11 Dinge, die du immer im Allgäu machen kannst

Die A8 ist die liebste Outdoor-Strecke der Münchner. Dicht gefolgt von der A95. Dicht ist dabei ein gutes Stichwort: Ob Richtung Chiemgau oder Richtung Garmisch, es wird gern recht voll. Und in den Bergen sieht’s dann nicht anders aus. Wie wäre es mal mit der A96 Richtung Allgäu? Hier ist die Staugefahr (etwas) geringer – und es gibt noch 11 weitere ziemlich gute Gründe hinzufahren.

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Allgäu

© Allgäu Tourismus Gipfel erklimmen in Hinterstein

Tegelberg im Osten, Rubihorn im Oberallgäu oder Hochgrat im Westen. Dem Allgäu mangelt es an einem nicht: Gipfel! Wo soll man hoch? Bei der Auswahl wirklich schwer zu sagen. Aber es lohnt sich zum Beispiel der Abzweig in das Hintersteiner oder das Gunzesrieder Tal. Hier ist weniger los als im Ballungsbergwanderraum um Füssen, Oberstdorf oder Oberstaufen.

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Allgäu

© Hündeleskopfhütte Vegetarisch essen in der Hündeleskopfhütte

Wenn am Tegernsee die Neureuth wieder aus allen Nähten platzt, geht’s im Allgäu auf vielen Almen deutlich kuschliger und meist recht urig zu. So zum Beispiel auf der Alpe Gschwenderberg bei Immenstadt, wo man sich die Getränke natürlich gekühlt aus dem Brunnen holt (im Sommer). Das Viech (= Kühe) ist im Winter im Tal, aber die junge Wirtin Leila tischt auch über die kalten Monate auf. Rein vegetarisches und veganes Essen gibt es übrigens auch auf der Hündeleskopfhütte bei Pfronten.

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Allgäu

© Rellektrebor | Wikimedia Commons Die Seen bestaunen

Das Allgäu ist nicht die Mecklenburger Seenplatte, aber ein paar blaue Perlen versammeln sich hier durchaus! Vor allem im königlichen Ostallgäu zu Fuße von Schloss Neuschwanstein: Alatsee, Bannwaldsee, Forggensee, Hopfensee, Weißensee. Da lässt es sich bestens herumspazieren – oder langlaufen. Sommers kann man in die Berge hinauf steigen und pudelnackt (muss nicht sein) in den Schrecksee oder den Gaisalpsee hüpfen.

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Allgäu

© Geolina163 | Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0 Einen Ausflug zum Hinanger Wasserfall machen

Das Allgäu ist zudem ein Klamm-Gebiet. Die Breitachklamm zum Beispiel ist die tiefste Felsenschlucht Europas und verbindet Deutschland und Österreich (Oberstdorf und das Kleinwalsertal). Der 2,5 Kilometer lange und 150 Meter tiefe Tobel ist gerade im Winter auch eine (Eis-)Schau. Weniger los ist beim Hinanger Wasserfall bei Sonthofen. Man marschiert nur ein paar Minuten durch den Wald und landet dann direkt am Wasserfall, der im Frühling, Sommer und Herbst nur so sprudelt. Im Winter steht man schon mal vor einer Wand aus Eis.

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Allgäu

© Markus Trienke Die Aussicht aus der Bergbahn genießen

Mit dem Höchsten (so der Bahn-Name) haben sich die Oberstdorfer Nebelhorn- und Fellhornbahnen mit den Kleinwalsertaler Nachbarn verbunden. Das Gebiet ist besonders schneesicher, weil hoch und niederschlagsreich. Die Einheimischen zieht es ganz gern an die kleineren Lifte – früh dran sein, wenig anstehen, alles auskosten. Wo? Zum Beispiel in Bolsterlang oder Ofterschwang. Im Westallgäu kann man übrigens bei Vollmond mit der nostalgischen Bahn auf den Hochgrat, noch ein paar Meter zum Gipfel marschieren und da den Sonnenuntergang und Mondaufgang genießen.

