11 tolle Kunsthighlights, die ihr 2024 nicht verpassen solltet

Neues Jahr, neue Kunst! Pünktlich für 2024 füllt sich unser künstlerischer Terminkalender, denn der neue Vorsatz, die Stadt mit ihren Museen und Galerien zu entdecken, ist schon fest in der Liste eingetragen. Und das kommt uns ganz gelegen! Gerade bei diesem nass-grauen Januarwetter und Februarwetter, gemischten Frühlingstemperaturen oder heißen Sommertagen gibt es nichts Besseres als einen Museumsbesuch. Vom kalten und nassen Winter müssen wir gar nicht erst anfangen, oder? Hier findet ihr passenderweise 11 Ausstellungen, die wir euch im Jahr 2024 besonders ans Herz legen.

Lothringer 13
© Lothringer 13

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RECIPE— tradendo, interpretando, commutando! – in der Lothringer Halle 13

Kochen und Kunst zusammenbringen: Die aktuelle Ausstellung in der Lothringer Halle 13 konzentriert sich genau darauf. Die Ausstellung „RECIPE— tradendo, interpretando, commutando!” thematisiert die Auslegung, Weitergabe und Erweiterung eines schriftlichen Rezeptes. Als Vorbereitung auf die Ausstellung wurde übrigens der ungarische Koch István Akács eingeladen, ein Reszept zu formulieren, dass von allen teilnehmenden Künstler*innen auf ihre Weise gedeutet werden konnte. Das Ergebnis, das übrigens alle Sinne anspricht, könnt ihr euch in der Ausstellung ansehen.

  • Lothringer Halle 13, Lothringer Str. 13, 81667 München
  • 08. März bis 14. April 2024
© Anastasia Samoylova

2
Floridas-Fotografien von Anastasia Samoylova im Amerikahaus

Pinke Flamingos vor bunten Häuserwänden und verirrte Alligatoren in Pools: In ihren Fotografien zeigt Samoylova den Sunshine State Florida als flirrende Fantasie und Dystopie, der geprägt ist durch die politische Spaltung und die Auswirkungen der Klimakrise. Florida ist eben nicht nur "sunshine" – so zeigt es zumindest der fotografische Roadtrip der Künstlerin in der Ausstellung "Floridas-Fotografien". Neben Landschaftsbilder zeigt die Ausstellung auch Porträts, der Menschen, die Anastasia Samoylova auf ihrer Reise begegnet sind und ihr Florida trotz Gegensätzlichkeiten näher gebracht haben.

  • Amerikahaus, Karolinenpl. 3, 80333 München
  • 13. März bis 30. November 2024
  • kostenlos
Jüdisches Museum München
Jüdisches Museum München © Franz Kimmel1.9 M

3
Bildgeschichten. Münchner Jüdinnen und Juden im Porträt im Jüdischen Museum

Über die jüdische Geschichte in Deutschland kann man nie genug lernen. Und auch die Geschichten von Münchner Jüd*innen sollte öfter gezeigt werden. Die Ausstellung "Bildgeschichten. Münchner Jüdinnen und Juden im Porträt" macht genau das. Das Jüdische Museum München zeigt vergessene Münchner Gesichter und fragt: Wer ließ sich von wem porträtieren? Wie wollte man gesehen werden? Wen wollte man darstellen? Zu sehen sind unter anderem ein in Junge im Matrosenanzug, eine Dame mit Barett und übergroßen Puffärmeln, ein Rabbiner mit aufgeschlagenem Gebetsbuch. Viele der Porträts und die Geschichten dahinter waren in München lange vergessen. Mit einem Besuch der Ausstellung holen wir sie wieder in Erinnerung, was wichtiger ist denn je.

  • Jüdisches Museum, Sankt-Jakobs-Platz 16, 80331 München
  • 17. April 2024 bis 25. März 2025
  • Erwachsene: 6 Euro, ermäßigt: 3 Euro
© Dirck Tacke_Bodies of resilience

4
"Bodies of resilience | Gary Kuehn" – Galerie Max Goelitz

Gary Kuehn gilt als bekannter Vertreter der amerikanischen Process Art und hat maßgeblich zur radikalen Veränderung des Kunstbegriffes beigetragen. In der Galerie Max Goelitz läuft ihm zu Ehren nun die Ausstellung "Bodies of resilience". Die Einzelausstellung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Geste und Geometrie, Weichheit und Starrheit sowie Freiheit und Restriktion. Zu sehen bekommt ihr vor allem Skulpturen, Zeichnungen und Leinwandarbeiten.

  • Maximilianstraße 35, 80539 München (Eingang via Herzog-Rudolf-Straße)
  • bis 17. Februar 2024
  • Eintritt frei
© Monets Garden

5
"Monets Garden – immersive Ausstellung" – Utopia München

Einmal durch den Garten Monets schlendern – das geht, zumindest fast – mit der immersiven Ausstellung "Monets Garden". Die 360-Grad Erlebnisreise durch die Geschichte und Werke von Claude Monet geht weiter. Das einzigartige Ausstellungskonzept mit modernster Multimedia-Technik entführt euch in die Welt der berühmten Kunstwerke des Malers. Aufwändige Installationen und Projektionen erzeugen in Verbindung mit Musik rauschende Farbwelten und lassen die Gemälde lebendig und spürbar werden. Ein wirklich besonderes Kunsterlebnis! 

