11 Dinge, die du immer in Südtirol machen kannst

Jaaaa! Wir wollen alles und zwar sofort. Wir wollen in einem kristallklaren See schwimmen, aber auch auf hohe Berge kraxeln. Wir wollen Italienfeeling und Olivenhaine, aber zu heiß soll es dann auch nicht sein. Wir wollen südliches Dolce Vita, aber möchten nicht flüssig Italienisch sprechen müssen, sondern auch noch mit einem Glas Wein intus verstanden werden. Und dieses ganze Genuss-Erlebnis-Wohlfühl-Yihaaa-Ding wollen wir ganz schnell und ohne Flüge oder lange Autofahrten. Geht schon, gibt's schon – nämlich in Südtirol! Nur lächerliche drei bis vier Autostunden vom heimeligen München entfernt, warten Berge voller Wein, italienische Lebensfreude und alpine Luft nur darauf, von uns eingesogen zu werden. Wir zeigen euch die elf tollsten Dinge, die man im Paradies aka dem Alto Adige machen kann, soll und will!

Südtirol
© Verena Borell

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Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff besuchen

Sich ganz legal an Blütenduft berauschen und einen farbenfrohen Colour-Cocktail genüsslich aufsaugen – das kann man in den Botanischen Gärten rund um Schloss Trauttmannsdorf. Auf dem zwölf Hektar großen und treppenartig angelegten Areal begibt sich der Besucher auf botanische Weltreise in exotische Länder. Zudem lassen einen verschiedene Erlebnispavillons, Kulturlandschaften und Themengärten ganz nebenbei auch noch einiges über die Pflanzenwelt lernen. Egal, ob du zu einem sonntäglichen Sissi-Brunch im Gartenrestaurant (die Kaiserin verlebte die Winter im Schloss) kommst oder einfach so: Spätestens im Garten für Verliebte gerät angesichts eines wabernden Blütenmeeres jeder noch so eiskalte Stadtmensch in verzückte Oh- und Ah-Rufe!

  • Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff St.-Valentin-Str. 51 a, 39012 Meran
  • Täglich von 09.00–17.00 Uhr (01.–15. November), 09.00–18.00 Uhr (16.–31. Oktober), 09.00–19.00 Uhr (25. März–15. Oktober)
  • Erwachsene 13 Euro
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Mit Blick auf den Kalterer See zu Abend essen

Die Südtiroler Küche ist eine Verschmelzung leichter, mediterraner Spezialitäten mit zünftiger Tiroler Kost. Und da man hier Seen, Obstplantagen, Berge, Flüsse und verschiedenste Klimazonen hat, könne sich die Südtiroler quasi von der Hand in den Mund mit Obst, tropischen Früchten, Gemüse bis hin zu Fischen, Fleisch und Wild bedienen. Kurz gesagt: In Sachen Kulinarik und Genuss ist man im Alto Adige ganz weit vorne. Besonders toll essen gehen, kannst du im Restaurant Seehofkeller. Hier sitzt Du inmitten von Weinbergen mit Blick auf den Kalterer See und lässt Dir modern interpretierte Südtiroler Spezialitäten nebst ausgewählter Weine schmecken. Oder Du fährst nach Sirmian hinauf zum Gasthof Jäger. Hier gibt es neben einem Ausblick übers Tal, Wildgerichte aus der eigenen Jagd und andere zünftig-raffinierte Schmankerln. Beide Restaurants sind zwar nicht ganz billig, aber auch nicht überteuert – und von München sind wir ja Einiges gewöhnt.

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Mit dem Sessellift rauf ins Hotel Panorama

Kaffee mit Aussicht? Aber gerne doch. Über dem Örtchen Schenna nahe Meran thront das Hotel Panorama, das mit einem Blick über das gesamte Etschtal seinem Namen alle Ehre macht. Um das luftige Erlebnis auch so richtig auszukosten, fährst du erst mit dem entzückenden, aus den 40er Jahre-stammenden Sessellift hinauf und genießt dann im Hotel-Café angekommen hausgemachte Kuchen nebst cremigem Cappuccino. Wem das noch nicht genug Adrenalin und Zuckerschock ist, der schaut sich die „gefährlichen“ Tiere im Hirschgehege oder im Streichelzoo an.

