11 Neujahrsspaziergänge, mit denen ihr euren Silvesterblues rauslaufen könnt

Der 1. Januar ist traditionell ein Tag, der von starken Gefühlen geprägt ist. Vorfreude auf ein neues Jahr, Müdigkeit und Kater von einem vergangenen Jahr – und der zurückliegenden Nacht. Vielleicht habt ihr auch immer ehrbare Vorsätze und einen dekadenten Brunch gehabt, der gleich einige davon bricht. Dieses Jahr ist manches anders, aber eine Sache bleibt gleich: Der Neujahrsspaziergang. Diese lauf-gewordene Meditation zum Start in den neuen Kalender. Frische Luft für den Kater-Kreislauf, Weite für den 2020-Blues und Bewegung nach vorne – selbst ohne Ziel oder Vorsatz. Jeder hat hier natürlich seine persönliche Route, denn sie starten gefühlt alle ohne Umschweife vor der eigenen Haustür. Aber vielleicht können wir euch mit unseren 11 Spaziergängen ja die oder andere neue Tour eröffnen.

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Pinakotheken Lichtaktion

© Pinakotheken Die Lichtinstallation im Kunstareal bewundern

Das Kunstareal ist mit seinen pompösen Gebäuden und imposanten Fassaden ja das ganze Jahr über schon ganz schön beeindruckend! Die Krone setzt dem Ganzen dann aber doch die aktuelle Lichtaktion auf, die noch bis zum 14. Februar 2021 läuft. Deshalb raten wir euch ganz dringend, mal durch die Maxvorstadt zu schlendern und euch das Spektakel selbst anzuschauen. Dabei werden täglich, sobald es dämmert, 18 verschiedene Museen zwischen Königsplatz und Theresienstraße mit faszinierenden Licht- und Videoinstallationen bespielt. Schnappt euch also eure Kamera und begebt euch auf einen kleinen Kunstspaziergang durch die momentan wohl eindrucksvollste Ausstellung der Stadt.

2

© Nina Vogl Mit veganer Pizza von Doctor Drooly einen sonnigen Abend auf der Theresienwiese haben

Die Idee für das neue Doctor Drooly hatten Jana und Salvatore schon lange. Veganes Fastfood, das gut schmeckt, trotzdem frisch zubereitet und weit weg ist von irgendwelchen Körner-Klischees. Dafür sollte es unter anderem Burger und Hot Dogs geben, doch aufgrund der aktuellen Situation beschränkt sich das Angebot vorerst auf Pizza. Und die hat es in sich, denn obwohl sie auf den ersten Blick eher klein wirkt (und dafür leider nicht super günstig ist), machen der reichliche Belag und der Teig, den wir nur als knuffig (knusprig und fluffig) bezeichnen können, die fehlende Größe wieder wett. Und wer noch dazu glaubt, dass eine Pizza nicht ohne Kuhmilch-Käse auskommt, der wird hier mit Anlauf eines besseren belehrt. Mit der super leckeren Pizza lauft ihr dann keine fünf Minuten zur Theresienwiese und könnt euch dort einen sonnigen Abend machen.

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Forstenrieder Park Waldbaden

© Amelie Pfeiffer Durchatmen beim Spaziergang im Forstenrieder Park

Im Herbst empfehlen wir den Forstenrieder Park gern als Spot zum Pilzesammeln. Als Teil des grünen Gürtels rund um München schließt der Forstenrieder Park im Süden an die Stadtgrenze an und vor lauter Isar und Englischer Garten, hat man das großzügige Waldgebiet gar nicht so auf dem Schirm. Dabei eignet sich der Nadel- und Mischwald das ganze Jahr für ausgedehnte Spaziergänge – vor allem dann, wenn man nicht so gerne mit Menschenmassen abhängt. Glaubt man dem Wikipedia-Eintrag des Waldes war hier früher der Adel auf der Jagd unterwegs. während hier heute viele seltene Pflanzen. und Tierarten einen Rückzugsort finden. Daher: Obacht geben, Ruhe finden, durchatmen!

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Luitpoldhügel

© digital cat | Flickr CC BY-SA 2.0 Vom Luitpoldhügel über die Stadt gucken

Gerade mal 37 Meter ist er hoch, aber trotzdem bietet der Luitpoldhügel eine super Aussicht. Überhaupt ist der gesamte Luitpoldpark einfach komplett unterbewertet, denn hier kann man mindestens genau so gut draußen chillen, wie an den üblichen verdächtigen Grünflächen der Stadt – mit viel weniger Trubel. Im Winter kann man hier außerdem ganz wunderbar rodeln.

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Nachts München Nacht-Spaziergang

© Unsplash | Danny Feng Nachts durch die Altstadt flanieren und bei den Löwen Glück holen

Die Altstadt. Tagsüber so voll wie abends leer. Aber umso schöner kann man dort aktuell einen kleinen Nachtspaziergang einlegen. Vielleicht startet ihr an der Residenz oder noch besser am Odeonsplatz. Einmal in Gedenken durch die Drückebergergasse, bei den Löwen Glück abholen (kontaktloses Kopfnicken funktioniert angeblich auch) und dann Richtung Marienplatz. Im Vorbeigehen die Maximiliansstraße runter schauen und in der Ferne den Landtag bewundern. Von Marienhof bis vors Rathaus und in der Kaufinger Straße die Leere bestaunen. Und während die Türme der Frauenkirche euch hinterherschauen, könnt ihr darüber entscheiden, ob ihr die Sendlinger Straße oder den Viktualienmarkt als Ausklang eures Spaziergangs wählt.

