11 wunderschöne Seen in Bayern

Die Tage werden schon wieder kürzer, die Abende frischer – und bevor nun das Wort "September" endgültig den Herbst einläutet, genießen wir eine der vielleicht letzten Sommerwochen in diesem Jahr. Und wo könnte man das besser als an einem der zahlreichen, wunderschönen Seen in Bayern. Wir haben uns wirklich schwer getan mit der Auswahl – doch hier kommen nun unsere 11 liebsten Seen, zu denen ihr manchmal nur 35 Minuten, niemals aber länger als zweieinhalb Stunden braucht.

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Bayerische Seen

© Anja Schauberger Schwimmen wie in der Karibik im Walchensee

Der Walchensee wird nicht umsonst auch bayrische Karibik genannt. Das Wasser ist so klar und türkis, dass man erst einmal gar nicht fassen kann, dass man nur einen Katzensprung von München weg ist. Könnte auch Italien sein oder eben Mexiko – wenn das Wasser nicht so frisch wäre. Zwischen 16 und 18 Grad, wärmer als 22 Grad wird's nie. Macht aber nichts. Dafür bringt alleine die Autofahrt (runter vom Berg mit Blick auf den See) Urlaubsgefühl genug. Wer zu den Kiesstränden möchte, fährt immer weiter um den See bis zur Mautstraße Jachenau.

So lange brauchst du hin: Eine gute Stunde, wenn kein Verkehr ist.

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Bayerische Seen

© Nina Vogl Wandern, baden und Bergblick am Kochelsee

Noch näher an München: Der Kochelsee im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Gerade einmal 70 km ist man mit dem Auto unterwegs. Wer kein Auto hat, kommt auch mit der Bahn problemlos zu dem wunderschönen See – nur 20 Minuten zu Fuß sind es vom Bahnhof Kochel aus. In der Gegend lässt es sich übrigens auch ganz fantastisch wandern. Und im Herbst geht man einfach ins Erlebnisbad Trimini – inklusive schönem Außenpool und Bergblick.

So lange brauchst du hin: 45 bis 60 Minuten.

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Bayerische Seen

© waterborough | Wikimedia Commons CC0 Von Insel zu Insel im Chiemsee

Die meisten Münchner kennen den Chiemsee nur vom vorbeifahren. Im wahrsten Sinne, denn die A8 führt direkt an dem bayrischen See entlang. Immer wieder eines der schönsten Autobahn-Panoramen, das man haben kann – dabei kann der Chiemsee natürlich noch viel mehr: Fraueninsel, Schloss Herrenchiemsee und super Bade-Spot. Wer kein Auto hat, nimmt die Bahn bis "Prien am Chiemsee", von dort aus läuft man nur 15 Minuten zum Seeufer.

So lange brauchst du hin: 1 Stunde und 15 Minuten.

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Bayerische Seen

© Anja Schauberger Vom Waldrand in den Tüttensee springen

Ganz versteckt hinterm Chiemsee liegt der wunderschöne Tüttensee. Ganz von Bäumen umrandet, springt man direkt vom kühlen Waldboden in den kleinen See, der zu den wärmsten in ganz Oberbayern gehört. Einmal durch den See schwimmen, schafft man hier auch als Nicht-Profi – und am anderen Ufer wartet dann die Gaststätte Seebad mit leckerem Essen, Eis und einem kühlen Radler. Ein Traum.

So lange brauchst du hin: 60 bis 90 Minuten.

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Bayerische Seen

© Anja Schauberger Strandbad, Ruderboot und Bergblick am Staffelsee

Der Staffelsee ist auch in der Ecke vom Kochel- und Walchensee. Er gehört übrigens zu den inselreichsten See im Alpenvorland. Was hier besonders gut geht: In einem der Strandbäder absteigen – das Strandbad Seehausen ist auch nur 15 Minuten Fußweg vom Murnauer Bahnhof entfernt, von der Rutsche direkt in den schönen See rutschen, die Alpen bewundern und sich für ein paar Euro ein Ruderboot ausleihen und zu einer der Inseln fahren.

So lange brauchst du hin: Eine gute Stunde.

