Scheiß' auf Clubs – wir feiern Münchens Partyreihen!

© Mitya Kolomiyets

München hat keine guten Clubs. Hartes Urteil. Tatsächlich wohl auch ein bisschen zu hart und Ergebnis des niedrigen Selbstwertgefühls der Münchner – zumindest, wenn es um Club- und Subkultur geht. Da wurde schon viel gesagt, viel geschrieben und noch mehr gejammert. Die traurige Realität zeigt, dass am Ende der Mainstream überlebt: Die Milchbar gibt es seit 21 Jahren, das Pacha eröffnete im Jahr 2000 und auch die 089-Bar hat schon stolze elf Jahre auf dem Buckel. Mir persönlich unerklärlich, aber irgendwas machen sie wohl richtig!

Das heißt jetzt nicht, dass andere Clubs so viel falsch machen, aber in meinem zehnjährigen München-Dasein musste ich mich schon von mehr Lieblingsläden verabschieden, als Heidi Klum von desillusionierten 16-Jährigen bei GNTM. Und heute stehe ich da und bin ein bisschen überfordert, wenn es darum geht, spontan in einen Club zu stolpern. Okay, im Goldenen Reiter macht man kaum etwas falsch, im Bahnwärter weiß man meisten auch, was einen erwartet und das Blitz muss man halt mal erlebt haben.

In meinem zehnjährigen München-Dasein musste ich mich schon von mehr Lieblingsläden verabschieden, als Heidi Klum von desillusionierten 16-Jährigen bei GNTM.

Da weiß man, was man hat

Aber ehrlich gesagt schaue ich dann doch lieber vorher nach, was geht. Damit ich mein wertvolles Eintrittsgeld nicht verschwende oder plötzlich doch auf der Ü30 Party – die immer, wirklich immer eine Ü40 Party ist – stehe. Daher habe ich eigentlich aufgehört mich an fixen Locations zu orientieren. Früher war der Mittwoch im Atomic in Stein gemeißelt, da gab es keine Ausreden. Heute verlasse ich mich viel mehr auf bestimmte Partyreihen, auch wenn die immer wieder in unterschiedlichen Clubs stattfinden.

Tanzvergnügen
© Mitya Kolomiyets
Aus manchen Partys wächst man genauso heraus wie aus bestimmten Clubs oder seinen Skinny Jeans.

Und davon, liebe Freunde, gibt es dann doch so einige in München. Während sich viele der "guten" Münchner Clubs vor allem der elektronischen Tanzmusik verschrieben haben, reicht die Bandbreite der Münchner Partyreihen von Indie über Elektro-Swing, Old-School Hip Hip, Disco und Funk bis hin zu Metal oder Rock. Geiler Scheiß! Zwar wächst man aus manchen Partys genauso heraus wie aus bestimmten Clubs oder seinen Skinny Jeans, aber wir feiern es trotzdem, dass zum Beispiel eine Panda Party seit 2007 am Start ist und einfach immer weitermacht.

Feiern mit Freunden!

Weitere Vorteile von Partyreihen wie Fancy Footwork, 100blackdolphins, Momentum, Monaco's Finest oder unserem ganz eigenen Tanzvergnügen: Sie beleben Locations, die nicht zwangsweise als klassische Clubs oder typische Party-Orte bekannt sind. Die Milla, das Ampere oder auch das Strom sind ja viel mehr Live-Läden, die man in Sachen Party nie so richtig auf dem Schirm hat – dabei können die Locations das richtig gut! Wir wissen wovon wir sprechen, nachdem wir am 26. Oktober 2018 schon unsere vierte Sause im Strom feiern!

Außerdem fühlen sich Partyreihen immer mehr nach Feiern mit Freunden oder WG-Sause an, weil man eben nicht nur nach dem Club auswählt, sondern nach den Leuten und DJs, die die Party schmeißen. Genau das wollen wir nun schon seit Mai mit unserem eigenen Party-Baby, dem Tanzvergnügen im Strom, erreichen. Einen Abend, eine Nacht voller nicer Tanzmusik, entspannten Menschen in Turnschuhen, jeder Menge Pfeffi am Eingang, Dschungelfeeling, Luftballons und ganz viel Liebe. Scheiß auf die Clubs, wir feiern die Münchner Partyreihen!

Tanzvergnügen #4 mit VELI x VIWO und Rhode & Brown | 26. Oktober 2018, ab 23.00 Uhr | Eintritt bis 24.00 Uhr: 5 Euro, ab 24.00 Uhr: 8 Euro | Mehr Info

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