Bufet: Bier und tolle Wurst neben dem Café Kosmos

© Bufet

Wer schon mal an einem Samstagabend oder Freitagabend oder an irgendeinem Abend oder vielleicht schon am frühen Nachmittag versucht hat, im Café Kosmos einen Sitzplatz oder einen Stehplatz oder ein Bier oder Luft zu bekommen, der wird sich jetzt freuen. Vor allem, wenn es ihm um Bier geht. Denn das Kosmos hat einen neuen Nachbarn, der uns in erster Linie mit Bier versorgen wird – und mit Wurst.

Ob es an dem abflauenden Burgertrend liegt oder doch an den Nachbarn, die sich über den Küchengeruch beschwerten, der bisherige Nachbar des Kosmos, eine Filiale von Holy Burger, ist ausgezogen und hat nun Platz gemacht für die ultimative Symbiose.

Mit einem mindestens genauso simplen Konzept wie nebenan, ist das Bufet die perfekte Ergänzung zum stets übervollen Kosmos. Außerdem gibt es Wurst für all jene, die sich dank der günstigen Preise nebenan etwas überschätzt haben in Sachen alkoholischer Flüssigkeitszufuhr und schnell und wirkungsvoll entgegensteuern wollen.

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Dass man im Kosmos tagsüber auch tatsächlich – wie der Name Café ja eigentlich vermuten lässt – Kaffee und Kuchen bekommt und abends auch ein nicht zu verachtendes Brotzeitbrett, ist für viele Gäste selbst nach Jahren eine überraschende Info. Das Bufet ist da in Sachen Speisenverkauf zwar offensichtlicher, aber wie gesagt, genauso schlicht und ungekünstelt in der Auswahl. Es gibt in erster Linie halt Wurst mit Senf, Meerrettich und ein paar Scheiben Brot. Dazu Bier.

Die komplette Karte passt theoretisch auf einen Bierdeckel: Knackwurst, Rindswurst, Fränkische Grobe und eine Handvoll verschiedener Getränke. Daneben ein paar kleine wechselnde Gerichte wie ein Apfel-Rote-Beete Salat. Klingt alles nicht so einfallsreich, aber vielleicht ist es genau das, was die Gäste wollen. Das Bufet hat nur abends geöffnet, was darauf schließen lässt, dass es sich eben an jene Leute wendet, die die Einfachheit des Café Kosmos so schätzen und die Ähnlichkeit der Schriftzüge der beiden Läden kommt – so viel ist klar – nicht von ungefähr.

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Schaut man allerdings genauer hin, ist das Ganze schnell gar nicht mehr so simpel wie gedacht. Die Wurst stammt nämlich vom fränkischen Hof-Metzger Johannes Lukas, der sich seinem Handwerk verschrieben hat wie kaum ein anderer, die Tiere noch höchstpersönlich von genau zwei (!) Bauern aus der Umgebung abholt und für den Geschmacksverstärker ein absolutes No-Go sind. Weiter weg von Massentierhaltung geht nicht – da ist ein Samstagabend im Kosmos näher dran.

Und auch beim Bier steckt mehr dahinter. Schon beim Reinkommen fallen einem die Stahltanks unter den Tresen auf, die auch einfach nur hippe Dekoelemente sein könnten. Aber sie versprechen ganz besonders frischen Biergenuss, sozusagen direkt vom Braukessel der Schlossbrauerei Maxlrain hinein ins vorgekühlte Glas. Die Einzelheiten hinter der ausgeklügelten Technik erspare ich euch – probiert es am besten selbst und lasst es euch vor Ort erklären.

Am Ende ist das Bufet in der Dachauer Straße 7a also nichts als die logische Ergänzung zu Hausnummer 7 genau nebenan. Und gleichzeitig das logische Gegengewicht zu allen Gastrotrends, die sich so in München immer wieder versuchen.

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Unbedingt probieren // Das frische Bier und die Knackwürstl!

Veggie // Neben Wurst gibt es ein paar wechselnde Kleinigkeiten, mit denen auch die Vegetarier auf ihre Kosten kommen.

Money // Nicht ganz so utopisch günstig wie nebenan, aber still good. 0,4l Maxlrainer Tankbier 2,80 Euro. 2 Knackwürstl mit Brot 5,30 Euro.

Geile Zeit // Immer dann, wenn das Kosmos aus allen Nähten platzt oder als Grundlage und Snack, bevor es weiter geht.

Bufet | Dachauer Straße 7a, 80335 München | Montag – Samstag: 17.30–24.00 Uhr | Mehr Info

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