Umsonst & draußen: 11 kostenlose Sommer-Vergnügen in München

München wird nachgesagt eine teure Stadt zu sein. Betrachtet man die Mieten und den stetig steigenden Bierpreis, dann ist das sowas von wahr! Wir finden aber, dass besonders im Sommer und unter freiem Himmel, unsere schöne Stadt einiges in petto hat, das vollkommen gratis und trotzdem absolut super ist. Für gar kein Geld könnt ihr diesen Münchner Sommer kostenlosen Konzerten lauschen oder ein Lastenrad ausleihen und an den See fahren. Ihr könnt kostenlos sporteln oder im Open Air Theater sitzen. All das und noch viel mehr hält der Münchner Sommer für uns bereit - umsonst und draußen!

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Königsplatz Sommer in der Stadt

© Ida Heinzel Die volle Ladung Kunst, Kultur, Sport und Vergnügen beim Sommer in der Stadt

Ganz kurz waren wir schon traurig, als die Wiesn 2020 abgesagt wurde. Dass das nun aber dafür sorgt, dass sich die (Volks-)Fest-Stimmung nun nicht bloß auf die Theresienwiese konzentriert, sondern ganz einfach auf die ganze Stadt verteilt, finden wir grandios. Der "Sommer in der Stadt" bringt uns nun Kunst, Kultur, Fahrgeschäfte und viele andere Vergnügen an verschiedenste Orte in der Stadt – vom Olympiapark, über den Königsplatz bis zur Theresienwiese und an vielen kleineren und größeren Schauplätzen in allen möglichen Vierteln. Vieles aus dem Angebot ist sogar kostenlos, und so könnt ihr bei freiem Eintritt auf der Wanderbühne dem vielfältigen Konzert-Programm lauschen und einige neue Kunst bewundern, zum Beispiel das Projekt "Bridge Sprout", das an der Schwindinsel entsteht oder große neue Wandgemälde, die im MUCA in der Hotterstraße entstehen. Das Programm ist noch mitten in der Entstehung und alleraktuellste Infos findet ihr hier!

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Theresienwiese Bavaria

© Ida Heinzel Federballspielen auf der Theresienwiese & die Sonne genießen

Die Theresienwiese ist eine dieser wunderbaren Freiflächen in München, die uns zu jeder Jahreszeit Spaß machen. Im Frühling und Sommer spielen wir Federball, lernen Skateboard fahren oder sonnen uns auf den Stufen vor der Bavaria. Im Herbst flanieren wir durch den Säulengang und klettern in Bavarias Kopf und im Winter bauen wir Schneemenschen oder stapfen gemütlich durch die Kälte. Hier lässt sich immer gut die Zeit verbringen!

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Seen

© Purista Schäfer Steg, Schaukel und textilfreie Zone am Ostufer vom Steinsee

Wenn es den Himmel wirklich gibt, dann sieht er mit Sicherheit so aus wie das Badeparadies Steinsee! Wie eine kleine Oase liegt der Natursee in mitten eines Waldes, circa 23 Kilometer östlich von München in der Gemeinde Moosach. Der See speist sich aus reinem Quellwasser, hat also eine super Wasserqualität und wird im Sommer bis zu 26 Grad warm. Das Strandbad am Nordufer liegt an einem Hang, der von großen Bäumen gesäumt wird. Wer sich den Eintritt von vier Euro sparen möchte, kann sich alternativ ein Plätzchen am Ostufer suchen – hier warten eine schattige Badestelle mit kleinem Steg und Schwingschaukel. Außerdem wird hier ganz gerne nackt gebadet.

Anfahrt: Mit dem Auto 45 Minuten, wer mit den Öffentlichen kommen möchte, fährt mit der S4 Richtung Ebersberg bis Zorneding und von dort mit dem Bus 453 Richtung Glonn bis zur Schule Niederseeon. Zum Freibad Steinsee geht man dann noch 8 Minuten.

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© Munich Z Sich im Eisbach treiben lassen

Das Beste, was man an einem Sommertag in München machen kann: Eisbach. Der lockt an heißen Tagen nicht nur mit seinen (sehr) kühlen Temperaturen, sondern auch mit der tollen Strömung. Dank der kann man sich nämlich quer durch den Englischen Garten treiben lassen, in Badehose zurücklaufen (Profis nehmen den Bus oder die Straßenbahn, dann ist es aber nicht mehr kostenlos) – und dann das Ganze wieder von vorne.