  • Bergbahnen Ofterschwang
  • Panoramaweg 7, 87527 Ofterschwang
  • Anfang Dezember 2016 – April 2017 (je nach tatsächlicher Schneelage) täglich 08.30–16.00 Uhr // Betriebszeiten Sommer: 05. Mai – 06. November täglich 09.00–16.30 Uhr
  • Tageskarte 36 Euro
  • Mehr Info
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Allgäu

© Iglu Lodge Übernachten in der Iglu Lodge

Skifahren kann man sowieso und das auch im Flutlicht (beispielsweise in Nesselwang). Aber man kann auch auf die Alpe Rappengschwend marschieren und runterrodeln, in Friesenhofen bei Leutkirch einen Snowkite-Kurs machen, zu einem der zig Tourenstammtische eine Skitour machen (wie auf der Grüntenhütte immer mittwochs) oder gleich oben übernachten in der Iglu Lodge auf dem Nebelhorn.

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Allgäu

© Jamei Käse shoppen bei Jamei

Milchkuhland ist gleich Käseland! Da können die Vorarlberger und Tiroler, die Emmentaler und die Edamer kommen mit was sie wollen: Der Allgäuer Käse ist einfach herausragend. Empfehlenswert für die Shopping-Tour sind unter anderem in Kempten die coolen Käse-Veredler von Jamei, die wortwörtlich ausgezeichneten Bergkäser im Gunzesrieder Tal oder ein Stopp bei der Bergkäserei in Diepolz.

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Allgäu

© Marco Igel Einkehren im Gaukler

Es muss ja nicht nur Käse sein. Wer lecker einkehren will, dem sei Der Gaukler bei Oberstaufen, nahe der Grenze zu Vorarlberg empfohlen: essen, feiern, übernachten in einem wirklich besonderem, 300 Jahre alten, umgebauten Bauernhof. Besonders hergerichtet, besonders eingerichtet, besonders gut! Alternativ feiern kann man im Alcazar (auch S’Rasta genannt), einem kleinen Club zwischen kleinen Dörfern an einem kleinen See.

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Allgäu

© ’s handwerk Regional essen und trinken im 's Handwerk

Wen es hingegen in die Stadt zieht, der kann in Sonthofen in 's Handwerk gehen und liebevoll, frisch, regional, ökologisch speisen, trinken, kaffetscherln. In Kempten gibt es hinterm Rathausplatz die Geschmackeria mit lauter Selbstgemachtem – vom Müsli bis zum Aufstrich. Und in Kaufbeuren gibt es mit dem Café Talia eine komplett glutenfreie Anlaufstelle.

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Allgäu

© Kunsthaus Kilian Lipp Kunst gucken bei Kilian Lipp

Wer im Münchner Museumsviertel die Orientierung nicht verliert, der findet sicher auch den Weg ins entlegene Gailenberg in Bad Hindelang. Das wäre für alle Kunst- und Architekturinteressierten auch durchaus lohnend. In dem Kurort hat Kilian Lipp – einer der bekanntesten Allgäuer Künstler – 2008 sein Kunsthaus eröffnet. Das Gebäude an sich ist schon einen Besuch wert: den Hof aus dem 17. Jahrhundert hat Kilian mit seiner Frau Annette aufwändig restauriert. Für die besondere Mischung aus historischem Bau, moderner Architektur und Kunst wurden den Lipps auch diverse Denkmalpreise verliehen. Jetzt kann man auf 400 qm wechselnde Ausstellungen sehen.

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© Sissi Pärsch Das Kleinwalsertal entdecken

Das Allgäu ist der südlichste Zipfel Deutschlands. An diesem Zipfel hängt nochmal eine Sackgasse dran: das Kleinwalsertal. Eigentlich Österreich zugehörig, ist es nur über das Allgäu erreichbar und schon deshalb was Besonderes. Die Walser haben oben das einzigartige Gottesackerplateau und unten nette Einkehrmöglichkeiten wie die Cantina in Riezlern oder das Hirscheck in Hirschegg.

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