11 Läden in München, in denen du richtig gut Tapas essen kannst

So lieb wir München auch haben, wenn der Januar mal wieder ausschließlich durch Regenpfützen glänzt und beim Blick aus dem Fenster eindeutig die Farbe Grau dominiert, packt selbst uns eingefleischte Münchner manchmal das Fernweh – und die Sehnsucht nach sanften Sommerabenden und Siesta-Hitze überkommt uns. Weil wir davon ausgehen, dass es euch ähnlich geht, stecken wir dann in der Redaktion die Köpfe zusammen und überlegen, wie wir für ein bisschen Urlaubsfeeling sorgen können.

Nein, wir verlosen jetzt keine Flugtickets in den Süden. Aber wir können mit einer kleinen Reise durch Münchens Tapas Bars dienen. Da kommt doch auch schon ein bisschen mediterranes Flair auf und mit etwas Fantasie träumt ihr euch dann einfach bei Tapas und Wein in den letzten oder den nächsten Spanienurlaub. Guten Appetit! Oder: Que aprovece! – wie es unter Spaniern heißt.

1
Bodeguita

© Bodeguita Tapas vor der Tapete im Bodeguita

Bodeguita kommt, wer hätte das gedacht, aus dem Spanischen und bedeutet so viel wie „kleiner Weinkeller“. Klein und gemütlich ist es tatsächlich in der Tapas Bar im Schwabinger Westen. Eure Pinchos (kleine belegte Brote) und kalte und warme Tapas könnt ihr hier im modernen Wohlfühl-Wohnzimmerflair vor der blauen Blumentapete knabbern und dazu noch wunderbar Cocktails schlürfen. Unsere Lieblinge sind die Pinchos mit Jamón Serrano und Manchego- oder Ziegenkäse. Da werden Tomaten, Rucola, Schinken und Käse auf einer Scheibe Weißbrot zu einem leckeren Türmchen aufgestapelt. Ein Pincho bekommt ihr für 3,80 Euro. Wer ein kleines Highlight auf seinem Tisch haben möchte bestellt die Chorizo al Diabolo, die wird nämlich stilvoll mit Brandy flambiert und brennend serviert.

2
Barna

© Roberto La Pietra Feierabend-Drink und feine Tapas im Barna

Wir sind total verliebt in Besitzerin Gemma und ihren bunten Tapas-Laden im Dreimühlenviertel. Sowohl mittags als auch abends könnt ihr hier leckere Platten mit Wurst und Käse, verschiedene Kleinigkeiten wie marinierte Sardellen oder Coca, eine Art katalanisches Pizzabrot – zum Beispiel mit Iberico-Schinken probieren. Wer es etwas leichter mag, für den stehen auch einige Salate auf der Karte. Wer es sich allerdings richtig gönnen will, der muss als Nachspiese noch das Pa am xocolat, geröstetes Brot mit Schokolade, Olivenöl und Meersalz, bestellen. Dazu gibt's leckeren Kaffee, Drinks an der Bar und Zimtschnecken aus der Zimtschneckenfabrik. Und im Sommer kann man schön draußen sitzen mit Fast-Isar-Blick.

3
Tapas zum Anschauen und Anbeißen im Teatro

© Teatro Tapas zum Anschauen und Anbeißen im Teatro

Die Teatro Tapas Bar in Haidhausen hat ein wunderbares Konzept. Über die gesamte Bar sind in einer meterlangen Vitrine alle Tapas des Hauses ausgestellt. Mit einem kleinem Zettel und Stift bewaffnet spaziert man dann an der Vitrine entlang und hat die wohl schwerste Aufgabe des Abends: sich für drei, vier, fünf davon zu entscheiden. Wenn ihr eure Auswahl getroffen habt, müsst ihr nur noch die Nummer der Tapas eurer Wahl notieren und an den Kellner weiterreichen. Im Teatro – aber eigentlich immer beim Tapas-Essen – lohnt es sich besonders, mit möglichst vielen Freunden hinzugehen, um kräftig durchzuprobieren. Die Auswahl in dem Restaurant mit echt spanischer Lärmkulisse ist riesig. Bekannte Klassiker, wie Patatas Bravas und Datteln im Speckmantel wechseln sich mit leckeren, ausgefalleneren Kreationen ab. Da gibt es zum Beispiel Zucchiniblüten mit Ziegenkäse gefüllt, Lamm an Pflaumen geschmort oder Löwenzahn mit Pinienkernen und Balsamico. Zu empfehlen ist auch der Hauswein, der fließt leicht und schnell wie im Spanienurlaub. Unbedingt reservieren!

