Die 11 besten veganen Adressen in München

Vegan und München – diese Kombi klingt für einige Leute ein bisschen nach Green Smoothie aus Omas Garten. Ein Ding der Unmöglichkeit. Denn: In so manchem Kopf steckt da vielleicht noch das hartnäckige Bild von bayrischen Weißwürsten mit Brezn, Obatzda und Weißbier. Aber natürlich gibt es auch in München längst Falafeldürum, Matcha-Reismilch-Latte und Cashew-Cheesecake an jeder Ecke. Naja fast.

Wir haben 11 vegane Adressen in München getestet und zeigen euch, wo die Route langgeht. Weg von schweren Schweinsbraten, hin zu leichten Lupinenfilets.

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© Café Ignaz Vegetarisch und vegan seit über 30 Jahren im Café Ignaz

Vor dem Ignaz darf man wirklich mal den Hut ziehen – seit über 30 Jahren wird hier vegetarisch und vegan gekocht. Chapeau, Chapeau! Wer auf reichhaltige Buffets steht und nichts gegen Vegetarier und ihren Käse hat, sollte hier unbedingt brunchen gehen. Die Auswahl lässt auch Einiges für Veganer übrig. Auch die Speisekarte ist erstaunlich lang. Zu finden: Maultaschen, Schupfnudel-Gerichte oder eine vegane Pfifferling-Pfanne mit Seitan, Kokosmilch, Erdbeeren und Bärlauch. Yum! Die hauseigene Konditorei bietet auch veganes und glutenfreies Süßes für auf die Hand.

2
A

© Gratitude Gratitude

Den Veganern dürfte das in der Türkenstraße aufzufindende Restaurant längst ein Begriff sein. Mitten im Uni-Viertel lädt die schöne Adresse des Gratitude stilvoll draußen wie drinnen zum Verweilen, Plaudern, Menschen beobachten und Abend Ausklingen ein. Richtig ausgefallenen Gerichte à la Hummus Bowl mit Falafel und geschmortem Egerling und als Abgang Cheesecake auf Cashewbasis werden hier optisch hübsch verkünstelt präsentiert und sind fast zu schön, um verspeist zu werden. Unbedingt reservieren!

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© Tushita Teehaus Tushita Teehaus

Meist macht man sich nicht nur des Tees wegen auf in die Wohlfühloase der Klenzestraße. Vor allem zu Mittag strömen die Tushita-Liebhaber in das kleine Teehaus, um sich eines der täglich variierenden Powergemüse-Menüs abzugreifen. Das zweite Zauberwort heißt Matcha und findet sich hier in jeglicher Form – von Matcha Bliss Balls, über Matchakuchen hin zum last but not least (Trommelwirbel) besten Matcha Latte der Stadt! Der versorgt uns ebenso angenehm mit Wachmacherkribbeln wie Kaffee, genauso wie eine beachtliche Auswahl an hochwertigen Grüntee, Weißtee und Schwarztee-Sorten. Vorsicht vor den Suchtmacher-Cakes: Die Kuchentheke ist ein gefährlicher Ort mit hübschen, ausgefallene Torten wie die Matcha Aduki Aprikosen Tarte oder supersofte Karotte-Ingwer und Schoko-Banane-Walnuss-Kuchen. Das Schöne dran: Man kann mit gutem Gewissen zugreifen – es gibt auch zucker- und glutenfreie Varianten. Unser Tipp: Der glutenfreie Schwarzer Sesam-Kuchen und der CoCoCha Latte.

