Feinkochwerk Eatery: Fein essen in einer historischen Bahnhofshalle

© Anja Schauberger

Wer die historische Bahnhofshalle der Feinkochwerk Eatery in Hechendorf betritt, der ist erst einmal baff. Abends, wenn die Sonne auf die gedeckten Tische fällt und den Blick über die meterhohe Holzdecke ins rechte Licht rückt, dann kann man sich gut vorstellen, wie hier auch für Hochzeiten und Geburtstage eingedeckt wird. Wer keinen besonderen Anlass zu feiern hat, der kann seit März 2019 unter der Woche mittags und abends, sowie am Wochenende tagsüber – und sonntags sogar zum Frühstück – in dieser besonderen Location speisen.

Köpfe und Köche hinter dem neuen Restaurant und Café, das im Fünfseenland eröffnet hat, sind die Münchnerin Ines Czaya und ihr Mann Georg. Er ist gelernter Koch und zaubert schon seit zwanzig Jahren tolle Menüs auf die Teller, Ines hat den Supperclub Tisch & Thymian gegründet, den Holy Burger mitaufgebaut und in der Goldmarie regionale Produkte in tolle Abendessen verwandelt. Nun kochen, backen und vermieten sie ihr neues Herzstück, die Feinkochwerk Eatery – und sind damit die ganze Woche über gut beschäftigt.

Feinkochwerk Eatery: Fein essen in einer historischen Bahnhofshalle
© Anja Schauberger
Feinkochwerk Eatery: Fein essen in einer historischen Bahnhofshalle
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Eigentlich hatte Ines nur eine große Küche und ein Lager für ihr gleichnamiges Catering Feinkochwerk gesucht, als sie auf die besonderen Räumlichkeiten im Münchner Umland stieß. Die 91-jährige Dr. Isabel Mühlfenzl, die in Hechendorf wohnt, hatte den alten Bahnhof vor zwei Jahren gekauft und somit vor dem Abriss bewahrt. Nachdem sie die historische Wartehalle aufwendig hatte renovieren lassen, war sie auf der Suche nach einem Pächter. Das Konzept, das Ines Czaya und ihr Mann vorlegten, war perfekt und so kamen die beiden ins Geschäft – und Dr. Isabel Mühlfenzl sitzt nun fast jeden Abend zum Essen im Feinkochwerk Eatery.

Hausgemachte Pasta und regionales Fleisch in Bio-Qualität

Das geht gut, denn Ines und Georg wechseln die Karte oft durch – zum einen, weil sie möglichst regional und saisonal kochen möchten, zum anderen weil es so auch für die Köche nicht langweilig wird. Die Abendkarte ist mit sechs Hauptgerichten und einer Handvoll Nachspeisen überschaubar, aber dafür klingt jedes Gericht so gut, dass man sich trotzdem nicht entscheiden kann, was man nehmen möchte. Fleischessern legen wir das Dry Aged Steak vom Holzkohlegrill mit hausgemachter Barbequesauce und wahlweise mit Meersalzflocken-Pommes, Grillgemüse oder Salat ans Herz.

Feinkochwerk Eatery: Fein essen in einer historischen Bahnhofshalle
© Anja Schauberger
Feinkochwerk Eatery: Fein essen in einer historischen Bahnhofshalle
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Auch gut klingt die confierte Entenkeule mit Kartöffelchen, geschmorter Gurke und Jus. Das Fleisch beziehen die beiden vom Thomahof in Brandl, der viel Wert legt auf artgerechte Tierhaltung in Bio-Qualität. Und dadurch kommt auch wahnsinnig feines Fleisch heraus. Ines ist in einem Bio-Haushalt aufgewachsen und kauft ganz automatisch nur gute Produkte fürs Restaurant ein – und das schmeckt man vom Gemüse bis zur Milch. Bei Lebensmitteln sparen, kann sie nicht verstehen.

