11 sauleckere Restaurants in Haidhausen

Was macht der Haidhauser an sich so? Er nennt seine Tochter Pauline, rollt mit Lastenrad zum Poesie-Kurs und unterschreibt auf dem Heimweg beim Fair-Trade-Shop eine Petition. So zumindest die Vorurteile, die uns aus Giesing & Co um die Ohren knallen. Dabei ist Haidhausen vor allem auch eines: reich und schön an fantastischen Restaurants. Und weil es obendrein offen und weltgewandt zugeht, kann man sich in Haidhausen durch die ganze Welt futtern (während Pauline vom viersprachigen Au-Pair gehütet wird).

1
Nana

© Nina Vogl Nana: Meze in der Metzstraße

Das Meze-Paradies in der Metzstraße! Shalom heißt es im kleinen, süßen Nana (Hebräisch & Arabisch für "Minze"), denn Chef David kommt aus Israel. Und in Tel Aviv-Manier gibt es hier spannende orientalisch Speisen: Aubergine und Hummus, Shakshuka (mit Eiern überbackenes Tomaten-Paprika-Ragout) und Labaneh (hausgemachter Joghurt-Frischkäse). Und dazu israelisches Pils und vor allem eine feine Wein-Auswahl.

2
Lisboa Bar

© Sissi Pärsch Lisboa Bar: Bacalhau & Espetada, Saladas & Sagres

Wie grandios ist Portugal eigentlich? Wer noch nie in Lissabon war: hinfahren! In der Zwischenzeit kann man sich in Sachen Trink- und Esskultur in der Breisacherstraße ein wenig auf den Tejo-Besuch einstimmen. Mit einem Flascherl Sagres oder Superbock, mit Knoblauchwurst oder Bacalhau, Entradas oder Saladas – oder den beeindruckend großen Espetadas (Fleisch- oder Fischspießen) – ach ja, und natürlich mit lautstarker Zelebrierung bei Fußballspielen mit portugiesischer Beteiligung.

3
Bozo&Loui

© Bozo&Loui Bozo & Loui: Oui, c’est francais.

Fronkreisch! Natürlich! Immerhin ist Haidhausen das Franzosenviertel Münchens. Zu den französischen Straßen- und Platznamen gesellen sich Restaurants wie Chez Fritz, Rue des Halles oder L'Epicerie d'Anne Marie. Wir legen den Frankophilen auch das Bozo & Loui ans Herz. Hier gibt es Flammkuchen, die Namen tragen wie Amélie Poulain und Coco Chanel. Vorneweg wählt man die Soup de Jour und zum Abschluss die Crème Brulée.

4
Özdeveli

© Sissi Pärsch Özdeveli: Authentisch türkische Küche

Auf der Rückseite des Gasteigs versteckt sich einer der besten Türken Münchens – kein Wunder, denn nebenan sitzt der türkische Kulturverein. Im Özdeveli schmeckt man die Hingabe zur authentischen Essenskultur. Von den üppigen Meze-Tellern über das feine Grillfleisch von Lamm oder Huhn bis hin zu den berühmten Pide-Variationen und natürlich dem Baklava zum Nachtisch. Getrunken wird ein Pistazien Mokka oder Tee aus der Kupferkanne – Alkohol wird im Özdeveli nicht serviert.

5
dalcavaliere

© Sissi Pärsch Dal Cavaliere: Die Mama hat’s erfunden

Wir wollen hier kein toskanisches Weinfass aufmachen und Diskussionen über Münchens beste Pizza lostreten. Eins können wir aber definitiv sagen: Die Pizzen im Dal Cavaliere direkt am Rosenheimer Platz sind groß, knusprig und sensationell belegt. Chefin Anna Arpino leistete Pionierarbeit als sie 1980 als Frau (!) ihr Ristorante eröffnete. Sie serviert noch heute mit ihrer Familie tagtäglich mit viel Gusto und Amore Pasta, Pesce und Pizza.

