11 ziemlich gute Clubs in München, in denen ihr mal tanzen solltet

Wir haben einhundert Leute gefragt: "Nennen Sie einen Club in München, der Ihnen besonders gut gefällt." Die Reaktionen waren ehrlich gesagt durchwachsen. Irgendwie hält sich das Vorurteil, dass das Münchner Nachtleben ziemlich unnütz wäre und nichts, worüber es sich zu sprechen lohnt. Aber München hat sehr wohl gute Clubs – mindestens 11, die vielleicht für viele von euch schon alte Bekannte sind, aber irgendwer muss das ja mal aufschreiben!

1

© Kidkutsmedia Zu Techno, House und Elektro tanzen im Harry Klein

Wisst ihr noch als das Harry noch am Ostbahnhof war? Wow, was war das für ein Club. Der Umzug 2011 hat der Beliebtheit aber Gott sei Dank keinen Abbruch getan, denn das Harry Klein ist mittlerweile seit Jahren eine der Clubgrößen nicht nur in München, sondern in ganz Deutschland. Den Platz in dem etwas verwinkelten Laden in der Sonnenstraße haben die Macher dabei perfekt ausgenutzt. Während unten die DJs die tanzende Crowd befeuern, könnt ihr euch das ganze Treiben auch einfach oben von der Galerie aus anschauen oder euch ins Separée mit eigener Bar verziehen, wenn ihr mal kurz durchschnaufen wollt.

Musik: Techno, House und sonstige elektronische Musikrichtungen.

2

© Elli Fot Feiern unter freiem Himmel im Lucky Who

Eine absolute Seltenheit in der Terrassen-Szene ist definitiv das Lucky Who. Denn trotz Münchens strikter Lärmschutzbestimmungen kann hier nicht nur gegessen und getrunken werden, sondern auch unter freiem Himmel getanzt werden. Träumchen! Vor allem, nachdem die Betreiber 2021 eine dauerhaft nutzbare Überdachung eingebaut haben, die sich über den gesamten Innenhof zieht. Wer hat hier was von Wetter gesagt? Und falls es dann doch mal zu kühl wird, kann man problemlos in den stylischen Innenbereich wechseln.

Musik: Hauptsächlich Hip Hop und R'n'B.

3
Bahnwärter Thiel

© Bahnwärter Thiel Das Tanzbein schwingen im Bahnwärter Thiel

Der Bahnwärter ist und bleibt einfach einer der besten Schuppen Münchens. Freitags und samstags bekommt ihr jede Woche feinsten Techno im Club in den Containern und im daneben stehenden U-Bahn Waggon auf die Ohren. Nicht nur tanztechnisch ist das Gelände neben den stillgelegten Bahngleisen im Schlachthofviertel immer eine gute Anlaufstelle.Oft gibt es am Wochenende mittags Open Airs, unter der Woche Live-Musik, Stand-Up Comedy, Flohmärkte und und und. Außerdem fühlt man sich immer ein bisschen wie auf einem Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Je nach Lust und Laune kann man am Lagerfeuer sitzen, bei einem Halt in der U-Bahn auf den Bänken hüpfen, schaukeln, einen Plausch auf Old-School Telefonen halten und unter den Lichtern der U-Bahn mit Blick auf den DJ im Schaffnerabteil tanzen.

Musik: Techno, House und sonstige elektronische Musikrichtungen.

4
Tanzvergnügen Strom

© Mitya Kolomiyets Konzerte, Partys und Tanzvergnügen im STROM

Das Strom ist an und für sich ein klassischer Live-Club – aber nicht für die monströsen Pop-Acts, sondern für alle kleinen und großen Künstler, die sich nicht unbedingt dem typischen Mainstream verschrieben haben. Dabei legt sich die Location auf kein Genre fest, das Programm ist gut durchgemischt. Gleiches gilt für die Partys, die hier immer mehr und immer regelmäßiger stattfinden. Da gibt es die Indie-Reihe "Visions Party", den Elektro-Hammer "Klein & Laut" oder die ein oder andere 80s-Party. Kommt auf jeden Fall in tanzbaren Turnschuhen!

Musik: Bunt durchgemischt bei den Konzerten. Rock, Punk, Hip Hop, Soul, wir haben hier schon alles gesehen.

5
DJ Tankstelle Funkathon

© Goldener Reiter Goldener Reiter: Tanzen und trinken im Awi-Nachfolger

Der Awi-Nachfolger residiert in der Theklastraße 1, also tatsächlich im ehemaligen Downtown Flash. Goldener Reiter heißt der Club – ein Name, der zuerst eher nach schweren Samtvorhängen, edlen Tropfen und Dresscode klingt, aber davon ist der Laden natürlich weit entfernt. Auch wenn er rein optisch so gar nicht an unser geliebtes altes Awi erinnert, so sind doch die inneren Werte die gleichen geblieben. Denn nicht nur die Betreiber sind mit umgezogen, sondern das ganze Team aus DJs, Barkeepern- und innen, die auch alle fleißig beim Umbau mit angepackt haben. Der größte Unterschied, abgesehen von neuen Wänden, ist wohl die Beleuchtung, denn der Laden wird nun in ein gelb-orangenes, ja fast goldenes Licht getaucht – wo wir wieder beim Namen wären.

