11 Orte in München, an denen du richtig guten Wein trinken kannst

Ohne Wein is(s) nicht! Gerade in der Bier-Metropole München ist es teilweise ganz schön kniffelig der Lust nach dem edlen Rebsaft zu frönen. Jedenfalls, wenn man nicht übertrieben viel Geld für unterirdisch schlechten Schardonäi ausgeben will. Wein ist viel zu lecker, zu abwechslungsreich und zu spannend, um an ihm vorbei zu schnapseln oder zu bieren. Außerdem sind Wein und München eigentlich wie Hanni und Nanni oder Bonnie and Clyde, denn schließlich ist Monaco di Bavaria die nördlichste Stadt Italiens und liegt in der Nähe wundervoller Weingebiete. An diesen elf Plätzen gibt es Glaserl und Flascherl der Extraklasse.

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© Vintage Selection Gemütlich Wein trinken im Vintage Selection Geschlossen

Den kleinen Laden im Glockenbachviertel muss man zwar ein wenig suchen, aber wenn man ihn gefunden hat, wird man garantiert immer wieder kommen. Das Vintage Selection ist gleichzeitig Weinhandel und -bar und nicht zuletzt die Beratung durch den jungen, unkonventionellen Besitzer Marian und seinen Partner Michael sowie die etwa 120 verschiedenen Weine machen selbst „Weinanfängern“ Lust aufs Verkosten und Probieren. Das Besondere ist zudem die Beschränkung auf ausschließlich deutsche Weingüter sowie der Fokus auf weniger „mainstreamige“ (und teilweise überraschend günstige) Winzer. Hier gilt das Motto: „Learning by drinking“ und so werden auch regelmäßig Winzerabende und Weinseminare in dem gemütlichen Laden veranstaltet. Spätestens nach einem Schluck fruchtig-mineralischem Riesling aus Rheinhessen oder einem geschmeidigen Tropfen Spätburgunder nebst knusprigem, selbst gemachtem Flammkuchen muss man zugeben, dass Wein einfach Spaß macht!

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Aufwärmen Winter

© Grapes Weinbar Wein am Kamin in der Grapes Weinbar

Wer es etwas schicker und trotzdem gemütlich mag, der ist im Grapes richtig. Die Weinbar in der Altstadt hat seit Dezember 2016 einen Platz in den ehemaligen Räumlichkeiten der Cortiina Bar gefunden – kann allerdings dank ihrem Kamin, den leckeren Weinen und der minimalistischen und trotzdem warmen Einrichtung absolut in Sachen Gemütlichkeit punkten. Perfekt, um einen Abend lang bei offenem Feuer und offenen Fläschchen zu versacken.

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© Walter & Benjamin Wein kaufen und trinken im Walter & Benjamin

Ein Klassiker innerhalb der Münchner Weinszene ist die nahe des Gärtnerplatzes gelegene Weinhandlung und -bar Walter & Benjamin. Hier kann man zur warmen Jahreszeit prima draußen sitzen und bei einem Glaserl Wein und feinsten, regionalen Speisen das Leben genießen. In dem gemütlichen Laden kann man außer dem Verkosten der wechselnden, offenen Weine auch Flaschen mitnehmen, wobei ein besonderer Fokus auf Frankreich und Italien liegt. Alle Weine sind „handpicked“ – erst vom Winzer und dann vom Walter und Benjamin und so erhält man hier ausschließlich sorgfältig hergestellte und handverlesene Tropfen. Besonders spannend ist auch die große Auswahl an Orangeweinen. Diese „wilden“, naturbelassenen Weine sind ungefiltert und werden auf der Maische vergoren, sodass sie eine orangene, trübe Färbung haben und herbe Aromen aufweisen, die an Apfelmost erinnern.