6
Nomiya

© Nomiya Nomiya: Griaßdi und Konnichiwa

Diese Mischung gibt’s nur in Haidhausen: Das Nomiya ist das legendäre Unikat, in dem die japanische Küche im bayerischen Ambiente serviert wird. Wirthausig sind Tische, Krüge, Bier und japanisch die leckeren Sushi-Spezialitäten. Der Hintergrund: Wirt ist Ferdl Schuster, Sohn einer Metzger-Familie in der Wörthstraße, der vor Jahrzehnten (über Umwege) zum Japan-Liebhaber wurde. Und er ist mindestens genauso ein Unikat wie seine Sushi-Wirtschaft. Wenn ein uriger Herr auf einem Hochrad durch Haidhausen radelt unter dessen Filzhut ein rauschiger, weißer Schnauzer hervorlugt, dann ist das Ferdl Schuster.

7
Thao

© Thao Thao: Der feine Geheimtipp

Das Thao liegt nicht im Herzen von Haidhausen, sondern eher im Randgebiet. Die Lucile-Grahn-Straße versteckt sich unauffällig hinter dem Prinzregententheater. Trotzdem sollte man im Thao reservieren, weil sich die feine Küche des Vietnamesen schnell herumgesprochen hat. Es tut gut, wenn man Mien Ga liest und dahinter kein gewitztes Minga-Wortspiel steckt, sondern eine frische authentische Suppe. Es gibt außerdem karamellisiertes Lachsfilet im Tontopf, üppig mit Garnelen gefüllte Crepes, viel Tofu und knusprige Ente.

8
Holy Burger

© Holy Burger Holy Burger: Glückliches Rind und geräucherter Saitan

Selbstverständlich ist auch Haidhausen großzügig mit Burger-Läden besiedelt. Da sind die Burger Houses (1 & 2 – in der Lothringer Straße und am Max-Weber-Platz), die Hamburgerei Zwei in der Einsteinstraße und der Holy Burger mittendrin in der Wörthstraße. So heilig wie in Indien ist die Kuh hier zwar nicht, aber das Rindfleisch ist 100%-Bioware und stammt von den Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Außerdem gibt es vegane und vegetarische Varianten wie den Holy Beets mit Rote Beete-Hirse-Feta-Patty oder die Ausgabe mit geräuchertem Saitan samt Mango Chutney.

9
Polka Restaurant

© Polka Restaurant Polka: regional, saisonal, mediterran

Wenn das nicht einmal eine Kombination ist: Mediterran essen in der Polka am Pariser Platz. Die Auswahl der gern regionalen wie saisonalen Speisen ist nicht riesig, dafür aber variantenreich (eben je nach Saison) und raffiniert. Die Beilagen – ob zur Pasta oder zu den Hirsebällchen – sind frisch, spannend und saftig, die Vorspeisen zahlreich und kunterbunt: Da kann es zum Linsensalat schon einmal Blaubeeren geben. Das Fleisch kommt von bayerischen Demeter- und Biobetrieben, die Fische aus dem Starnberger See und die Nudeln von der Schwabinger Pastamanufaktur.

10
Paros

© Paros Paros: Es schmeckt und fließt...

Wir sagen Zucchinipuffer, die Griechen sagen Kolokithokeftedes. Wir haben Sankt Martin, die Griechen Neptun und Herkules. Sie haben Olivenhaine und Meeresrauschen, wir Kartoffeln und Kuhdung. Nein, natürlich leben auch wir in einem wunderschönen Lande, aber es tut schon gut, ab und an laut ein Hellas zu rufen und einen Ouzo zu kippen. Dass man das im Paros in der Kirchenstraße gut machen kann, ist stadtbekannt. Hier gibt es den Marathon- und den Odysseus-Teller, Mousaka und Souvlaki – und montags das „Weinfest“, wo für 6 Euro so viel griechischer Wein fließt, wie man mag...

11
Spezlwirtschaft Haidhausen

© Verena Borell Die Wirtshäuser: vom Kloster zum Spezl

Das Kloster in der Preysingstraße ist ein hervorragendes Wirtshaus und man kann wunderbar draußen sitzen. Im Vergleich zu der Traditionswirtschaft ist die Spezlwirtschaft noch recht frisch im Haidhausener Hood. Grün ist sie aber nicht hinter den Ohren, immerhin verfolgt sie mit ihrem Stammlokal im Zerwirk in der Altstadt ihre „Ja zur Tradition, Yeah zum Fortschritt“-Philosophie bereits seit 2012. Nun werden auch in der Pariser Straßen-Dependance die Rahmfleckerl, Spinatknödel und Kohlrabischnitzel serviert. Wie es schmeckt erfahrt Ihr hier.

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