11 ziemlich gute Clubs in München, in denen ihr mal tanzen solltet

Wir haben einhundert Leute gefragt: "Nennen Sie einen Club in München, der Ihnen besonders gut gefällt." Die Reaktionen waren ehrlich gesagt durchwachsen. Irgendwie hält sich das Vorurteil, dass das Münchner Nachtleben ziemlich unnütz wäre und nichts, worüber es sich zu sprechen lohnt. Aber München hat wohl gute Clubs – mindestens 11, die vielleicht für viele von euch schon alte Bekannte sind, aber irgendwer muss das ja mal aufschreiben!

1
Herr Hotter Christmas Simian Mobile Disco

© MMA Zu Elektro tanzen im alten Heizkraftwerk MMA

Es war einmal ein altes Heizkraftwerk mitten in der Maxvorstadt, von dem kaum jemand Notiz nahm bis plötzlich im Jahr 2014  ein kulturelles Großprojekt daraus wurde. Das MMA – die Kurzform von Mixed Munich Arts – hat sich dann binnen kürzester Zeit etabliert und zu einem der beliebtesten Clubs der Stadt gemausert. Hier feiert ihr entweder in der riesigen, 21 Meter hohen Kesselhalle oder im viel kleineren, aber auch viel übersichtlicheren Musik-Club. Wenn gerade nicht die Bässe durch die Hallen wummern, gibt es im MMA auch Theater, Ausstellungen, Flohmärkte oder andere Events.

Musik: Der Fokus liegt eindeutig auf Techno

Preisspanne: Je nach Veranstaltung 10-15 Euro. Oft sogar mit Online-Vorverkauf!

2

© Kidkutsmedia Zu Techno, House und Elektro tanzen im Harry Klein

Wisst ihr noch als das Harry noch am Ostbahnhof war? Wow, was war das für ein Club. Der Umzug 2011 hat der Beliebtheit aber Gott sei Dank keinen Abbruch getan, denn das Harry Klein ist mittlerweile seit Jahren eine der Clubgrößen nicht nur in München, sondern in ganz Deutschland. Den Platz in dem etwas verwinkelten Laden in der Sonnenstraße haben die Macher dabei perfekt ausgenutzt. Während unten die DJs die tanzende Crowd befeuern, könnt ihr euch das ganze Treiben auch einfach oben von der Galerie aus anschauen oder euch ins Separée mit eigener Bar verziehen, wenn ihr mal kurz durchschnaufen wollt.

Musik: Techno, House und sonstige elektronische Musikrichtungen

Preisspanne: Eintritt meist zwischen 7 und 10 Euro

3
Bahnwärter Thiel

© Bahnwärter Thiel Das Tanzbein schwingen im Bahnwärter Thiel

Das Bahni ist und bleibt einfach einer der besten Schuppen Münchens. Freitags und samstags bekommt ihr jede Woche feinsten Techno im Club in den Containern und im daneben stehenden U-Bahn Waggon auf die Ohren. Nicht nur tanztechnisch ist das Gelände neben den stillgelegten Bahngleisen im Schlachthofviertel immer eine gute Anlaufstelle. Im Sommer gibt es am Wochenende mittags Open Airs, unter der Woche Live-Musik, Stand-Up Comedy, Flohmärkte und und und. Außerdem fühlt man sich immer ein bisschen wie auf einem Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Je nach Lust und Laune kann man am Lagerfeuer sitzen, bei einem Halt in der U-Bahn auf den Bänken hüpfen, schaukeln, einen Plausch auf Old-School Telefonen halten und unter den Lichtern der U-Bahn mit Blick auf den DJ im Schaffnerabteil tanzen.

