11 Cafés in München, in denen du gemütlich Tee trinken kannst

Spätestens nach der Wiesn wird es auch dem Letzten schlagartig klar: Ja, der Sommer ist vorbei, der Herbst ist da. Es wird schneller dunkel, die Blätter fallen und die Temperaturen machen einen ordentlichen Satz nach unten. Ganz automatisch sehnen wir uns nach etwas Warmem: nach dicken Pullis, wärmenden Suppen, heißen Maroni und dampfendem Tee. Wo man den am besten in München trinken kann und an welchen Orten man außerdem noch mit Infos über britische, asiatische oder ostfriesische Teekultur versorgt wird, haben wir für euch in unseren Guide gepackt.

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© Tushita Teehaus Tee und vegane Kuchen im Tushita Teehaus

In dem hübschen Laden in der Klenzestraße gibt es wahrscheinlich die größte Teeauswahl Münchens. Von Klassikern, über japanischen Matcha und spezielle TCM Tees bis hin zum kräftigen Chai mit Sojamilch ist alles dabei. Dabei legt das Team viel Wert auf die korrekte Zubereitung des Tees, viele Sorten kann man mindestens zweimal aufgießen, wozu es eine kleine Thermoskanne mit heißem Wasser extra gibt. Dazu schmecken die besonderen Kuchenkreationen wie Karotte-Ingwer oder Schoko-Avocado ganz hervorragend. Und das garantiert auch Nicht-Veganern!

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Hotel Vier Jahrezeiten

@ Hotel Vier Jahreszeiten Afternoon Tea im Vier Jahreszeiten

Wer schon mal die Gelegenheit hatte, in einem Londoner Hotel den Afternoon Tea zu begehen, der weiß wie dekadent, aber gleichzeitig herrlich gemütlich sich das anfühlt. Auch in München lässt sich das erleben, zum Beispiel in der Lobby des Vier Jahreszeiten. Hier ist alles ziemlich nah dran am britischen Original: feinstes Porzellan, schwere Sessel, in denen man dem Pianospieler lauschen kann und natürlich bester englischer Tee. Wählen kann man aus 30 Sorten und wer sich nicht entscheiden kann, dem hilft ein spezieller Teemeister. Der kann einem auch sagen, ob man die gewählte Sorte mit Kandis oder weißem Zucker trinkt und ob Zitrone oder Milch dazu passen. Dazu serviert wird eine Etagere mit Leckereien wie Scones und Sandwiches.

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The Victorian House

© The Victorian House Tea Time im Victorian House

Auch das Victorian House lädt zum Fünf Uhr Tee. Das Teehaus hat mehrere Filialen in der Stadt. Besonders britisch geht es im Victorian House am Viktualienmarkt zu. Zur Auswahl stehen hier rund 50 Teesorten, außerdem werden hier grandiose Torten und natürlich Scones mit clotted cream serviert. Oder ihr trefft Euch gleich zum Full Tea, da gibt es neben verschiedenen Sandwiches auch noch ein Glas Prosecco dazu.

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Teehaus Englischer Garten

© Antonio Fassina | Flickr CC BY-SA 2.0 Meditative Stimmung im Japanischen Teehaus im Englischen Garten

Den chinesischen Turm im englischen Garten kennen die meisten, das japanische Teehaus dagegen kaum jemand. Tatsächlich liegt es versteckt hinter Bäumen auf einer kleinen Insel und wirkt recht unscheinbar, doch wer es findet, der kann in eine ganz eigene Welt eintauchen. Jedes zweite Wochenende finden hier Ausschnitte einer japanischen Teezeremonie statt. Die kann in Japan schon mal mehrere Stunden dauern, hier muss man eine knappe Stunde einplanen, bekommt aber dennoch einen guten Eindruck von den strengen Regeln und der fast meditativen Stimmung. Am Schluss der Zeremonie dürfen dann auch die Zuschauer den Tee probieren und Fragen stellen.

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Laifufu Teesalon

© Laifufu Teesalon Taiwanesische Teezeremonie im Laifufu

Lai fu ist chinesisch und bedeutet “das Glück soll kommen”. Echte Teeliebhaber werden auf jeden Fall glücklich sein, wenn sie den hübschen Laden in Neuhausen betreten. Der Schwerpunkt liegt hier auf taiwanesischen Oolong-Tees, das sind Teesorten, die auf ganz bestimmte Art hergestellt werden und geschmacklich zwischen grünem und schwarzem Tee liegen. Im Laifufu Teesalon kann man aber auch andere Sorten kaufen und außerdem das dazu passende Geschirr. Besonderes Highlight sind die taiwanesischen Teezeremonien, die hier mehrmals im Monat angeboten werden. Die sind im Gegensatz zu japanischen Zeremonien weniger streng, es geht vor allem um den Geschmack und den Genuss des Tees.