4
Bodega Dali

© Bodega Dali Tapas essen im spanischen Kellergewölbe vom Bodega Dali

Nur ein paar Stufen braucht man hinunter zugehen und schon steht man nicht mehr im Schwabinger Westen sondern in einem Weinkeller irgendwo in Spanien. So kommt es einem zumindest vor, wenn man durch das verwinkelte Kellergewölbe im Bodega Dali läuft. Die Tische verstecken sich in vielen kleinen Nischen und gefühlt hinter jeder Ecke geht’s nochmal weiter. Neben einer großen Auswahl an kalten und warmen Tapas, die alle Klassiker von Patatas Bravas, über Tortilla mit Gemüse oder Ziegenkäse bis zu Garnelen an Knoblauchöl abdeckt, gibt es immer auch eine Wochenkarte und Paella auf Vorbestellung für zwei Personen. Besonders üppig ist die Weinauswahl im Bodega Dali, das übrigens die klassischere große Schwester vom schicken Bodeguita ist.

5
Tapas für Feinschmecker im Ferdings

© Ferdings Tapas für Feinschmecker im Ferdings

Internationale Gerichte in Tapasgröße gibt es im Ferdings am Gärtnerplatz. Gebratenes Filet vom Papageifisch auf Belugalinsensalat oder Gnocchi in pikanter Salbeibutter und karamellisierten Pecannüssen, ist bestimmt nicht das was man sich direkt unter Tapas vorstellt. Aber darum geht es im Ferdings auch nicht, eher darum gutes Essen durchzuprobieren und mit Freunden zu teilen. Kreationen, wie Hirschkalbsrücken mit Kartoffel-Ingwer-Gratin und Cranberryjus oder gebeizte Eismeerforelle mit Vanilleöl, klingen nicht nur verdammt lecker, sie sind es auch. Die Preise sind den Speisen angemessen, den Hirschkalbsrücken gibt es zum Beispiel für 8,10 Euro die Gnocchi für 3,70 Euro. Auch ohne Essen ist man in der Kreuzung aus Bar und Restaurant gut versorgt: Die Getränkekarte mit einer großen Auswahl an Longdrinks, Cocktails und Gin ist schon fast ein kleines Büchlein.

Wer auf moderne Einrichtung im Berlin-Style steht fühlt sich im Ferdings zu Hause. Wer es eher gemütlich mag, kommt sich in dem großen, modern und kahl eingerichteten Raum vielleicht etwas verloren vor. Und für alle, die das Ferdings schon ausprobiert haben und sich über die Bademäntel hinter der Eingangstür wundern: Die gehören zum Konzept. Raucher können sie statt ihrer eigenen Jacke anziehen, um so der Münchner Sehen-und-Gesehen-werden-Attitüde etwas entgegen zu setzen. Darauf muss man erstmal kommen!

6
Kurztrip nach Spanien in der Cordo Bar

© Cordo Bar Kurztrip nach Spanien in der Cordo Bar

Wer die Cordo Bar in der Ickstraße betritt, schnuppert sofort spanische Luft. Jamón, der typische spanische Schinken, hängt stilecht am Stück hinter der Bar von der Decke. Wer sich für diese Tapas entscheidet, kann zusehen, wie er in dünnen Scheiben frisch heruntergeschnitten wird. Auf den Hochtischen um die Bar aus dunklem Holz kommt man sich vor wie in einer gemütlichen Tapas Bar irgendwo in den Straßen Madrids. Die Auswahl an warmen und kalten Tapas und Pinchos ist üppig. Und wer sich zwischen Ziegenkäse-Brûlée, Garnelen im Knusperteig und Jakobsmuscheln im Serranomantel einfach nicht entscheiden kann, teilt sich einfach die große gemischte Tapas-Platte für 55 Euro, da werden drei bis vier Personen garantiert satt.

7
Tapas mit Freunden im Amistad

© Amistad Tapas mit Freunden im Amistad

Wer seinen Abend gerne mit Freunden, gutem Wein und Leckereien verbringen, sollte das Amistad in der Georgenstraße ausprobieren. Schick, modern und vor allem gemütlich, ist es dort und feine Tapas und guten Wein gibt es obendrauf. „Amistad“ heißt Freundschaft und das ist auch das Konzept der Schwabinger Bar. Denn Tapas essen heißt: Freunde treffen, Essen teilen und gemeinsam Zeit verbringen. Und falls man sich verquatscht ist das auch kein Problem: Das Amistad hat Montag bis Sonntag bis „open end“ geöffnet. Die Kerzen am Tisch und die Einrichtung, die größtenteils aus Holz besteht, erzeugen eine warme einladende Atmosphäre. Ein Schälchen Oliven und ein Körbchen Weißbrot gibt es schon zum ersten Getränk dazu. Die Preise der Tapas bewegen sich zwischen 2,90 Euro für marinierte Oliven und 6,80 Euro für Oktopus vom Grill mit Kichererbsen. Unser Tipp im Amistad: die super knusprigen Datteln im Speckmantel.

