11 schöne Frühlingsausflüge, für die du kein Auto brauchst

Der Frühling lässt nicht nur unsere Gefühle sprießen, sondern auch unseren Drang nach draußen. Wer in der Natur frische Luft einsaugen will, steht mit dem Auto aber schnell im Stau und Abgas-Mief. Umweltfreundlicher und entspannter geht’s hingegen mit der Bayerischen Oberlandbahn. Die drei BOB-Linien fahren im Stunden- oder Halbstundentakt ins Tölzer Land, an den Schliersee und den Tegernsee. Am besten seid ihr dabei mit dem Guten Tag Ticket unterwegs. Das kostet für den ganzen Tag 23 Euro für eine Person, jede weitere zahlt gerade einmal sechs Euro. Dazu gibt es auch immer wieder tolle Kombiangebote mit vielen Ermäßigungen und an den Wochenenden setzt die BOB extra mehr Züge ein, damit ihr komfortabel ans Ziel kommt! Easy, jetzt müsst ihr euch nur noch für einen der 11 Frühlingsausflüge entscheiden, die wir für euch herausgesucht haben!

BOB München – Tegernsee

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© Dietmar Denger Entspannt wandern von Warngau aus

Warngau?! Das ist doch genau zwischen München und Tegernsee – weder Fisch noch Fleisch. Genau. Das denken sich viele und genau deshalb ist man in Warngau fern vom großen Trubel. Wer hier zum Beispiel auf den kleinen Taubenberg wandert, wird nicht vielen Menschen begegnen. Es sind keine 250 Höhenmeter zu dem Aussichtsturm, denn der Hausberg von Warngau ist gerade einmal 896 Meter hoch. Vom Bahnhof quert man die B318 in die andere Ortshälfte. Unterwegs kann man schon einmal die potentiellen Einkehrstellen begutachten. Da wäre das Wirtshaus Zur Post mit seinem netten Biergarten oder das Il Gelato, wo es nicht nur selbstgemachtes Eis, sondern auch leckere Kuchen (und sogar Pizza) gibt. Man wandert dann auf einer Forststraße bergan – geht auch gut mit Kinderwagen, bis auf die zwei, drei steileren Passagen – zu einem beeindruckenden, 30 Meter hohen Aussichtsturm. Unweit liegt zudem der Berggasthof Taubenberg, wo man hofeigenes Fleisch und sogar vegane Speisen serviert.

Anfahrt: Mit der BOB München – Tegernsee bis nach Warngau | 30–40 Minuten Fahrtzeit

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Tegernsee Gmund

© Stefan Jurca Am Tor zum Tegernsee in Gmund auf dem Höhenweg wandern

Hineinfahren in die Berge und direkt am Ufer aussteigen: Gmund nennt man das „Tor zum Tegernsee“ und der Bahnhof mag einer der schönsten in unserem Umland sein. Von hier aus kann man unter anderem auf den Tegernseer Höhenweg starten. Vom Bahnhof geht man über die Mangfall und entlang der Uferpromenade bis zum Strandbad. Nach dem Café Seeglas kreuzt man die Tegernseer Straße und folgt den Panoramaweg-Schildern. Man steigt langsam bergan, aber richtig anstrengend wird es nicht wirklich. Hat man einmal eine Höhe erreicht, geht es nur noch in einem welligen Bergauf-Bergab dahin – eine Tour gespickt mit sensationellen Aussichten auf den See. Man kommt in Tegernsee raus und kann (nach einem Abstecher zum See) von hier wieder mit der BOB zurückfahren.

Anfahrt: Mit der BOB München – Tegernsee bis nach Gmund | ca. 60 Minuten Fahrtzeit

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BOB Tegernsee

© Dietmar Denger Ab Tegernsee von See zu See und Alm zu Alm wandern

In (und ab) Tegernsee gibt es nichts, was man nicht machen kann und eigentlich auch nichts, was man nicht machen sollte. Im Aran mit direktem Seeblick frühstücken, wellnessen im Monte Mare und natürlich im Herzoglichen Bräustüberl einkehren. Unser Wandertipp führt aber über den Berg: Vom Bahnhof steigt man zum berühmten Berggasthof Neureuth auf – das wäre an sich schon eine schöne Tour mit grandiosem Ausblick und sehr gutem Essen. Aber man sollte noch weiterwandern, auch schon deshalb, weil es nicht mehr so viel bergauf geht. Nach einem schönen Waldstück sieht man nämlich auf der anderen Bergseite (unterhalb der Gindelalmschneid, auf die man natürlich auch noch schnell hoch kann) die Gindelalmen und den Schliersee, ab wo man in die BOB einsteigen kann. Eine weitere Variante wäre der Weg über die Kreuzbergalm, die allerdings erst öffnet, wenn die Weidezeit beginnt (ca. Ende Mai). Und natürlich kann man beide Touren genauso gut von hinten aufzäumen, also von Schliersee Richtung Tegernsee wandern.

