Gastfreundschaft & Gemüse aus dem Garten: Der Brauereigasthof Aying

Solide 40 Minuten braucht die S7 vom Münchner Hauptbahnhof bis nach Aying. Gar nicht mal so lang, wenn man bedenkt, dass wir die neuste Staffel Jerks zuletzt an einem Abend geschaut haben. Und das sind immerhin stolze 230 Minuten, die man zum Beispiel auch für einen Ausflug nach Aying nutzen könnte. Lohnt sich nämlich, denn unweit der S-Bahn-Station wartet der Brauereigasthof Aying und der hat vor allem kulinarisch Einiges zu bieten.

Natürlich kommt einem dabei als erstes das Bier in den Sinn, denn immerhin gibt es die Ayinger Brauerei seit 1878 und ist damit seit 141 Jahren ein Familienunternehmen, das von Generation zu Generation weitergeführt wurde. Das stolze Alter einiger Gebäude sieht man dem gesamten Ensemble aus Hotel, Herrenhaus, Bräustüberl, Restaurant, der alten Kegelbahn und dem Sixthof aber ehrlich gesagt nicht an. Bei unserem Besuch strahlen die Gebäude mit der Sonne um die Wette und wir wissen gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollen.

© Nina Vogl
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Herzlichster Service & perfekt für Events

Typischerweise würde einen der Ausflug vermutlich eher ins urige Bräustüberl führen, das seine Gäste täglich von morgens bis abends mit klassisch bayerischer Küche, frischem Bier und Herzlichkeit versorgt. Außerdem bieten Gasthof und Herrenhaus wunderschöne, individuelle Zimmer samt schicker Hochzeitssuite. Denn ja: Hier kann man auch ziemlich gut Hochzeit, Feste, Firmenevents oder sonstige Anlässe feiern. Dank großer umgebauter Scheune, der historischen Kegelbahn oder dem urigen Troadkasten ist hier für jedes Event etwas dabei! Bei unserem Besuch zieht es uns aber ins Restaurant "August und Maria", denn wir wollen uns die kulinarische Deluxe-Variante eines Aying-Besuchs gönnen.

Während es ein paar Meter weiter im Bräustüberl eher wuselig zugeht, ist das Restaurant die gediegenere Variante. Was aber schon bei der Bestellung auffällt: Die Mitarbeiter sind super entspannt, trotzdem professionell und es herrscht ein sehr angenehmes Klima zwischen den Gästen und dem Service, aber offensichtlich auch zwischen den Mitarbeitern selbst. Finden wir super, denn die Kombination aus fancy, raffiniertem Essen, aber bodenständigem Service taugt uns besonders. Der versorgt euch übrigens nicht nur mit gutem Essen und frischem Bier, sondern hat auch in Sachen Wein einiges an Know-How und feinen Tropfen zu bieten.

© Nina Vogl
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Wie es sich für einen gewissen Qualitätsanspruch gehört, ist die Karte nicht allzu groß. Ihr könnt euch zum Beispiel für den Menüvorschlag des Schweizer Küchenchefs Martin Huggler entscheiden oder ihr wählt klassisch à la carte. Wir gehen den Abend ein bisschen unkonventionell an und laben uns zuerst an verschiedenen Vorspeisen und Zwischengang, merken dann, dass wir gar keinen Platz mehr für einen Hauptgang haben und springen gleich zum Dessert.

Alte Tomatensorten aus dem eigenen Gemüsegarten

Falsch machen kann man dabei recht wenig, denn die Gerichte überzeugen sowohl optisch als auch geschmacklich. Die handgemachten Kartoffeltascherl mit Frischkäse-Marillen-Füllung sind ein cremiger Traum, die geräucherte Forelle kommt auf einem knallpinken Bett aus Joghurt und roten Johannisbeeren daher und dass eine eingelegte Gurke so extravagant sein kann, wussten wir bis dato auch nicht. Besonders gefällt uns die Vorspeise aus verschiedenen Tomaten – alles alte Sorten – die wunderbar mariniert auf dem Teller angerichtet sind.

© Nina Vogl
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Willkommen im Dessert-Himmel

Wichtige Side-Info, die wir an dieser Stelle am liebsten in Großbuchstaben tippen würden: Einige der Zutaten für die Gerichte kommen aus dem hauseigenen Gemüsegarten – regionaler geht's also nicht. Und für alle Dessert-Fans da draußen: Wir haben hier auf jeden Fall einen Ort gefunden, der auf eurer Nachspeisen-Bucketlist nicht fehlen darf. Wir sagen nur: hausgemachte Sorbetvariation mit Pfirsich und Lavendel, Schwarzwälder-Kirsch-Törtchen oder unser Highlight: der kleine Baumkuchen mit Marille, Joghurt und Eis. Klingt von den Zutaten unspektakulär, macht aber richtig Fun! Was sollen wir sagen: Rein in die S-Bahn mit euch und ab nach Aying.

Unbedingt probieren // Die Tomaten-Variation, die Kartoffeltascherl und das Dessert mit Marille und Baumkuchen

Vegetarisch // Da ist die Auswahl eher überschaubar: Tomaten-Variation, Kartoffeltascherl, gegrillte Zucchini mit Burrata.

Mit wem gehst du hin // Das Restaurant ist perfekt für den besonderen Anlass, das Bräustüberl für den ungezwungenen Ausflug und das gesamte Ensemble für die Firmenfeier oder Ähnliches.

Preise // Vorspeisen etwa 15 Euro, Hauptspeisen etwa 30 Euro.

Besonderheit des Ladens // Wunderschöner Gastgarten und selbst angebautes Gemüse.

Brauereigasthof Hotel Aying | Zornedinger Str. 2, 85653 Aying | Restaurant August und Maria: Donnerstag – Montag: 11.30–14.30 & 18.00–22.00 Uhr, Ayinger Bräustüberl: täglich 09.00–24.00 Uhr | Mehr Info

Wir wurden vom Restaurant eingeladen. Das beeinflusst aber nicht unsere ehrliche Meinung.

Die Fotos für den Beitrag wurden mit der Sony Alpha 7ii gemacht.

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