11 Theaterstücke, die ihr im März und April 2022 anschauen solltet

Es ist wieder Zeit für einen neuen Schwung an Theaterstücken, die zum ein oder anderen kulturellen Abend in die Münchner Häuser einladen. Im März und April sorgen sowohl die großen Theater als auch kleinere Bühnen für ein buntes Programm. Am buntesten wird es aber vielleicht im Studio vom Schwere Reiter. Hier findet nämlich am 19. und 20. März das Performing Gender Weekend statt, das uns Geschlechterrollen neu entdecken lässt. Was euch sonst noch auf den Bühnen dieser Stadt erwartet, verraten wir euch hier.

Teamtheater

1. Muttersprache Mameloschn

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Drei Frauen einer Familie, ihre verschiedenen Lebensentwürfe und einen Haufen runtergeschluckter Worte liefert uns "Muttersprache Mameloschn". Die Großmutter überlebte den Holocaust und ist fest überzeugt, als Kommunistin eine bessere Gesellschaft frei von Antisemitismus aufbauen zu können. Ihre Tochter Clara hingegen will damit gar nichts mehr zu tun haben und Rahel sehnt sich nach Big Apple, um dort ihre sexuelle Identität ausleben zu können. Dabei sucht sie jedoch auch nach Wurzeln, die sie vielleicht zu ihrer Großmutter führen.

Termine: 3.–5., 9.–12., 16.–19., 23.–26. März 2022: 20.00 Uhr

Tickets: 25 Euro

Kammerspiele

2. Jeeps

Jeeps Kammerspiele
© Armin Smailovic

Erben. Ein schwieriges Thema. In Deutschland werden jährlich bis zu 400 Milliarden Euro vererbt. Doch was wäre, wenn man dieses Geld einfach anders verteilen würde? "Jeeps" katapultiert vier Figuren in das Szenario einer Erbrechtsreform – verbunden mit einem emotionalen Schlagabtausch und innerer Uneinigkeit.

Termine: 4. und 29. März, 1., 13. und 30. April 2022: 20.00 Uhr, 27. März 2022: 19.30 Uhr

Tickets: 10 bis 41 Euro

3. Eure Paläste sind leer (all we ever wanted)

Eure Paläste
© Armin Smailovic

In "Eure Paläste sind leer" wandelt ein namenloses Ich durch die Trümmer einer untergegangenen Zivilisation und trifft dabei auf allerlei Geister der Vergangenheit. Konquistador*innen sind auf dem Weg nach Eldorado und treiben so die Ausbeutung des Planeten voran, andere Charaktere torkeln, von Opiaten betäubt, zwischen Schutt und Asche umher. Wie immer in seinen Werken sucht Thomas Köck in der Geschichte nach dem Ursprung für die Missstände in unserer Gegenwart.

Termine: 18. März, 9. und 19. April 2022: 19.00 Uhr

Tickets: 10 bis 41 Euro

4. Klittern (aesopica)

Klittern
© Otto Falckenberg Schule

"Klittern" entwirft anhand von Variationen einer Fabel des Dichters Aesop unterschiedliche Bilder von Widerstand innerhalb asymmetrischer Machtverhältnisse. Was erst mal nach einem ganz schön großen Brocken klingt, kann unter dem Schirm der fabelhaften Tierwelt mit etwas mehr Leichtigkeit dargestellt werden. Für seine Abschlussinszenierung hat sich Lennart Boyd Schürmann von der Otto Falckenberg Schule einiges vorgenommen – sehr sehenswert!

Termine: 25.–27. März 2022: 20.00 Uhr

Tickets: 6 oder 9 Euro

Metropoltheater

5. Dinge, die ich sicher weiß

Metropoltheater
© Jakob Piloty

Über den Lauf eines Jahres hinweg erzählt Andrew Bovell in "Dinge, die ich sicher weiß" von Familie – einem Konstrukt, das vielschichtig und komplex ist. Er erzählt von verschiedenen Formen der Liebe, Beziehungen und Trennungen, vom Festklammern, Verlassen und Heimkommen. Ein Theaterabend, der einen sicher nicht so schnell loslässt, weil er uns alle in den unterschiedlichsten Szenen persönlich angeht.

Termine: 8.–10., 12., 15., 16., 19., 22., 23., 29. März, 2., 8., 9., 12. April 2022: 19.30 Uhr, 13., 20., 27. März, 3. und 10. April 2022: 18.00 Uhr

Tickets: 15 bis 25 Euro

Hoch X

6. Siegfried

Siegfried Hoch X
© Nicole Marianna Wytyczak

Caner Akdeniz ist ein deutsch-türkischer Regisseur und Performer, der sich in "Siegfried" auf eine Reise zu seinen Wurzeln begibt: Er sucht den gleichnamigen, deutschen Urhelden, der so gar nichts mit ihm selbst am Hut hat. Und doch bestehen gewisse Gemeinsamkeiten. Er wandert auf seiner Suche zwischen verschiedenen Medien und theatralen Manifestationen umher. Dabei thematisiert er auch seine eigene Beziehung zu Deutschland und der deutschen Gesellschaft.