Anfahrt: Mit der BOB München – Tegernsee bis Tegernsee | ca. 65 Minuten Fahrtzeit

BOB München – Schliersee/Bayrischzell

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© Dietmar Denger Am Schliersee radeln und in Miesbach schlemmen

Miesbach ist ein Ort in der Schliersee-Region, der oft nachlässig links liegen gelassen wird. Dabei kann man den Ort getrost auf seine Ausflugsliste packen. Für einen Besuch haben wir zwei Vorschläge: Ihr lasst das Frühstück daheim ausfallen und steigt direkt in Miesbach aus, um in wunderbar entspannter (sehr pinker) Atmosphäre in Elisabeth’s Platzerl zu schlemmen was geht. Chefin Elisabeth und ihr Team kochen und servieren mit viel Herzblut die leckersten Speisen. Möglichkeit Zwei: Ihr verdient euch die Schlemmerei, in dem ihr mit der BOB bis Schliersee fahrt, euch ein schickes E-Bike ausleiht und dann entlang der idyllischen Schlierach ein gutes halbes Stündchen bis nach Miesbach radelt.

Tipp: Mit dem Guten Tag Ticket der BOB bekommt ihr bei Medius Fitness in Schliersee 5 Euro Rabatt aufs Fahrrad leihen!

Anfahrt: Mit der BOB München – Schliersee/Bayrischzell bis nach Miesbach bzw. Schliersee | ca. 40 Minuten Fahrtzeit

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Slyrs Schliersee

© Slyrs Mit allen Wassern gewaschen am Schliersee

Auch am Schliersee gibt es viel zu tun. Wir empfehlen eine Wanderung um das Westufer des Sees bis zum Südzipfel von der Station Schliersee nach Fischhausen. Von hier dann weiter zum Freilichtmuseum von Markus Wasmeier. Wer denkt, da steht nur ein altes Bauernhaus rum, der irrt gewaltig. Die Skilegende hat ein beeindruckendes Areal errichtet inklusive Handwerker- und Bienenhaus, Brotbackofen und Biotop-Weiher, Bier- und Kräutergarten und vorbildlichen E-Tankstellen. Einen Kilometer weiter findet man die Slyrs Destillerie, wo man lernen kann, wie der bayerische Whisky entsteht – und ihn dann natürlich verköstigt. Man kann aber auch nur shoppen und in der hauseigenen, sehr hübschen Café & Lunchery essen. Zur Rückfahrt steigt man am Bahnhof Fischhausen-Neuhaus in die BOB ein.

Tipp: Mit einem gültigen Oberland- oder Guten Tag Ticket bekommt ihr 1 Euro Rabatt auf den Eintritt im Markus Wasmeier Freilichtmuseum!

Anfahrt: Mit der BOB München – Schliersee/Bayrischzell bis Schliersee | ca. 55 Minuten Fahrtzeit

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Wendelstein

© Dietmar Denger Weit hinauf schweben in Osterhofen

Osterhofen ist ein bayerischer Bilderbuch-Bauernhof-Ort und somit schon bei der Ankunft eine Wohltat für die urbanen Augen. Der Hausberg ist der Wendelstein und der hat es in sich: Ihn erklimmt man über saftige 1000 Höhenmeter zu Fuß – wenn denn der Schnee weg ist. Aber natürlich kann man auch einfach in eine der gelben Gondeln steigen und steht nach sieben Minuten ohne Schweißverlust an der Bergstation auf 1724 Metern. Die restlichen 114 Höhenmeter schafft man dann auch noch zu Fuß. Der Wendelstein ist einer der höchsten Berge in den Voralpen und von hier sieht man vom Flachland über den Chiemsee bis zum Wilden Kaiser. Nicht hübsch ist die Sendeanlage des BR, sehr hübsch ist das kleine Kircherl – Deutschlands höchste Kirche. Ganz oben am Gipfel findet man die Wendelinkapelle, die 1718 erbaut wurde.

Tipp: Mit einem Guten Tag Ticket bekommt ihr sechs Euro Ermäßigung auf die Berg- und Talfahrt!

Anfahrt: Mit der BOB München – Bayrischzell bis Osterhofen | ca. 80 Minuten Fahrtzeit

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Sillberghaus

© Dietmar Denger Wandern und genießen rund um Bayrischzell

Bayrischzell ist die Endstation der BOB-Schliersee-Linie, aber die Einheimischen sagen, dass es hier erst richtig losgeht. Unter anderem auf den Bayrischzeller Höhenweg, der über den Seeberg und die Neuhütte zum wunderbare Sillberghaus führt. 15 Kilometer ist man unterwegs und 650 Höhenmeter geht’s insgesamt bergan. Das Sillberghaus öffnet Ende März wieder für die Tagesgäste – und darauf lohnt es sich wirklich zu warten. Genauso auch wie auf die Frühlingseröffnung vom Bergcafé Siglhof auf der anderen Seite von Bayrischzell. Hier lässt es sich extrem gut einkehren und das nicht nur, weil der alte Hof auf einem sonnigen wie aussichtsreichen Plateau in 1000 Metern Höhe liegt.