Gespart wird im Feinkochwerk Eatery wirklich an nichts – auch nicht an Liebe und Arbeit. Die selbstgemachten Ravioli mit Gorgonzola-Walnussfüllung, frischen Feigen und Rosmarin sind deshalb so gut, weil die Füllung frisch schmeckt und sich nicht zu einem Einheitsbreit mit dem Pastateig vermischt. Das können eben nur handgemachte Ravioli. Der Ziegenkäsesalat, den wir uns als Vorspeise teilen, punktet mit einem tollen Himbeer-Dressing, schwarzem Sesam und perfekt angebratenem Ziegenkäse. Zum Nachtisch gibt's einmal die Tarte au Citron mit Baiser und Erdbeeren sowie das lauwarme Schokoküchlein mit gegrillten Pfirsichen.

Feinkochwerk Eatery: Fein essen in einer historischen Bahnhofshalle
© Anja Schauberger
Feinkochwerk Eatery: Fein essen in einer historischen Bahnhofshalle
© Anja Schauberger

Spiegeleier mit Rotweinbacon – die Feinkochwerk Eatery kann auch Frühstück

Beides wahnsinnig lecker, denn Georg und Ines backen auch selbst. Wer also nur einmal nachmittags auf Kaffee und Kuchen im Feinkochwerk Eatery vorbeischaut, bekommt bei hausgemachtem Cheesecake und Apfelstreusel schon einen guten Einblick in die hochwertige Küche der beiden. Und immer sonntags servieren die beiden nun Frühstück wie Omlette mit Babyspinat, Spiegeleier mit Rotweinbacon oder Zimtschnecken aus der Zimtschneckenfabrik in Obergiesing.

Perfekt also für alle, die am Wochenende unterwegs zum Pilsen- oder Wörthsee sind – oder nach dem Baden noch etwas Feines essen möchten. Die Feinwerk Eatery punktet nämlich noch mit einer großen Terrassen und einer ebenso großen Spritz-Auswahl. Und man kommt öffentlich sehr gut hin, denn wie das Bahnhofshallen so an sich haben, stehen sie direkt an Bahnhöfen. Mit der S8 ist man in rund 40 Minuten wieder am Münchner Hauptbahnhof – und die Feinkochwerk Eatery ist jede Minute Fahrtzeit wert.

Feinkochwerk Eatery: Fein essen in einer historischen Bahnhofshalle
© Anja Schauberger
Feinkochwerk Eatery: Fein essen in einer historischen Bahnhofshalle
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Unbedingt probieren // das Fleisch – das kommt nämlich von glücklichen Tieren vom Thomahof in Brandl und schmeckt fantastisch. Genauso fein ist die selbstgemachte Pasta!

Vegetarisch // Mindestens die Hälfte der wechselnden Karte ist vegetarisch.

Mit wem gehst du hin // Mit deinen Freundinnen zum Frühstücken sonntags vorm See, mit deinem Freund zum romantischen Abendessen, mit deinen Eltern zum runden Geburtstag.

Für Fans vom // Lenas am See, Büffelhof Beuerbach und dem Mangfallblau.

Preise // Hauptgerichte zwischen 15 und 23 Euro, Frühstücksangebote zwischen 3,80 und 8,50 Euro, Mittagspause für 5,20 bis 9 Euro, Cappuccino 3,20 Euro.

Besonderheit des Ladens // Das Feinkochwerk befindet sich in einer alten Bahnhofshalle und wurde aufwendig renoviert. Hier kann man nicht nur hervorragend essen, sondern auch Geburtstage und Hochzeiten feiern.

Feinkochwerk Eatery | Bahnhofstraße 4, 82229 Seefeld | Mittwoch – Freitag: 14.00–23.00 Uhr, Samstag & Sonntag: 09.30–18.00 Uhr | Mehr Infos

Wir wurden vom Restaurant eingeladen. Das beeinflusst aber nicht unser ehrliche Meinung.

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