Das Sweetmeat in Sendling: Süße Feinkost, Chalo Chai & Taleggio-Quiche

Wer bei dem Namen Sweetmeat an asiatische süß-sauer Gerichte denkt, ist auf dem falschen Dampfer. Der richtige fährt euch über den Ärmelkanal gen Brexit: Sweetmeat bedeutet im Englischen nämlich Leckereien und auf die hat sich Ladenbesitzerin Anja mit ihrem hübschen Café spezialisiert. Seit letztem Sommer erfreut das Sweetmeat nun schon mit süßer Feinkost, solidem Kaffeevergnügen, ausgefallenen Chai Lattes, französischem Gebäck und wechselnder Mittagskarte!

Mit seinem Namen weist das Sweetmeat außerdem mit charmanter Art auf die Lage im Herzen des Schlachthofviertels hin. Zwischen Metzgerei und Craftbeer Läden markiert das Café eine Anlaufstelle für Kaffeeliebhaber*innen und alle, die auf Süßes stehen. Das fängt schon mit dem Logo an: ein geflügeltes, rosarotes Schweinchen, das sogar Veganerherzen für dieses Viertel erwärmen kann.

Sweetmeat
© Lilly Brosowsky
Sweetmeat
© Lilly Brosowsky
Sweetmeat
© Lilly Brosowsky

Toll an der Lage ist für Anja, dass der Großmarkt gleich um die Ecke liegt, wo sie regionale Produkte für ihren Laden bekommt, die, wenn es geht, natürlich bio sind! Für die süßen Leckereien geht Anja auf Messen. Ins Regal kommt hier nur, was sie selbst liebt und ausgefallen ist. Keine dieser Süßigkeiten könnt ihr in Münchner Supermärkten finden. Zum Beispiel gibt es Himbeer-Vollmilchschokolade mit Lakritz Sprenkeln aus der Malmö Chocoladfabrik in Schweden, vegane Trinkschokolade von Kasa Kakou aus Bulgarien und retro-orange verpacktes Gebäck aus Italien. Der Laden ist eine einzige Ode an das Süße: Im Sommer wird es zum Beispiel auch Softeis geben.

Eine Ode an das Süße

Wenn es warm ist, gibt es im Sweetmeat auch Eiskaffee Varianten – wir freuen uns schon drauf! So lange es aber noch kalt ist, erfreut uns das Sweetmeat mit Tee-Spezialitäten. Neben Matcha Latte gibt es Chalo Chai. Das ist indischer Schwarztee mit schwarzem Pfeffer, Ingwer, Zimt und nach Gusto: Schokolade, Vanille, Lemon oder Kardamom. Oder eben soliden Kaffee. Ausgefallen ist dann, was ihr zu eurem Kaffee bestellen könnt. Es gibt Croissants mit Butter oder Zitronencreme. Paris-Brest, ein Crème-Traum zwischen Brandteig, klassische Eclairs und Tartelettes. Das sind kleine Törtchen, die mal mit Mandel-Marzipan, mal mit Zitronen-Baiser oder frischen Früchten gefüllt sind.

Sweetmeat
© Lilly Brosowsky
Sweetmeat
© Lilly Brosowsky
Sweetmeat
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Morgens könnt ihr zwischen verschiedenen Frühstücksoptionen wählen. Eine schnelle Nummer ist das französisch angehauchte Rapido mit Croissant und Espresso. Es gibt aber von der Käseplatte, über Eier bis zum Früchtemüsli die ganze breite Frühstücksqual der Wahl.

Die Einrichtung ist wie das Konzept: süß und (Schweinchen-) rosa.

Mittags bekommt ihr im Sweetmeat täglich wechselnde Gerichte. Gerade gibt es zum Beispiel eine Taleggio-Quiche mit einem feinen Salat aus Sellerie, Walnüssen, Fenchel und zur Krönung: Wasabi-Sprossen. Die Gerichte sind zumeist vegetarisch, es gibt aber oft eine Variante mit Fleisch. Die Winter-Minestrone könnt ihr beispielsweise mit Chorizo-Streifen bestellen. Für Zwischendurch bietet Anja nicht nur vorzüglichen Süßkram an, sondern auch kleine Salate in hippen Gläsern und frisch belegte Sandwiches.

Wenn ihr gefunden habt, wonach euch das Herz steht, könnt ihr es euch im Café bequem machen. Die Einrichtung entspricht dem restlichen Konzept: süß und (Schweinchen-) rosa. Der kleine Hinterraum ist urgemütlich mit hübschen Samtsesseln bestückt. Durch das Fenster schaut man in den Hinterhof und bekommt vom Bauarbeitentrubel des Volkstheaters gar nichts mehr mit.

Sweetmeat
© Lilly Brosowsky
Sweetmeat
© Lilly Brosowsky

And pigs gonna fly

Anja hat mit ihrem Laden das ewige 'wenn-wir-mal-dann' bei Seite geschubst und den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Als Quereinsteigerin ein eigenes Café aufzumachen und das in einem Viertel, wo Gentrifizierung (noch) nur ein Schauermärchen aus dem nahen Dreimühlengebiet ist, bedarf schon Mumm.

Das fliegende Schweinchen auf dem Logo bedeutet deshalb auch eine Hommage an dieses Wagnis. Unsere britischen Nachbarn würden zu dieser Unternehmung sicher sagen: and pigs gonna fly. Oder wie es zu gutdeutsch heißt: Das klappt doch nie. Naja, zum Glück klappt es in Münchens Schlachthofviertel eben doch. Und wir haben für unsere süßen guilty pleasures einen sicheren Hafen gefunden!

Unbedingt probieren // alles einmal quer durchs Feinkostregal und danach ein Tartelette mit Chai Kardamom.

Vegetarisch // alles! Es gibt Mittagsoptionen mit Fleisch und vegane Varianten, außerdem vegane heiße Schokolade und die ganze Breite an veganen Milchsorten.

Mit wem gehst du hin // mit dir, um dir was zu gönnen. Mit lieben Menschen, um denen was zu gönnen.

Für Fans vom // Götterspeise, Dompierre.

Preise // Cappuccino: 2,50 Euro, Kanne Tee 4 Euro, Frühstück ab 3,80 Euro, Tartelette ab 3 Euro, Mittagsgerichte ab 7 Euro.

Besonderheit des Ladens // Süße Feinkost von überall aus Europa, ausgefallene Chai Varianten und die Lage abseits im Schlachthofviertel.

Sweetmeat | Thalkirchnerstraße 57, 80337 München | Montag – Dienstag: 07.30–14.30 Uhr & 15.00–16.30 Uhr, Mittwoch – Freitag: 07.30–17.00 Uhr, Samstag: 09.30–17.00 Uhr | Abokarte: 70 Euro für 10 Mittagessen | Mehr Info

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