11 Dinge, die du im Sommer in den Ammergauer Alpen machen kannst

Es ist das immer gleiche Spiel. Jedes Mal, wenn wir in die Berge wollen, wissen wir nicht, wohin. Schon wieder an den Schliersee? Poah, bis ins Allgäu ist es aber doch weit! In solchen Momenten denken wir einfach an den Sommer 2018, denn da haben wir das erste Mal so richtig den Naturpark Ammergauer Alpen für uns entdeckt. Wenn's rund läuft ist man in unter einer Stunde in Oberammergau und dann präsentiert sich eine völlig unterschätzte Region, die einem aber trotzdem das volle Bergprogramm bietet – vor allem im Sommer!

Ihr könnt wandern, euch auf Klettersteige trauen, Alpakas streicheln, Wasserfälle bewundern, gscheid einkehren, Mountainbiken, mit dem Alpine Coaster düsen oder: Ganz einfach die Aussicht genießen. Also los, denn endlich haben wir schönes Bergwetter!

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© Unsplash | Benjamin Combs Als freiwilliger Helfer im Naturpark Ammergauer Alpen anpacken

Wenn wir in unser schönes Umland fahren, tun wir das als Gäste. Wieviel Arbeit dahinter steckt, die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft im Naturpark Ammergauer Alpen zu pflegen und dafür zu sorgen, dass die Natur auch erhalten bleibt, bekommt man als Besucher meist nicht mit. Falls ihr auch mal mit anpacken wollt, könnt ihr euch diesen Sommer für verschiedene Freiwilligen-Projekte anmelden. Dabei könnt ihr für einen Tag zum Beispiel beim Mähen einer Moorfläche anpacken und dafür sorgen, dass die seltene Moorvegetation erhalten bleibt. Die Teilnahme ist kostenlos und beinhaltet Arbeitsmaterial und eine Brotzeit. Verbindlich anmelden könnt ihr euch im Online-Formular!

Kolbensattel

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© Philipp Taylor Von Anfänger bis Profi: Mountainbiken im Bikepark Oberammergau

Flowige Trails, steile Abfahrten oder heftige Sprünge. Im Bikepark Oberammergau ist für jeden Mountainbiker etwas dabei – egal, ob Anfänger oder Profi. Der Park ist mit viel Liebe und Einsatz entstanden und das Team immer bemüht euch abwechslungsreiche Trails zu bieten. Bei Bedarf könnt ihr auch einen Kurs buchen, bei dem ihr von geduldigen und super freundlichen Trainern die Basics beigebracht bekommt oder an eurer Technik feilen könnt. Außerdem könnt ihr auch die neuesten Ghost-Bikes leihen und dank Schlepplift müsst ihr natürlich nicht die ganze Zeit wieder hochtreten. Perfekt übrigens für den Feierabend: Am Mittwoch und am Freitag hat der Bikepark bis 20 Uhr und im Hochsommer sogar bis 21 Uhr geöffnet!

  • Bikepark Oberammergau
  • Kreislainenweg, 82487 Oberammergau
  • Mittwoch & Freitag: 14.00–20.00 Uhr, Samstag & Sonntag: 10.00–18.00 Uhr, aktuelle Öffnungszeiten immer auf der Homepage
  • Tagesticket: 25 Euro, Einsteigerkurs ab 75 Euro, Parkgebühr: 3 Euro
  • Mehr Info
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Alpine Coaster Ammergauer Alpen

© Matthias Fend Mit Vollgas den Berg hinunter im Alpine Coaster

Egal, ob man zu Fuß oder mit der Bergbahn auf den Kolbensattel gelangt, irgendwie muss an auch wieder runter. Und weil es ziemlich fad und auch gar nicht so gut für die Knie ist, wenn man bergab läuft, sollte man definitiv in den Alpine Coaster einsteigen. Die Sommerrodelbahn ist dank des Schienensystems sogar wetterfest. Kein Problem also, wenn es ein bisschen tröpfelt. Steigt einfach ein, schnallt euch an und dann gebt Vollgas – sofern die Bahn frei ist natürlich. Auf einer Länge von 2,6 Kilometern fahrt ihr durch 73 Kurven, über neun Jumps und sieben Wellen – und das alles mit bis zu 40 Stundenkilometern! Ohne ein bisschen Kreischen fast unmöglich!

