Ein Terrassentraum wird wahr: Das neue Café Kranich in der Sonnenstraße

© Café Kranich

Was wisst ihr so über Kraniche? Wir ehrlich gesagt so gut wie gar nichts – also außer der Tatsache, dass sie sich in den letzten Jahren fleißig vermehrt haben. Während sich die gefiederten Vertreter allerdings hauptsächlich in Nord- und Ostdeutschland aufhalten, hat München seine ganz eigene Kranich-Population. Nachdem sich der Holzkranich und der kleine Kranich im Grenzgebiet zwischen Maxvorstadt und Schwabing niedergelassen haben, findet ihr das neue – um einiges größere – Nest nun an einer prominenten Adresse mitten auf der Sonnenstraße. In dem unerwartet großzügigen Hinterhof der Hausnummer 19, also dort, wo lange Zeit das Café Cord residierte, ist nach fleißiger Umbauphase das Café Kranich gelandet.

Da macht der Pinterest-Algorithmus Luftsprünge!

In den letzten Monaten hat das Kranich-Team, das unter anderem auch den Bier- und Weingarten auf der Praterinsel betreibt, das mittlerweile doch etwas in die Jahre gekommene Café Cord einmal auf links gedreht. Da wurden nicht nur ein paar Tische abgeschliffen, sondern das gesamte Lokal auf Verjüngungskur geschickt. Im unteren Bereich dominiert die goldverkleidete Bar, samt Lederhockern und dem obligatorischen türkisen Fliesenspiegel. Da kann man sich ein anerkennendes Nicken nicht verkneifen, doch für den echten Blickfang, muss sich der Kopf schon etwas neigen, um das Pflanzen-Glühbirnen-Konstrukt an der Decke zu bewundern – da macht der Pinterest-Algorithmus Luftsprünge!

© Nina Vogl
© Nina Vogl
© Nina Vogl

Edler Touch trifft Omasessel trifft krasse Terrasse

Im Obergeschoss sorgen blaugraue Wände und lederbezogene Sitzecken für eher edleren Touch und gerade in dem Moment, in dem man denkt "Huch, schon irgendwie ganz schön schick.", sorgen die Kranich-typischen Omasofas und -sessel für einen angenehmen Bruch. Da freut es uns umso mehr, dass wir uns dank Corona-Lockerungen nun auch wieder drinnen aufhalten dürfen. Wobei der absolute Jackpot des Ladens dann doch die enorme Terrasse ist. Die breitet sich nämlich mehr oder weniger über den gesamten Innenhof aus und bietet – unter normalen Umständen –Sitzplätze für etwa 190 Personen.

Als ob das nicht ohnehin schon eine Besonderheit in der knapp bemessenen Altstadt wäre, gibt es hier draußen dank Privatgrund theoretisch auch keine Sperrstunde. Holladiewaldfee! Da schlagen nicht nur unsere Herzen höher, sondern auch die der Betreiber*innen, die hier in Zukunft gerne an ihre Event-Vergangenheit anknüpfen wollen. Wir sagen nur Sonntagsgefühl und Hip Hop & BBQ. Bis dahin lässt es sich hier aber auch schon zum Mittagessen wunderbar in der Sonne sitzen oder vom Aperitivo, übers Abendessen bis zum Feierabenddrink (oder drei?) gut versacken.

© Nina Vogl
© Café Kranich
© Café Kranich

The Dark Knight Rices – Eine Speisekarte, bei der jede*r glücklich wird

Damit die Teller und Gläser nicht nur gut gefüllt sind, sondern tatsächlich auch gut schmecken, haben sich die Betreiber erfahrene Mitarbeiter ins Nest geholt. In der Küche hat Tacitus, der unter anderem schon im La Bohème gekocht hat, das Sagen. Die Speisekarte ist überschaubar und bedient dennoch die verschiedenste Geschmäcker und für fragwürdige Wortspiele bei den Namen sind wir sowieso immer zu haben.

Veganer*innen bestellen zum Beispiel "The Dark Knight Rices" (schwarzes Risotto mit Passionsfrucht und Kürbis), Fleischfreund*innen gönnen sich Cheeks on Fleek (Kalbsbäckchen mit Kartoffelstampf und Spitzkohl) und spätestens beim Kranich Schmarrn sind sich wohl alle einig. Moderne, europäische Küche nennt sich das an. Handwerklich gut gekocht, fotogen angerichtet, aber am Ende doch nicht zu experimentell. Wir haben bisher nur die Pasta von der wechselnden Mittagskarte probiert, sind aber optimistisch, dass die Fotos halten, was sie versprechen.

© Café Kranich
© Café Kranich
© Café Kranich

Tegernseer vom Fass, Kranich-Hauswein oder ausgefallene Drinks

Einige der Zutaten, die sonst wohl eher in der Küche zu Hause sind, haben aber auch ihren Weg an die Bar gefunden. Hier ist Moe verantwortlich. Der Gute ist auch kein Unbekannter der Münchner Barszene und zapft euch nicht nur frisches Tegernseer vom Fass (3,90 Euro für die Hoibe), sondern mixt euch auch den ein oder anderen ausgefallenen Drink. Probiert doch mal den El Chapo mit Tequila, roter Beete, Artischocke, Wermut und Tonic oder genießt die Terrasse bei einem Moe's mit Gin, Zitronengras, Zucker, Zitrone, Joghurt und Soda! Ihr seid eher Team Wein? Dann versucht es doch mit den hauseigenen Kranich-Weinen in weiß, rot oder als Rosé. Aber ganz ehrlich: Am Ende ist es fast egal. Hauptsache Sommer, Sonne, Platz zum Sitzen und ein kühles Getränk in der Hand!

Unbedingt probieren // Den Kranich Schmarrn und den El Chapo Drink mit Tequila, roter Beete, Artischocke, Wermut und Tonic

Vegan // Auf der Mittagskarte gibt es immer eine vegane Option und auf der Abendkarte warten aktuell dreierlei Aufstrich, Teigtaschen mit Süßkartoffel oder schwarzes Risotto mit Passionsfrucht, Kürbis und Mandel!

Mit wem gehst du hin // Richtig guter Date-Spot, aber auch optimal, um mal wieder mit einer ganzen Bande Freunde den Abend zu verbringen.

Für Fans vom // Holzkranich, La Bohème

Preise // Lunch zwischen 8 und 10 Euro, Vorspeisen ab 6 Euro, Hauptspeisen 12 bis 19 Euro, Cocktails ca. 10 Euro

Besonderheit des Ladens // Definitiv die fette Terrasse

Café Kranich | Sonnenstraße 19, 80331 München | Montag – Samstag: 11.00–24.00 Uhr | Mehr Info

Entdecke die besten Restaurants, Bars und Plätze in deiner Nähe.

Zur neuen Karte!