11 Käsekuchen in München, die du probieren musst

Woher meine Liebe zum Käsekuchen rührt, ist unklar – genauso wie die Herkunft des Originalrezepts. An diesem Kuchen erkennt man oft, ob eine Bäckerei gut ist oder nicht. Im besten Fall ergeben die einzelnen Komponenten eine Geschmacksexplosion im Gaumen, die sich bis ins Herz ausbreitet. Denn es ist ja so: Mit jedem Bissen verzehrt man auch immer ein Stück Kindheitserinnerung. Und dieses wohlige Gefühl begleitet mich, wenn meine Gabel durch die fluffig bis cremige Maße gleitet – mal goldgelb, mal vanillig. Mitohne Rosinen oder crunchigem Haferflockenboden. Ein Stück Käsekuchen ist mehr als ein Stück Kuchen. Es ist ein Lebensgefühl.

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Käsekuchen

© Hungriges Herz Hungriges Herz

Dieser Käsekuchen fühlt sich wie eine Umarmung von Mama an. Wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einmal. Mit der ersten Gabel strömt ein Gefühl der Glückseligkeit durch den Körper. Sieht aus wie ein Käsekuchen, riecht wie einer – schmeckt aber wie #heavanonearth. Schmand soll diesem Kuchen die besondere Cremigkeit verleihen. Eine gute Fee backt seit Jahren den beliebten Käsekuchen für Andreas Neumeyer und sein Team. Ein Rezept gibt es nicht – Betriebsgeheimnis – nur so viel sei gesagt: Man munkelt, dass Einige extra aus Schwabing anreisen, um ein Stück dieses goldenen Glücks zu genießen.

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Käsekuchen

© Julia Heinz Kaiser Otto

Zu Beginn war ich etwas über die Größe des Stücks enttäuscht – doch dieser Käsekuchen hat es in sich. Offiziell läuft er hier unter New York Cheesecake, weil New York die Lieblingsstadt von Barbara und Georg ist, den Inhabern des Kaiser Otto. Das Geheimnis ist der Frischkäse, der mit vielen Eiern von glücklichen Hühnern, echter Bourbon Vanille und einem Hauch Zitrone zu einer cremigen Maße verarbeitet wird.

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Käsekuchen

© Julia Heinz Rischart

„Rischart ist, wo München ist“. Wenn es um Backwaren, Kuchen und Torten geht, ist das Familienunternehmen kaum zu umgehen. Seit 1883 und mittlerweile in fünfter Generation gibt es allerfeinste Kreationen – von süß bis salzig. In diesem Fall in Form eines wunderhübschen, an Perfektion grenzenden Käsekuchens – und zwar bei mir zu Hause. Rischart kann nämlich auch Deliveroo. Goldgelb kommt er daher, der Boden ist klassisch mürbe – nicht zu dick, nicht zu dünn. Ich bin verliebt. Und schwups ist der alle. Soooo lecker!

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Käsekuchen

© Julia Heinz Kuchen naschen bei Feinkost Käfer

Bei samstäglichen Shoppingtouren komme ich nicht drum herum, der kleinen aber feinen Theke im Ludwig Beck einen Besuch abzustatten. Am Wochenende – vor allem, wenn das Wetter schlecht ist, ist der Käsekuchen besonders beliebt. Das Besondere: Zwischen dem zarten Mürbeteigboden und der eher festen Käsemasse tummeln sich die fettesten (und in ordentlich Rum getränkten) Rosinen, die ich je gesehen habe. Zwischen dem Mürbeteig und den Rumbeeren hat es sich eine hauchdünne Marzipanschicht gemütlich gemacht – damit der Boden nicht durchweicht (schlau!). Käfer macht Feinkost alle Ehre. Kleiner Tipp: Ein Stück zum Mitnehmen bestellen und die Herbstsonne auf dem Marienhof genießen.

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© Instagram | high_5 Leckeren Käsekuchen essen Café Fräulein

Das Café Fräulein ist eigentlich für seine unfassbar guten Zimtschnecken bekannt. Aber auch der Käsekuchen ist nicht von schlechten Eltern. Hier muss man sich gleich zwischen drei (!) Käsekuchen entscheiden: Bauernkäsekuchen mit wechselnder Frucht, hinter dem niedichen Namen "Zimti" steckt ein Käsekuchen mit Butterzimtstreusel und zu guter Letzt wäre da noch der klassische New York Cheesecake – ein fluffiger Käsekuchen mit Amarettini Boden auf wechselnden Fruchtspiegeln. Tja, muss ich dazu noch was sagen? Deine Diät ist uns übrigens scheißegal – das sagen nicht wir, sondern die gerahmten Worte, welche gut sichtbar im Café hängen.

