11 schöne Dinge, die du immer in Passau machen kannst

Wenn man Passauer Studierende fragt, wie sie denn die Stadt finden, dann ist die Antwort meist diese: "Eine wunderschöne, kleine Stadt, aber nach drei Jahren reicht’s dann auch wieder." Die zwei wirklich wichtigen Wörter dieser Antwort: wunderschön und klein. Wunderschön und klein, das klingt nach einem perfekten Tagesausflug oder auch Wochenendtrip. Und das Beste: In nur zwei Stunden bist du mit der Bahn in der niederbayerischen Drei-Flüsse-Stadt. Wenn ihr ein Bayern-Ticket kauft und vier Mitfahrer*innen findet, könnt ihr sogar für unter 12 Euro fahren. Tauscht die Isar mal gegen Donau, Inn und Ilz, schlendert durch schmale Gässchen und schippert auf Booten dem Sonnenuntergang entgegen – viel Spaß in Passau!

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© Christina Winkler Sich Wien ganz nahe fühlen im Café Anton

Das Café Anton liegt in einer schmalen Gasse nahe dem Dom. Das kleine Café erinnert mit dem feinen Porzellan und der barockangehauchten Einrichtung nicht nur an das gemütliche Wohnzimmer deiner Großeltern, sondern vor allem auch an Wien. Sehr zu empfehlen ist hier der hausgemachte Apfelkuchen. Besonders gut schmeckt dieser im Sommer im kleinen, liebevoll dekoriertem Innenhof. Falls du hier keinen Platz mehr ergattern solltest, ist direkt nebenan das Café Schöffberger, das zwar mit eher modernem Interieur das komplette Gegenteil des Antons, aber genauso schön ist.

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© Christina Winkler Durch die Gassen vom Rathaus zum Dom schlendern

Die Drei-Flüsse-Stadt ist vielen vor allem wegen der zahlreichen Überschwemmungen bekannt. Wie schlimm diese wirklich sind, wird einem klar, wenn man am Rathausplatz steht. Denn hier ist an der Wand vermerkt, wie hoch der Pegelstand bei Überschwemmungen bisher war. Die vielen kleinen Gassen sind bei Hochwasser nicht mehr zu Fuß passierbar. Und Gassen gibt es viele: Passau ist verwinkelt, am besten einfach durch die bunten, kleinen Häuserreihen treiben lassen. Früher oder später kommst du dann am Domplatz raus. Der Dom ist eines der Wahrzeichen der Stadt, ein Blick hinein lohnt sich, nennen wir es dezent pompös. Und die Passauer sind stolz auf ihren Dom, denn darin befindet sich die größte spielbare Orgelanlage Europas und die fünftgrößte der Welt.

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© Christina Winkler Tanzend dem Sonnenuntergang entgegen schippern

Zugegeben das Nightlife-Angebot der Stadt lässt manchmal zu wünschen übrig. Allerdings nicht im Sommer! Denn hier wird eine Bootsparty nach der anderen geschmissen und diese können sich sehen lassen. Denn die über 12.000 Student*innen der Stadt wissen wie man feiert: Sportlerpartys, 90er-Bootspartys, K6Kollektiv-Raves und und und. Was auf dem Land leider nur selten der Fall ist, wird auf dem Wasser möglich gemacht: Jeder Musikgeschmack findet sein Schiff, jeder Sonnenuntergang wird zelebriert und jeder Zweifel daran, dass diese Stadt eingeschlafen ist, wird über Board geworfen. In diesem Sinne: Cheers!

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© Christina Winkler Gut bürgerlich essen im Goldenen Schiff

Wenn man schon in Niederbayern und so nah an der Grenze zu Österreich ist, dann sollte man auch bayerisch oder gar österreichisch essen. Nicht nur gut, sondern auch Bio- und Slow-Food zertifiziert geht das im Goldenen Schiff. Kein Schnickschnack, keine überteuerten Preise und kein knurrender Magen: Das Wirtshaus besticht durch das was auf den Teller kommt. Unter der Woche gibt’s beispielsweise wechselnde Tagesgerichte für nur 8,50 Euro und das kann sich sehen lassen: Fleischpflanzerl, Rohrnudeln, Tiroler Gröstl und Foodkoma inklusive. Laue Abende verbringst du im Goldenen Schiff übrigens im wohl schönsten Biergarten der Stadt und die Nacht nach dem ein oder anderen Bier in der hauseigenen Pension.

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© Christina Winkler Typischer Touri sein und hoch zur Veste Oberhaus spazieren

Ja, du wirst am Oberhaus nicht der einzige Tourist sein, aber ja du wirst auch einen traumhaften Blick über die Stadt samt der Flüsse haben. Und ja, die Veste Oberhaus ist ein Stück Passauer Geschichte. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde der Grundstein der Burg gelegt, in der die weltlichen und kirchlichen Herrscher lebten und vor feindlichen Angriffen Schutz suchten. So weit, so gut; mehr zur Geschichte der Veste kannst du vor Ort im Museum lernen. Oder aber du genießt einfach nur die Stimmung über den Dächern der Stadt: im feinen Restaurant „Das Oberhaus“ oder mit einer Flasche Bier auf der Aussichtsplattform. Es lohnt sich also sowohl für Geschichts-Nerds, als auch für kleine Romantiker den Gamperlsteig hochzuwandern.

