Artvergnügen – Unsere 11 Kunsttipps für den Mai 2019

Mai ist ein Supermonat: erst tanzt man rein, dann hat man frei und letztendlich macht er auch noch alles neu – genial! „Neu“ bezieht sich auch auf unsere Kunst- und Kulturszene. Wir radeln, gehen baden, feiern Geburtstag, sind quadratisch, monumental und mit vielen Satzzeichen und Hashtags unterwegs. Wir sind sowas von bereit für den Frühling und sein blaues Band, das durch unsere Museen, Galerien und unser weiß-blaues Land flattert…

1
Z Common Ground: Eine neue kulturelle Zwischennutzung für Laim

© Campos Viola Photography Künstlerische Vielfalt in der Zwischennutzung Z Common Ground

Was lange währt, wird endlich Kunst: Seit der ersten Idee zu diesem Projekt im Herbst 2017 öffnet der ehemalige Gewerbehof in der Zschokkestraße 36 in Laim nun als Z common ground seine Türen! Unter dem Motto Zerneuerung verwandelt sich das Areal vier Wochen lang zu einem Experimentierfeld für über 100 Künstler*innen. Dem Thema Gemeinschaft nähern sich Kreative jeglichen Genres, Initiativen, Vereine und soziale Einrichtungen aus der Umgebung und dem Stadtgebiet, Münchner*innen und internationale Gäste auf den verschiedenen Etagen dieses temporären common ground an und gestalten es aktiv mit. Wenn man in den letzten Wochen öfter in der Zschokkestraße unterwegs war, konnte man schon von außen sehen, wie sich hier die unterschiedlichsten Künstler mit großen Werken austoben durften. Umso spannender, was uns alles im Inneren des alten Gewerbehofs erwartet. Das Eröffnungsevent umfasst einen Rundgang sowie Performances, Theater, Workshops und Partys – die Künstler sind fast alle anwesend. Getränke und Essen könnt ihr vor Ort kaufen.

  • Z Common Ground
  • Zschokkestraße 36, 80687 München
  • Vernissage 30. April 2019, 19.00–22.00 Uhr | 1. Mai – 2. Juni 2019,Donnerstag bis Samstag 14.00–21.00 Uhr, Sonntag 14.00–18.00
  • Eintritt frei (um Spende wird gebeten)
  • Mehr Info
2
Muca

© Shepard Fairey Die umfangreichste Banksy-Sammlung beim Urban Fine Art II

Sie ist eine der größten Sammlungen im Genre Urban Art: die jährliche „Collector’s Show“ im m|u|c|a! Die Werke von Banksy, D*face, KAWS, Os Gêmeos und Shepard Fairey, ihres Zeichens treibende Kräfte der internationalen Street- und Urban Art-Szene, verdeutlichen, welchen Einfluss Kunst und Künstler auf den „Siegeszug“ dieser Gattung in der letzten Dekade hatten. Viele der Werke, die aus der eigenen Museums-Kollektion stammen, sind euch bestimmt schon einmal auf ihrem Weg von umstrittener Straßenkunst zur gesellschaftlich anerkannten Kreativform begegnet. Noch eine Besonderheit: Es handelt sich um die umfangreichste Banksy-Sammlung, die bisher in einem nationalen Museum ausgestellt wurde – da darf natürlich das monumentale Original „Wrong War“ nicht fehlen.

3
Die Färberei

© Die Färberei Griechische Mythologie bei "The Space Between Us" in der Färberei

Anselm Freytag und Daniel Hemel – zwei Maler, eine Oberfläche, ordentlich Machtkampf! Da sich die beiden Künstler allerdings schon seit 2014 der „Simultanen Malerei“, wie sie das zeitgleiche, gemeinsame und experimentelle Kreieren eines Werkes auf einer Fläche nennen, widmen, geht es um Gefühle, nicht um verbale oder physische Auseinandersetzungen. Sie erzählen visuelle Geschichten und fordern den Besucher heraus, seine eigenen Erfahrungswerte beim Betrachten einfließen zu lassen. Die neuesten Werke, „Human“ und „Götternebel“ binden die griechische Mythologie in den „Zwischenraum“ rechts und links der Kreativen mit ein.