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Bars Haidhausen

© Kim&Co Regional essen und Wein trinken im Kim&Co

Ob in der hell eingerichteten Etage zu ebener Erde oder dem gemütlich-lauschigen Weinkeller – im Kim&Co in Haidhausen kann man sich weinmäßig durch ganz Europa süffeln. Dazu serviert die junge Besitzerin Kim mit ihrem Team wöchentlich wechselnde Köstlichkeiten mit hauptsächlich regionalen Zutaten. Ein Muss ist das Backhendl mit Kartoffelsalat, aber auch Fisch und Gemüsegerichte stehen auf der Karte. Dank netter Beratung findet sich selbst der Anfänger auf flüssigem Gebiete zurecht und gerät nichts ins Schwimmen, denn die Auswahl an Weinen aus Deutschland, Frankreich, Italien (Südtirol!) und Österreich ist groß. Eine wechselnde Karte an offenen Weinen macht zudem Lust Unbekanntes zu probieren und einem entspannt vertrunkenen Abend mit Freunden steht nichts mehr im Wege.

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Neo-Brasserie Hoiz

© Verena Borell Hervorragend essen und trinken in der französisch-bayrischen Brasserie Hoiz

Die Neo-Brasserie Hoiz in der Maxvorstadt macht ihrem Namen alle Ehre, denn sie ist die stimmungsvolle und harmonische Verschmelzung einer elegant-französischen Brasserie mit einer rustikalen, bayrischen Hütte. Direkt beim Hereinkommen springt einem hier der riesige und begehbare (!) Weinkühlschrank ins Auge. Unbedingt probieren solltet ihr ein Glas wunderbar üppigen Chardonnay Reserve vom Weingut Stefan Ott oder eine Flasche Riesling „Strasser Weinberge“ vom Weingut Arndorfer. Neben den tollen Weinen kommt aber auch ganz schön Tolles auf die Teller: Comté Käse und ein paar Austern zum Naschen vorweg und das Tatar oder die Spareribs mit Bourbon Marinade gegen den größeren Hunger.

  • Neo-Brasserie Hoiz
  • Karlstraße 10, 80331 München
  • Montag – Freitag: 11.30–15.00 Uhr, Dienstag – Samstag: 17.30–01.00 Uhr
  • Kleine Gerichte ab 8 Euro und größere Speisen ab 17 Euro, Wein: Flaschen ab 26 Euro, 0,1 Glas ab 3,90 Euro
  • Mehr Info
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© Garibaldi Italienische Weine shoppen bei Garibaldi

Garibaldi ist eine echte Weininstitution in München – schließlich ist der auf italienische Weine spezialisierte Händler gleich mit sieben Läden in der ganzen Stadt vertreten. Neben den über 400 italienischen Tropfen kann man bei Garibaldi auch noch rund 150 Weine aus anderen Ländern rund um den Globus erstehen. Besonders nett für eine gemütliche Wein-Shopping-Tour sind der Laden am Marienplatz und das Stammhaus in der Schellingstraße. Neben kompetenter Beratung – bei DER Auswahl unentbehrlich – darf man die Weine vorm Kauf auch probieren und kauft so nicht die berühmte Katze im Sack. Wer zum Lugana etwas naschen will, kann sich an der Frischetheke mit Prosciutto und Co. alles für eine Jause daheim aussuchen oder sich für die volle Ladung Urlaubsfeeling mit Olivenöl, Grappa und diversen anderen italienischen Schmankerln eindecken. Veranstaltungen rund um Italien, Genuss und gepflegtes Trinken komplettieren das Garibaldi Erlebnis zusätzlich.

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© Bergwein Weine aus Südtirol im Bergwein

Am Wochenende in die Berge? Das kannst du auch ohne Auto und frühes Aufstehen. Denn die Weinhandlung Bergwein entführt mitten im Gärtnerplatzviertel ins alpine Südtirol. Besonders freitags und samstags sollte man hier vorbeischauen, denn an diesen Tagen werden interessante Weine in der offenen Verkostung vorgestellt. Der Fokus auf Südtirol – das Bergwein führt rund 200 verschiedene Weine aus 38 Weingütern – beruht auf der besonderen Liebe der Besitzer für diese Region und wer einmal die weißen und roten Tropfen aus dem Eisacktal, Vinschgau, Etschtal, Bozen, Überetsch oder Unterland probiert hat, kann das garantiert nachvollziehen. Nicht umsonst gilt Südtirol als eine der innovativsten und wichtigsten Weingebiete der Welt. Wer seinen Ausflug in die Berge vervollständigen will, kann zudem typische Spezialitäten wie Schüttelbrot oder Südtiroler Schokolade einkaufen.

