11 Gedanken, die jemand aus dem Ruhrpott in München hat

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Knapp 500 Kilometer Luftlinie trennen München von Castrop-Rauxel, aber in einigen Fragen der Mentalität könnte die Distanz nicht größer sein. Für die Münchner ist das Ruhrgebiet ein Ort voller kohlestaubverschmierter Bergarbeiter, die den ganzen Tag Currywurst essen, viel zu kleines Bier trinken und semi-erfolgreichen Fußballclubs zujubeln. Nicht, das beste Bild. Aber man wäre kein echter "Pottler", wenn man nicht selbstironisch und mit all seinem Charme die größten Sprachbarrieren überwindet, Weiß- statt Currywurst zu lieben lernt, riesige Biere trinkt und am Ende – trotz aller Unterschiede – in Harmonie mit München lebt. Nur dem Fußballclub wird man nicht untreu!

1. "Ich spring schon lieber in den Eisbach als in den Rhein-Herne-Kanal."

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Während im Wörterbuch neben dem Wort "schön" ein Bild vom Englischen Garten im Sommer zu finden ist, taucht der Rhein-Herne-Kanal eher so neben "bedenklich" oder "Hautausschlag" auf. So groß das Heimweh manchmal ist, es gibt Dinge, die man dann doch nicht vermisst.

2. "Biergartensuff ist stilvoller als Schrebergartensuff."

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Bier ist der größte gemeinsame Nenner zwischen den Kulturen. Wenn man genauer hinsieht, könnten die Unterschiede allerdings nicht größer sein. In der Sonne unter Kastanien sitzen und ein frisches Helles trinken ist dann schon charmanter (oder einfach nur instagram-tauglicher) als im Klappstuhl neben den Bahnschienen zu hocken und sich irgendwann mit dem Gartenzwerg zu unterhalten. Wobei, der Schrebergarten schon eher das Prädikat "real" verdient.

3. "Warum ist der Hate auf Preißen so real?"

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Was ist los mit euch? Ist euer eigenes Selbstwertgefühl so am Boden, dass ihr ununterbrochen die Preißen weghaten müsst? Wir empfehlen: Schneidet euch lieber eine Scheibe Selbstironie ab und gebt uns eine Chance!

4. "Ganz schön früh zappenduster, wenn man eigentlich auf Trallafitti gehen will."

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Wenn wir was können im Ruhrpott, dann ist es ausgelassen feiern. Leider manchmal ganz schön ernüchternd, wenn München unsere Party-Motivation so bremst, aber okay, wir sind ja noch dazu anpassungsfähig!

5. "Wer sind die komischen Flitzpiepen vor den Bars, die die ganze Zeit Schhh zischen?"

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Und wenn dann offen ist, dann steht da tatsächlich nicht nur ein Türsteher vor der Bar, sondern auch ein Silencer. Leute, es gibt eine eigene Berufsbezeichnung dafür? Also das ist tatsächlich ein reines München-Phänomen. Liebe Nachbarn, fangt mal an ein bisschen locker durch die Hose zu atmen.

6. "Nachts fahr' ich mit der Tram Heim, anstatt mit irgendwelchen Paselacken am Bahnhof rumzuhängen."

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Man kann über die MVG sagen, was man will. Aber nachts macht man sich wenigstens nicht in die Hosen, wenn man allein nach Hause fahren muss!

7. "Wo sind die Buden mit den Bömskes?"

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Buden sind im Ruhrgebiet wahre Institutionen und jeder Budenbesitzer ein Original, der die besten Geschichten zu erzählen hat. Es ist ein Treffpunkt für Jedermann (nicht nur arbeitslose Alkoholiker) und das Beste: Man ist nie zu alt für eine gemischte Tüte voller Bömskes (Guttis) für fünzig Fennich.

8. "Wieso werde ich für sozial auffällig gehalten, wenn ich mit Fremden ein Pläuschken halten will?"

Menschen aus dem Ruhrgebiet sind in der Regel offen, kommunikativ und echt witzig. Für uns ist es normal, dass wir an der Bushaltestelle ein Gespräch beginnen oder beim Bäcker den Typen vor uns in der Schlange anquatschen. In München wird man dafür allerdings angeschaut, als gäbe es nur eine Rechtfertigung für so ein Verhalten: Eine tiefliegende psychische Störung.

9. "Bayern-Fan sein ist viel zu einfach."

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Opportunistenschweine!

10. "Wurst in kaltem Ketchup mit Currypulver ist keine Currywurst."

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Liebe Münchner, ihr wisst doch wie man eine gute Wurst macht. Warum tut ihr uns das an und vergewaltigt unsere Leibspeise auf solch eine respektlose Art und Weise? Wir braten eure Weißwurst ja auch nicht an! Wenigstens gibt es den Bergwolf, unsere persönliche Currywurst-Oase.

11. "Wird hier jemals jemand den Unterschied zwischen dem Pott und Rheinland verstehen?"

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Eigentlich ist es ganz einfach: Köln ist nicht Pott. Und Düsseldorf schon gar nicht. Merkt euch einfach so wohlklingende Orte wie Recklinghausen, Bottrop, Herne, Gelsenkirchen, Essen oder Duisburg.

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