8
Bapas

© Nina Vogl Bayerische Tapas im Bapas

Bayerisch plus Tapas ergibt zusammen: Bapas. Die Macher der Bapas Bar in der Leopoldstraße haben sich das Beste aus zwei Welten stibitzt und kurzerhand bayrische Klassiker auf Tapasgröße geschrumpft. An dieser Stelle mag sich der ein oder andere vielleicht fragen: Warum soll ich in ein Restaurant gehen, in dem das Schnitzel kleiner ist als anderswo? Na, weil dann mehr Platz für mehrere Gerichte im Magen ist. Hektische Entscheidungen bei der Essensbestellung werden uns im Bapas abgenommen. Käsespätzle und Kalbsschnitzel? Kein Problem. Und die Nachspeise passt auch noch rein. Die Gerichte, die man sonst auf den Speisekarten der Wirtshäuser findet, sind im Bapas meist noch ein bisschen aufgepeppt. Das Biergulasch kommt mit Apfelblaukraut und Semmelknödelguglhupf, der Reiberdatschi mit Büffelmozzarella und Rucola und auf dem Spinatgröschtl sitzt ein Wachtelei. Preislich bewegt man sich im Bapas zwischen 2,60 Euro für den bayerischen Beilagensalat und 7,50 Euro für das Schnitzel vom Kalb.

9
Wein und Tapas im El Perro

© El Perro Wein und Tapas im El Perro

Das El Perro in Haidhausen ist auch unter der Woche meistens voll. Zurecht, denn die Tapas Auswahl ist riesig. Es gibt sie in allen Variationen: kalte Tapas aus der Vitrine, warme Tapas mit Fisch und Fleisch oder auch vegetarisch. Auch das Angebot an Wein, das sich über die gesamte Wand hinter der Bar erstreckt, überzeugt. Die Lautstärke erinnert stark an ein Restaurant irgendwo in den Straßen Barcelonas. Ein guter Deal ist die gemischte Tapas Platte für 9,90 Euro, bei der man sich seine sechs Favoriten beliebig aus der Vitrine zusammenstellt. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Muscheln, Oktopus Salat, Auberginengemüse oder Tunfischaufstrich. Reservieren lohnt sich.

10
Tapas mit Tradition im Centro Español

© Centro Español Tapas mit Tradition im Centro Español

Ursprünglich war das Centro Español ein Vereinstreff spanischer Gastarbeiter. Weil Heimweh hungrig macht, wurde das Essen im Laufe der Zeit immer wichtiger und das „Centro“ entwickelte sich zur ersten Adresse für traditionelle spanische Kost. So erklärt ein kleiner Text in der Speisekarte die Entstehungsgeschichte des authentisch spanischen Restaurants in der Daiserstraße. Den typischen Flair spürt man im Centro Español noch heute, wenn die freundliche Bedienung eine dampfende Pfanne Paella oder den gemischter Teller namens „Fiesta de Tapas“ in der Mitte der großen hölzernen Tische platziert. Immer montags ist Paella-Tag im Centro, Tapas gibt es die ganze Woche über. Die Preise starten bei 4,90 Euro für grüne Oliven mit Sardellenfüllung und enden bei 9,50 Euro für Gambas in Knoblauchöl. Unbedingt probieren: die superzarten frittierten Babycalamare.

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Tapas auf den schönsten Teller der Stadt im EATapaS

© EATapaS Tapas auf den schönsten Teller der Stadt im EATapaS

Das EATapaS passt hervorragend ins Westend. Die Bar in der Trappentreustraße kommt super stylisch und modern daher und schafft es trotzdem in jeder Ecke gemütlich zu sein. Die blaugeblümten Teller verfeinern optisch jedes Gericht und die gemusterten Andalusischen Fließen an Wand und Theke sind so schön, dass man am liebsten ein paar rausklopfen und sich in den Vorgarten legen würde. Die Tapas Karte unterteilt sich in zwei Hälften: „Tapas Modernas“, bei denen bekannte Zutaten aus der spanischen Küche zu spannenden Kreationen weiterentwickelt wurden und „Tapas Classicas“. Denn natürlich dürfen in keiner Tapas Bar Patatas Bravas, Corizo oder Manchego-Käse fehlen. Unter den modernen Tapas finden sich zum Beispiel Zitronenhuhn mit Sesam-Honig-Sauce mit gebackenem Kürbis, Melonen-Mintz-Salat mit Gambas oder gebratenes Zanderfilet auf Tomaten-Spinat. Die Preise sind fair, kalte Tapas aus der Vitrine gibt es schon ab 2,90 Euro pro Schale. Das Zitronenhuhn kostet zum Beispiel 5,90 Euro.

Titelbild: © Barna

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