  • Panoramalift Galileo-Galilei-Str. 42, 39012 Meran
  • Nebensaison (01.04.-31.10.): durchgehend bis 18 Uhr, Hochsaison (01.07.-15.09.) durchgehend bis 19 Uhr
  • Hin- und Rückfahrt mit dem Lift kosten pro Person: 5,50 Euro
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© Schatzerhütte

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Energie tanken auf der Schatzerhütte

Einmal Batterien aufladen bitte! Dich nerven ständige Socialmedia-Bereitschaft, brummender Autolärm und dreckig-graue Gehsteige? Wenn du die Nase voll von zu viel Zivilisations-Luxus und -Stress hast, solltest du unbedingt ein Wochenenden in der 2004 Meter hoch gelegenen Schatzerhütte nahe Brixen verbringen. Die Hütte ist so einfach wie schön, mit einem atemberaubenden Bergpanorama vor der Hüttentüre und einer herzlichen Atmosphäre. Neben unzähligen Wanderrouten, kannst Du auch tolle Mountainbike-Touren unternehmen und im Winter im fußläufig gelegenen Skigebiet „Plose“ auf die Bretter steigen.

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Brotzeit machen an den Passerterrassen

Wer in Meran ist, der sollte neben einem Spaziergang durch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff auch unbedingt der Passer einen Besuch abstatten. Gerade Isar-Kinder mit latentem Hang zum Fluss-sitzen inklusive Beinen im Wasser und Erfrischungsgetränk in der Hand, werden das zwar angelegte, aber sehr idyllische Ufer des Meraner Flusses lieben. Am besten man kauft sich vorher noch eine Brotzeit sowie eine gute Flasche Südtiroler Wein und genießt dann das Dolce Vita und den Flair Merans mit Blick auf das reißende Wasser und leckerem Schüttelbrot im Mund. Wer nach dem Fluss noch mehr Wasser will, der stattet der Meraner Therme nur wenige Gehminuten entfernt, einen Besuch ab und lässt sich von Blubberblasen und Ölmassagen verwöhnen.

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Den Freitagabend in Bozen verbringen

Am Wochenende und besonders freitags ist die Franzbar in Bozen ein Muss. Weinfans, Einheimische, Touristen, Nachtschwärmer und Freunde eines italienischen Aperitivos mit kleinen Snacks und feinen Happen – alle fühlen sich hier wohl und kommen auch her. Nachdem man sich den ein oder anderen Südtiroler Wein, vorzugsweise einen leicht gekühlten, rubinrot-strahlenden Vernatsch, nebst italienischer Kleinigkeiten gegönnt hat, schlendert man am besten noch rüber zu den Fischbänken. Diese kultige Outdoor-Bar ist nicht zuletzt durch ihren Betreiber, den Künstler Cobo, eine fröhliche Mischung aus bunten Blumen, Schirmen und Cocktails. Vermutlich einer der lässigsten und unkonventionellsten Orte Südtirols mit einer himmlischen Bruschetta.

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Mit der Rittner Seilbahn zur Schwarzseespitze fahren

Zentral in Bozen steigt man entweder in die komfortable Rittner Seilbahn und lässt sich bis Oberbozen gondeln. Oder – für alle romantisch-veranlagten Nostalgiker – wählt die historische Zahnradbahn aus der Zeit der Belle Epoque, um etwas langsamer, aber dafür extrem stilvoll in Oberbozen einzutrudeln. Nachdem man dann gebührend die Aussicht über Rosengarten und Schlern, auf Bozen und das Überetsch genossen hat, kann man mit der Rittner-Horn-Seilbahn von Pemmern aus noch einmal weiter hinauf auf die Schwarzseespitze fahren. Von hier aus wanderst du etwa eine Stunde zum Rittner Horn. Die Route ist auch für nicht so kletter-affine Berggemsen geeignet und man kann die frische Luft nebst einem wunderschönen Ausblick auf die Dolomiten genießen.