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© Auf die Faust Durch die Straßen um den Hauptbahnhof spazieren und was Frisches snacken

Grundsätzlich ist der Neujahrstag ein gesetzlicher Feiertag und an solchem schließen die Läden. Aber manchmal öffnet sich eben genau da unser Magen und wütet darüber, dass wir nichts mehr im Kühlschrank haben. Wie gut, dass es um den Hauptbahnhof, auf Seiten der Goethestraße, so viele verschiedene Restaurants oder Imbisse gibt, von denen bestimmt auch ein paar am 1. Januar einen kleinen Straßenverkauf anbieten. Schlendert ein wenig durch diese Mischung an Kulturen und farbenfrohen Ladenfronten. Ein frischer Döner Kebap, ein kalter Softdrink in der Hand und dazu vielleicht sogar Baklava – viel besser kann man nicht ins neue Jahr starten.

7
Nordteil Englischer Garten

© Lilli Wermuth Im Nordteil vom Englischen Garten seine Ruhe haben

Längst kein Geheimtipp mehr, aber der Nordteil vom Englischen Garten ist halt zu schön, um ihn nicht zu empfehlen. Alle, denen die Wiesen rund um den Monopteros zu voll sind, radeln einfach zehn Minuten weiter – und sind plötzlich im Natur- und Ruheparadies. Auf dem Weg nehmen die Liegewiesen schnell ab, die Wildnis zu. Hier grasen die Schafe, hier kann man sich noch viel besser verfahren als im Süden und außerdem ist die Isar hier mindestens genau so schön!

8

© Nina Vogl Vom Gans Woanders zur Isar Alm laufen

Wie schön ist es, wenn das lokale Lieblingscafe direkt am 1. Januar wieder offen hat? Die Kellner*innen haben vielleicht ein wenig Kater, aber dadurch auch viel mehr Empathie, wenn sie euch das nährhafte Spezi reichen. Also startet den Neujahrspaziergang in Untergiesing beim Gans Woanders, bewundert das Hexenhäuserl zumindest von außen und gönnt euch vielleicht noch eine Pizza auf die Kralle. Die Strecke zur Isar Alm ist zwar nicht der weiteste, aber nach Silvester können wir all die Stärkung und kurze Wege brauchen, die wir kriegen. Den Auer Mühlbach entlang, erwartet euch ein Giesinger Katermenü. Eigentlich nur auf Vorbestellung, aber vielleicht fallen ja auch so ein Rollmops und ein Konterbierchen vom Laster.

9
Mauersteg Isar Brücke

@aennchenlaeuft Über den Mauersteg flanieren

Mauersteg sagt euch nix und von den Maximiliansanlagen habt ihr noch nie gehört? Wir versprechen euch, dass die meisten von euch trotzdem wissen, von welchen Orten die Rede ist. Die Maximiliansanlagen erstrecken sich als Park- und Grünfläche zwischen der Ludwigsbrücke an der Muffathalle bis hinter den Friedensengel an die Max-Joseph-Brücke. Besonders schön spaziert es sich dabei auf dem Mauersteg, der parallel zur Isar verläuft und auf dessen Holzbalken man sich immer ein bisschen abenteuerlich und der Isar so nah fühlt. Obwohl so zentral, findet man in den Maximiliansanlagen immer eine ruhige Parkbank fürs Päuschen und für den meisterlichen Abschluss wird der Friedensengel erklommen und die Aussicht genossen.

Winter-Tipp: Ein Stück nördlich des Friedensengel kann man bei Schnee auch super rodeln!

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Spaziergang online Schnitzeljagd

© Unsplash | Markus Spiske Actionbound Spaziergang machen

Mit Actionbound könnt ihr eure Spaziergänge nochmal auf ein anderes Level anheben! Alles was ihr dafür braucht ist euer Smartphone, die Actionbound App und semi-gute Schnitzeljagd Fähigkeiten. Das Ganze funktioniert nämlich als eine Art thematische Spurensuche. Ihr wählt einfach eine beliebige Route aus und begebt euch mit eurer Infektionsgemeinschaft dann auf die Suche. Dabei müsst ihr zum Beispiel immer wieder Denkmäler abfotografieren oder Rätsel lösen, um weiter zu kommen. Am Anfang lohnt es sich, ein bisschen durch die vielen Optionen zu klicken, denn dadurch, dass hier jeder verschiedene Routen hinzufügen kann, sind manche – sagen wir mal – etwas spannender als andere.

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Schlachthof München

© Thomas Wild | Concrete Magazin Ein neues Viertel erkunden

Ohne jetzt zu sehr auf der Thematik rumreiten zu wollen, dass Münchner*innen sehr gerne in ihrem eigenen Viertel verweilen: Wann wart ihr das letzte Mal in einem Kiez spazieren, den ihr nicht bewohnt? Wir meinen nicht Giesinger*innen, die mal wieder eine Reise ins Schwabinger Ausland antreten. Nein, so richtig zufällig, quasi per Dartpfeil auf die Stadtkarte. Es muss ja nicht direkt das Hasenbergl oder Berg am Crime sein – wobei beide auch schöner geworden sind in den letzten Jahren. Flaniert doch mal durch Bogenhausen, viele schöne Häuser, ach Villen, dort und man muss nicht nach Grünwald. Oder das Schlachthofviertel abseits vom Bahnwärter. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken und wenn es nur ein neues Piece an irgendeinem Garagentor ist.

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