  • Bahnwärter Thiel im Viehhof
  • Tumblingerstraße 29, 80333 München
  • Montag – Donnerstag: 18.00-10.00 Uhr, Freitag: 17.00-05.00 Uhr, Samstag: 14.00-05.00 Uhr, Sonntag: 14.00-21.00 Uhr (variiert aber je nach Wetter und Veranstaltung)
  • Je nach Veranstaltung Eintritt frei oder 3 bis 12 Euro
  • Mehr Info
4
Tanzvergnügen Strom

© Mitya Kolomiyets Konzerte, Partys und Tanzvergnügen im STROM

Das Strom ist an und für sich ein klassischer Live-Club – aber nicht für die monströsen Pop-Acts, sondern für alle kleinen und großen Künstler, die sich nicht unbedingt dem typischen Mainstream verschrieben haben. Dabei legt sich die Location auf kein Genre fest, das Programm ist gut durchgemischt. Gleiches gilt für die Partys, die hier immer mehr und immer regelmäßiger stattfinden. Da gibt es die Indie-Reihe "Visions Party", den Elektro-Hammer "Klein & Laut" oder – ganz heiße Empfehlung: Unser monatliches Tanzvergnügen. Da versorgen wir euch nicht nur mit jeder Menge Pfeffi, Luftballons und Dschungel-Feeling, sondern auch elektronischen Sound mit feinsten Einschlägen aus Soul, Funk, Hip Hop und zu später Stunde auch mal fiesen Partyhits, wenn's sein muss. Kommt auf jeden Fall in tanzbaren Turnschuhen!

Musik: Bunt durchgemischt bei den Konzerten. Rock, Punk, Hip Hop, Soul, wir haben hier schon alles gesehen. Indie gibt's bei der Visions Party, vollgas Elektro bei "Klein & Laut" und tanzbaren Elektro-Sound beim "Tanzvergnügen"

Preise: Der Eintritt zu den Partys kostet meistens zwischen 5 und 10 Euro.

5
Goldener Reiter Awi

© Nina Vogl Goldener Reiter: Tanzen und trinken im Awi-Nachfolger

Der Awi-Nachfolger residiert nun in der Theklastraße 1, also tatsächlich im ehemaligen Downtown Flash. Goldener Reiter heißt der Club – ein Name, der zuerst eher nach schweren Samtvorhängen, edlen Tropfen und Dresscode klingt, aber davon ist der neue Laden natürlich weit entfernt. Auch wenn er rein optisch so gar nicht an unser geliebtes altes Awi erinnert, so sind doch die inneren Werte die gleichen geblieben. Denn nicht nur Betreiber Manuel und Felix sind mit umgezogen, sondern das ganze Team aus DJs, Barkeepern- und innen, die auch alle fleißig beim Umbau mit angepackt haben. Der größte Unterschied, abgesehen von neuen Wänden, ist wohl die Beleuchtung, denn der Laden wird nun in ein gelb-orangenes, ja fast goldenes Licht getaucht – wo wir wieder beim Namen wären.

6
Radio 80000 Charlie

© Manuel Kim Jeden Samstag elektronisch tanzen im Charlie

Ganz am Anfang war das Charlie ja "bloß" ein Restaurant mit sehr leckerer vietnamesischer Küche. Nicht lang nach der Eröffnung 2010, gesellte sich aber die Bar im Keller dazu und mittlerweile gibt es auch noch die zweite (viel kleinere) Bar im Erdgeschoss. Die Kellerbar öffnet ihre Türen zwar immer nur samstags, aber weil ihr hier nicht nur wunderbar trinken, sondern auch zu feinsten Elektrobeats ganz gut tanzen könnt, darf das Charlie in dieser Liste nicht fehlen.

Musik: Die Residents, darunter Manuel Kim und Benjamin Röder versorgen euch mit bester elektronischer Tanzmusik.

Preise: 10 Euro

7
Cord Club

© Cord Club Zu Indie tanzen im tollen Cord Club

Ach, der Cord Club. So schön unaufgeregt, so schön entspannt, so schön weit weg von München-Klischees. Hier treten regelmäßig junge Bands auf, die noch echte Instrumente spielen, und für die Indie mehr ist als Röhrenjeans und Jutebeutel. Im Cord Club schaut dir keiner auf die Schuhe oder dich schief an, wenn du deinen Pogo-Skills freien Lauf lässt. Nachdem wir uns schmerzlich von unserem Atomic-Britwoch verabschieden mussten, gibt es im Cord seit Längerem die Mittwochs-Partyreihe "In_Die_Disko", wo auch immer wieder ehemalige Atomic Residents wie Sir Hannes am Start sind.