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© Instagram / celinevonw Köstlich essen im im veganen Deli

Superklein. Superfein: Das Vegane Deli, der wohl kleinste, vegane Laden in München mit Fensterfront zur Augustenstraße ist ein wahres Veganer-Paradies. Mit viel Liebe werden hier unglaublich gute, bunte Veggie-Kombis, Suppen und köstliche Desserts zubereitet. Wann immer es sich ergibt, man gerade eh am Königsplatz vorbeiradelt und den Weg an die Augustenstraße kreuzt, kommt man hier gerne vorbei: Ob Mittagstisch, Sandwich oder Kuchen, das Essen in dem kleinen Café macht weder schlapp noch müde, sondern schafft Platz und Power für den Tag. Zwar gibt es keine große Auswahl, dafür zeigen täglich neue Raffinessen wie Schoko-Kardamon-Törtchen, crunchy Toppings, hausgemachte Limos und schöne Wiesenblumen auf den Tischen, wie gern hier gekocht und gegessen wird. Na dann, Mahlzeit!

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Max Pett

© Max Pett Veganes Frühstück, Lunch und Dinner im Max Pett

Wem es in den veganen Imbissbuden der Stadt zu eng zugeht, der spaziert Richtung Sendlinger Tor. Hier wird es zwar etwas teurer, dafür ist ein Besuch im Max Pett vor allem draußen auf der Sonnenterasse, eingewickelt in kuschligen Decken und umgeben von viel Grün wie ein kleiner Urlaub. Im unbeschwerten Vacation-Modus kann man sich dann auch mal ein ausgiebiges Frühstück, ein leckeres Lunch oder ein deliziöses Dinner mit Antipasti, Schnitzel und Dessert gönnen. Richtig gehört: Schnitzel! Neben gewohnt veganen Kreationen wie einem Rotebeete Carpaccio oder einer Karotte-Ingwer-Suppe kommt im Max Pett auch Zünftiges auf den Tisch. Unbedenklich fleischlos und vegan. Wer ko, der ko.

Achtung: Das Max Pett ist durch und durch alkoholfrei. Wein und Bier gibt es zwar, davon kommt man aber eher weniger beschwipst davon. Wenn der Abend feuchtfröhlicher enden soll, einfach im Anschluss eine Bar aufsuchen. Das Glockenbach ist ja quasi gleich um’s Eck.

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© Cigköfte & Co Türkische Spezialitäten bei Cigköfte&Co

Türkisch für Fortgeschrittene: Çiğ Köfte (türkisch für „rohes Zerstampftes“) sind traditionell kräftig gewürzte, rohe Hackfleischbällchen aus Lammfleisch und feiern im Cigköfte & Co eine vegane Wiedergeburt. Und das nicht einfach schlichtweg aus Weizen, Tomatenmark, gemahlenen Chilischoten und anderen Gewürzen. Nein, das Ganze gestaltet sich etwas ansprechender für unsere gehobenen Münder. Drin steckt: eine hauseigene Gewürzmischung (aus Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Pfeffer, Bockshornklee), dunkler Bulgur, frischer Knoblauch, Ingwer, Eisbergsalat, Minze, Petersilie, Rucola, Walnuss, Zitrone, Zwiebellauch, Tomatenmark und eine Granatapfelsoße. Täglich frisch und ganz ohne Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Na wenn sich das mal nicht nach frischen Köfte-Snacks anhört! No worries, wer nicht in der Nähe wohnt, liefern tun sie auch. Hooray!

Toll: Alle Zutaten sind super transparent nachzulesen (www.cigkoefteundco.de) oder nachzufragen an Ort und Stelle – einmal im Westend (Gollierstr. 18) oder in Obersendling (Boschetsriederstr. 62).

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© Franziska Hermann Zuckerfreies Eis auf Nuss- und Dattelbasis im Ice Date

Ein Date mit Ice? Ice mit Date(s)? Ein Date mit Ice und Date(s)!? Genug mit den Wortspielen. Dahinter steckt jedenfalls das fundamentale Eis-Zutaten-Konzept der besonderen Art und rühmt eine der ersten, veganen Eisdielen Deutschlands. Gegenüber der Universität, in der lebhaften Amalienstraße, wird Eis ganz bewusst zuckerfrei auf Nuss- und Dattelbasis hergestellt und schmeckt einfach herrlich. Da kann sich selbst der berühmt berüchtigte Verrückte Eismacher ein paar Häuser weiter eine Scheibe Dattel von abschneiden. Wir haben probiert und empfehlen: Zitrone-Brennnessel, Wildbeerensorbet, Creamy Walnuss, Banane und Schoko-Hanf Eis.

