11 ziemlich gute Bars in der Maxvorstadt, die ihr kennen solltet

Die Maxvorstadt hat eine unendlich hohe Bar-Dichte, möchte man meinen – aber die wirklich guten Bars lassen sich tatsächlich an zweieinhalb Händen abzählen. Ihr bekommt dafür die volle Bandbreite: Feinste Champagner-Drinks in der Theresa Bar, aber auch ein frisches Helles bei Charlotte im Ungewitter. Ihr könnt montags ganz gemütlich bei kostenlosen Konzerten im FOX in die Woche starten oder sie bei einem haugemachten Wodka im Salon Irkutsk ausklingen lassen. Viel Vergnügen mit diesen elf Bars in der Maxvorstadt!

Wenn man in der Maxvorstadt wohnt, besteht man ziemlich gerne darauf, dass das ein eigener Stadtteil ist und nicht bloß "Klein-Schwabing". Andersherum ist der Schwabinger Lokalpatriotismus nicht weniger ausgeprägt. Irgendwie gehören die beiden dann aber doch zusammen. Die gemeinsame Vergangenheit als Ort für Künstler, Dichter und Denker schweißt zusammen. Heute ist die berühmte Schwabinger Bohème zwar Geschichte, aber ausschweifende Abende sind deswegen längst nicht gezählt. Dafür ist das Angebot aus schicken Cocktailbars, gemütlichen Studentenkneipen oder alten und neuen Szenelokalen zu groß.

1
Wieder ein Juwel weniger: Die Theresa Bar schließt – ein Nachruf

© Theresa Grill Restaurant Bar Champagner Daisy trinken in der Theresa Bar

Neben dem Theresa Restaurant, das neben unfassbar gutem Essen auch mit der stylischsten Kegelbahn der Stadt punkten kann, befindet sich die dazugehörige Theresa Bar. Neben den üblich Verdächtigen gibt es hier eine eigene 60er Karte mit Drinks wie dem Parisian Cocktail, Champagner Daisy oder Jacke Rose. Hier könnt ihr aber nicht nur trinken – auf der Karte finden sich auch allerfeinste, aber dafür auch nicht ganz günstige Vor-, Haupt- und Nachspeisen.

2
Fox Bar

© jmvotography Gute Drinks und schöne Menschen im Fox

Hach, das Fox. Eine Bar, die sich perfekt einfügt in ihre Umgebung aus Studentencharme und München-Chic. Sowohl Einrichtung als auch Barpersonal liegen irgendwo zwischen abgefuckt und durchgestylt. Auf jeden Fall aber schön anzuschauen. Für das durchgemischte Publikum gibt es hochwertige Drinks und wechselnde Specials. Was nie wechselt, aber immer geht: Die Blutgrätsche. Ein 4cl Shot aus Wodka, Zitronensaft und Grenadine. Simpel, aber wirkungsvoll. Apropos voll: Am Wochenende sollte man auf einen Besuch verzichten, wenn man Probleme mit Körperkontakt hat. Dafür kann man hier schon montags anstoßen – und dabei kostenlosen Konzerten lauschen!

3

© jmvotography Geschichten lauschen und Bier trinken bei Charlotte im Ungewitter

Eine Boazn wie aus dem Bilderbuch. Außen Lichterketten, innen alles wie früher, als noch alles besser war. Hinter der Theke schon immer Charlotte. In der Ecke die Jukebox. Eine urige Oase in der sonst eher durchgestylten Maxvorstadt. Hier gibt es ungefilterte Storys von echten Münchnern aus eben jenen besseren Zeiten. Schon immer gut und nie besser: die Flammkuchen. Da das Ungewitter keine feste Sperrstunde hat, bekommt ihr auch nachts noch was zu Essen. Wenn ihr lieb fragt.

4

© jmvotography Ausgefallene Drinks auf 60er Jahre-Möbeln schlürfen im Freebird

Ist das noch Maxvorstadt oder doch schon Schwabing? Das Freebird liegt an einer Stelle, an der man sich schon nicht mehr ganz sicher sein kann. Was aber definitiv sicher ist, dass ihr hier tolle Drinks und Cocktails bekommt. Der Genuss steht im Vordergrund. Die Bar hat mit Design-Möbeln aus den 60er und 70er Jahren eher Loungestil und bietet neben Gin Tonic in mit Rosmarin ausgeräucherten Gläsern, tollen Weinen und Ayinger Bier auch eine kleine Speisekarte mit ausgewählten und qualitativ guten Gerichten. Da sitzt man im Sommer nicht nur gerne an den kleinen Tischen vor der Bar, sondern im Winter auch mit Vergnügen in den Sesseln vor dem Kamin.

5
Komitee Bar

© Komitee Auf der Terrasse vom Komitee Willi Sour trinken

Das müssen wir uns bald noch genauer ansehen: In der Gabelsbergerstraße hat im Juni 2018 das Komitee eröffnet. Im Moment warten hier eine tolle Bar mit sämtlichen Drink-Klassikern wie dem Willi Sour, ein Draußen-Bereich und entspannte Musik auf euch. Die beiden Betreiber Flo Sommer und Andre Kentzler planen noch eine Küche, ab September soll es auch Essen geben im Komitee. Bis dahin kommt ihr einfach zum trinken und tanzen vorbei!

