11 magische Orte im Umland, an denen ihr einfach mal durchatmen könnt

Immer wenn wir an einem besonders schönen Ort ankommen, möchten wir sofort unser Handy zücken und die Pizza, den Brunnen oder das Bergpanorama für euch festhalten. Doch manche Ausblicke verzaubern uns so, dass wir erstmal mit allen Sinnen die Location erleben müssen – sehen, wie das Sonnenlicht in der Waldschlucht bricht, fühlen, warum sich die Wanderung zu einem einsamen Bergsee gelohnt hat, hören, wie Wasserfälle eine Klamm hinab rauschen, riechen, wie die Blumen auf den Hügeln duften und natürlich schmecken, was die Gastrom*innen im Umland zu bieten haben. 11 Orte rund um München, die an denen ihr magische Eindrücke erleben und erst nach dem ersten Blick eure Kamera auspackt, haben wir für euch gesammelt.

Ammergau Schleifmühlklamm
© Nina Vogl

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Wasserfälle bestaunen in der Schleifmühlklamm

Okay, die Partnachklamm in Garmisch kennt jede*r, aber in Unterammergau gibt es eine kleine, charmante Klamm, die uns fast noch ein bisschen besser gefällt. In der Schlucht ist zwar am Wochenende auch einiges los, aber die schönen Wasserfälle, die sich in türkisgrüne Gumpen ergießen, müsst ihr euch einfach anschauen. Besonders auffällig ist das außergewöhnliche Gestein, denn der Name Schleifmühlklamm kommt nicht von ungefähr: Bis in die 60er-Jahre wurden hier die traditionellen Unterammergauer Wetzsteine hergestellt. Die Oma oder der Opa haben bestimmt noch einen in der Küchenschublade.

Campingplatz Pilsensee
© Campingplatz Pilsensee

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Am Pilsensee in einem Schlaffass übernachten

Ja, richtig gelesen. Am Pilsensee kann man in Fässern nächtigen – sehr komfortabel und sogar mit Seeblick. Natürlich ist auf dem riesigen Campingplatz mit eigenen Badewiesen und Stegen zudem Platz für alle Übernachtungsarten: Fass, Zelt, Hütte oder Wohnmobil. Eigentlich muss man den Campingplatz auch nie mehr verlassen, weil man hier wirklich alles hat, was das Ausflugsherz begehrt: Schwimmen (klar), Stand-up-Paddling, Boot fahren, segeln oder einfach mal nur ausruhen. Für das leibliche Wohl gibt es einen kleinen Supermarkt mit allem Nötigen sowie eine Gaststätte. Auf der Zeltwiese kann man abends am Lagerfeuer sitzen oder von einem der Stege den Sonnenuntergang bewundern. Simpel, aber wunderschön.

© Pixabay

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Eine mehrstündige Wanderung zum Schrecksee machen

Der Schrecksee im Allgäu liegt auf stolzen 1.813 Metern Höhe und ist damit ein ausgewachsener Hochgebirgssee. Dementsprechend muss man schon bereit sein, eine mehrstündige Wanderung mit knapp 1.000 Höhenmetern auf sich zu nehmen. Dafür teilt ihr die Alpen an dieser Stelle aber auch mit weniger Menschen als auf anderen Touren. Die Strapazen lohnen sich auf jeden Fall, denn den Anblick werdet ihr nicht so schnell vergessen – auch wenn man ohnehin sofort eine Million Fotos davon machen möchte. Gönnt euch nach dem obligatorischen Ausflugsziel-Fotoshooting auch einen Moment zu Durchatmen, denn so reine Luft gibt es im Münchner Zentrum nicht.

Waldschlucht Bad Kohlgrub
© Nina Vogl

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Live-Musik und Drinks in der Waldschlucht in Bad Kohlgrub genießen

Anfang 2021 hat die Crew aus dem Gans Woanders, dem Gans am Wasser, der Alten Utting und dem Bahnwärter Thiel die Waldschlucht bei Bad Kohlgrub übernommen und daraus ein märchenhaftes Areal gezaubert. Bunte Bierbänke, zusammengewürfelte Terrassenmöbel, skurrile Dekostücke, eine Discokugel und Zirkuszelte schmücken den Ort. Draußen lauscht ihr im Sommer der Natur und – wenn ihr Glück habt – einer Liveband. Im Inneren des Cafés gibts kühle Getränke, Kaffee, Kuchen und natürlich die weltbekannten Pommes! Die Waldschlucht ist allerdings noch lange nicht fertig und so soll aus dem Erdgeschoss des kleinen "Sommerhauses" eine Sauna werden, nach der sich im kleinen Naturpool draußen abgekühlt werden kann.

  • Waldschlucht An der Leiten 9, 82433 Bad Kohlgrub
  • Freitag: 17.00–23.00 Uhr, Samstag: 14.00–23.00 Uhr, Sonntag: 12.00–18.00 Uhr
  • Anreise per Bahn: München Hauptbahnhof – Bad Kohlgrub (Dauer: 1.15 Stunden) + Fußweg: 20 Minuten
© Katharina März

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Gipfel vom Bergdorf Hinterstein aus erklimmen

Tegelberg im Osten, Rubihorn im Oberallgäu oder Hochgrat im Westen. Dem Allgäu mangelt es an einem nicht: Gipfel! Wo soll man hoch? Bei der Auswahl wirklich schwer zu sagen. Aber es lohnt sich zum Beispiel auch eine Abzweigung in das Hintersteiner oder das Gunzesrieder Tal. Hier ist weniger los als im Ballungsbergwanderraum um Füssen, Oberstdorf oder Oberstaufen. Eine besonders anspruchsvolle Wanderung könnt ihr vom Bergdorf Hinterstein aus Richtung Lahnerkopf und Kastenkopf antreten.