  • Alpine Coaster Kolbensattel
  • Kreislainenweg, 82487 Oberammergau
  • 30. April – 30. September: täglich 11.00–18.00 Uhr, 01. Oktober – 04. November: täglich 11.00–17.00 Uhr
  • Bergfahrt + Alpine Coaster: 1 Ticket 12,50 Euro, 3 Tickets 36 Euro, 10 Tickets 115 Euro, Parkgebühr: 3 Euro
  • Mehr Info

Laber Bergbahn

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Ammergau Laber Sonnenuntergang

© Nina Vogl Donnerstags zum Sundowner auf den Laber pilgern

Ausflüge in die Berge starten ja eigentlich immer schon früh morgens, damit man viel vom Tag hat. Den Sonnenuntergang erlebt man dann allerdings höchstens im Stau auf der Autobahn. Jeden Donnerstag im Sommer könnt ihr allerdings einen ganz besonderen Sundowner an der Bergstation der Laber Bergbahn genießen, denn da fahren die Gondeln bis 22 Uhr. Für den besten Blick macht ihr es euch einfach auf der Sonnenterrasse bequem und natürlich sorgt das Team der Berggaststätte auch für Speis und Trank – wir sagen nur Kaiserschmarrn!

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© Unsplash Bei einem Gleitschirmflug bis nach München schauen

Eigentlich hat man von der Bergstation am Laber sowieso schon einen megaguten Rundumblick. Auf der einen Seite Kloster Ettal, Garmisch und die Zugspitze, auf der anderen Seite Oberammergau. Wenn das Wetter passt sieht man sogar über den Ammersee bis nach München. Falls das nicht langt und ihr euren ganz persönlichen Ausblick samt Adrenalinkick haben wollt, dann solltet ihr euch einen Gleitschirm-Tandemflug gönnen. Ein erfahrener Pilot nimmt euch dann mit auf einen Flug, den ihr so schnell nicht mehr vergessen werdet!

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Ettaler Manndl Ammergauer Alpen

© Oberammergau Über den Klettersteig aufs Ettaler Manndl wandern

Was wäre ein Ausflug in die Berge ohne eine echte Wanderung oder sogar gleich einen Klettersteig? Das Ettaler Manndl hat nicht nur einen reizenden Namen, sondern ist dank seiner prominenten Lage oberhalb von Oberammergau nicht zu übersehen. Um auf den Gipfel zu kommen, habt ihr mehrere Möglichkeiten. Entweder ihr fahrt mit der Gondel zur Bergstation und wandert dann etwa 20 Minuten bis zum Beginn des Klettersteigs, der euch auf den Gipfel führt oder ihr bewältigt den Berg komplett zu Fuß – dann solltet ihr etwa zwei Stunden für den Aufstieg und eineinhalb Stunden für den Abstieg einplanen. Wichtig: Den Klettersteig dürft ihr nur mit einem Klettersteigset begehen!

Steckenberg

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Ammergau Schleifmühlklamm

© Nina Vogl Wasserfälle bestaunen in der Schleifmühlklamm

Okay, die Partnachklamm in Garmisch kennt jeder, aber in Unterammergau gibt es eine kleine, charmante Klamm, die uns fast noch ein bisschen besser gefällt. Hier ist zwar am Wochenende auch was los, aber die schönen Wasserfälle, die sich in türkisgrüne Gumpen ergießen, müsst ihr euch einfach anschauen. Besonders auffällig ist das besondere Gestein, denn der Name Schleifmühlklamm kommt nicht von ungefähr. Bis in die 60er Jahre wurden hier die traditionellen Unterammergauer Wetzsteine hergestellt. Die Oma hat bestimmt noch einen in der Küchenschublade!