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Das Knödel-Trio im Wirtshaus Vögele verputzen

Direkt am Bozner Obstmarkt gelegen, lockt das Traditions-Wirtshaus Vögele mit Knödeln, bei denen sogar deine Oma verzückt mit der Zunge schnalzen würde. Neben dem wunderbar saftig-lockeren und aromatischen „Knödel-Kisterl“, bestehend aus Spinat-, Käse- und Rote Beete-Knödeln kann man hier natürlich auch andere zünftige Südtiroler Speisen genießen. Und nicht nur das Essen und die familiäre Atmosphäre machen das Vögele zu einem Must-Go – auch die Stuben sind absolut sehenswert, denn du hast die Qual der Wahl, ob Du lieber in der stilvollen Biedermeier-Stube, dem entzückenden Rosenzimmer im Separee, der Goethestube, der gediegenen Kamaunstube, der eindrucksvollen Gewölbestube, dem Tapetenzimmer oder aber dem Stafflerzimmer schmausen willst. Am besten mehrmals zum Knödeln vorbeikommen!

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© Verena Borell

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Eine WineSafari machen

Learning by drinking. Wenn du gerne Wein trinkst und etwas über die Entstehung dieses süffigen Rebensaftes lernen willst, bist du im Weinland Südtirol genau richtig. Die volle Ladung Wissen bekommst Du bei einer eintägigen WeinSafari, denn hier erfährst Du direkt von Winzern und Fachleuten wie die Traube vom Weinberg bis ins Glas kommt. Dabei darfst und musst du natürlich auch genüsslich verkosten. Angefangen mit dem prickelnden Besuch einer Sektkellerei, einer anschließenden Weinbergbegehung, über ein köstliches Degustations-Mittagessen, bis hin zum Tagesabschluss in Bozen mit leckeren italienischen Köstlichkeiten – nach diesem Tag bist du nicht nur beschwingt und gut gelaunt, sondern hast auch Einiges an Wissen, Wein und schönen Erlebnissen getankt.

  • Südtiroler Weinstraße Bozen, Italien
  • Jeden ersten Donnerstag im Monat, ganzjährig, Dauer: 08.30 - 19.30 Uhr
  • Kostenpunkt (von Busfahrt über Essen und Trinken all in): 110 Euro zzgl. Mwst.
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© Miramonti Boutique Hotel

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Sich eine Nacht im Miramonti Boutique Hotel gönnen

Wenn du die Natur liebst, aber auch ein kleines Luxus-Stück bist, mietest du dich für eine Nacht im traumhaft-schönen Boutique Hotel Miramonti ein – oder träumst bei akutem Moneten-Mangel einfach davon. Hier laden der Infinitypool mit Bergblick, ein wundervoller Wellnessbereich inklusive einer Waldsauna und zum Niederknien schöne Zimmer dazu ein, die Seele baumeln zu lassen und nie mehr weggehen zu wollen. Alltagsflucht in seiner schönsten Form sozusagen. Wem das tollste Zimmer, die Owner Loft ab 177 Euro pro Person und Nacht, zu teuer ist, nächtigt entweder in einem „M-Room" ab 119 Euro oder gönnt sich einfach einen Wellness-Tag mit anschließendem Aperitif auf der Terrasse oder im Panorama-Restaurant.

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© Verena Borell

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Südtiroler Spezialitäten einkaufen

Speck, Schüttelbrot, italienische Feinkost – in Südtirol gehören Genuss und Kulinarik einfach zum Alltag dazu. Um dir die nötige Ladung Lebensfreude mit nach Hause zu nehmen, solltest du unbedingt einkaufen gehen. In folgende Goldgruben des Genusses: Die Pur Südtirol Läden in Meran und Bozen haben, vom Käse bis zu Marmeladen, ausschließlich regionale Spezialitäten lokaler Betriebe im Sortiment. In Bozen lockt außerdem noch die Weindiele, welche neben Liquidem auch eine große Feinkostabteilung mit hiesigen Produkten hat. Auch die Metzgerei Egger am Bozner Obstmarkt ist eine gute Adresse in Sachen Genuss. Für Italienfans ist das Franzelli in Brixen ein Paradies. Der kleine Laden ist vollgestopft mit Oliven, selbst gemachtem Pesto und der besten Pasta der Welt. Am besten man deckt sich noch kurz vor der Rückfahrt mit ein paar frischen Schmankerln ein und genießt, in München angekommen, eine original Südtiroler Brotzeit – zur Linderung des Abschiedsschmerzes.

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