11 ziemlich gute Bars in Schwabing und der Maxvorstadt

Wenn man in der Maxvorstadt wohnt, besteht man ziemlich gerne darauf, dass das ein eigener Stadtteil ist und nicht bloß "Klein-Schwabing". Andersherum ist der Schwabinger Lokalpatriotismus nicht weniger ausgeprägt. Irgendwie gehören die beiden dann aber doch zusammen. Die gemeinsame Vergangenheit als Ort für Künstler, Dichter und Denker schweißt zusammen. Heute ist die berühmte Schwabinger Bohème zwar Geschichte, aber ausschweifende Abende sind deswegen längst nicht gezählt. Dafür ist das Angebot aus schicken Cocktailbars, gemütlichen Studentenkneipen oder alten und neuen Szenelokalen zu groß.

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© jmvotography Ausgefallene Drinks im Freebird

Ist das noch Maxvorstadt oder doch schon Schwabing? Das Freebird liegt an einer Stelle, an der man sich schon nicht mehr ganz sicher sein kann. Was aber definitiv sicher ist, dass ihr hier tolle Drinks und Cocktails bekommt. Der Genuss steht im Vordergrund. Die Bar hat mit Design-Möbeln aus den 60er und 70er Jahren eher Loungestil und bietet neben Gin Tonic in mit Rosmarin ausgeräucherten Gläsern, tollen Weinen und Ayinger Bier auch eine kleine Speisekarte mit ausgewählten und qualitativ guten Gerichten. Da sitzt man im Sommer nicht nur gerne an den kleinen Tischen vor der Bar, sondern im Winter auch mit Vergnügen in den Sesseln vor dem Kamin.

2
Trumpf oder Kritisch

© Trumpf oder Kritisch Brotzeitteller und Gin Radi Smash im Trumpf oder Kritisch

Wirtshaus oder Bar? Ganz einfach: Das Trumpf oder Kritisch ist eine Wirtshausbar, also so eher der Wolpertinger unter den Gastronomien. Der Name ist vor allem begeisterten Kartenspielern ein Begriff, denn von Trumpf oder Kritisch ist beim Spiel "Watten" die Rede. Aber ganz egal, ob man herkommt, um mit seinen Freunden Karten zu spielen oder nicht – bei einem zünftigen Brotzeitteller, Schweinebraten oder Kasspatzen, schmeckt das (mit 3,90 nicht ganz günstige) Augustiner aus dem Holzfass (!) umso besser. Und weil es ja dann doch eine Bar ist, gibt es eine stattliche Getränkekarte mit den üblichen verdächtigen Alkoholika, aber auch spannenden Kombis wie Gin Radi Smash (Gin Tonic mit Petersilie und Radieschen) oder den Herzkasperl mit Rum und Zuckerwatte.

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X-Bar

© privat Günstig trinken in der X-Bar

Bei unseren Empfehlungen sind uns Persönlichkeit und vor allem eigene Erfahrungen bekanntlich sehr wichtig, aber wenn man Internet-Bewertungen zur X-Bar liest, dann zweifelt man an seiner eigenen Wahrnehmung. Klar, hat hier alles einen schäbigen Touch, von der Bar über die englischen Ledersofas bis hin zu manch einem Gast – doch so sehr die Farbe Rot hier dominiert, bekommt man als Gast keinen Teppich in diesem Farbton ausgerollt. Will aber auch keiner und erwartet im Normalfall hier auch niemand. Dafür gibt's halbe Liter Weinschorle und günstiges Bier. Vielleicht eine der besten Bars fürs Tinder-Date. Wenn es ihm oder ihr hier taugt, kann die Person nicht so falsch sein.

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Bar Sehnsucht

© Bar Sehnsucht Bärte, Tattoos und Jägermeister in der Bar Sehnsucht

Motorrad über der dunkelroten Couch, 50er Jahre Pinup-Girls an den Wänden und unzählige BHs über der Bar – Frauen, die ihren BH an der Bar abgeben, bekommen im Gegenzug gratis Jägermeister. Die Sehnsucht lässt auf den ersten Blick vor allem Männerherzen höher schlagen. Davon trifft man hier auch genügend kernige Exemplare, die mit ihren Bärten, Tattoos, langen Haaren und Truckercaps schon lumbersexual waren, bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Gemütlich ist es auf jeden Fall, ob mit Bart oder ohne. Und: Egal wie viele Männerklischees hier erfüllt werden, die Frauenquote beim Barpersonal ist höher als in den meisten anderen Bars der Stadt.

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Home bar München

© Home Munich Bun Bao Burger und Drinks im Home

Good to be Home. Genau gegenüber von der Sehnsucht gibt es seit Ende 2015 eine Bar, die ihrem Namen gerecht wird. Das Home lädt absolut dazu ein, hier nicht nur kurz zu verweilen, sondern auch möglichst oft wieder zu kommen. In aufwändiger Handarbeit und mit Liebe zum Detail ist die Einrichtung entstanden und so könnt ihr in großen Sofas vor Bücherregalen fläzen und Drinks genießen, die mit mindestens genauso viel Hingabe gemixt werden. Wen vor lauter Gemütlichkeit und Wohlbefinden der Hunger überkommt, der kann sich einen der leckeren, asiatischen Bun Bao Burger gönnen. Home is, where your favourite bar is!

