11 Länder, die ihr bereisen könnt, ohne München zu verlassen

Die Urlaubstage sind bereits verplant, der Urlaub aber noch so weit weg? Die beste Freundin reist seit drei Monaten durch Asien und bei euch selbst ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig? Urlaub zuhause ist die (naheliegende) Lösung für alle, die vor lauter Fernweh durchgehend im Browser Google Maps geöffnet haben. Glücklicherweise gibt es einige Orte abseits von Balkonien, in denen München anders aussieht, schmeckt, riecht oder sich anfühlt als die bayerische Heimat, die wir so gut kennen. Hier sind 11 Länder, die ihr bereisen könnt, ohne München zu verlassen.

1. China

Länder München

© thekirbster | Flickr | CC BY 2.0 Hot Pot essen im YEN’c Hot Pot Gourmet

Wer schon mal in China war, weiß, dass traditionell chinesisches Essen nicht wirklich etwas mit dem Take-Away vom China-Restaurant gegenüber zu tun hat – das fängt bereits bei den Gänsebeinchen in der Auslage an. Traditioneller Hot Pot gehört ebenfalls dazu. Den chinesischen Feuertopf bekommt man im YEN’c Hot Pot Gourmet inklusive eigener Herdplatte und während der Fond (in der Regel Schweinefleisch, Vegetarier können Gemüsebrühe bestellen) vor sich hin blubbert, darf nach Herzenswünschen alles reingeworfen werden, was das Buffet zu bieten hat. Rindfleisch, Meeresfrüchte, Tofu, Glasnudeln ... hier kann man Stunden verbringen, wobei der Geruch für manche anfangs gewöhnungsbedürftig sein kann.

2. Frankreich

© Joao Alves | Flickr | CC BY 2.0 Ein Streifzug durchs Franzosenviertel

Was wir bereits wissen: Der Münchner Osten wird immer beliebter. Schon viel länger lockt jedoch Haidhausen mit seinen Häusern im Stil der Neurenaissance für einen Ausflug nach Klein Paris. Vom Orleonsplatz am Ostbahnhof kann man gemütlich durch die Straßen wandeln, von der Belfortstraße über den Bordeauxplatz hin zum Pariser Platz – die meisten der Straßen bekamen übrigens ihre Namen aufgrund siegreicher Schlachten während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71. In der Brasserie Chez Fritz kann man dann den Tag bei hervorragendem, französischem Essen, tollem Wein und unverschämt gutem Entrecôte ausklingen kann – très bien!

3. Indien

© Unsplash Yoga und Meditation im Sivananda Yoga Zentrum

Wer heutzutage was auf sich hält, macht Yoga. Viel interessanter ist allerdings zu wissen, dass hinter der vermeintlichen Sportart die indische Lebensphilosophie steht und ihr Ursprünge bereits auf das Jahr 700 v. Chr. zurückgeht – mit westlichem Hipstertum hat das also reichlich wenig zu tun. Wer mal in eine authentische Stunde schnuppern möchte, in der nicht nur die bekanntesten Asanas gezeigt werden, sondern auch etwas Theorie überliefert wird, beispielsweise über die vegetarische Ernährung und wie wichtig es ist, sich nach den Übungen richtig zu entspannen, sollte mal im Sivananda Yoga Zentrum in der Maxvorstadt vorbeischauen. Neben den Stunden werden auch traditionelle Feste gefeiert, beispielsweise Tempelzeremonien mit Priestern aus Indien. All das und noch viel mehr Om Shanti findet man auf der Homepage.

4. England

The Victorian House

© The Victorian House Scones essen und Tee trinken im Victorian House

Seit 1991 werden in mehreren Niederlassungen, die alle zusammengehören, bereits hausgebackene Kuchen und (englische) Teesorten aufgetischt. Das Victorian House am Viktualienmarkt gibt es seit 2011 und erinnert an Londoner Boutique Hotels; es möchte in Zeiten der „Glühbirne-meets-Klemmbrett-Bars“ gemütlich und weniger minimalistisch daherkommen. Von Frühstück über Lunch und den Afternoon-Tea mit „echter clotted cream aus Cornwall“ sowie ein paar frischen Scones lässt es sich hier herrlich Zeit verplempern – vor allem, wenn es ganz typisch englisch draußen regnet. Tipp: Buch einpacken und Handy ausschalten. Wer nicht zum Viktualienmarkt fahren will, findet das Victorian House auch am Rotkreuzplatz sowie die dazugehörige Brown's Tea Bar in der Maxvorstadt.

5. Mexiko

© Anika Landsteiner Ausflug in den Botanischen Garten

Für Münchner Verhältnisse und die ständige Bequemlichkeit, den eigenen Stadtteil kaum zu verlassen, liegt der Botanische Garten am Arsch der Welt – und wird deshalb viel zu oft vergessen, was schade ist, denn die große Auswahl tropischer Pflanzen und Kakteen zaubert eine „Viva la Mexico“-Euphorie binnen Sekunden. Jacken aus, Sonnenbrille auf und rein in die Gewächshäuser. Auf einer Gesamtfläche von rund 21 Hektar können hier nämlich rund 16.000 Pflanzensorten bestaunt werden. Der dazugehörige Schmuckhof und das gesamte Freiland-Areal versprühen zwar kein Tropenfeeling, sind im Sommer aber besonders schön anzusehen und einen kleinen Spaziergang absolut wert. Im Café gibt es dann zur Stärkung Kaffee und Kuchen.