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© Lukas Pilsl Kein Touri sein und zum Baden die Isar mit den Ilzstauseen tauschen

Vermutlich wirst du diesen Tipp nur beherzigen, wenn du länger in der Stadt bist. Denn um in einen Ilzstausee zu springen, muss man erst einmal mit dem Bus, Auto, Rad oder zu Fuß Richtung Hals und dann noch weiter nördlich kommen. Hals, das ist ein Passauer Stadtteil, der – tadaaaaa – an der Ilz liegt. Und für ein ausgiebiges Badevergnügen sollte man sich auch ein bisschen Zeit nehmen, vor allem auch deshalb weil es sich lohnt nicht nur am Halser Stausee zu bleiben, sondern ein bisschen an der Ilz entlang zu spazieren bis zur Oberilzmühle. Ganz abgesehen davon ist die Natur hier äußerst natürlich (mhm, genau). Wenn du also keine Badeklamotten dabei hast, lässt es sich hier auch einfach nur gut wandern.

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Open Air

© Trägertal Den Festivalsommer im Trägertal zelebrieren

Was vor ein paar Jahren klein begonnen hat, ist mittlerweile ziemlich bekannt, beliebt und bezeichnend für den Passauer Sommer: das Tanz im Trägertal. Nirgendwo sonst kannst du zu Disco, Dance, Funk, Elektro und Techno mit so vielen Menschen so intim feiern wie im Trägertal. Zwischen Bäumen und Grashüpfern gibt’s feinste Klänge von DJs aus Passau (u.a. HNDSM, DJ Ree-Doo), München (u.a. André Dancekowski, Okay Kiosk), Leipzig (u.a. Transzendånce) und mehr auf die Ohren. Nach dem Rave ist vor dem Kater? Gerne! Im Trägertal läuft nach der Feierei eine Woche lang Katerprogramm: Lesungen, Kleidertausch, Live-Podcasts und und und – bevor es dann am Wochenende beim Trägertal Live mit verschiedensten Musiker*innen (2019 u.a. mit Franc Moody) nochmal auf die Tanzfläche geht.

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© Christina Winkler Bouldern, Radeln, Kanu fahren: Sportlich unterwegs rund um Passau

Ganz neu in Passau: der Steinbock. Eine Boulderhalle im Passauer Ortsteil Kohlbruck (hier findet übrigens auch zweimal im Jahr die Passauer Dult statt, aber das ist eher Trinksport). Für Boulderbegeisterte lohnt sich ein Abstecher. Für nicht-boulderbegeisterte Freunde gibt es ein Café. Wenn man im Sommer lieber draußen Sport macht, dann kann man sich zu Kanufahrern auf die Donau gesellen. Oder man überquert die Grenze an Land und macht eine Radtour nach Linz! An der Donau entlang kann man, wenn man etwas mehr Zeit hat, bis nach Wien und weiter radeln. Für die nicht-radfahrbegeisterten Freunde plant man eine Tour (geht auch zu Fuß) dem Inn entlang nach Wernstein am Inn und trinkt dort Most (steht auf der To-Do-Liste aller Student*innen).

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© Christina Winkler Kino, Kabarett & Köstlichkeiten im ScharfrichterHaus

Zwischen Dom und Rathaus, zwischen kleinen Gässchen: ein kleines, aber prämiertes Programmkino, ein kleiner verführerischer Innenhof, ein kleines Theater, eine Vinothek, ein Restaurant und überhaupt wirkt das ScharfrichterHaus so klein und heimelig, obwohl es in Wahrheit Großes zu bieten hat. Wenn man noch nach einer Abendgestaltung sucht, dann lohnt sich ein Blick in das Programm des Kleinkunst- und Kabaretttheaters und wenn dir das nicht zusagt, dann kannst du immer noch mit einem Glas Vino im Arkadeninnenhof flanieren oder unter gemütlichem Kellergewölbe einen Happen essen.

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© Christina Winkler Die Innstadt erkunden: Kneipen, Kirchen & Käsekuchen

Wenn man den Inn überquert, dann kommt man rüber zur Innstadt, dem einzigen Stadtteil, der rechts vom Inn liegt. Hier bist du nicht nur schon ganz nah an der Grenze zu Österreich, sondern auch ganz nah am wohl besten Kaffee und Käsekuchen der Stadt: im Kaffeewerk am Kirchenplatz. Nachdem du dich hier gestärkt hast, lohnt es sich für eine mordsmäßige Aussicht den Berg zur Wallfahrtskirche Mariahilf hoch zu laufen – besonders schön wird’s dort oben wenn die Sonne langsam untergeht. Und wenn die Sonne dann weg ist, dann findest du hinter den bunten Häuserfassaden der Innstadt auch die ein oder andere Kneipe.

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© Christina Winkler Aus drei mach eins an der Ortspitze

An der Ortspitze fließen die drei Flüsse Donau, Inn und Ilz zusammen und das sieht man auch: der grüne Inn und die dunkle Ilz verschmelzen hier mit der blauen Donau. Der Bereich rund um das Dreiflüsseeck ist aber generell sehr belebt: Mehrere Wochen jährlich findet hier das Eulenspiegel Zeltfestival statt, bei dem verschiedenste Künstler*innen ein spannendes Kulturprogramm bieten. Noch ein Tipp: Wenn du deinen Passau-Trip noch nicht konkret geplant hast, dann komm doch am besten zur Kunstnacht, die sich in der ganzen Altstadt, bis hin zur Ortspitze abspielt. In dieser Nacht öffnen Galerien, Ateliers und Museen ihre Türen. Man kann Kunst gucken, an jeder Ecke ein Bierchen trinken, über das Leben philosophieren und den Sommer inhalieren.

Titelbild: © Pixabay | ABeijeman

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