Vor den Vorstellungen wird im Foyer des Theaters die Videoinstallation "Bergentrückung" von Oliver Zahn gezeigt.

Termine: 11.–13. März 2022: 18.00 Uhr

Tickets: 10 und 18 Euro

Deutsches Theater

7. Rocky Horror Show

Rocky Horror Show Deutsches Theater
© Jochen Quast

Trash, Sex und Rock 'n' Roll – eine Kombination, die wir lieben. Und nach all den schlechten Neuigkeiten der letzten Tage, Wochen, Monate wird es Zeit für die größte Party und den unartigsten Spaß der Musical-Geschichte. Zum Inhalt der "Rocky Horror Show" müssen wir wohl nicht mehr viel sagen. Lieber wecken wir einen alten Ohrwurm in euren Köpfen: Let's do the time wrap again!

Termine: 15.–19., 22.–26., 29.–31. März, 1. und 2. April 2022: 19.30 Uhr, 20., 27. März und 3. April 2022: 19.00 Uhr

Tickets: 35 bis 84 Euro

Utopia

8. Opera und ihr Double

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Theater mal anders. In "Opera und ihr Double" befindet sich ein antiker Chor mit teilweiser Amnesie im Gespräch mit einem Cyborg. Woher kommen sie und wohin gehen sie? Ob sie sich mit einer Dystopie oder mit Futurismus rumschlagen, ist ebenfalls unsicher. Und wer von den Charakteren ist eigentlich die Ausnahme von der Regel – Mensch oder Cyborg?

Ursprünglich sollte die Uraufführung der Oper "opera, opera, opera! revenants and revolutions" bei der Münchener Biennale 2020 Premiere feiern und danach auf dem Spielplan der Oper Halle stehen. Beides musste ausfallen. Auszüge des Werkes in originaler Besetzung bilden nun für die begehbare Mixed-Media-Installation im Utopia die akustische Grundlage.

Termine: 16.–18. März 2022: 16.00, 18.00 und 20.00 Uhr

Tickets: Kostenlos, Anmeldung erforderlich

Residenztheater

9. Tartuffe oder Das Schwein der Weisen

Tartuffe Residenztheater
© Priska Ketterer

Das Original zum Stück "Tartuffe oder Das Schwein der Weisen" wurde kurz nach seiner Uraufführung 1664 mit einem Aufführungsverbot belegt. Warum? Hinter der scheinbaren Gottesfürchtigkeit und Tugend der Hauptperson Tartuffe wird sichtbar, dass dieser ausschließlich an Geld und Sex interessiert ist. Das hat den Menschen im Barock eher weniger gefallen – uns und dem Resi dafür umso mehr. Der Autor und Musiker PeterLicht löst das Sittengemälde aus der gesellschaftspolitischen Realität des französischen Absolutismus und nimmt in seiner Neudichtung die Gegenwart ins Visier.

Termine: 26. März und 29. April 2022: 19.30 Uhr, 9. April 2022: 20.00 Uhr

Tickets: 16 bis 48 Euro

10. Der Kreis um die Sonne

Der Kreis um die Sonne Residenztheater
© Birgit Hupfeld

"Es ist eng hier drin, zu voll, viel zu voll, man kommt kaum durch den Flur, man kommt kaum in die Küche, jemand hat Husten, jemand sagt, ich werde diese Erkältung seit Wochen nicht los, jemand hält eine Rede, jemand lächelt jemandem heimlich zu, zwei küssen sich zum letzten Mal, zwei küssen sich zum ersten Mal, jemand wartet auf einen Anruf, jemand weint, jemand lacht, jemand singt ein Lied, alle singen ein Lied."

Roland Schimmelpfennig, einer der renommiertesten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker*innen, beschreibt wie niemand sonst scheinbar unscheinbare Situationen und Momente. Die Hausregisseurin vom Resi bringt mit "Der Kreis um die Sonne" erstmals ein Stück des Autors auf die Bühne – das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Termine: 2. April 2022: 19.30 Uhr, 11. April 2022: 20.00 Uhr

Tickets: 16 bis 48 Euro

Volkstheater

11. Fata Morgana

Fata Morgana
© Volkstheater

Habt ihr letztes Jahr mitbekommen, dass sich einige Influencer*innen nach Dubai abgeseilt haben? Und das, weil sie keine Lust auf Steuern, aber dafür auf Luxus, Strand und Sonne rund um die Uhr hatten? Wart ihr auch so komplett verwirrt von dieser Information? Regisseur Julian Carly war es wohl und inszenierte darauf hin mit "Fata Morgana" einen Abend über die Doppelmoral der westlichen Privilegien und der digitalen Fake-Welt.

Termine: 31. März und 3. April 2022: 20.00 Uhr, 2. April 2022: 18.30 Uhr

Tickets: 15 bis 28 Euro

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