Spaziergänge München Umland Königshaus am Schachen
© Pixabay | hakelbudel

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Von Elmau über den Königsweg zum Schachenhaus wandern

Das Königshaus am Schachen über Garmisch-Partenkirchen hat König Ludwig II bauen lassen und einmal im Jahr als Geburtstags-Domizil genutzt. Als großer Orient-Fan hat er im ersten Stock einen Türkischen Saal errichten lassen, der einen direkt von den Bergen in einen Palast aus 1000 und einer Nacht katapultiert. Muss man gesehen haben! Vom Wanderparkplatz Elmau aus braucht man für den Aufstieg circa drei Stunden und ein bisschen Ausdauer. Die wird aber schon auf dem Weg mit der Aussicht auf die Alpspitze und das Reintal belohnt. Im Schachenhaus neben dem Schloss könnt ihr euch vor der Besichtigung mit Gulaschsuppe oder Kuchen stärken.

weltenburg donaudurchbruch
© pixabay | USA Reiseblogger | fietzefotos

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Eine Schifffahrt zum Donaudurchbruch und dem Kloster Weltenburg machen

Ja, schon klar: Schiffsfahrten sind spießig. Aber manchmal ist Spießigkeit dann doch ganz schön. Zum Beispiel in einem sonnigen Moment auf der Donau, wenn euch der Fahrtwind durch die Haare bläst und ihr zum ersten Mal den Donaudurchbruch seht. Der erinnert nämlich nicht umsonst an Khao Sok in Thailand. Weiter geht es dann bis zum Kloster Weltenburg, wo ihr mit einem kalten Hellen auf das schöne Leben anstoßen könnt – das Kloster beherbergt eine der ältesten Brauereien Bayerns. Zurück fahrt ihr dann entweder wieder mit dem Schiff oder ihr geht zu Fuß.

Sylvensteinspeicher
© Sylvensteinsee.info

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Für magische Momente runter zum Sylvensteinspeicher düsen

Der Sylvensteinspeicher ist vielen ein Begriff – doch wart ihr schon mal da? Der Weg zum Eingangstor vom Norden in Richtung Karwendel ist super einfach. Ihr müsst nur dem Lauf der Isar folgen. Unterwegs gibt es bereits zahlreiche Plätzchen, die einem zum Verweilen einladen. Kurz bevor es auf die große Brücke zugeht, die über den Sylvensteinsee führt, solltet ihr nochmal ordentlich Luft holen. Wenn sich nämlich einmal dieser unglaubliche Blick über Wasser, Wald und Weite vor euch ausbreitet, verschlägt es euch mit Sicherheit den Atmen.

Landsberg am Lech
© Nina Vogl

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Bunte Häuser und ein rauschender Fluss in Landsberg am Lech

Diese Stadt könnte als Definition von „idyllisch“ im Duden stehen – wenn man in Landsberg am Lech ankommt, überkommt einen irgendwie das Gefühl, als wäre die Welt hier noch in Ordnung: bunte Häuserfassaden, eine Altstadt mit schnuckeligen Cafés, mittelalterliche Türme und ein altes Rathaus. Daneben fließt ein Fluss, der dieser ohnehin schon romantischen Atmosphäre das i-Tüpfelchen verpasst: der Lech. Das sogenannte Lech- oder auch Karolinenwehr bietet einen beeindruckenden Anblick: Über vier Stufen rauscht das Wasser hinunter. Obwohl die Lechstufen künstlich angelegt wurden, sind sie definitiv ein Highlight – allein dafür lohnt sich ein Ausflug in eines der schönsten Dörfer.

© Well Outside

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Über den Königssee schippern und auf dem Rinnkendl-Steig kraxeln

Die Runde auf das Große Teufelshorn ist euch zu krass, aber ihr wollt trotzdem einen feinen Blick auf den Königssee? Kein Problem, dann schaut euch doch mal die Rinnkendl-Steig-Route an: Mit dem Boot fahrt ihr bis St. Bartholomä und wandert quasi oberhalb um den halben See zurück zum Ausgangspunkt. Zuerst führt dort ein knackiger Anstieg durch den Wald und dann geht es weiter auf der „scenic Route“ bis zur Archenkanzel mit bombastischem Ausblick. Schwindelfrei solltet ihr auf jeden Fall sein – der Weg ist immer wieder mit Seilen und Eisenstiften gesichert. Wenn es euch dann noch in den Füßen juckt, könnt ihr einen kurzen Abstecher zum bekannten „Malerwinkel“ mit Aussicht auf See und Boote machen.

Schöne Stege in Bayern
© Alpenwelt Karwendel | Rudolf Pohmann

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Bunte Blumenwiesen und absolute Ruhe am Geroldsee

Der Ausblick auf das Zugspitzmassiv, der blühende Enzian und unvergleichliche Ruhe – mehr kann man von einem Natursee nicht erwarten. Der Steg am Geroldsee (auch als Wagenbrüchsee bekannt) führt in einen der wärmsten Badeseen im Karwendel. Ihr müsst keine Botaniker*innen sein, um die vielen Pflanzen und Blumen zu entdecken, die wild und frei das Wasser einrahmen. Willkommen in der vollkommenen Naturbelassenheit dank Naturschutzgebiet. Bei klarem Himmel könnt ihr rund um den Moorsee auch super schön Sterne schauen.

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