11 Länder, die ihr bereisen könnt, ohne Bayern zu verlassen

Immer noch keinen Urlaub gebucht? Nicht so schlimm, denn sobald es warm wird in Bayern, muss man eigentlich gar nicht mehr wegfliegen. Eine Weltreise könnt ihr nämlich auch hier machen – wir haben glasklare Seen wie auf den Malediven, Tempel wie in Griechenland, Landschaften wie in Schottland, Wasserfälle wie im Regenwald und Sanddünen wie in Frankreich. Also auf geht's, schont doch diesen Sommer mal die Umwelt und entdeckt das Schöne vor eurer Haustüre, anstatt um die halbe Welt zu fliegen! Eine Weltreise könnt ihr übrigens auch durch München machen – hier lest ihr unseren Guide dazu!

Griechenland

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Walhalla Akropolis

© Avda | Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 | © Pixabay / Anestiev An der Walhalla bei Regensburg fühlen wie vor der Akropolis in Athen

Griechenland-Feeling bekommt ihr auch in der Nähe von Regensburg – da steht nämlich die 1842 eröffnete Walhalla von Königs Ludwig I. Der klassizistische Bau ist innen und außen mit Marmor verkleidet, hier werden deutsche Persönlichkeiten an Büsten und Gedenktafeln geehrt. Der Tempel ist übrigens eines der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler des 19. Jahrhunderts. Führungen finden hier leider keine statt, aber für vier Euro kann man zu den Öffnungszeiten auch rein schauen.Danach oder davor bietet sich natürlich ein Abstecher in Regensburg an!

Norwegen

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Königssee Fjord

© Pixabay / FelixMittermeier | © Pixabay / weareaway Den Königssee mit einem nordischen Fjord verwechseln

Der Königssee macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Denn natürlich ist es schwer – bei all den wunderschönen Seen in Bayern – zu sagen, welcher der schönste ist, aber der See an der Grenze zu Österreich kommt schon ziemlich nah ran. Und sieht zudem im Nationalpark Berchtesgaden so beeindruckend aus, dass man sich wie in einem norwegischen Fjord fühlt. Was ihr am Königssee machen könnt? Boot fahren, in abgelegenen Wasserfällen baden, saugute Pizza essen, nach St. Bartholomä rudern, hier im Biergarten sitzen und unbedingt eine Nacht in einem alten Bauernhaus schlafen – mehr zum Königssee lest ihr in unserem Ausflugsvergnügen.

Italien

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Venedig Bamberg

© Pixabay / tma | © Pixabay / rmac8oppo Gondel fahren in Klein-Venedig in Bamberg

Gut, der Vergleich von Bamberg und Venedig ist jetzt keine neue Erfindung – nicht umsonst wird die ehemalige Fischersiedlung in der Bamberger Inselstadt auch Klein-Venedig genannt. Hier stehen hübsche Fachwerkbauten mit kleinen Gärten direkt am Wasser – und die glücklichen Hausbesitzer haben oft nicht nur direkten Zugang zur Regnitz, sondern oft auch noch ein eigenes Boot. Touristen können aber natürlich auch mit dem Schiff den Fluss entlang fahren. Etwa 80 Minuten dauert die Fahrt durch die Altstadt zum Hafen herunter. Noch italienischer wird's nur bei einer individuell vereinbarten Gondelfahrt mit einem venezianisch gekleideten Gondelführer!

Malediven

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Malediven Eibsee

© Pixabay / RoAll | © Pixabay / 3dman_eu Die Malediven in Bayern: Der Eibsee unter der Zugspitze

Keinen Filter der Welt braucht's, um das Instagram-Foto vom Eibsee-Ausflug zu bearbeiten, denn die Farben des Sees sind klar, hell und überraschend türkis. Der Eibsee unterhalb der Zugspitze ist ein ideales Ausflugsziel für den Sommer, denn ein Sprung ins eiskalte Wasser ist die perfekte Abkühlung nach einem Spaziergang um den See herum, der nicht nur versteckte Ecken zum Knutschen bietet, sondern auch einen richtig schönen Ausblick auf das Wasser und Deutschlands höchsten Berg. Mit den acht kleinen Inseln innerhalb des Eibsees und den in verschiedenen Grüntönen schimmernden Wasser fühlt man sich hier also (fast) wie auf den Malediven – und viel günstiger ist der Ausflug obendrein.

Island

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Partnachklamm Island

© Pixabay / 3dman_eu | © Pixabay / CSITDMS Island-Feeling in der Partnachklamm bei Garmisch-Patenkirchen

Die Partnachklamm ist ein Münchner Ausflugsklassiker. Wer es ein bisschen ruhiger mag, der ist in der Höllentalklamm oder Geisterklamm zwar besser aufgehoben, aber keine sieht so sehr aus wie Island wie die Klamm bei Garmisch-Patenkirchen! Ungefähr 700 Meter lang steigen die Wände bis zu 80 Meter an beiden Seiten in die Höhe – und sehen dabei zum Beispiel dem Canyon of Jökulsá á Brú an manchen Stellen zum Verwechseln ähnlich. Für noch mehr Island-Feeling empfiehlt sich ein Klamm-Spaziergang im Winter, auch da hat die Partnachklamm im Gegensatz zu anderen nämlich geöffnet und verwandelt sich mit riesigen Eiszapfen und -gebilden in ein echtes Eisparadies!