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Käsekuchen

© Julia Heinz Große Kuchenstücke im Caffè Siena im Kustermann

Die gerade einmal fünf Tische vor einer holzvertäfelten Bar schaffen im Caffè Siena eine Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre wie aus dem Jahr 1900. Deutschen Käsekuchen bekommt man überall, aber dieser hier ist besonders – nach italienischem Geheimrezept. Tatsächlich schmeckt der Kuchen so himmlisch cremig und nach einem Hauch Zitrone. Die Stücke sind so groß, dass sie sich hervorragend als Mittagessen eignen. Sahne ist eh immer inklusive. Außerdem trinkt man hier einen vorzüglichen, original italienischen Cappuccino.

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Café Stereo

© Café Stereo New York Cheesecake und Cappuccino im Stereo Café

Betritt man über die alte, knarrende Wendeltreppe das Café im ersten Stock wird man bereits von angenehmem Stimmengewirr und einem unfassbar leckeren und Duft aus Kaffee, Zimt und Liebe empfangen. Hat man einen Platz mit Blick auf die Residenzstraße ergattert und die freundliche Kellnerin serviert den New York Cheesecake auf herrlichem Vintage-Geschirr, ist das Glück vollkommen. Dünner Boden ohne Rand, bestehend aus den üblichen Verdächtigen (zerbröselte Kekse, Zucker, Butter. Ach ja, und Butter!). Darüber eine rahmig-vanillige Masse, die so frisch und locker schmeckt, dass ich ernsthaft überlege ein zweites Stück zu bestellen.

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Käsekuchen

© Julia Heinz Pano

Wer es schafft, sich durch den Trubel am Stachus einen Weg ins Untergeschoss der Passage zu bahnen, wird mit einem der besten (Käse-)Kuchen der Stadt belohnt. Ohne viel Schnickschnack kommt dieser Käsekuchen daher, für den ich schon mal einen Zwei-Kilometer-Marsch einfach in Kauf nehme. Ein feiner Mürbeteigboden bildet das Fundament für die typisch feste und dennoch cremige Käsemasse. Das Geheimnis, verrät Andi, der die Kuchen für die Münchner Filialen backt, ist Vanillepudding – natürlich mit echter Bourbon Vanille. Dazu ein Cappuccino und die Shopping-Pause ist perfekt. Man kann den Kuchen natürlich auch mitnehmen.

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Sip A Joe

© Sip A Joe Käsekuchen nach Familienrezept im Sip a Joe

Erst seit an paar Wochen kann man hier den Skyskraper unter den Käsekuchen essen, locker 30 Zentimeter hoch. „Quark-Käsekuchen“, sagt die nette Dame und ich nicke mit Herzchen in den Augen. Gebacken wird nach Familienrezept und heimischen Zutaten – das schmeckt man. In meiner Familie wird das Randstück des Kuchens übrigens liebevoll Knochen genannt. Glück für mich, dass diese „Reste“ oftmals auf den Tellern bleiben und ich mir alle stibitzen kann. Das ist für mich nämlich das Beste am ganzen Kuchen. Und dieser Kuchen im Sip a Joe hat den perfekten Knochen.

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Käsekuchen

© Julia Heinz Kochspielhaus

Kuchen zum Frühstück ist hier wortwörtlich zu nehmen. Sonntags gehen im Kochspielhaus locker 15 bis 20 Kuchen über die Theke. Das ist insofern erwähnenswert, weil es sich bei den Kuchen im Kochspielhaus um Riesenkuchen handelt – locker so groß wie Autoreifen. Der Käsekuchen versteckt sich unter mit Puderzucker bestäubten Mandeln, die Creme ist ziemlich fest und weiß – besteht also hauptsächlich aus Quark. Gebacken wird in der Zentrale des Backspielhauses und nur mit den allerbesten Zutaten.

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Käsekuchen

© Muffins'n'More Über 20 verschiedene Cheesecake-Sorten im Muffins'n'More probieren

Hier bitte nicht vom Namen täuschen lassen. Dieses skurril anmutende, kleine Café in der Volkartstraße ist wahrlich ein Paradies für alle Cheesecake-Fans. Hier gibt es 24 (!) verschiedene Sorten original amerikanisch-kanadischer Frischkäsekuchen – alle in meisterlicher Handarbeit hergestellt. Wie klingt Black Chocolate, Ginger, Peanutbutter, Red Velvet, Oreo oder Senior's Whiskey? Ich empfehle: Am besten alle probieren.

Titelbild: © Flickr | Susanne Nilsson unter CC BY-SA 2.0

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