produziert, sie schreibt sich das nicht extra auf die Fahne. Ihre Stoffe bezieht sie zum Beispiel aus Italien, ihre Kollektionen entstehen immer in kleiner Stückzahl, manchmal sind die Klamotten auch Unikate.

Form of Interest | Shirts ab 55 Euro, Sweater ab 65 Euro, Kleid ab 159 Euro | Mehr Infos

11. Sommerliche Klamotten aus Portugal von Phil & Lui

Phil & Lui
© Phil & Lui

Philipp und Luisa sind nicht nur ein sehr schönes Paar, sondern machen auch sehr schöne und sommerliche Klamotten. Unter dem Namen "Phil & Lui" haben sie sich in der Belgradstraße mit Lager, Atelier, Laden und Büro niedergelassen. Die Klamotten werden in Portugal in Familienbetrieben produziert, die beiden sind pro Jahr auch mehrmals vor Ort. Außerdem sind die Stoffe für die Hoodies, Shirts und Hosen GOTS-zertifziert. Wer das Lookbook sieht, muss sofort an Wanderlust denken. Schaut hier unbedingt mal vorbei!

Phil & Lui | Belgradstraße 64, 80804 München | Mittwoch – Freitag: 10.00–19.00 Uhr | Hoodie 89-139 Euro, Shirt / Hose ab 49 Euro | Mehr Infos

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