  • Heßstraße 132, 80797 München
  • bis 18. Februar 2024
  • 28 Euro, ermäßigt 21 Euro
© Pinakothek der Moderne | Martin Fengel

6
"Matri-Archi(tecture)– Homeplace, a love letter" – Pinakothek der Moderne

In der Pinakothek der Modernen dreht sich aktuell alles um die Frage nach Zugehörigkeit und Identität. Die Ausstellung "Matri-Archi(tecture) – Homeplace, a love letter" ist ein Ort für kritische Reflexion über den räumlichen Ausdruck von Wohnen und Heimat. Die aufstrebenden Architektinnen von Matri-Archi(tecture) bringen dabei eigene und fremde Erfahrungen zusammen. Ergänzt wird die Installation durch eine Klanglandschaft – lasst euch in eine Welt des Heimatsgefühls und der Identitätssuche entführen.

  • Barer Str. 40, 80333 München
  • bis 24. März 2024
  • Eintritt frei
© Nina Vogl

7
"Günter Fruhtrunk. Die Pariser Jahre" – Lenbachhaus

Bundeskanzler Helmut Schmidt, mitten im Ost-West-Konflikt, sitzt zwischen Wodka und Cola im Kanzlerbungalow auf dem Sofa – unter einem Gemälde von Günter Fruhtrunk. Tja, und (fast) so wurde der Münchner Akademieprofessor Günter Fruhtrunk berühmt. Und ihr kennt ihn bestimmt auch, zumindest, wenn ihr die Aldi-Nordtüte mal gesehen habt. Denn der Designentwurf stammt von ihm. Fuhtrunk gilt als führender Vertreter der konkreten Kunst und die könnt ihr in der aktuellen Ausstellung im Lenbachhaus bewundern. "Günter Fruhtrunk. Die Pariser Jahre" widmet sich vor allem der brisanten Lebens- und Arbeitsphase des Künstlers in den 1950er und 60er Jahre.

  • Luisenstraße 33, 80333 München
  • bis 07. April 2024
  • 12 Euro, ermäßigt 6 Euro
Lothringer13
© Lothringer13

8
"From Animal to Mineral" – Lothringer 13 Halle

Die Lothringer 13 Halle hatten wir leider schon länger nicht mehr auf dem Radar – shame on us! Ein Besuch lohnt sich hier nämlich immer! Aktuell solltet ihr für die Ausstellung "From Animal to Mineral" vorbeischauen. Die Idee des Werdens und besonders die Beziehung zwischen Mensch und Natur steht dort im Vordergrund. Die an der Ausstellung beteiligten Künstler*innen teilen auf unterschiedliche Weise ihr Anliegen und zeigen, dass der Einfluss des Menschen auf den Planeten nicht mehr zu leugnen ist. 

  • Lothringer Straße 13, 81667 München
  • bis 18. Februar 2024
  • Eintritt frei
© Jack_Lemon_Abe_Frajndlich

9
"Abe Frajndlich. Chameleon" – Kunstfoyer

Schillernde Fotografien gibt es gerade im Kunstfoyer zu sehen. Die dort laufende Ausstellung "Abe Frajndlich. Chameleon" präsentiert die vielfältigen Werke des amerikanischen Fotografen Abe Frajndlich, der übrigens in Frankfurt geboren wurde. Betrachten könnt ihr rund 200 Arbeiten ab den 1970er-Jahren. Straßen in New York oder anderen Orten seines Lebens, zufällige Begegnungen in London oder Porträts von Größen aus Hollywood – was hat er wohl nicht fotografiert?

  • Maximilianstraße 53, 80538 München
  • bis 01. April 2024
  • Freier Eintritt
© Kafkas Schwestern_Jüdisches_Museum

10
"Kafkas Schwestern" – Foyer Jüdisches Museum

Während der Schriftsteller Franz Kafka tausendfach im Deutschunterricht und an Universitäten besprochen wird, bleiben seine drei Schwestern weitestgehend im Schatten. Die Installation des Künstlers Sebastian Jung im Foyer des Jüdischen Museums ändert das jetzt. Am meisten bekannt ist über die jüngste Schwester Ottilie, die eine sehr innige Beziehung mit ihrem heute berühmten Bruder führte und sie vor allem über einen regen Briefwechsel in Kontakt blieben. Gabriele und Valerie, die beiden anderen Schwestern, tauchen nur am Rand und in den Aufzeichnungen Kafkas auf. Wenn ihr mehr über die drei erfahren wollt, dann führt an der Ausstellung "Kafkas Schwestern" kein Weg vorbei.

 

  • Sankt-Jakobs-Platz 16, 80331 München
  • bis 29. September 2024
  • Eintritt frei
© Kunsthalle München

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"Viktor&Rolf"– Kunsthalle

Die Kunsthalle München zeigt die erste große Retrospektive des niederländischen Designerduos Viktor&Rolf in Deutschland. Seit über 30 Jahren loten die Designer die Grenzen zwischen Couture und Kunst aus. Ihre Meisterwerke wurden von Künstler*innen wie Madonna, Tilda Swinton, Lady Gaga, Doja Cat und Cardi B getragen sowie in Ballettproduktionen und in einer Oper in Szene gesetzt. Die neue Inszenierung macht rund 100 Stücke jetzt in der Kunsthalle erlebbar. Zusammen mit zahlreichen Videos, Skizzen und handgefertigten Porzellanpuppen werden viele Stücke erstmalig ausgestellt.

  • Theatinerstraße 8, 80333 München
  • bis 06. Oktober 2024
  • 16 Euro, ermäßigt 8 Euro

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