11 Dinge, die du immer im Schlachthofviertel machen kannst

Wir haben immer wieder das Problem, dass unser Verständnis der Viertel in München sich mit der offiziellen Umgrenzung nicht ganz versteht. Man könnte sicherlich sagen, das Schlachthofviertel geht bis ins Glockenbach und schließt das Dreimühlenviertel mit ein, wir haben uns die Gegend um den Schlachthof aber nun mal ganz frech separat herausgenommen. Denn das Viertel ist nicht nur Paradebeispiel für Gentrifizierung, hier passiert auch kulinarisch jede Menge – zum einen natürlich, weil Fisch, Fleisch und Gemüse hier so frisch wie möglich ankommen, zum anderen, weil die Ecke mit seinen roten Backsteingebäuden und Graffitiwänden für München überraschend spannend aussieht.

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Vesperia

© Vesperia Ausgefallene Brotzeitplatten und Helles in der Vesperia bestellen

In der Vesperia im Schlachthofviertel kann man schon seit 2015 ganz hervorragend Bier trinken und speisen. Auf der Karte stehen verschiedene Vesper-Platten – wahlweise vegetarisch mit Ingwer-Beerendip, Auberginen-Käse-Rauten und Malzbrot oder eben fleischlastig mit Hähnchenbrust, Pastrami oder Speck. Wer keine Lust auf die etwas andere Brotzeit hier hat, der bestellt sich Burger oder leckere Pasta. Dazu gibt's Maisacher Helles und dank Longdrinks, Cocktails und mal längeren Öffnungszeiten auch die Möglichkeit auf einen netten Abend!

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Alte Utting

© Nina Vogl Sonne bis zum Schluss auf der Alten Utting genießen

Lange haben wir darauf gewartet bis das Schiff auf der Sendlinger Brücke endlich zum Leben erwacht. Am 26. Juli 2018 (jetzt schon historisch) war's dann soweit – und seitdem könnt ihr unschlagbare Abende auf, in und rund um die Alte Utting erleben. Neben Bar-Betrieb und Kleinkunst, hat die Alte Utting an verschiedenen Food-Ständen auch kulinarisch etwas zu bieten. Unter der Woche gibt's von 12.00 bis 14.30 Uhr Mittagstisch, abends ab 18 Uhr dann wieder verschiedenste Leckereien und am Wochenende könnt ihr  von 10 bis 13 Uhr sogar frühstücken. Von der Brücke hat man weite Sicht über die Großmarkthalle, das Schlachthofviertel und Co. und weil man dort über den Dingen thront, kann man auch Abendsonne bis zum bitteren Ende genießen. Danach sind die Gruam und der Bahnwärter nicht fern. Die sommerliche Abendplanung für 2019 steht also!

  • Alte Utting
  • Lagerhausstraße 5, 81371 München
  • Montag – Mittwoch: 12.00–14.30 Uhr & 17.00–24.00 Uhr, Donnerstag: 12.00–14.30 Uhr & 17.00–01.00 Uhr, Freitag: 12.00–14.30 Uhr & 16.00–02.00 Uhr, Samstag: 10.00–02.00 Uhr, Sonntag: 10.00–22.00 Uhr
  • Abends: 3 Euro Eintritt
  • Mehr Info
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Subkultur

© Metropolico.org | Flickr | CC BY-SA 2.0 Den Münchner Underground erleben im Kafe Marat

Eine Location wie das Kafe Marat gibt es in Monaco di Bavaria wohl kein zweites Mal und ist eher untypisch für die Stadt. In der Punk-Szene noch am ehesten bekannt, versteht sich das Kafe Marat als selbstverwaltetes Zentrum, welches von verschiedenen sogenannten Kafe-Gruppen betrieben wird, beispielsweise durch das Hip Hop Kafe, das Antifa Kafe oder das Queer Kafe. Man merkt also, an diesem Ort fühlen sich die unterschiedlichsten Menschen und Gruppen wohl, die gerne abseits des Mainstreams agieren. Im Kafe Marat wird man mit vegetarischem und veganem Essen, sowie Getränken zum fairen Preis verköstigt. In regelmäßigen Abständen finden Konzerte, Vorträge oder auch Infoveranstaltungen statt. Wer es gerne sympathisch abgeranzt mag und wissen will, was der Münchner Underground so kann, sollte hier mal vorbeischauen.

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Zur Gruam

© Zur Gruam Absacker trinken in der Gruam

Es grenzt an ein Wunder, dass es so einen Ort wie die Gruam in München gibt. Früher noch eine Boazn für Stammgäste, hat sich das Publikum verändert, seitdem die Kneipe 2011 wieder aufgemacht hat – plötzlich ist es cool, in die Gruam zu gehen. Und das vollkommen zurecht. Angst vor Ruhestörung braucht man hier endlich einmal nicht zu haben – mitten im Nirgendwo, unter der Eisenbahnbrücke bei der Thalkirchnerstraße stört man auch um 8 Uhr morgens garantiert niemanden.

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Pigalle

© Pigalle Konzerte und Partys im ehemaligen Table-Dance-Lokal Pigalle

Das ehemalige Table-Dance-Lokal beim Schlachthof hat mittlerweile Kultstatus. Eine Stange, rote Sofas – vieles erinnert hier noch an die alten Zeiten. Der Besitzer Stephan Alof, dem wir auch die Gruam verdanken, hat das Original Mobiliar komplett erhalten. Immer freitags und samstags finden hier Konzerte und Partys statt – aber Vorsicht: Einige sind auch Privatveranstaltungen. Die Pigalle ist nämlich wie gemacht für Geburtstagspartys, man kann die Location easy mieten und bis zu 100 Leute mitbringen.

