Was nervt euch an München? Erzählt es in diesem Film!

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Seien wir doch mal ehrlich, wir alle lieben Klischees. Natürlich tun wir gerne weltmännisch, offen und tolerant, aber während wir Wasser predigen, trinken wir den Wein aus Fässern – oder wie in Münchnen das Bier in Massen (oder Maßen?!).

München strotzt vor Vorurteilen und die Klischee-Schubladen platzen aus allen Nähten. Entweder es geht um viel zu viel Geld, viel zu viele Snobs und die Schickeria, die mit einem Aperol-Spritz-Zepter über die Straßencafés der Stadt herrscht. Oder die Rede ist von bierseligen Trachtenträgern, die nicht nur das Bier, sondern auch die Gemütlichkeit mit der Muttermilch aufgesogen haben.

Seiner Meinung nach geht der Stadt immer mehr die entspannte Stimmung und die hochgelobte Gemütlichkeit verloren.

Aber mal ehrlich, wie viel ist davon noch übrig? Ist das nicht längst alles vorbei und wir zehren bis heute davon? Der Münchner Filmemacher Philipp Dettmer beobachtet Münchens Entwicklung ziemlich kritisch und möchte mit seinem neuen Filmprojekt "München 089" der Stadt einen Spiegel vorhalten – und ihr könnt dabei sein, denn der Regisseur ist noch auf der Suche nach Mitwirkenden.

"Ich habe das Gefühl, dass in München mittlerweile aus allem ein Event gemacht werden muss", findet Philipp. Seiner Meinung nach geht der Stadt immer mehr die entspannte Stimmung und die hochgelobte Gemütlichkeit verloren. Und während wir von Monaco Franze schwärmen und von Zeiten träumen als Freddy Mercury das Glockenbach unsicher gemacht hat, merken wir gar nicht, dass das alles längst vorbei ist und sich die Seele der Stadt so langsam wandelt.

"Nightsession" – Philipp Dettmers letzter Film

In seinem letzten Film "Nightsession" hatte der Regisseur noch eine andere Intention. Da hat er ein München gezeichnet, das irgendwie keinem der gängigen Vorurteile entspricht. Jung, frei und fernab der allseits bekannten Überregulierung, die sich auch immer wieder gerne als Klischee herausstellt. Natürlich eines, das sich aber dennoch oft genug – oder zu oft – bewahrheitet. "München 089" wird einen anderen Weg einschlagen. Viel kritischer, mit bissigem Humor und jeder Menge unbequemer Wahrheiten.

Dass Städtevergleiche hinken und schon recht ausgelutscht sind, ist uns allen klar. Darauf will der Regisseur auch gar nicht hinaus. Ihm fällt allerdings schmerzlich auf, dass München in allen möglichen und unmöglichen Rankings ganz weit vorne liegt und eigentlich der Himmel auf Erden sein müsste, aber es eben nun mal nicht so ist – zumindest seiner Meinung nach.

Ihr habt eine Story oder einen Grant?

Und weil er damit ziemlich sicher nicht alleine da steht und es glaubhafter ist, wenn sich Münchner (und nicht Berliner) über München ärgern, ist er für den Film auf der Suche nach Statisten, Hobby- und Profi-Schauspielern, die ihn zwischen August und Oktober unterstützen wollen.

Weil es glaubhafter ist, wenn sich Münchner (und nicht Berliner) über München ärgern.

Dabei ist es ganz egal, was ihr so macht oder warum euch München manchmal, oft oder immer nervt. Hauptsache ihr habt eine Story, die richtige Portion Grant oder könnt ein Lied von ständigen Polizeikontrollen oder nervigen Zuagroasten singen. Wenn dem so ist, bewerbt ihr euch am besten über die Facebook-Seite von München 089 und trefft euch mit Philipp auf einen Kaffee. Wir sind gespannt, wohin die Reise mit "München 089" geht und mal ehrlich: Man muss die Stadt schon sehr lieben, um so ein Filmprojekt zu starten.

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