Mit Pauken & Raketen: Das Café Kosmos hat jetzt eine Dachterrasse

© Nina Vogl

Kleiner Lesehinweis: Dieser Text kann auch als Trinkspiel dienen. Einfach vor Ort lesen und für jeden Weltallvergleich einen Grasovka mit frischem Apfel (bald wieder erhältlich!) oder einen Schnaps eurer Wahl runterkippen.

Ob Florian Schönhofer bei der Namensgebung seiner stadtbekannten Bar von Anfang an wusste, wie passend dieser Name sein würde, wissen wir nicht genau. Doch wer auch nur ein einziges Mal Gast im Café Kosmos war, der weiß, dass der Name ein doppelter Volltreffer ist – mindestens. Denn einerseits konnte man bei den günstigen Bierpreisen nie sicher sein, ob man nicht in einer anderen Galaxie gelandet ist. Andererseits sorgte dieser Umstand dafür, dass die Besucher*innen nicht nur die Biere, sondern auch die ohnehin schon geringe Menge Sauerstoff in einem Tempo wegatmeten, dass eigentlich jedem nur schwindelig werden konnte – selbst gestandenen Kosmonaut*innen.

Per Anhalter auf die Hinterhofterrasse

Kurzgesagt: Es gab stets viele gute Gründe, das Café Kosmos zu besuchen – Frischluft war keiner davon. Doch weil wir uns seit Monaten die Luft nur noch selbst wegatmen und zwecks Abstandsregelungen mindestens vier Babyelefanten (wahlweise Alpakas) um uns scharen sollten, ist das Kosmos schrittweise von unserem Radar verschwunden. Nur um plötzlich mit einer Hinterhofterrasse wieder aufzutauchen und damit einzuschlagen wie ein mittelschwerer Meteoritenregen.

© Nina Vogl
Café Kosmos Terrasse
© Lilli Wermuth
Café Kosmos Terrasse
© Lilli Wermuth

Eine Rooftop Bar vom anderen Stern

Wem die Weltall-Analogien an dieser Stelle schon zu viel sind, der sollte nicht weiterlesen, sondern sich – falls nicht schon geschehen – mit Lichtgeschwindigkeit in den Hinterhof der Dachauer Straße 7A begeben.

Dabei ist der neue Außenbereich, den sich das Kosmos und das dazugehörige Nachbarlokal Bufet teilen, nicht einfach windig hingezimmert wie so mancher Schanigarten. Nein, da wurde mächtig geschwitzt und geschweißt, bis die verwinkelte Stahlkonstruktion stand – internationale Raumstationen sind ein Witz dagegen. Elf Monate dauerte es von der ersten Idee bis zum fertigen Terrassentraum auf Duplexgarage. Der Antragsmarathon dauerte nicht ganz so lang wie die Astronaut*innen-Ausbildung, war aber mindestens so kompliziert.

Café Kosmos Terrasse
© Lilli Wermuth
© Nina Vogl
Café Kosmos Terrasse
© Lilli Wermuth

Irgendwas mit raketendicht

Mit der neuartigen Terrasse wurde also nicht nur der Münchner Gastro-Horizont erweitert, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Umlaufbahn erschaffen. Tagsüber spaziert ihr von 12 bis 18 Uhr ins Café Kosmos, bestellt Kaffee, Kuchen oder doch schon Bier, nehmt die gute, alte Wendeltreppe in den ersten Stock und latscht schnurstracks auf die Terrasse. Ab 18 Uhr geht ihr über zum Maxlrainer aus dem Stahltank, snackt eine Wurst oder wahlweise Knödelsalat und schwebt dann möglichst schwerelos hinab ins Bufet und raus auf die – Achtung! – Marsstraße.

Falls ihr doch noch annähernd echte Kosmos-Luft schnuppern wollt: Abends könnt ihr die Bar für eure privaten Feiern mieten. Ab einer Mindestbesatzung von 30 trinkfreudigen Kumpan*innen seid ihr am Start.

Café Kosmos & Bufet | Dachauer Straße 7A, 80335 München | Café Kosmos: Montag – Samstag: 12.00–18.00 Uhr, Sonntag: 14.00–01.00 Uhr | Bufet: Montag – Samstag: 18.00–01.00 Uhr | Terrasse: Montag – Freitag: 12.00–22.00 Uhr, Samstag & Sonntag: 14.00–22.00 Uhr | Mehr Info

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