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Frisches Bier

© Nina Vogl Fleischpflanzerl und Bier aus 14 Zapfhähnen im "Frisches Bier" bestellen

Einen treffenderen Namen hätten sich die Betreiber der kleinen Bier-Bar in der Thalkirchner Straße 53 gar nicht ausdenken können. 14 Zapfhähne zieren die Bar. In die Gläser kommt allerdings kein Gerstensaft von Biermogulen, sondern ausschließlich Hopfenschorle von kleinen Brauereien. Am besten vertreten: Tilmans Biere aus München, denn der Braumeister Tilman Ludwig ist auch einer der Chefs! Für die Grundlage sorgt eine kleine Speisekarte mit Fleischpflanzerl und Knödelsalat, für die angenehme Stimmung wiederum das entspannte Publikum. Perfekt für alle, die ein gutes Feierabendbier genießen und sich nicht nur dran festhalten wollen.

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Monti Monaco

© Monti Monaco Feinkost, Wein und Vier-Gänge-Menü auf der lässigen Terrasse im Monti Monaco

Wenn man im Schlachthofviertel zwischen all den Backstein- und Klinkerbauten unterwegs ist, fühlt man sich automatisch irgendwie großstädtischer als anderswo in der Stadt. Noch schöner wird es, wenn man sich dann in die verschiedenen Höfe verirrt und auf einmal auf der großen Terrasse des Monti Monaco sitzt. Das Lokal ist italienisches Restaurant und Feinkost-Paradies in einem. Die kleine Karte wechselt regelmäßig und wie das in Italien oft üblich ist, gibt es hier Pasta nicht als Hauptgericht, sondern als Vorspeise. Verlockend klingt auf jeden Fall das Drei- oder Vier-Gänge-Menür für 39 bzw. 49 Euro, für das man sich in dem wirklich besonderen Außenbereich auch gerne mal Zeit lassen kann!

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Südstadt Kneipe München

© Südstadt (Vegane) Burger, Kicker und Bier in der Südstadt

Die Südstadt ist ganz klar ein Allround-Talent. Hier könnt ihr beim wöchentlichen Burger- (auch vegetarisch oder vegan) und Schnitzeltag günstig zuschlagen, euch die üblichen verdächtigen Longdrinks und Biere gönnen und passend dazu Live-Musik und/oder DJs lauschen. Die Preise sind fair und wir empfehlen das Harald Juhnke Special: Kaffee, Kippe und Weinbrand für 5 Euro. Ob du tatsächlich ein Bananen-Weißbier (or even worse: Weizen) bestellst, solltest du dir gut überlegen, denn das kostet laut Karte 45 Euro. Das Geld ist dann wohl besser in der ein oder anderen Runde Tischfußball investiert.

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Subkultur München teuer

© Bahnwärter Thiel Konzerte, Partys und Kulturprogramm im Bahnwärter Thiel

Seit letztem Jahr ist klar: Der Bahnwärter Thiel darf doch im Viehhof bleiben! Die einzige Veränderung: Da der frühere Standort für das Volkstheater gebraucht wird, das hier bis voraussichtlich 2021 neugebaut wird, hat sich der Bahnwärter ein paar Meter weiter südlich eingerichtet. Bei gutem Wetter sitzt man am Wochenende schon tagsüber draußen, stöbert über den Flohmarkt, der immer wieder stattfindet und fühlt sich dabei ganz großstädtisch. Wenn es ungemütlich wird, zieht man zu Lesungen, Konzerten oder anderen Späßen in den alten U-Bahn-Waggon. Ansonsten ist der Bahnwärter ja sowieso eine verlässliche Anlaufstelle für richtig gute (Elektro-)Partys.

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Eine echte Ruheoase: Das Café Mokka im Schlachthofviertel

© LESEMBICOFFEE Kaffee, Kuchen und Ruhe genießen im Café Mokka

MoKKa steht für Mode, Kost und Kaffee. Das Café versteckt sich im Modeatelier von Hilde Polz. Eigentlich ist es nur eine kleine Tür, die das Café von der Außenwelt trennt, doch man hat das Gefühl in eine echte Ruheoase einzutauchen. Hier ist nie viel los, vielleicht liegt das daran, dass das MoKKA noch ein echter Geheimtipp ist. Es warten Frühstück (!), kleine Snacks, Mittagessen und natürlich Kaffee auf euch. Der kommt von der lokalen und noch sehr unbekannten Rösterei Finca don Leo in Vierkirchen. Die Kuchen bekommt Elke von Johanna Torten, die gleich nebenan ihre Backstube hat. Die Konditormeisterin Johanna backt natürlich ausschließlich selbst, Elke holt dann jeden Morgen auch persönlich ab.

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Metzgerei

© Lukas Budimaier Super Fleisch in der Metzgerei von Magnus Bauch kaufen

"Weil's nicht wurscht ist, was in der Wurscht ist" – unter diesem Motto ist Magnus Bauch in den letzten 60 Jahren zu einer der Top-Metzgereien geworden. Viele Gastro-Leute kaufen hier ihr Fleisch, so wie Luu vom Ja Mai. Dass hier die Qualität stimmt, liegt nicht nur an der guten Lage zwischen Schlachthof und Großmarkthalle, sondern auch an den Vorraussetzungen: Das Fleisch kommt größtenteils aus Bayern und es werden keine Schweine geschlachtet, die weiter als 120 Kilometer transportiert werden müssen. Außerdem verwendet der Betrieb nur Naturgewürze, keine Aromastoffe oder -extrakte. An der Rezeptur der Weißwurscht haben Magnus Bauch und sein Papa zum Beispiel zwölf Jahre getüftelt. Wer also auf der Suche nach gutem Fleisch ist und im Schlachthofviertel vorbeiläuft, sollte sich hier was mitnehmen!

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