11 vergnügte Fragen zur Kommunalwahl 2020: Katrin Habenschaden – Bündnis 90/ Die Grünen

© Andreas Gregor

Am 15. März 2020 ist Kommunalwahl – wer wird in den nächsten Jahren darüber entscheiden wie München sich in Zukunft entwickelt? Eine wichtige Wahl für uns alle, also tragt euch den Wahltermin schon mal rot und fett im Kalender ein! Wenn ihr am 15. März nicht in der Stadt seid, habt ihr die Möglichkeit hier ganz flott die Briefwahl zu beantragen. Damit euch das Setzen der Kreuzchen am Wahlsonntag ein bisschen leichter fällt, haben wir den Spitzenkandidat*innen der größten Parteien 11 vergnügte Fragen zu Themen, die uns und euch wirklich interessieren, gestellt!

Die 42-jährige Aubingerin Katrin Habenschaden ist nicht nur Politikerin, Betriebswirtin und Mutter, sondern hat auch den abgefahrenen Beruf Wald- und Wildnispädagogin gelernt. Die besten Voraussetzung also bei Bündnis 90/Die Grünen mitzumischen– wenn es nach ihr geht, dann sogar als erste grüne Oberbürgermeisterin Münchens!

1. Wie kommen Sie morgens zur Arbeit?

Erst geht’s von daheim mit dem Radl nach Pasing, und von dort weiter mit der S-Bahn zum Marienplatz ins Rathaus.

2. Wo kennen Sie den/die Kellner/in mit Namen und was bestellen Sie?

Ich bin gerne im Riva im Tal und bestelle dann einen großen Teller Pasta.

3. Womit geben Sie an, wenn Sie von München sprechen?

Dem Englischen Garten, der Isar, der Alten Utting – es gibt so viel. Herausragend ist für mich aber das Gemeinschaftsgefühl. In München leben Menschen aus 180 Nationen friedlich zusammen – die Gemütlichkeit und gleichzeitige Weltoffenheit machen für mich das Flair unserer Stadt aus.

4. Autofreie Innenstadt finde ich…

...einfach wichtig, weil wir dann viel mehr Aufenthaltsqualität für die Menschen schaffen können: mit Grünflächen, Spielplätzen oder Cafés.

5. Seien Sie mal unrealistisch: Was ist Ihre größte Utopie für München?

Am Wochenende ohne Reservierung auf die Wiesn zu gehen und einen freien Tisch zu bekommen.

6. Was wird in fünf Jahren die München-Schlagzeile des Jahres sein?

„Die SPD verzichtet darauf, einen eigenen OB-Kandidaten aufzustellen und unterstützt Amtsinhaberin Katrin Habenschaden.“

7. Mit welchen Themen wollen Sie sich in fünf Jahren nicht mehr beschäftigen?

Mit dem Thema bezahlbares Wohnen – weil wir es bis dahin geschafft haben, dass die Mieten nicht weiter durch die Decke gegangen sind und sich dann auch Studierende oder Alleinerziehende in München eine bezahlbare Wohnung leisten können. Dann natürlich der Verkehr, der gerade so viele Münchner*innen zurecht nervt. Der ist in fünf Jahren hoffentlich kein großes Thema mehr, weil der Bau neuer U-Bahn-Linien läuft und neue Busspuren und Trambahnlinien dafür gesorgt haben, dass wir alle wieder schneller und besser von A nach B kommen.

8. Diskriminierung & Rechtsruck: Wie passen „Mia san Mia“ und „München ist bunt“ zusammen?

Hass und Hetze dürfen in München keinen Platz haben. Wir müssen jeden Tag unsere offene und bunte Stadtgesellschaft verteidigen und gemeinsam dafür sorgen, dass AfD und andere rechte Parteien nicht ins Rathaus einziehen werden. Das geht, wenn möglichst viele Münchner*innen am 15. März wählen gehen und ihr Kreuz bei einer demokratischen Partei machen. Ganz nach dem Motto: Mia san bunt!

9. Wenn Sie allmächtig wären: Mit welchen Maßnahmen würden Sie den Wohn- und Mietwahnsinn bekämpfen?

Wäre ich allmächtig, würde ich mir ein bisschen mehr Platz wünschen, so dass wir neue, attraktive Wohnquartiere mit günstigen Mietpreisen schaffen könnten. Aber ich glaube fest, dass mehr bezahlbarer Wohnraum auch ohne Zauberkräfte möglich ist. Nämlich, indem wir moderat in die Höhe bauen und aus der Zeit gefallene Flächen wie am Euroindustriepark neu nutzen. Dort und an vielen anderen Orten in München gibt es mehrere Hektar große, ebenerdige Parkplatzflächen, die man überbauen könnte. Der Bau neuer Wohnungen ist unerlässlich, gleichzeitig müssen wir die Mieter*innen noch besser vor Verdrängung und explodierenden Mietpreisen schützen. Da muss die Stadt wesentlich mehr tun als bislang.

10. Wir schenken Ihnen 100.000 Euro – welche subkulturellen Projekte würden Sie davon unterstützen?

Es gibt so viele unterstützenswerte Projekte, da ist eine Auswahl schwierig. Aber ich würde das geplante Kunst- und Kulturprojekt am Tatzelwurm unterstützen. Dort will eine Subkultur-Genossenschaft Raum für Ateliers, Clubs, Proberäume und Theaterprojekte schaffen. Daran fehlt es in München an allen Ecken und Enden, deshalb würde ich das Geld dort investieren.

11. Sie bekommen für eine Woche eine Plakatwand am Marienplatz. Welcher Satz oder welches Wort von Ihnen sollte dort stehen?

Girls Just Wanna Have FUNdamental Rights.

Alle Interviews findet ihr hier!

Und hier geht's zum Wahlprogramm der Grünen in München!

Beitragsbild: © Andreas Gregor

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