6
Distillers Bar

© Distillers Bar Münchner Vodka, Gin und Rum in der Distillers Bar

Dass es in einer Münchner Bar auch die ein oder andere Münchner Spirituose gibt, ist nicht so ganz speziell. Dass es aber eine Bar mit einer eigenen Destillerie gibt, irgendwie schon. Oder ist es eine Destillerie mit einer eigenen Bar? Egal, wie herum, in der Schwabinger Distillers Bar bekommt ihr nicht nur Drinks mit dem hauseigenen Monaco Vodka oder dem Rivers Rum, sondern eine große Bandbreite verschiedenster Cocktail-Kreationen. Wer nicht nur Trinken mag, der kann an Führungen durch die heiligen Hallen teilnehmen oder sich bei Gin- und Whiskey-Tastings durchprobieren.

7
Fox Bar

© jmvotography Gute Drinks und schöne Menschen im Fox

Hach, das Fox. Eine Bar, die sich perfekt einfügt in ihre Umgebung aus Studentencharme und München-Chic. Sowohl Einrichtung als auch Barpersonal liegen irgendwo zwischen abgefuckt und durchgestylt. Auf jeden Fall aber schön anzuschauen. Für das durchgemischte Publikum gibt es hochwertige Drinks und wechselnde Specials. Was nie wechselt, aber immer geht: Die Blutgrätsche. Ein 4cl Shot aus Wodka, Zitronensaft und Grenadine. Simpel, aber wirkungsvoll. Apropos voll: Am Wochenende sollte man auf einen Besuch verzichten, wenn man Probleme mit Körperkontakt hat. Dafür kann man hier schon montags anstoßen – und dabei kostenlosen Konzerten lauschen!

8
Schorsch Bar

© Schorsch Bar Schorsch Clooney und Playstation in der Schorsch Bar

Am westlichsten Ende der Georgenstraße sitzt der Schorsch höchst unauffällig und empfängt euch ganz selbstironisch mit Mottos wie: "Less thinking, more drinking." Abschalten von Uni, Arbeit und anderen Oberflächlichkeiten klappt hier super, denn die Macher der Bar scheinen das Patent auf "entspannte Stimmung" zu halten. Preislich mega fair, bestellt ihr euch am besten einfach eine der hauseigenen Kreationen namens "Schorsch Clooney", "Schorsch Michael" oder "Schorsch Bush". Und wenn echt gar nichts mehr hilft, dann solltet ihr einfach 'ne Runde Playstation zocken.

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Jennerwein

© Jennerwein Bier trinken zwischen Tapete und Hirschgeweih im Jennerwein

"Living for the underground since 1962" ist das Motto einer der ältesten Bars der Stadt, die sich seit je her als Szenekneipe behauptet. Ein Ort, an dem alles, was aussieht wie aus den 60ern auch tatsächlich aus dieser Zeit stammt. Den Besitzer hat das Jennerwein zwar schon öfter gewechselt, aber am Charme hat sich nichts verändert. Seit mittlerweile 15 Jahren führt Bernhard Steinweg die Bar, in der psychedelische Tapete und Hirschgeweih eine Symbiose eingehen. Der Laden hat auf jeden Fall Kultstatus – nicht verpassen!

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© Bodeguita Spanische Ess- und Trinkkultur im Bodeguita

Mit Tapasbars ist das so eine Sache. Irgendwie hat man das Gefühl, sie machen eigentlich nur im Urlaub und nur in Spanien so richtig Spaß. Seit nicht allzu langer Zeit belehrt uns das kleine Bodeguita eines Besseren und zeigt, wie man die spanische Ess- und Trinkkultur nach München bringt, ohne Sombreros an die Wand zu hängen. Die cleane kleine Bar schafft den Spagat zwischen modern und gemütlich und so könnt ihr hier bei kleinen Häppchen, spanischem Bier, Tinto de verano oder einem der Drinks aus der kleinen aber feinen Cocktailkarte einen spanischen Abend verbringen.

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Salon Irkutsk

© Salon Irkutsk Franko-slawophiles Trinkvergnügen im Salon Irkutsk

"Abendbistro für franko-slawophiles Trinkvergnügen" sagt ja wohl schon alles, denn so beschreibt sich der Salon Irkutsk selbst. Frankophil zwecks der französischen Weinauswahl und slawisch kommt nicht nur die würzige Borschtsch daher. Um die Einrichtung zu beschreiben, beschränkt man sich am besten auf die simplen Holzgarnituren und die türkisblaue Wandvertäfelung. Der Rest ändert sich dank der regelmäßig wechselnden Ausstellungen sowieso ständig. Pflichtprogramm, ohne das man nicht behaupten kann, hier gewesen zu sein: Mindestens ein Glaserl des hausinfusionierten Vodkas – Rosmarin, Meerrettich, Heidelbeere, Ingwer, Ananas, Papaya, Chili, ... um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen.

Titelbild: © Julian Mittelstaedt | jmvotography

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