6
Salon Irkutsk

© jmvotography Trinkvergnügen mit Wermut und hausgemachten Wodkas im Salon Irkutsk

Früher stand auf der Leuchttafel des Salon Irkutsk "Abendbistro für franko-slawophiles Trinkvergnügen". Trinkvergnügen gibt es hier immer noch, im Vordergrund steht mittlerweile aber Wermut! Den gibt es hier in jeglichen Variationen und eine Aufklärung, was Wermut eigentlich ist gibt's bei der Bestellung oben drauf. Das Besondere an dem Laden ist, dass man sich zwischen der simplen Holzgarnitur, der türkisblauen Wand und der knallroten Bar tatsächlich fühlt, wie in einer urigen Eckkneipe in Irkutsk. Der Besitzer und das ganze Team sind unfassbar charmant, man kann sich mit hausgemachtem Borschtsch, Pelmeni und Wareniki den Bauch voll schlagen, wechselnde Ausstellungen betrachten und Live-Musik, wie französischen oder russischen Chanson, lauschen. Außerdem sollte man mindestens ein Glaserl der hausinfusionierten Wodkas probieren, die es in den verrücktesten Sorten von Lärche bis Ananas gibt.

7

© Benkobar Salbei Fizz oder Fruity Duke in der Benko Bar bestellen

Im Frühjahr 2015 hat sich Stefan Köddermann mit der Eröffnung seiner ersten eigenen Bar einen großen Traum erfüllt. In Eigenregie wurde die Bar renoviert und aufgebaut. Nun erstrahlt sie mit freigelegten Backsteinwänden im Industrial-Stil. Auf den ersten Blick wirkt es etwas kühl, aber spätestens wenn Gäste und die freundlichen Barkeeper die Benkobar beleben, ist das vergessen. Hinter der Theke setzen Stefan und sein Team auf eine Mischung aus Drink-Klassikern und ausgefallenen Eigenkreationen wie Fruity Duke oder Salbei Fizz.

8
Schorsch Bar

© Schorsch Bar Schorsch Clooney und Playstation in der Schorsch Bar

Am westlichsten Ende der Georgenstraße sitzt der Schorsch höchst unauffällig und empfängt euch ganz selbstironisch mit Mottos wie: "Less thinking, more drinking." Abschalten von Uni, Arbeit und anderen Oberflächlichkeiten klappt hier super, denn die Macher der Bar scheinen das Patent auf "entspannte Stimmung" zu halten. Preislich mega fair, bestellt ihr euch am besten einfach eine der hauseigenen Kreationen namens "Schorsch Clooney", "Schorsch Michael" oder "Schorsch Bush". Und wenn echt gar nichts mehr hilft, dann solltet ihr einfach 'ne Runde Playstation zocken.

9

© Anika Landsteiner Die Jukebox anschmeißen im Bei Otto

„Bei Otto“ ist zwar schon seit Jahren eher ein Besuch bei Renate, aber immer noch genauso gut. Die Frau des verstorbenen Namensgebers der Boazn wollte den Laden eigentlich nie übernehmen, hat es dann aber doch aus Liebe getan. Jetzt steht sie seit über 40 Jahren hinter dem Tresen – die Dame mit dem Taillengürtel, dem blondierten Wallehaar und dem rosafarbenen Lippenstift und schenkt an ihre Stammgäste aus. Das Beste an der Boazn, die übrigens gar nicht verrucht und verklebt ist: Die Wurlitzer-Jukebox! Für dessen Benutzung einfach ein Euro-Stück an der Bar in ein 2 DM-Stück tauschen. Das Sympathische: Am Wochenende geschlossen, denn auch Renate mag mal frei haben.

10
Bar Sehnsucht

© Bar Sehnsucht Bärte, Tattoos und Jägermeister in der Bar Sehnsucht

Motorrad über der dunkelroten Couch, 50er Jahre Pinup-Girls an den Wänden und unzählige BHs über der Bar – Frauen, die ihren BH an der Bar abgeben, bekommen im Gegenzug gratis Jägermeister. Die Sehnsucht lässt auf den ersten Blick vor allem Männerherzen höher schlagen. Davon trifft man hier auch genügend kernige Exemplare, die mit ihren Bärten, Tattoos, langen Haaren und Truckercaps schon lumbersexual waren, bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Gemütlich ist es auf jeden Fall, ob mit Bart oder ohne. Und: Egal wie viele Männerklischees hier erfüllt werden, die Frauenquote beim Barpersonal ist höher als in den meisten anderen Bars der Stadt.

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© Bruckmann's Bar Hot Dog und Cucumber Fizz in der Bruckmann's Bar bestellen

Seit 2015 hat die Maxvorstadt einen neue Bar-Perle: Die Bruckmann's Bar, die von den DJs Thomas Brückner und Markus Westermann betrieben wird, punktet mit einer gemütlichen Einrichtung und guter Musik. Auf der Karte stehen kleine Snacks wie Hot Dog oder Gazpacho, zu trinken gibt es feinste Drink-Klassiker. Besonders ist hier auf jeden Fall die Glasvitrine mit hauseigenen E-Zigaretten und die Kaugummiwand. Im Sommer kann man hier an drei Tischen auch sehr schön draußen sitzen!

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