Thailand

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Thailand Donaudurchbruch

© Wikiolo | Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 | © Pixabay / BldrJanet Sich am Donaudurchbruch bei Weltenburg an Thailand erinnern

Ihr wollt euch an euren letzten Thailand-Urlaub erinnern? Das geht besonders gut am Donaudurchbruch bei Weltenburg, der bei warmen Temperaturen schon mal an der dem Nationalpark Khao Sok ähnelt. Die Engstelle des Donautals ist fünfeinhalb Kilometer lang, 400 Meter breit und nicht nur als Naturschutzgebiet, sondern auch als Geotop anerkannt. Geologisch gehört die Weltenburger Enge zum Oberjura, der fossilreichsten Formation von ganz Deutschland. Vor etwa 150 Millionen Jahren lagerten sich hier ab, damals war das Gebiet nämlich noch ein flaches Meer.

Frankreich

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Monte Kaolino Dune du Pilat

© www.montekaolino.eu/ | © Pixabay / DennisBuntrock Die Sanddüne Monte Kaoline – wie die Dune du Pilat

Eine Sanddüne mitten in Bayern? Richtig gelesen, den Monte Kaolino findet ihr in der Nähe von Amberg in der Oberpfalz. Die Düne besteht aus 35 Millionen Tonnen Quarzsand und wächst aber immer noch ständig an, da er ein Abfallprodukt der Kaolingewinnung (Tonerde) ist. Am Südhang der Düne wurde schon in den 50er Jahren ein großes Angebot an Freizeitmöglichkeiten eröffnet: Hier gibt's ein Freibad, eine Sandski-Strecke, einen Hochseilgarten, eine Sommerrodelbahn, Golf, Camping und vieles mehr. Bis 2005 war am Fuße der Düne sogar noch ein Techno-Club! Wer schon einmal in Frankreich an der Dune du Pilat war, der weiß, dass die größte Wanderdüne Europas, die direkt an der Atlanktikküste liegt, ziemlich ähnlich aussieht!

Indonesien

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Bali Reisfelder Land der tausend Teiche

© Oberpfälzer Wald, Lkr. Tirschenreuth | © Pixabay / Hapci8 Das Land der tausend Teiche – wie die Reisfelder von Ubud

Die Tirschenreuther Teichpfanne, auch bekannt als das Land der tausend Teiche, ist ein riesiges Gebiet in der Oberpfalz. Im Mittelalter waren hier noch etwa 10.000 Teiche, doch ab dem 18. Jahrhundert war Fisch "out" und viele Teiche wurden trockengelegt. Aber auch heute macht das Gebiet mit rund 4000 Teichen seinem Namen noch alle Ehre! Viele von ihnen sind nur ein bis zwei Meter tief und erinnern damit an die seichten Reisfelder in Ubud auf Bali. In den Gewässern werden bis heute Fische, vor allem Karpfen, gezüchtet – und viele Bauern in der Region leben davon!

Schottland

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© Günter Seggebäing | Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 | © PIxabay / olleaugust Am Schottmalhorn sofort an Schottland denken

Das Schottmalhorn, zu seinen Füßen der Funtensee und drumherum der wunderschöne Nationalpark Berchtesgaden – erinnert sofort an die schottischen Highlands! Die Region ist vor allem bei Wanderern beliebt, ausgehend von der Neuen Traunsteiner Hütte kann man hier tolle Bergtouren machen. Unbedingt einen Ausflug wert, wenn ihr schon mal da seid, ist der benachbarte Hintersee und der Zauberwald – beides nicht nur vom Namen her wie aus dem Märchenbuch!

Kuba

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Josefstaler Wasserfälle Kuba

© tourentipp.de | © Manuel Dohmen | Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 An den Josefstaler Wasserfällen fühlen wie auf Kuba

Ihr habt Lust auf eine einfache Wanderung bei Schliersee und Wasserfälle, die aussehen wie auf Kuba? Dann auf zu den Josefstaler Wasserfällen, die liegen zwischen dem Spitzing- und Schliersee – nur eine gute Stunde weg von München. Die Wasserfälle sind bis zu zwölf Meter hoch und sehen aus wie zum Beispiel in Trinidad. Nur eine gute Stunde dauert die Rundwanderung von Josefstal, hinter den Schliersee, zu den Wasserfällen, zur Stockeralm und zurück.

Costa Rica

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Baumwipfelpfad Costa Rica

© Anja Schauberger | @ Pixabay / jeremy924 Costa-Rica-Feeling am Baumwipfelpfad im Bayerischen Wald

Mitten im Bayerischen Wald steht der 25 Meter hohe Baumwipfelpfad. Die ersten acht Meter Höhenunterschied legt man einfach über eine Treppe zurück, danach führt ein Holzsteg euch durch den Wald bis ganz nach oben. Hier sollte man Zeit einplanen, auch wenn der Weg gerade einmal 1300 Meter lang ist, denn von hier oben kann man nicht nur Bäume gucken und Ausblicke genießen, sondern auch Tiere beobachten, die sich von hier oben überhaupt nicht gestört fühlen. Fast wie auf den Holzbrücken von Monteverde auf Costa Rica – nur, dass man in diesem Reservat von oben Jaguare und Ozelote beobachten kann.

  • Baumwipfelpfad Bayerischer Wald
  • Böhmstraße 43, 94556 Neuschönau
  • Januar bis März, November bis Dezember: 09.30–16.00 Uhr, April & Oktober: bis 18.00 Uhr, Mai bis September: bis 19.00 Uhr
  • Erwachsene: 9 Euro, Kinder: 7 Euro
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