6
Bayerische Seen

© Anja Schauberger Wasserfälle und Natur-Pools am Königssee

Der Königssee ist so schön, dass er eigentlich nicht echt sein dürfte. Wer hier den Watzmann hoch wandert, mit Blick auf den See ein kühles Radler trinkt, mit dem Schiff zur St. Bartholomä-Kirche schippert, sich ein Ruderboot ausleiht oder einfach von den Kiesstränden aus ins glasklare Bergseewasser springt, kann sich nur verlieben. Geheimtipp: Am See entlang einfach weiter wandern, auch wenn es heißt, dass der Weg hier aufhört. Die Belohnung sind wunderschöne Wasserfälle und kleine Natur-Pools, die nur die Dorfjugend kennt.

So lange brauchst du hin: Zwei bis zweieinhalb Stunden.

7
Eibsee

© Deniz Ispaylar Die Malediven in Bayern: Der Eibsee

Vorbei am Starnberger, dem Staffel- und dem Kochelsee kommt, wenn man immer weiter Richtung Süden fährt, der Eibsee – die Malediven in Bayern. Der Vergleich erklärt sich so: Der See hat mehrere, kleine Inseln, das Wasser drum herum ist so klar, dass man auch hier nicht ganz sicher ist, ob man gerade nur mit dem Auto einen Tagesausflug macht oder in den Flieger gestiegen ist. Und weil er nur einen Katzensprung von der Zugspitze entfernt ist, kann man einen Besuch beim Eibsee auch super mit einem Berg- und Wanderausflug verbinden.

So lange brauchst du hin: Eine Stunde und 15 Minuten.

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Bayerische Seen

© Allie_Caulfield | Flickr CC BY 2.0 Wandern, baden und saunieren am Tegernsee

Tegernsee ist so ein Ort, an dem uns jedes Mal aufs Neue die Knie weich werden. Nur 50 Kilometer im Süden von München liegt einer der schönsten Seen Bayerns mit Blick auf den Wallberg. Neben Baden kann man hier auch wunderschön wandern, im Bräustüberl sitzen oder in einem Café mit Seeblick (z.B. das Aran) die große Stadt vergessen. Besonderes Schmankerl: In der Seesauna Monte Mare schwitzen und danach nackig in den Tegernsee springen. Autolose sind mit der BOB in nur einer Stunde da.

So lange brauchst du hin: 45 Minuten, wenn's gut läuft.

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Bayerische Seen

© Flodur63 | Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0 Wandern, klettern und schwimmen rund um den Alpsee

Die einzige Bademöglichkeit am Kleinen Alpsee ist das Freibad dort – ein Naturschwimmbad verbunden mit einem normalen Schwimmbecken. In den See kommt man entweder über einen der vielen Stege oder mit dem Sprungturm (!). Der große Alpsee hat da mehr zu bieten: Öffentliche Badeplätze gibt es an der B308 zwischen Immenstadt und Oberstaufen zuhauf. Hier kann man einfach an der Straße entlang parken. Zudem hat der Alpsee am Ostufer immer wieder kleine Buchten zum Baden. Was man hier noch gut machen kann: wandern, klettern, sommerrodelbahnen.

So lange brauchst du hin: über zwei Stunden.

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Bayerische Seen

© Sophie Wanninger Baden in türkisem Wasser im Sylvensteinspeicher

Der Sylvensteinspeicher ist für sein unfassbar türkises Wasser und seine Natur-Wasserpools bekannt. Auf dem Weg in die Berge, Richtung Österreich, kommt man an ihm vorbei. Ganz Mutige aka Verrückte springen von der riesigen Brücke, die den See überquert. Bekannt ist der Sylvensteinsee vor allem dafür, dass ein ganzes Dorf darin versenkt wurde – Gerüchten zufolge, sieht man sogar den Kirchturm, wenn das Wasser niedrig steht. Das Dorf wurde allerdings abgerissen, bevor es geflutet wurde – abgesehen von ein paar Mauern steht dort nichts mehr.

So lange brauchst du hin: Eine gute Stunde.

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Bayerische Seen

© Sophie Wanninger Die vielen Osterseen entdecken

Die Osterseen sind eine Seen-Gruppe südlich des Starnberger Sees – rund 20 größere Seen zählen dazu und ungefähr noch einmal so viele kleinere. Unsere Empfehlung: Der Fohnsee. In diesem Naturschutzgebiet lässt es auch sehr gut wandern, wer länger bleibt, schlägt am besten am schönen Campingplatz sein Zelt auf. Wer Lust auf Tiere streicheln hat, fährt beim Rückweg noch am Gut Aiderbichl vorbei – ein Hof für gerettete Kühe, Schafe & Co. Wer mit dem Zug kommt, steigt in Iffeldorf aus.

So lange brauchst du hin: rund 35 Minuten.

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