11 Dinge, die du im Winter rund um den Schliersee machen kannst

Text: Vanessa von Proff

Die Alpenregion Schliersee, zu der auch der Spitzingsee und das nahe gelegene Sudelfeld gehören, sagt euch vielleicht etwas. Die Region ist im Sommer ein extrem beliebtes Ausflugsziel, weil es so nahe an München gelegen ist. Aber auch im Winter hat die Region einiges zu bieten. Denn nur gut 50 Kilometer von München entfernt findet ihr hier zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung und für sportliche Aktivitäten. Mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) erreicht ihr den Schliersee ganz bequem in unter einer Stunde. Also worauf wartet ihr noch? Unsere Tipps stammen diesmal aus dem gerade erschienenen „Schliersee-Reiseführer“ von Sonja Still (Allitera Verlag, 16,80 Euro) – dort findet ihr natürlich noch viel mehr Insider-Infos, Tipps und tolle Vorschläge für euren Ausflug an den Schliersee!

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Frühstück

© Unsplash | Sonnie Hiles Den Tag mit einem leckeren Frühstück im Café Jennerwein starten

Das gemütliche Café Jennerwein liegt gleich gegenüber vom Bahnhof und ist benannt nach der bayerischen Sage vom Wildschütz Jennerwein, der in den Bergen hinterrücks erschossen wurde. Naturverbundenheit zeigt sich nicht nur im Namen des Cafés, sondern auch in der Speisekarte: Die Frühstücks-Auswahl reicht vom „Herzhaften Wilderer“ (mit Speck, Bergkäs, Ei und Semmeln) über ein Fitness-Frühstück „für schneidige Berggamsen“ (mit Joghurt und frischen Früchten) bis hin zum „Jennerwein Frühstück für Zwei“ (mit Räucherlachs und Prosecco). Während ihr euren Kaffee genießt, könnt ihr in der Karte die Legende vom Jennerwein nachlesen und seid so nach dem Frühstück nicht nur kulinarisch gestärkt für diverse Ausflüge, sondern auch intellektuell auf alle Abenteuer vorbereitet.

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Wellness Spa München

© Dorfbad Tannermühl Privat-Wellness am Fuße des Wendelsteins erleben
 im Dorfbad Tannermühl

Das Dorfbad Tannermühl ist den meisten Münchner*innen eher unbekannt. Dabei lässt sich hier ein einzigartiges Wellnesserlebnis genießen – und das mitten in der Natur! Das Dorfbad liegt am Ende einer Klamm mit einem acht Meter hohen Wasserfall. Wie wäre es nach einem langen Skitag mit einer Runde Schwitzen in der Altholz Stadl Sauna, einem Früchtepunsch vor dem Kaminfeuer oder einer Massage? Aber unbedingt vorher anmelden! Denn hier können immer nur maximal zwölf Personen gleichzeitig relaxen. Oder ihr bucht für euch und eure Freund*innen (fünf bis zehn Personen) für vier Stunden das „very private Spa“.

  • Dorfbad Tannermühl
  • Tannermühlstraße 23, 83735 Bayrischzell
  • Als Tagesgast an Sonn- und Feiertagen: 12.00–16.00 Uhr und 17.00–21.00 Uhr | „very private Spa“: Freitag: ab 17.00 Uhr, Samstag & Sonntag: ab 12.00 Uhr oder ab 17.00 Uhr
  • 24 Euro pro Person
  • Mehr Info
3
Winklstueberl Kuchentheke

© Winklstüberl Auf eine Bayerisch-Creme-Torte ins Café Winklstüberl einkehren

Das Café Winklstüberl ist eine Institution im Ort Fischbachau. Sein Herzstück ist die Tortentheke mit Blaubeerkuchen und Bienenstich, Schwarzwälder Kirsch-Torte und der berühmten Bayerisch-Creme-Torte. Die Kuchen und Torten sind nicht nur super lecker, sondern die Stücke auch noch riesig! Dem Sänger Udo Jürgens soll hier beim Kuchen-Schlemmen der Text für seinen bekannten Schlager „Aber bitte mit Sahne“ eingefallen sein. Das Café, das von der Schauspielerin Thekla Mairhofer (bekannt aus TV-Serien wie „Café Meineid“, „Irgendwie und sowieso“ oder „Der Kaiser von Schexing“) betrieben wird, hat übrigens auch eine Kaffeemühlensammlung mit über 700 Exemplaren zu bieten.

4
Sudelfeld

© Pixabay | Michael Freyermuth Herrlichstes Skivergnügen im Sudelfeld genießen und mittags bayerisch schlemmen

Das Skigebiet Sudelfeld gehört zum Mangfallgebirge. Durch die weiten Wiesenflächen des Almgebiets, auf dem es liegt, sind hier viele blaue und rote Abfahren zu finden. Daher ist es für Anfänger'*innen ein geeignetes Skigebiet. Aber auch Könner*innen und Snowboarder kommen auf ihre Kosten. Und für alle empfiehlt sich ein Einkehrschwung auf die Brösel Alm, deren Motto lautet: „Ski in – ski out“. Hier kann man sich viele bayrische Köstlichkeiten mit Bröseln schmecken lassen!

