Aloha Poke: Ein Stück Hawaii in München

Es gibt die Einen, die bringen Kühlschrankmagneten, Badetücher oder fokloristischen und angeblich handgemachten Schmuck von ihren Reisen mit – und dann gibt es Tom Kruse, der hat gleich eine ganze gastronomische Geschäftsidee mitgebracht und sie mit der Eröffnung des Aloha Poke in der Türkenstraße auch direkt verwirklicht.

Wie der Name schon vermuten lässt, kommt das Ganze aus Hawaii. Aloha ist klar, aber Poke? Das ist sozusagen das Nationalgericht der Südseeinsel, das traditionell aus rohem Fisch, Reis, Sojasoße und Algen besteht und in einer Bowl – also Schüssel – serviert wird. Ganz so simpel geht es bei Aloha Poke allerdings nicht zu.

Aloha Poke
© Nina Vogl
Aloha Poke
© Nina Vogl

„Mit all unseren Zutaten hat man theoretisch über vier Millionen Kombinationsmöglichkeiten“, erklärt Tom während er Reis in eine Schale löffelt. Er steht hinter der farbenfrohen Theke. Hinter ihm eine Karte mit Bowl-Vorschlägen, vor ihm sämtliche Zutaten, mit denen man sich seine eigene Poke-Version nach Lust und Laune zusammenstellen kann.

Fünf Schritte braucht es bis zur fertigen Bowl. Den Anfang macht die Grundlage aus (Wild-)Reis und/oder Salat. Danach entscheidet man sich entweder traditionell für rohen Thunfisch, Lachs, Shrimps, oder den Catch of the Day (in meinem Fall war das Tintenfisch). Für alle Fischverweigerer gibt es Truthahn und für alle Vegetarier oder Veganer Tofu.

Aloha Poke
© Nina Vogl
Aloha Poke
© Nina Vogl

Dazu kommen dann drei Obst oder Gemüse-Toppings wie Sojabohnen, Sellerie, Avocado, Mango oder sogar Heidelbeeren. Schließlich müsst ihr euch nur noch für eine der Soßen entscheiden – die Favoriten sind Erdnuss-Korianer, Hot Mayo oder Mango-Chili. Den letzten Schliff bekommt die Bowl dann noch mit knackigen Nüssen, Kokoschips, Sesam, Algen, Chia oder Goji-Beeren.

Während die Mitarbeiter fleißig die Wunschzutaten in die Schüssel löffeln, steigt die Vorfreude auf das farbenfrohe Gericht immer mehr und auch, wenn man selbst bestimmen kann, was reinkommt, weiß man vorher trotzdem nicht so genau, was rauskommt. Ich bin mit meiner scheinbar wilden Zusammenstellung am Ende aber mehr als glücklich und würden am liebsten gleich noch einmal zulangen, denn nach einer Regular Bowl (9,40 Euro) ist man zwar eigentlich satt, aber eben nicht übersatt.

© Nina Vogl
Aloha Poke
© Nina Vogl

Der bunte Laden sorgt dafür, dass gleich ein bisschen Inselfeeling aufkommt und Tom und seine Mitarbeiter stehen mehr als gut gelaunt hinter dem Tresen. Man merkt ihnen an, wie spannend dieses Projekt für sie ist. Tom war nämlich eigentlich 20 Jahre lang Fernsehredakteur und hatte vorher mit Gastronomie nicht viel am Hut. Er war von der Idee aber so überzeugt, dass er sich höchst kompetente Unterstützung ins Boot holte.

Sein Partner ist Claus Kratzeisen, der ausgleichend die geballte Ladung Gastro-Kompetenz mitbringt und dank seiner Erfahrung dafür sorgt, dass nur die besten Zutaten in die Schüsseln kommen. Er war lange gastronomischer Direktor im Bayerischen Hof und danach Chefeinkäufer bei Feinkost Käfer. Seine Stelle hat er für Aloha Poke an den Nagel gehängt.

Da hat wohl jemand das Potenzial der bunten Bowls erkannt. Nach dem ersten Probieren können wir da auch nur zustimmen, denn es macht nicht nur Spaß sich seine Poke-Bowl zusammenzustellen, sie schaut noch dazu toll aus und schmeckt wunderbar. Wir sagen Aloha und kommen gerne wieder.

Aloha Poke
© Nina Vogl

Unbedingt probieren // Schwer zu sagen bei so vielen Möglichkeiten, aber Thunfisch, Mango, Sojabohnen und Kokoschips sind eine sichere Kombi.

Veggie // Nehmt einfach den Tofu statt Fisch und Truthahn und schon seid ihr auf der sicheren Seite. Vegan ist auch überhaupt kein Problem, da müsst ihr nur bei der Soße aufpassen!

Money // Die Regular Bowl kostet 9,40 Euro, für den großen Hunger gibt es sie auch eine Nummer größer für 12,40 Euro.

Geile Zeit // Mittags ist der Ansturm momentan noch recht groß, daher ist der Nachmittag eigentlich optimal.

Aloha Poke | Türkenstraße 80, 80799 München | Montag – Samstag: 11.00–22.00 Uhr | Mehr Info

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