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Ammergau Alpaka

© Nina Vogl Sommerrodeln und Alpakas füttern am Steckenberg

Es gibt Dinge, die machen einfach immer Spaß und zaubern vermutlich jedem ein Lächeln aufs Gesicht. Das perfekte Beispiel: Alpakas. Am Steckenberg könnt ihr den friedlichen und flauschigen Zeitgenossen einen Besuch abstatten. Hier leben sie gemeinsam mit ein paar lustigen Ziegen in einer Art Gnadenhof und wenn ihr nett fragt, bekommt ihr bestimmt auch ein bisschen Brot, um die Tiere zu füttern. Wenn ihr schon da seid und nicht nur bei den Alpakas entschleunigen wollt, dann könnt ihr bei gutem Wetter auf der Sommerrodelbahn kräftig beschleunigen. Perfekt auch, wenn ihr mal einen Ausflug mit der ganzen Familie plant.

  • Steckenberg
  • Liftweg 1, 82497 Unterammergau
  • Alm: täglich ab 10.00 Uhr, Sommerrodelbahn: Montag–Freitag: 13.00–17.00 Uhr, Samstag, Sonn- & Feiertag: 10.00–18.00 Uhr, in den Ferien: täglich 10.00–18.00 Uhr
  • Einzelfahrt 3,50 Euro, Kinder: 2,50 Euro, 6 Fahrten: 15 Euro
  • Mehr Info
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Naturpark Ammergauer Alpen

© Nina Vogl Brotzeit und Bier aus dem Steinkrug auf der Steckenbergalm

Wandern, Sommerrodeln, Mountainbiken und Co. Egal, was man beim Bergausflug so erlebt, hungrig wird man auf jeden Fall. Stärken könnt ihr euch zum Beispiel in der Steckenbergalm. Dort wartet eine kleine Karte und wir empfehlen euch die Spinatknödel mit Mandelbutter und Salat. Dazu ein kühles und naturtrübes Radler aus dem Steinkrug und der Tag ist perfekt!

Hörnle Schwebebahn

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Ammergau Hörnlehütte

© Nina Vogl Den Ausblick genießen in der Schwebebahn und einkehren in der Hörnlehütte

Aufs Hörnle muss man allein schon wegen des süßen Namens und wegen der tollen nostalgischen Bahn und wegen der Wahnsinnsaussicht und wegen der Hörnlehütte und, und, und. Es gibt wirklich genügend Gründe den 1548 Meter hohen Berg oberhalb von Bad Kohlgrub zu erklimmen. Bergauf könnt ihr in etwa zwei Stunden wandern oder ihr fahrt mit der knallblauen Hörnlebahn hinauf. Kleiner Tipp beim Aussteigen: Einfach stehen bleiben, wenn der Chef das sagt, denn die Sitze klappen dann auf und fahren an euch vorbei. Oben angekommen genießt ihr zuerst den Ausblick auf Staffel-, Starnberger und Ammersee und dann einen leckere Suppe, einen Kaiserschmarrn oder ein erfrischendes Radler in der süßen Hörnlehütte. Hier könnt ihr übrigens auch übernachten!

  • Hörnlehütte
  • Hörnle 1, 82433 Bad Kohlgrub
  • täglich geöffnet, letzte Bergfahrt der Hörnle Schwebebahn: 16 Uhr
  • Berg- und Talfarhrt: 10 Euro, Parkgebühr bis 4 Stunden: 3 Euro, ab 4 Stunden: 5 Euro
  • Mehr Info
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Ammergau Hörnlebahn

© Nina Vogl Wandern und entschleunigen am Naturlehrpfad Zeitberg

Wenn man mit der Bahn oben am Hörnle angekommen ist, kann man nicht nur einkehren und die Aussicht genießen, sondern auch wunderbar (weiter) wandern. Perfekt dafür geeignet ist der Naturlehrpfad Zeitberg, der euch nicht nur durch eine romantische Landschaft voller Bergpanorama und glücklicher Kühe führt, sondern an dem ihr dazu noch etwas lernen und perfekt abschalten könnt. Die Entschleunigung geht übrigens schon bei der gemütlichen Fahrt mit der Hörnlebahn los und geht weiter an den kleinen Schließfächern am Gipfel, in denen ihr eure Smartphones einsperren könnt, um euch voll und ganz auf die Natur zu konzentrieren. Der Naturlehrpfad hält dann verschiedene Stationen bereit und informiert euch über Themen wie die Entstehung der Alpen, Landwirtschaft und Alpenvögel. Wer da nicht abschalten kann, ist selbst schuld!

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