Musik: Indie, Britpop

Preisspanne: Der Eintritt zu den Partys am Mittwoch, Freitag und Samstag kostet schlappe 5 Euro.

8

© Stella Boda | Milla Coole Konzerte und gute Partys in der Milla

Es wundert uns überhaupt nicht, dass die Milla immer wieder Preise für ihr tolles Programm abräumt. Ohne den Liveclub mitten in der wunderschönen Holzstraße wären wir aber auch um eine wichtige Location ärmer. Abgesehen von dem bunten Liveprogramm, bei dem man immer wieder musikalische Schätze entdeckt, kann die Milla auch Party. Zum Beispiel bei den Partyreihen Kassettenclub, Monaco's Finest oder Fancy Footwork, bei der ihr in lässigster Atmosphäre mit dem Popo wackeln könnt.

Musik: Bei Monaco's Finest gibt's feinen HipHop, Fancy Footwork ist bekannt für 70er/80er Discosound und Indierock und beim Kassettenclub tanzt ihr zu Synthie-, Indie- und Elektropop.

Preise: Der Eintritt zu den Partys kostet in der Regel 7 Euro

9
Wiesn

© S-A-U-N-A Zu 90ies schwitzen in der Sauna

Falls es jemanden gibt, der die Sauna nicht kennt: Es ist kein zwielichtiger Saunaclub, auch wenn es in dem Club an der Marsstraße gerne heiß hergeht. Der Name ist jedenfalls passend, denn ins Schwitzen kommt man hier, ob man will oder nicht. Zum bunten 90ies Mashup könnt ihr euch ordentlich warm tanzen. Zimperlich solltet ihr aber nicht sein, denn seinen Platz auf der Tanzfläche muss man sich teilweise mit viel Körpereinsatz erkämpfen. Abkühlung verspricht aber der Außenbereich am hinteren Ende des Clubs – die Erfrischung hat man sich aber auch verdient, wenn man es geschafft hat, sich durch die Menschenmenge bis zur Hintertür zu kämpfen.

Musik: Das Motto ist "Alles, außer Elektro", dafür gibt's 90er Sound en masse, zu dem ihr hemmungslos mitgrölen könnt.

Eintritt: Am Mittwoch ist der Eintritt frei, am Donnerstag zahlt ihr 4 und am Wochenende 5 Euro.

10
Rote Sonne

© Rote Sonne Zu Techno, House und Elektro tanzen in der Roten Sonne

Über die irgendwie wahllose Clubansammlung rund um den Maximilianplatz und die nördliche Sonnenstraße kann man natürlich gerne mal den Kopf schütteln und daher einen großen Bogen um die so genannte Feierbanane (höhö) machen, aber wenn man ein wahrer Elektro-Fan ist, dann kommt man an einem Laden nicht vorbei – und zwar der Roten Sonne. In dem Club, der an einen Tunnel erinnert, hat vermutlich schon jeder wichtige Name in Sachen elektronischer Musik gespielt. Zusammen mit lokalen DJs könnt ihr euch eigentlich immer auf hochwertige Lineups freuen.

Musik: Techno, House und all deren Abspaltungen. Hauptsache elektronisch.

Preise: Der Eintritt liegt bei etwa 10 Euro.

11
Pimpernel

© Pimpernel Disco-Sound die ganze Nacht im Pimpernel

Der wohl meist gesagte Satz, wenn man um drei Uhr morgens aus einer Bar oder einem anderen Club stolpert, lautet wohl: "Und was machen wir jetzt noch?". Der Alltime-Favorit unter den Antworten lautet dann: "Lass halt ins Pimpernel!". Und damit macht man eigentlich fast nie etwas falsch, denn wenn anderorts die Leute schon langsam schlappmachen, ist im Pimpernel mit Sicherheit noch was los. Außerdem kommen hier alle zusammen, egal wo und zu welcher Musik sie davor unterwegs waren. In unserer verschwommen Erinnerung war es jedenfalls immer super.

Musik: Disco-Sound at its best

Preise: Oft ist der Eintritt frei, ansonsten zahlt man eigentlich nie mehr als 5 Euro.

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