Anfahrt: Mit der BOB München – Bayrischzell bis nach Bayrischzell | ca. 80 Minuten Fahrtzeit

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taubensteinhaus

© Christian Wander Steil bergauf zum Taubensteinsattel

Eure Tour startet vom Spitzingsattel aus über kurzweilige Pfade, die sich durch Bergwald und über Almengelände schlängeln. Nach etwa 1,45 Stunden erreicht ihr den Taubensteinsattel. Hier habt ihr zwei Möglichkeiten – entweder direkt weiter zum Taubensteinhaus (1.567 m) oder noch schnell auf einen Abstecher zum Taubensteingipfel (1.693 m). Für den kulinarischen Part eures Ausfluges empfehlen wir euch einen Stopp in der Schönfeldhütte. Gesättigt und glücklich gelangt ihr in rund zwei Stunden wieder zum Spitzingsattel und von dort mit dem Bus zurück zum Bahnhof.

Tipp: Für alle, die nicht so viel wandern oder sich das Bergab sparen wollen: Mit einem Oberland- oder Guten Tag Ticket der BOB bekommt ihr eine Ermäßigung für die Taubenstein Kabinenbahn.

Anfahrt: Mit der BOB München – Bayrischzell bis nach Fischhausen/Neuhaus, anschließend weiter mit dem Bus 9562 bis Spitzingsattel | ca. 75 Minuten Fahrtzeit

BOB München – Lenggries

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© Blombergbahn Bergab rauschen in Bad Tölz

Bad Tölz hat eine nette Altstadt und mit dem Café Love einen wirklich tollen Einkehrspot direkt an der Isar. Da könnte man zum Auftakt zum Frühstücken hin, um danach ab dem Max-Höfler-Platz mit dem Bus 9612 zum Blomberg zu fahren – sonst ab dem Bahnhof mit der gleichen Linie oder der 9591. Mit der Blomberg-Bahn kann man bequem nach oben fahren, wo neben der schönen Aussicht auch das Blomberghaus wartet. Aber wirklich bekannt ist der Berg bzw. die Bahn für das Hinab. Die Rodelbahn „Blomberg Blitz“ läuft über 1300 Meter auf Schienen runter ins Tal. Es ist eine Alljahresbahn, die bei jedem Wetter läuft (mit Glashauben gegen Wind und Regen). Es gibt Steilkurven, Wellen, Kreisel, Twister und Jumps – und echte Wiesn drumrum.

Anfahrt: Mit der BOB München – Lenggries bis Bad Tölz, anschließend weiter mit dem Bus 9591 oder 9612 zum Blomberg | ca. 80 Minuten Fahrtzeit

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BOB Ausflugsvergnügen

© Tölzer Land Eine Sonnenrunde von Obergries wandern

Zwischen Tölz und Lenggries kann man ebenfalls frohgemut aussteigen und auf eine Tour starten, bei der der Bergname Programm ist. Die Sonntratn ist nur 1096 Meter hoch und die 350 Höhenmeter geht man über offene Wiesenhänge hinauf, die obendrein noch südseitig liegen und somit schon im Frühling schneefrei sind und maximal beschienen werden. Vom Bahnhof läuft man erst einmal nach Grundern und kommt dann an eine Weggabelung, wo man sich entscheiden kann zwischen dem steileren Steg links oder der breiteren Variante rechts. Ein richtiger Gipfel ist die Sonntratn nicht, sie ist eigentlich eine Schulter des Schürfenkopfs – aber schee is!

Anfahrt: Mit der BOB München – Lenggries bis Obergries | ca. 65 Minuten Fahrtzeit

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Isar

© Björn Gross Von Lenggries die wilde Isar entlang schlendern

In Lenggries ist man schon mittendrin in der Bergwelt und so kann man von hier aus viele Gipfeltouren starten, wie aufs Brauneck. Aber wenn im Frühling noch der Restschnee die Pfade vermatscht, dann bietet sich eine Taltour an. Vor allem, wenn sie so schön ist und an unserer geliebten Isar entlang führt. In der Stadt mag sie renaturiert sein, aber hier ist sie doch noch ein Stück wilder und die Pyramiden und Steinmandl auf den Kiesbänken deutlich beeindruckender. Zehn Kilometer läuft man flussabwärts bis nach Bad Tölz. Nett einkehren kann man zwischendurch in Arzbach beim Café Schusterpeter.

Anfahrt: Mit der BOB München – Lenggries bis Lenggries |  ca. 70 Minuten Fahrtzeit

Titelbild: © Dietmar Denger

Dieser Beitrag wurde von der Bayerischen Oberlandbahn gesponsored!

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