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© Geisels Weingalerie Feine Weine im Gewölbekeller von Geisels Vinothek

Gerade zur kalten Jahreszeit und an trüben Tagen will man es sich manchmal ganz unaufgeregt gemütlich machen. Für solche klassischen Momente im Leben ist die Vinothek der Familie Geisel im Hotel Excelsior ideal. Unter den bemalten Wänden des Gewölbekellers sitzt man an rustikalen Holztischen und lässt sich ein gutes Glas Wein, eine feine Käseauswahl, frisch aufgeschnittenen San Daniele Schinken oder die hausgemachte Pasta schmecken. Wer sich vom etwas altmodischen Interieur abschrecken lässt, macht einen großen Fehler, denn die Vinothek hat nicht nur Flair und das durchmischte Publikum erzeugt eine lockere Atmosphäre, sondern es gibt auch eine riesige Auswahl an hochkarätigen Tropfen und süffigen Gläschen.

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HOIZ Weinbistro am Sebastiansplatz

© Markus Büttner Tatar, Terrasse und 70 offene Weine im Hoiz Weinbistro

Aus dem Fine Dining des „Kleinschmeckers“ ist nach dreieinhalb Jahren jetzt „Fein Wein“ geworden: Das zweite Hoiz kommt als lockeres Weinbistro daher, wie es in dieser Form in München noch nicht vorhanden war. Mit dem neuen Konzept wollen die Macher an das Hoiz in der Karlstraße anknüpfen und altersunabhängig all diese Menschen ansprechen, die zwar Wert auf ausgezeichnete Weine und gutes Essen legen, aber keinen Stock im Arsch haben. Bei den bis zu 70 offenen Weinen sind dann auch solche Kaliber dabei, die man sonst nirgendwo anders offen serviert bekommt. Zudem die sauschöne Terrasse, gutes Monaco di Bavaria-Wetter und ein leckeres Tatar auf dem Teller – perfekt!

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Little Wolf

© Thomas Kiewning Südstaatenküche und große Weinkarte im Little Wolf

Obwohl der kleine Wolf in der Pestalozzistraße eigentlich ein Smoker-Restaurant mit Südstaatenküche ist, kann man hier – ob zum Essen oder einfach so – tolle Weine zu fairen Preisen trinken. Am besten du kommst unter der Woche am frühen Abend oder zu späterer Stunde, wenn der große Abendessen-Andrang vorüber ist. Garantiert wird sofort Sommelier Matze hinterm Tresen herausstürzen und dich mit „etwas GANZ besonders Gutem“ versorgen. Matze‘s Mary-Poppins-Weinkühlschrank beinhaltet neben deutschen und italienischen Flaschen auch immer etwas ausgefallenes, überraschendes und vor allem garantiert leckeres.

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© Südhang Sendling Weine und Kimbap genießen im Südhang Sendling

Wein, Drinks, Kaffee, Kuchen, Sushi und Brotzeit – im Südhang Sendling kann man eigentlich den ganzen Tag verbringen. Mittags sitzt man hier in der Sonne vor dem Laden, schlürft Cappuccino, nascht Kuchen und geht dann langsam aber sicher zum Wein und Herzhaftem über. Die sympathische Kombination aus Café, Weinbar und -laden ist so individuell wie abwechslungsreich – und das nicht zuletzt aufgrund der persönlichen Vorlieben der beiden Besitzer Flo und Tina: Da Tina's Mutter Koreanerin ist kann der hungrige Gast hier neben Wein auch Gimbab, koreanisches Sushi (vegetarisch oder mit Bio-Fleisch) genießen. Und weil Flo ein großer Riesling-Liebhaber ist, findet man einige Rieslingschätze in den Regalen. Neben deutschen Weinen gibt es hier auch eine gute Auswahl an Tropfen aus Italien, Österreich, Frankreich und Spanien. Und, weil hier in Sendling die Welt noch in Ordnung ist und die Nachbarschaft zusammenhält, kommt der Schinken für den Vesperteller von einem befreundeten Metzger und der süffige Aperitif „Vin d’Orange“ von Freunden aus dem Haus.

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