  • Botanischer Garten
  • Botanischer Garten, 80638 München
  • April & September: 09.00–18.00 Uhr, November–Januar: 9.00–16.30 Uhr, Februar, März und Oktober: 9.00–17.00 Uhr, Mai–August: 09.00–19.00 Uhr
  • Tageskarte für Erwachsene 4,50 €, ermäßigt 3 €
  • Mehr Info

6. Peru

© Larisa Blinova | Shutterstock.com Durch die peruanische Küche schlemmen

Im Nasca gibt es Ceviche soweit das Auge reicht. Neben rohem Kabeljaufilet in frischem Limettensaft werden hier auch andere Leckereien aufgetischt: Quinoa-Paella, Meeresfrüchte oder Kartoffelpüree mit frischem Chili – es geht in jedem Fall peruanisch zu. Auch ausgefallenere Angebote wie eine hausgemachte Süßkartoffelschorle oder Birnen-Milchflan in Karamellsauce warten auf euch. Das kleine Lokal an der Theresienstraße ist vor allem unter Peru-Fans beliebt, weswegen man sich der Authentizität der Küche ziemlich sicher sein kann.

7. Thailand

© Polybert49 | Flickr | CC BY-SA 3.0 Ein Spaziergang durch das Ostasiatische Ensemble im Westpark

Der Westpark wurde einst für die Internationale Gartenbauausstellung angelegt und ist sowieso schon ein Träumchen mit seinen zwei Biergärten, dem Alpinum und der romantischen Seebühne, wo den Sommer über abends Filme gezeigt werden. Doch vor allem das ostasiatische Ensemble macht den Westpark so besonders und einzigartig. Die neun Meter hohe thailändische Sala ist beeindruckend und noch dazu das erste, freistehende Buddha-Heiligtum in Europa. Hier finden neben anderen Festivitäten auch die buddhistischen Voll- und Neumondfeiern in den Sommermonaten statt. Wem Thailand als Ausflugsziel nicht reicht, der kann direkt weiterreisen und sich unter die nepalesische Pagode setzen, im japanischen Garten relaxen oder im Pavillon des Sommers des chinesischen Gartens vollkommen die Zeit vergessen.

8. Italien

© Nina Vogl Am Max-Joseph-Platz das Bella-Italia-Gefühl leben

Einfach mal bei Sonnenschein auf die Treppen der Oper setzen und nichts tun. Einfach nur das Treiben beobachten, so wie man das im Italienurlaub immer macht –  vor jedem Bistro auf einen kurzen caffè oder auf der spanischen Treppe in Rom. Wer seinen Blick über den Max-Joseph-Platz streifen lässt, murmelt dann vielleicht auch ganz leise vor sich hin, dass München doch die nördlichste Stadt Italiens ist. Linkerhand macht das Kuffler mit seiner Terrasse unter den hohen Arkaden vor allem in der Abendsonne das mediterrane Urlaubsfeeling perfekt. Wem ein Besuch in dem Nobelrestaurant zu extravagant ist, sollte ein paar Minuten Fußweg in Kauf nehmen und in der Bar Centrale einkehren. Hier wird man mit „ciao ragazze“ begrüßt, kippt traditionell den Espresso am Tresen oder isst super leckere Pasta gefolgt von dem vielleicht besten Tiramisu der Stadt.

9. Türkei

Wellness Spa München

© Hamam Mathilden Massieren lassen im Hamam Mathilden

Sich einen Tag lang fühlen wie in 1001 Nacht. Dieses Versprechen macht das Hamam Mathilden im Herzen Münchens – und kann es übrigens auch halten. Nach traditioneller Art bekommt man beim Eintritt das Leinentuch Pestemal sowie türkischen Kräutertee oder Kaffee und Ayran serviert. Entspannt wird dann auf dem warmen Marmorboden mit Sternenhimmelblick bei osmanischer Musik. Ausprobieren sollte man auf jeden Fall entweder die traditionelle Rubbel- oder Seifenmassage. Wer sich etwas ganz Dekadentes gönnen möchte, lässt sich von vier Händen gleichzeitig massieren und fühlt sich danach wie Gott im Orient.

10. Japan

© Takumi Miso-Suppe mit Sesam im Takumi

Die oftmals lange Schlange vor dem Lokal lässt vermuten, wie gut es im Takumi schmeckt. Wer einen Ausflug in die japanische Küche wagen will, ist hier vollkommen richtig. Die Ramen (japanische Nudeln), werden eigens in Sapporo hergestellt, die Suppenbrühe wird acht Stunden lang mit Knochen vom Schwein, Huhn, qualitativ hochwertigem Seetang und Gemüse in einem Topf gekocht. Für Vegetarier gibt es mittlerweile auch eine fleischfreie Variante mit Gemüsebrühe. Das Lieblingsgericht von Geschäftsführer Joshi ist übrigens Tan Tan Meh, die scharfe Misosuppe mit Sesam. Achtung: Im Takumi kann man nicht reservieren, was ebenfalls die lange Schlange vor dem Lokal erklärt. Vor allem abends muss man also definitiv Zeit mitbringen – das Essen geht dann fix.

11. Malediven

Eibsee

© Deniz Ispaylar Die Malediven in Bayern: Der Eibsee

Keinen Filter der Welt braucht's, um das Instagram-Foto vom Eibsee-Ausflug zu bearbeiten, denn die Farben des Sees sind klar, hell und überraschend türkis. Der Eibsee unterhalb der Zugspitze ist ein ideales Ausflugsziel für den Sommer, denn ein Sprung ins eiskalte Wasser ist die perfekte Abkühlung nach einem Spaziergang um den See herum, der nicht nur versteckte Ecken zum Knutschen bietet, sondern auch einen richtig schönen Ausblick auf das Wasser und Deutschlands höchsten Berg. Mit den acht kleinen Inseln innerhalb des Eibsees und den in verschiedenen Grüntönen schimmernden Wasser fühlt man sich hier also (fast) wie auf den Malediven – und viel günstiger ist der Ausflug obendrein.

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