5
Taubensteinhaus

© Taubensteinhaus Eine Skitour auf den Taubenstein unternehmen


Seit die Taubensteinbahn ihre Dienste eingestellt hat, gehört das Gebiet des Taubensteins ganz den Tourengeher*innen, die perfekte Verhältnisse mit unberührten Hängen und unpräparierten Pisten vorfinden. Verschiedene Touren unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades rund um den Taubenstein sind möglich, zum Beispiel die „Rotwand Reibn“ mit ca. 1.200 Höhenmetern. Die Runde über Rotwand und Auerspitz bis zum Taubensteinhaus und Abfahrt auf der alten Skipiste unterhalb der alten Taubensteinbahn ist in knapp sechs Stunden zu meistern. Das Taubensteinhaus auf 1.567 Metern bietet sich zur Einkehr an. Mittwochs und donnerstags finden hier Skitourenabende statt.

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Schlitten Rodeln Winter

© Pexels.com Beim Mondscheinrodeln mit dem Schlitten von der Oberen Firstalm aus durch die Dunkelheit sausen

Auf der Oberen Firstalm im Skigebiet Spitzingsee kann man einen tollen Aufstieg zur Hütte machen. Das geht vom Parkplatz am Kurvenlift aus ganz bequem in ca. 40 Minuten. Oben angekommen kann man sich für fünf Euro einen Schlitten ausleihen. Danach geht's dann die 2,5 Kilometer lange Rodelbahn hinab. Und keine Sorge: Auch wenn der Mond sich gerade nicht zeigt, fahrt ihr nicht im Blindflug. Denn von Dezember bis Mitte März ist der Weg täglich bis 22.30 Uhr beleuchtet.

7
Nachtskifahren

© Pixabay Zum After-Work-Skifahren auf den Stümpfling fahren

Die Alternative zum After-Work-Cocktail! Jeden Donnerstag und Freitag ist das Nachtskifahren von 18.30 bis 21.30 Uhr am Stümpfling möglich. Mit der Vierer-Sesselbahn geht es durch die Dunkelheit hoch zur Bergstation. Die Abfahrt bei Flutlicht ist ein besonderes Erlebnis. Es scheint, dass die Sinne schärfer sind, man das Kratzen der Skier lauter hört. Und manch einer findet sogar, dass die Konturen der Schneedecke besser zu sehen sind als tagsüber.

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Spitzingsee

© Pixabay | Robert Forster Den Spitzingsee zu Fuß umrunden und mit Enzianschnaps in der Alten Wurzhütte aufwärmen

In nur einer Stunde kann man Deutschlands größten Bergsee, den Spitzingsee, mit einem Umfang von 3,3 Kilometern zu Fuß umrunden. Im Winter friert er wegen der Höhenlage auf 1.085 Meter schnell zu, was dann besonders schön aussieht. Hinterher kann man zum Aufwärmen in die Alte Wurzhütte einkehren. Das traditionsreiche Haus ist nicht nur urgemütlich und hat viele Schmankerl auf der Karte, sondern hier serviert die Wirtin auch noch persönlich ihren Enzianschnaps!

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Wiesn Fluchten

© Slyrs Bei Schnapsverkostungen rund um den Schliersee teilnehmen

In der Region rund um den Schliersee finden sich zahlreiche Spirituosenhersteller. Am bekanntesten ist sicherlich der bayerische Whiskey-Produzent SLYRS in Neuhaus. In der Erlebnisdestillerie kann man an Führungen durch den Betrieb und Verkostungen in der Fasshalle teilnehmen. Seit Neuestem gibt es hier auch eine Mountain-Edition, bei der der Whiskey in Fässern auf 1.501 Meter Höhe am Stümpfling reift. Anschließend geht es weiter zur Schnapserei in Spitzingsee. Für einen Euro pro Stamperl kann man sich hier durchs Sortiment probieren vom Klaren über Likör bis hin zum Gin. Und wer immer noch nicht genug hat, kann bei der Destillerie Hoermann in Schliersee zum Abschluss noch einen Gebirgsenzian kosten.

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Lama

© Pixabay | Schwoaze Mit Lamas und Alpakas durch traumhafte Winterwelten wandern

Spaziergänge mit Lamas. Und das Mitten in Bayern! Mit den flauschigen Tieren durch die Landschaft zu flanieren ist gerade ziemlich angesagt. Warum eigentlich? Zugegebener Maßen lässt sich bei dieser Beschäftigung ziemlich gut abschalten. Denn bei einer Wanderung mit den sanften Tieren muss man sich schon mal in Geduld üben. Für uns Städter*innen nicht immer einfach. Doch mit jedem Schritt in der herrlichen Winterlandschaft und abseits jeglicher Hektik, lernt man mehr zu entspannen und einfach mal die Natur zu genießen. In Fischbachau gibt es gleich mehrere Anbieter, zum Beispiel Mesner-Alpakas. Mehr Infos und Termine bekommt ihr bei der Tourist-Info.

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Schneeschuh

© Pixabay | suju Mit Schneeschuhen neue Wege erkunden und im Hasenöhrl-Hof brunchen

Jeder sollte einmal eine Schneeschuhwanderung gemacht haben! Denn dank der breiten Auflage der Schneeschuhe kann man das Winterwandern auch auf abgelegenen und dicht im Schnee versunkenen Wegen genießen. Eine geführte zwei-stündige Tour mit anschließendem Sonntagsbrunch im Hasenöhrl-Hof bietet die Tourist-Info Bayrischzell an. Nach der Bewegung in der frischen klaren Bergluft, schmeckt's auch gleich noch besser!

Titelbild: © Pixabay | Robert Forster

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