Münchner Originale #6: Comedian Simon Pearce

Sie gehören zum Stadtbild wie die Frauenkirche, das Siegestor oder der Olympiaturm. Egal wie sehr sich die Stadt verändert, sie sorgen dafür, dass München authentisch bleibt. Menschen, die die Seele der Stadt verkörpern. Was wäre München ohne seine Originale? Wir haben uns auf den Weg gemacht, um mehr über sie und ihre – unsere – Stadt herauszufinden. Folge Sechs: Schauspieler, Synchronsprecher und Comedian Simon Pearce.

"Wenn ich länger als drei Minuten tatenlos am Hauptbahnhof stehe, dann kann ich von fünf runter zählen bis die Polizei kommt, und mich kontrolliert." Achja, die lieben "verdachtsunabhängigen" Personenkontrollen der Münchner Polizei sind leider kein Klischee. Der Münchner Schauspieler, Synchronsprecher und Comedian Simon Pearce kann ein Lied davon singen.

Simon nimmt's mit Humor. Und ihr könnt euch denken, welche Farbe der hat.

Okay, er singt auf der Bühne zwar nicht, aber die Münchner Polizisten und ihre Eigenheiten sind trotzdem beliebtes Thema bei seinen Auftritten. "Allein unter Schwarzen" heißt sein aktuelles Programm. Dabei erzählt er Geschichten aus seinem Leben als schwarzer Urbayer im noch viel schwärzeren Bayern – passt ja ganz gut, könnte man meinen. Aber der Unterschied zwischen schwarz als Hautfarbe und schwarz als politische Gesinnung ist dann doch gravierend. Simon nimmt's mit Humor. Und ihr könnt euch denken, welche Farbe der hat.

Seit zwölf Jahren lebt er in Haidhausen, aufgewachsen ist er in Puchheim, aber nach dem Abitur zog es ihn – und nebenbei seine ganze Familie – in die Stadt. Sowohl seine Mama als auch seine beiden Geschwister wohnen alle in einem Radius von 300 Metern im schönen Franzosenviertel. "Ich kann hier auch mal ohne Geld vor die Tür gehen. Ich kenne meinen Metzger, meinen Obsthändler. Wir machen gerne Witze und da darf ich auch mal anschreiben."

Ich kann hier auch mal ohne Geld vor die Tür gehen. Ich kenne meinen Metzger, meinen Obsthändler. Wir machen gerne Witze und da darf ich auch mal anschreiben.

Leute, die ihn nicht so gut kennen wie sein Lieblingsmetzger, sind gerne mal überrascht, wenn er sein tiefstes Bairisch auspackt. Da schauen nicht nur die Preißn manchmal verwundert drein. Aber das ist eben auch München und das muss man verstehen – egal ob Preiß oder Urbayer. Und genau da wird Simon zum Toleranz-Beauftragten. Passend dazu spricht er über seine Erlebnisse als schwarzer Bayer nicht nur auf der Bühne, sondern ist auch eines der Gesichter der neuen Sommerkampagne der Münchner Traditionsbrauerei "Hacker-Pschorr". Das Motto: "Nix für Preißn".

Klingt ja nicht besonders tolerant. Ist es aber, denn eines der Highlights der Kampagne sind die Spezltouren, bei denen sowohl Neu-Münchenr als auch Alteingessene die Münchner Viertel mal von einer neuen Seite kennen lernen dürfen. Und versprochen: Da lernt jeder was dazu. Nach der ersten serh unterhaltsamen Ausgabe mit Gstanzl-Sängerin Liesl Weapon im Glockenbach geht die Aktion nun in die zweite Runde. Und da kommt Simon Pearce ins Spiel, denn er lädt zur Tour nach Haidhausen.

Vom Lieblingsmetzger über die Boazn bis hin zu geschichtsträchtigen Orten: Auf Simons Tour durch sein Viertel haben wir bestimmt nicht nur was zum Lachen, sondern entdecken Plätze, die wir vorher noch nicht kannten. Immer mit dabei: Kühles Hacker-Pschorr Radler, damit keiner verdursten muss. Los geht's am 15.07. um 15 Uhr. Die Plätze für die Tour sind begrenzt, aber bei uns könnt ihr noch welche gewinnen!

Wir freuen uns schon arg, denn Simon ist der geborene Entertainer. Die Schauspielerei wurde ihm geradezu in die Wiege gelegt – seine Mutter ist die bayerische Volksschauspielerin Christiane Blumhoff und nachdem seine älteren Geschwister kaum Interesse an der Schauspielerei zeigten, musste er eben ran.

Für kurze Zeit versuchte er sich zwar an "etwas G'scheidem" – einem Lehramtsstudium – doch nach dem Tod seines Vaters, wurde ihm klar, dass er besser seiner Leidenschaft folgen sollte. Und so schloss er die Schauspielschule ab und kam mehr oder weniger durch Zufall auch auf die Kabarett-Bühne.

Wenn man das ein oder andere Video von ihm ansieht, dann wird schnell klar: Es ist nur so lustig, weil es wahr ist.

Die Geschichten, die er auf der Bühne erzählt, kommen direkt aus dem Leben. Oft liegt er abends im Bett und macht sich kurz vorm Einschlafen noch Notizen in seinem Handy, damit er sie nicht vergisst. Klappt meistens super, aber wenn er dann irgendwann wieder reinschaut und "sehr, sehr roter Papagei" liest, dann weiß er ehrlich gesagt auch nicht mehr, was gemeint ist. Zum Glück, sind die meisten Notizen aber hilfreich, denn wenn man sich mal das ein oder andere Video von ihm anschaut, dann wird einem klar: Es ist nur so lustig, weil es wahr ist.

Obwohl Simon sich manchmal fragen muss, wie es mit der bayerischen Toleranz und Weltoffenheit wirklich steht, ist und bleibt München sein zu Hause. Hier funktioniert nicht nur sein gelegentlich recht derber Humor ganz wunderbar, die Stadt hat auch einfach die richtige Geschwindigkeit für ihn. Und außerdem: "Wenn man in München erstmal eine Bude hat, dann gibt man sie so schnell nicht mehr her."

© Hacker-Pschorr

Simon lädt gemeinsam mit Hacker-Pschorr zur seiner ganz persönlichen Spezltour durch Haidhausen. Da die Teilnehmerzahl für die Tour limitiert ist, verlosen wir exklusiv 1x2 Plätze! Wenn ihr Lust habt, euch von Simon sein Haidhausen zeigen zu lassen, dann schreibt uns doch eine nette Mail (oder einen guten Witz) mit dem Betreff "Spezltour" an [email protected]. Viel Glück!

Dieser Beitrag wurde von Hacker Pschorr gesponsert.

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