6
Friesische Teestube

© Friesische Teestube 120 Teesorten in der Friesischen Teestube in Schwabing

Ostfriesen bereiten ihren Tee nach ganz bestimmten Regeln zu: Es muss immer dieselbe Tee-Kanne sein, der Kandis kommt immer in die Tasse, bevor der Tee eingegossen wird, die Sahne kommt immer zum Schluss und umrühren ist streng verboten. Zum Glück gibt es in der Friesischen Teestube neben friesischem Tee noch rund 120 andere Teesorten und außerdem geht es hier im Ganzen auch sehr entspannt zu. Zum Tee gibt es leckere hausgebackene Kuchen und wer hier gleich den ganzen Tag vertrödeln mag, kann am Abend auf Brotzeitplatten und Korn umsteigen.

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Dallmayr

© Dallmayr Auf ein Gespräch mit dem Teeprofi bei Dallmayr

Dallmayr ist nicht nur bekannt für Kaffee, das Feinkostgeschäft beherbergt auch eine große Teeabteilung und beschäftigt einen eigenen Teeverkoster. Der ist für den Einkauf zuständig und um die besten Sorten zu finden trinkt er auch mal bis zu 300 Tassen Tee täglich. Logisch also, dass er sich wie kaum ein zweiter mit den aromatischen Blättern auskennt. Wer mehr über Tee erfahren, aber auch gleichzeitig ein bisschen hinter die Kulissen des Traditionshauses schauen möchte, der kann das bei einem Teegespräch mit Rudolf Krapf machen. Wer nur bei einer Tasse Tee ein bisschen Feinkost-Luft schnuppern will, der kann auch einfach im Bistro eine der vielen angebotenen Sorten schlürfen.

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Mittagessen

© Das Maria Orientalisches Morgengedicht im Maria

Das Maria ist grundsätzlich ein guter Ort, um gemütliche Herbstnachmittage zu verbringen. Wer einen der rustikalen Holztische ergattert, sitzt hier meist ein bisschen länger, schnappt sich eine der angebotenen Zeitungen oder beobachtet das Glockenbach-Publikum. Dazu ein Stück der selbstgebackenen Kuchen, von denen man gerne auch mal ein Stück mehr essen kann oder man bleibt direkt bis abends und geht dann zu einem der arabisch inspirierten Hauptgerichte über. Zu beidem passt eine der angebotenen Teemischungen gut, die Namen tragen wie “Zur Freude des Sultan” - weißer und grüner Tee mit Zimt und Nelke - oder “aus dem Garten des Kalifen”  - schwarzer Assam-Tee mit Kakaostücken und Gerstenmalz. Und falls das Wetter in diesem Herbst doch nochmal gegen ein Heißgetränk sprechen sollte, dann gibt es hier übrigens auch extrem leckeren und handgebrühten Eistee.

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Aufwärmen Winter

© Sobicocoa Gemütliches Chaos im Sobicocoa

Sobi mag Kakao, wie man am Namen seines kleinen Schwabinger Cafés unschwer erkennen kann. Mindestens genauso gerne mag er aber offensichtlich auch Tee. Die Teekarte ist im Sobicocoa nämlich sehr umfangreich: Es gibt schwarzen, grünen, weißen, Früchtetee und diverse Kräutertees. Alle auch zum nach Hause mitnehmen. Es empfiehlt sich allerdings sehr, zu bleiben, den Tee direkt bei Sobi zu genießen und dazu einen der leckeren hausgebackenen Cookies zu naschen. Das kleine Café ist eine Mischung aus Chaos und viel Gemütlichkeit. Manche der Tees lassen sich übrigens auch mehrmals aufgießen, dazu kann man dann für 60 Cent nochmal heißes Wasser nachbestellen.

10
Tee trinken

© T7 Café & Tea Kaffee oder Tee im T7 am Sendlinger Tor

Best of both worlds - so lässt sich das T7 in der Thalkirchnerstraße ganz gut beschreiben. Hier gibt es Eclairs, Croissants und Petits fours wie in Frankreich und dazu eine Auswahl an bestem englischen Tee. Das Ganze lässt sich ausgesprochen gut verbinden beim Afternoon Tea, der im T7 täglich zu einem sehr fairen Preis angeboten wird. Und bei aller französischer Patissiers-Kunst - echte britische Scones mit clotted cream sind bei der Tea Time ebenfalls dabei. Eben von beiden Ländern das Beste.

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Tee

© Claudia Renner Tee trinken und Leute beobachten im Emiko

Dass das Emiko im Louis Hotel einen fantastischen Brunch anbietet, dürfte sich bereits herumgesprochen haben. Dass in den 28,50 Euro pro Person auch so viel Kaffee und Tee enthalten sind wie man möchte, vielleicht noch nicht. Doch gerade die Teeauswahl kann sich sehen lassen, neben unterschiedlichen Mischungen gibt es verschiedene Jasmintees und Grüntees. Die meisten Sorten stammen vom Viktualienmarkt. Den kann man von einem der Fenstertische aus übrigens ganz wunderbar beobachten. Dazu noch eine zweite Runde Pancakes und ein weiteres Kännchen Tee - kein schlechter Plan für einen regnerischen Herbstvormittag.

Titelbild: © Unsplash.com

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