4

© Foto: Wilfried Petzi Mehr als 50 Künstler bei Super Books im Haus der Kunst

Super Food, super Frühling und jetzt auch noch super Books? Als Super Books werden im Rahmen dieser Veranstaltung autonome Kunstpublikationen bezeichnet. Diese können sämtliche Formen künstlerischer Produktion, die vervielfältigt oder publiziert werden – von Büchern über Plakate und Einladungen bis hin zu Tonträgern – umfassen. Im Terrassensaal des Haus der Kunst präsentieren mehr als 50 Künstler*innen, Gestalter*innen und alternative Verleger*innen ihre Werke und werfen damit die Frage auf, ob Kunst ein Einzelstück sein muss. Super Books wird im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Archives in Residence: AAP Archiv Künstlerpublikationen“ veranstaltet und ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Haus der Kunst, AAP Archiv Künstlerpublikationen, Akademie der Bildenden Künste München und fructaspace, München. 

5

© Axel Wagner Ausstellung in leeren Freibad-Becken bei "Kunst geht baden"

Für die Besucher des Greifenberger Warmbades heißt es nach über 40 Jahren Abschied zu nehmen, denn das Freibad in dieser Form wird im Frühsommer abgerissen. Entstehen soll ein modernes Familienbad. 40 Künstler rund um das Kreativtrio Axel Wagner, Andreas Kloker und Janos Fischer nehmen die Veränderung zum Anlass, den Entwicklungsprozess „aus alt mach neu“ mit Mitteln der Kunst zu untersuchen, zu fördern, zu gestalten und voranzutreiben. Die Ausstellung umfasst rund in vier Becken, 20 Räumen und auf rund 12.000 Quadratmeter Freifläche rund 400 Installationen, Skulpturen, Performances, Musik und Party. Die Exposition von Nuë Ammann und Maren Martell wird mit alten Fotos, Postkarten, Bademoden, Anekdoten und Wettkampfmedaillen aus dem Privatbesitz von Besuchern bestückt, weitere Werke sind unter anderem Chloria, die Badenixe auf der Erbse und der Armduscher.

6

© Städtisches Atelierhaus Dachauer Strasse 110G Malerei, Bildhauerei und Tanzperformance bei den Offenen Ateliers

Mit der Eröffnung der Ateliers geben die Künstler dieser Institution Besuchern einen seltenen Einblick in ihre privaten Arbeitsräume. Die Werke von 20 „Atelierbewohnern“ und acht Gastkünstlern sind in Form von Malerei, Druckgrafik, Bildhauerei, Installationen, Fotografie und Tanzperformance zu sehen. Außerdem wird das Künstlermagazin „So viele“ präsentiert. Thematisch rückt die Visualisierung von Ideen, welche Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten im Haus selbst umgesetzt werden können, in den Fokus.

7

Partys und Kunst bei "Forever Young – 10 Jahre Museum Brandhorst!"

Happy Birthday! Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens feiert das Museum Brandhorst am Eröffnungswochenende ein großes Fest – die Geschenke an alle Kunstliebhaber sind Partys, Performances, Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und Konzerte. Knapp ein Jahr lang werden zudem 250 Schätze der Sammlung, die mittlerweile aus über 1200 Werken besteht, gezeigt. Die Schwerpunkte der Ausstellung sind Pop-Art, Subjektivität in der Gegenwart und zeitgenössische Malerei. Auch Twomblys Rosensaal wird wieder in seiner ursprünglichen, vom Künstler konzipierten Form erblühen. Das Museum Brandhorst beheimatet eine der wichtigsten Sammlungen von Gegenwartskunst in Europa, darunter auch Werke von Andy Warhol.