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© Instagram / di.vergenz Orange Box

Die Orange Box hat, wie der Name schon sagt, einen fruchtig frischen Imbiss-Flair, das vor allem das junge Studenten-Publikum anzieht. Liegt höchstwahrscheinlich auch daran, dass die mit Hockern und kleinen Tischen minimalistisch eingerichtete Café-Box in unmittelbarer Uninähe aufzufinden ist. Euren Hunger könnt ihr hier mit bunten Salaten, würzigen Linsen-Dals oder köstlich gefüllten Fladenbroten stillen und euren Süßzahn mit hausgemachten Kuchen füttern. Toll: Zum Mitnehmen werden Getränke und Speisen in umweltfreundlichen Boxen und Bechern verpackt.

Geht immer: Die frisch gepressten Säfte nach Wahl, z.B. die Box II: Apfel, Orange, Rote Beete, Ingwer! Tip top Powerdrink!

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© Instagram / juljoso Bodhi

Klingt indisch, schmeckt aber bayrisch. Ob herzhafte Käs’spatzn, fluffiger Kaiserschmarrn, knusprige Flammkuchen, cremiges Waldpilzragout oder fein gebratenes Lupinenfilet – im Bodhi bekommt ihr das Beste vom Besten. Läuft also, im Westend. Zwar liegen die Burger (weniger bayrisch) mit etwa 15 € preislich eher hoch, sind geschmacklich aber eine 1. Genauso wie die Rosmarin-Creme-Brûlée. Die Schmankerl-Karte ist ziemlich lang, die Auswahl mehr als groß. G’sund Boarisch – geht also doch! Wen’s genauer interessiert: Lernen kann man die Cooking Skills der Bodhi Crew ebenfalls in der hauseigenen Kochschule.

Tipp: Hier gibt’s Bayerns größten rein veganen Brunch. Leider nur zur kalten Jahreszeit.

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© Instagram / vegan.travel Veganer Döner in Erbils Orient Lounge

Döner macht schöner – nicht unbedingt jeder, aber der hier bestimmt. Mediterran und vegan kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Der im Januar 2016 neu eröffnete vegane Döner liegt etwas versteckt, in ruhiger, aber super gemütlicher Haidhaus’ner Lage und wird seinem „Orient Lounge“ Namen durch entsprechend entspannte Couch-Ecken mehr als gerecht. Erbil, der Besitzer, setzt sich gerne mal auf einen Tee (der für alle Kunden übrigens kostenfrei im Laden bereit steht) zu seinen Gästen dazu und ist für jeden Tratsch über Gott und die Welt oder auch einfach über veganes Essen bereit. Toll: Sehr bodenständige Preise.

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© Instagram / so.ham.canteen So Ham

So Yum! Das So Ham ist ein absoluter Geheimtipp und Münchens inoffizieller Yogi-Treffpunkt. Und das nicht nur, weil es direkt gegenüber des legendären Jivamukti Studios in einem hübschen Hinterhof der Buttermelcherstraße liegt. Die Mädels vom So Ham kochen, braten, würzen, backen und zaubern in der wohligen Yogi-Atmosphäre der farbenfröhlichen Yoga-Kantine ein wirklich Wahnsinns-Soulfood. Mit viel Herz und Bhakti (Hingabe) – und natürlich nach dem veganen Jivamukti-Prinzip der Gewaltlosigkeit (aka. vegane Küche) wird hier wärmstens für den Gast gesorgt. Unbedingt probieren: Die Yogi-Plate – da muss man sich nämlich nicht groß entscheiden, sondern kann sich aus sieben Gerichten, wie verschiedenem Ofengemüse, Rohkost, Tabouleh, Salaten und Hummus ein buntes Geschmackserlebnis zusammenstellen.

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