Wochenvorschau: Neue Share-Bikes & teuerstes Eis in München
Worüber diskutiert die Stadt in dieser Woche, was sind die großen Themen und was ist los in München? Wer mitreden will, muss up to date bleiben. Doch auch wir wissen: Das ist manchmal gar nicht so einfach. Genau darum liefern wir euch jede Woche einen kleinen Überblick. Hier kommt die Wochenvorschau für Kalenderwoche 20 (11. Mai bis 17. Mai 2026):
Neue Share Bikes in München unterwgegs
Nachdem das MVG Rad im letzten Jahr in den Ruhestand geschickt wurde, rollt ab seit dem 07. Mai der Nachfolger an: MyRadl startet offiziell in München und 36 Umland-Gemeinden. Das Ziel ist sportlich: Fast 1.000 Stationen und insgesamt 6.700 Fahrräder sollen die Stadt und das Umland vernetzen – diesmal inklusive einer ordentlichen Flotte an E-Bikes.
So funktioniert's: Einmalig registrieren in der MVGO-App, der MVV-App oder bei nextbike und los geht’s. Abgerechnet wird im 30-Minuten-Takt (1 Euro fürs Rad, 3 Euro fürs E-Bike).
Keine Lust mehr auf vermieten
Eigentlich dachten wir, schlimmer kann die Wohnungssuche in München nicht werden. Doch ein neuer Bericht der Süddeutschen Zeitung zeigt: Jetzt verlieren auch die Vermieter*innen die Lust. Zwischen strengen Vorgaben des Heizungsgesetzes, der Mietpreisbremse und steigenden Sanierungskosten werfen immer mehr private Eigentümer hin. Viele lassen ihre Wohnungen lieber leer stehen oder verkaufen sie, anstatt sich dem bürokratischen Dschungel zu stellen.
Mit Wohnungsförderungen schaut es in München schlecht aus
Mit den Wohnungs-News geht's gleich weiter: Denn der soziale Wohnungsbau in der Stadt vor einer Krise. Das Problem ist die sogenannte EOF-Förderung (Einkommensorientierte Förderung). Weil staatliche Mittel fehlen oder Projekte wegen explodierender Baukosten gestoppt werden, fallen derzeit mehr Wohnungen aus der Sozialbindung heraus, als neue nachkommen.
München hat ohnehin schon Zehntausende Haushalte auf der Warteliste für geförderten Wohnraum. Wenn jetzt auch noch der Neubau in diesem Bereich stockt, trifft das genau die Menschen, die die Stadt am Laufen halten, sich aber keine Luxus-Lofts leisten können.
5 Euro Eiskugel in München
Eis essen für den Preis eines kleinen Mittagstischs? In München ab sofort kein Problem. Spitzenkoch Tohru Nakamura (Schreiberei) hat sich mit der veganen Eis-Manufaktur Eisbrunnen zusammengetan und eine eigene Kollektion kreiert. Den Start macht die Sorte „Kombu-Miso-Pistazie“ – eine Mischung aus Alge, fermentierter Sojapaste und Nuss, die japanische Umami-Vibes in die Maxvorstadt bringt. Eine Kugel dieser Gourmet-Kreation kostet stolze 4,50 Euro. Das ist zwar Weltklasse-Niveau am Gaumen, aber auch ein sportlicher Preis für ein schnelles Eis auf die Hand.
Open Stage am Montag
Am Montag verwandelt sich das Lost Weekend in der Schellingstraße von einem veganen Café-Buchladen-Hybriden in eine Bühne für die Talente der Stadt. Bei der "Open Stage" ist Platz für alles: Singer-Songwritting, Lyrik oder experimentelle Sounds. Das Equipment (Mikros, Piano, DI-Boxen) steht bereit – ihr müsst nur euren Mut und eure Instrumente mitbringen.
Outdoor-Workout am Dienstag
Ihr habt schon mal von Hyrox gehört, traut euch aber nicht so recht an den Trendsport ran? Die AOK Bayern und das Team von Bloomergym bringen das funktionelle Training direkt auf die Bewegungsinsel im Olympiapark. Am Dienstag, erwartet dich ein 90-minütiges Power-Programm.
Vintage shoppen am Mittwoch
Bevor es in den freien Donnerstag geht, gibt es am Mittwoch eine ordentliche Portion Ästhetik in der Senftlstraße. Das Studio Vimø lädt zusammen mit gleichgesinnten Partnern zu einem kuratierten Markt ein. Was euch erwartet? Ein Mix aus hochwertigem Vintage-Interior, exklusiven Brillen von Lesca und handgemachter Upcycled-Mode von tittasfritas.
Event im Haus der Kunst am Donnerstag
Am Donnerstag wird das Haus der Kunst zum Epizentrum für experimentelle Sounds. Als offizielles Opening des stadtweiten Kunstfestivals "Various Others" bündeln die Musikreihe TUNE und das Festival Ritournelle ihre Kräfte. Freut euch auf zwei intensive A/V-Konzerte: Authentically Plastic (Uganda) bringt polymetrische Beats und politische Queerness auf die Bühne, während Heith (Italien) uns in dekonstruierte, spirituelle Elektronik-Welten entführt.
Tour de France am Freitag
Wer sagt, dass man für französisches Flair über die Grenze muss? Am Freitag bringt DJ-Legende Thomas Bohnet seine "Tour De France" Party wieder in die Milla. Seit über 25 Jahren ist das die Adresse für alles, was zwischen Paris und Marseille die Tanzflächen füllt: Von French Pop und Indie über Hip Hop und Zouk bis hin zu arabischem Raï.
Krachparade am Samstag
Am Samstag wird München nicht nur bunt, sondern vor allem unüberhörbar. Unter dem Motto „Lärm rauf, Mieten runter“ zieht die Krachparade mit über 60 Kollektiven und 43 Sound-Wägen durch die Stadt. Es ist die perfekte Symbiose aus Technoparade und politischem Statement für eine lebendige, bezahlbare Subkultur und gegen das Clubsterben.
Mädlsflohmarkt am Sonntag
Wer nach dem Trubel der Krachparade am Samstag einen entspannten Sonntag braucht, sollte zum Pelkovenschlössl nach Moosach schauen. Dort findet wieder der beliebte "Mädelsflohmarkt" statt. Das Besondere: Hier wird nicht nur für eine schmale Zielgruppe verkauft – das Angebot reicht von stylischer Teenie-Mode bis hin zu echten Vintage-Schätzen und Accessoires für Seniorinnen.
Sandra Langmann