  • Museum Brandhorst
  • Theresienstraße 35a, 80333 München
  • 23. Mai 2019 bis April 2020 | Dienstag bis Sonntag 10.00–18.00 Uhr, Donnerstag 10.00–20.00 Uhr, Montag geschlossen, Sonderöffnungszeiten an Feiertagen
  • Eintritt 7 Euro, 5 Euro ermäßigt, am Eröffnungswochenende 25. und 26. Mai 2019 Eintritt frei
  • Mehr Info
8

© Hamburgisches Architekturarchiv Mit dem Rad die "Neue Heimat" entdecken

Zwischen 1950 und 1982 hat das Gewerkschaftsunternehmen „Neue Heimat“, der größte und einflussreichste nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern in ganz Europa, über 400.000 Wohnungen und in den 60er Jahren auch Kommunal- und Gewerbebauten in Deutschland gebaut. Die meisten Objekte stehen heute noch – unter anderem auch in München am Lerchenauer See, am Am Hasenbergl und in Neuperlach. Begleitet von Zeitzeugen fahrt ihr mit dem Fahrrad zu diesen Siedlungsprojekten und erkundet auf zwei Rädern bayerische und deutsche Geschichte.

Nur nach Voranmeldung unter: [email protected]. Der Treffpunkt wird noch bekannt gegeben, die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.

9
Orte der Subkultur: Die Fotos von Lena Engel zeigen das andere München

© Lena Engel Orte der Münchner Subkultur bei der Ausstellung NullAchtNeun

Die Diskussion über Münchens Subkultur ist müßig. Die einen sagen, es gebe sie gar nicht. Die anderen behaupten, alles sei immer nur Kommerz. Das einzige, was sicher ist: München ist die Hauptstadt der Zwischennutzungen und wenn dann schlüpft die Münchner Subkultur ständig in andere Freiräume und zeigt sich daher in verschiedensten Gestalten. Mit ihrem Projekt "NullAchtNeun" will die Münchner Fotografin Lene Engel das etwas andere München zeigt. Für diese Reihe ist Lena losgezogen, um Orte der Subkultur einzufangen, die es so teilweise schon gar nicht mehr gibt – die Alte Utting kurz nach ihrer Ankunft, der Viehhof im Umbau, der stillgelegte Olympiabahnhof.

10
10 im Quadrat Farbenladen

© Annika Hölscheidt | Quirin Siegert Zehn Fotografen und zehn Künstler bei "10 im Quadrat Volume 3"

Alle guten Dinge sind mindestens drei! Oder vielleicht sogar 100? Denn 10 mal 10 Fotos umfasst die Ausstellung, die bereits zwei Mal im Farbenladen stattfand. 10 Fotograf*innen fotografieren jeweils 10 Münchner Künstler*innen aus den Bereichen Schauspiel, Musik und Comedy. Dabei sind den Fotograf*innen und Künstler*innen keine Grenzen bezüglich der kreativen Umsetzung gesetzt. Ein super Projekt, das zeigt, wie unterschiedlich der Blick durch und in die Kamera sein kann: Motive werden unterschiedlich wahrgenommen – und die Posen der Fotografierten verändern sich ebenfalls durch die individuelle Verbindung zu den einzelnen Fotograf*innen.

11

© DOK.fest HFF Häkeln für den Umweltschutz bei "Meer Plastik"

Seit dem 10. April 2019 werden bereits in der Minna Thiel vor der HFF München die Häkelnadeln geschwungen. Initiiert von Doris Dörrie und ihrem Lehrstuhl Creative Writing häkeln Studierende und Mitarbeiter*innen der HFF ein Semester lang ein großes Plastikmeer, das am 10. Juli vor der HFF ausgebreitet wird und als Decke für ein plastikmüllfreies Picknick dient. Im Rahmen des DOK.fest könnt ihr mithäkeln und euch um 18 Uhr die Dokumentation „Chasing the Thunder“ angucken. Der Film zeigt die Organisation Sea Shepherd im Kampf gegen illegale Fischerei.

Sags deinen Freunden:

Entdecke die besten Restaurants, Bars und Plätze in deiner Nähe.

Zur neuen Karte!