6
Radio 80000 Charlie

© Manuel Kim Jeden Samstag elektronisch tanzen im Charlie

Ganz am Anfang war das Charlie ja "bloß" ein Restaurant mit sehr leckerer vietnamesischer Küche. Nicht lang nach der Eröffnung 2010, gesellte sich aber die Bar im Keller dazu und mittlerweile gibt es auch noch die zweite (viel kleinere) Bar im Erdgeschoss. Die Kellerbar öffnet ihre Türen zwar immer nur samstags, aber weil ihr hier nicht nur wunderbar trinken, sondern auch zu feinsten Elektrobeats ganz gut tanzen könnt, darf das Charlie in dieser Liste nicht fehlen.

Musik: Die Residents, darunter Manuel Kim und Benjamin Röder, versorgen euch mit bester elektronischer Tanzmusik.

7
Haters Gonna Hate-Slam Geh Tanzen

© Muffatwerk Bei Partys und Konzerten tanzen im Ampere

Das Ampere ist Teil des Muffatwerks und damit der perfekte Ort, um kleinen, intimen Konzerten zu lauschen oder bei den verschiedensten Partyreihen, die hier stattfinden, zu tanzen und eine gute Zeit zu haben. Nicht nur die Isar liegt vor der Tür, sondern auch die Nachttram sowie sie S-Bahn-Station Rosenheimer Platz, damit ihr auch immer sicher nach Hause kommt.

Musik: Im Ampere wird wirklich alles gespielt, was ihr euch vorstellen könnt. Und mehr.

8

© Ferhat Deliktas | Fancy Footwork Coole Konzerte und gute Partys in der Milla

Es wundert uns überhaupt nicht, dass die Milla immer wieder Preise für ihr tolles Programm abräumt. Ohne den Liveclub mitten in der wunderschönen Holzstraße wären wir aber auch um eine wichtige Location ärmer. Abgesehen von dem bunten Liveprogramm, bei dem man immer wieder musikalische Schätze entdeckt, kann die Milla auch Party. Zum Beispiel bei den Partyreihen Kassettenclub, Monaco's Finest oder Fancy Footwork, bei der ihr in lässigster Atmosphäre mit dem Popo wackeln könnt.

Musik: Bei Monaco's Finest gibt's feinen HipHop, Fancy Footwork ist bekannt für 70er/80er Discosound und Indierock und beim Kassettenclub tanzt ihr zu Synthie-, Indie- und Elektropop.

9
Wiesn

© S-A-U-N-A Zu 90s schwitzen in der Sauna

Falls es jemanden gibt, der die Sauna nicht kennt: Es ist kein zwielichtiger Saunaclub, auch wenn es in dem Club an der Marsstraße gerne heiß hergeht. Der Name ist jedenfalls passend, denn ins Schwitzen kommt man hier – ob man will oder nicht. Zum bunten 90s-Mashup könnt ihr euch ordentlich warm tanzen. Zimperlich solltet ihr aber nicht sein, denn seinen Platz auf der Tanzfläche muss man sich teilweise mit viel Körpereinsatz erkämpfen. Abkühlung verspricht aber der Außenbereich am hinteren Ende des Clubs – die Erfrischung hat man sich aber auch verdient, wenn man es geschafft hat, sich durch die Menschenmenge bis zur Hintertür zu kämpfen.

Musik: Das Motto ist "Alles, außer Elektro", dafür gibt's 90er Sound en masse, zu dem ihr hemmungslos mitgrölen könnt.

10
Top Shotta Ruffhouse

© Top Shotta Zu Techno, House und Elektro tanzen in der Roten Sonne

Über die irgendwie wahllose Clubansammlung rund um den Maximilianplatz und die nördliche Sonnenstraße kann man natürlich gerne mal den Kopf schütteln und daher einen großen Bogen um die so genannte Feierbanane (höhö) machen, aber wenn man ein wahrer Elektro-Fan ist, dann kommt man an einem Laden nicht vorbei – und zwar an der Roten Sonne. In dem Club, der an einen Tunnel erinnert, hat vermutlich schon jeder wichtige Name in Sachen elektronischer Musik gespielt. Zusammen mit lokalen DJs könnt ihr euch eigentlich immer auf hochwertige Lineups freuen.

Musik: Techno, House und all deren Abspaltungen. Hauptsache elektronisch.

11
Pimpernel

© Pimpernel Zu Disco-Sound tanzen und Leute kennenlernen im Pimpernel

Der wohl meist gesagte Satz, wenn man um drei Uhr morgens aus einer Bar oder einem anderen Club stolpert, lautet wohl: "Und was machen wir jetzt noch?". Der Alltime-Favorit unter den Antworten lautet dann: "Lass halt ins Pimpernel!". Und damit macht man eigentlich fast nie etwas falsch, denn wenn anderorts die Leute schon langsam schlappmachen, ist im Pimpernel mit Sicherheit noch was los. Außerdem kommen hier alle zusammen, egal wo und zu welcher Musik sie davor unterwegs waren. In unserer verschwommen Erinnerung war es jedenfalls immer super.

Musik: Disco-Sound at its best!