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Lederhosentraining

© Lederhosentraining Fitness, Yoga, Qi Gong und Zumba in Münchner Parks

Geht immer und tut immer gut: Bewegung an der frischen Luft. Wenn es aber allein mit der Motivation nicht klappt, braucht es nicht gleich einen teuren Personal Trainer. Spart euch also die Kohle für Fitness-Studio oder Ähnliches, denn München hat jede Menge kostenlose Sportangebote zu bieten. Das größte Programm findet ihr bei Fit im Park – bei Yoga, Fitness, Zumb oder Qi Gong ist findet ihr bestimmt etwas passendes. Angebote gibt es unter anderem im Ostpark, Luitpoldpark, Westpark, Riemer Park, im Rosengarten und einigen weiteren Locations. Eines unserer liebsten Angebote: Wiesn-Wadl-Workout immer donnerstags im Westpark. Das komplette Programm findet ihr hier.

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© Lukas Pousset Sonnenuntergang schauen auf der Hackerbrücke

Während der Wiesn strömen hier die Menschenmassen von der S-Bahn zur Festwiese ohne den Ausblick nur eine Sekunde zu würdigen. Ganz anders an lauen Sommerabenden. Durch die weite Sicht über die Bahngleise nach Westen ist die Hackerbrücke der perfekte Spot, um den Sonnenuntergang zu genießen. Profis nutzen für den ultimativen Ausblick die Architektur der Bogenbrücke und klettern auf die Querbalken. Mit den ruckelnden Zügen unter den Füßen, modernen Büroklötzen um die Ecke und dem weiten Blick über die Schienenschneise fühlt sich München hier schon sehr nach Großstadt an.

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Hofgarten Boule

© Ida Heinzel Boule spielen im Hofgarten

Der Hofgarten ist ein kleines Stückchen Urlaub mitten in der Stadt. Wenn man es geschafft hat den überfüllten Odeonsplatz zu queren und den imposanten Torbogen zu durchschreiten, steht der Erholung nichts mehr im Wege. Hier treffen sich Jung und Alt, Schicki-Micki und Hänger. Am besten saugt man den Flair des Hofgartens aber beim Boule spielen auf. Neben den alten Hasen, die gefühlt jeden Tag die Kugeln über den Kies schieben, findet sich immer noch ein Plätzchen. Alles, was ihr braucht, sind Boule-Kugeln. Aber das ist wirklich mal eine Anschaffung, die sich lohnt!

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Hirschgarten

© Marco Sanchez | Flickr unter CC BY 2.0 Hirsche füttern im Hirschgarten

Neben dem Schloss Nymphenburg das schönste Naherholungsgebiet in Neuhausen. Mit Nichten und Neffen, Mitbewohnern oder ganz allein Tiere mit großen und kleinen Geweihen füttern. Das ist schön und unfassbar beruhigend. Ist man zu hektisch, hauen sie ab. Schauen sie einem mitten in die Augen, wird man ganz ruhig. Ziemlich schön diese Riesen und dieser Garten.

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Nordteil Englischer Garten

© Lilli Wermuth Im Nordteil vom Englischen Garten seine Ruhe haben

Längst kein Geheimtipp mehr, aber der Nordteil vom Englischen Garten ist halt zu schön, um ihn nicht zu empfehlen. Alle, denen die Wiesen rund um den Monopteros zu voll sind, radeln einfach zehn Minuten weiter – und sind plötzlich im Natur- und Ruheparadies. Auf dem Weg nehmen die Liegewiesen schnell ab, die Wildnis zu. Hier grasen die Schafe, hier kann man sich noch viel besser verfahren als im Süden!

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Tischtennisturnier

© Pexels Tischtennis spielen am Josephsplatz

Egal ob im Schwimmbad, in der Schule oder am Spielplatz: Tischtennis war wohl einer der beliebtesten Kindersportarten überhaupt. Kramt doch mal wieder eure Tischtennisschläger aus den Dachbodenkartons bei Mutti aus und trefft euch mit Freunden auf eine Partie Ping Pong am Josephsplatz oder an vielen anderen Spots in der Stadt. Superpraktisch dafür ist die Seite pingpongmap.de, auf der man Tischtennisplatten in seiner Nähe finden kann.

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© Lion Fleischmann Münchens neueste Street Art entdecken

Ja, okay. München hat jetzt nicht den Ruf als Street Art Hochburg und die Freiflächen für urbane Kunst halten sich nun wirklich in Grenzen. Und trotzdem tut sich immer wieder etwas und in der ganzen Stadt könnt ihr neue und alte Kunstwerke entdecken. Die Klassiker gibt es in den Unterführungen beim Friedensengel, an der Von-der-Tann-Straße oder an der Brudermühlbrücke. Immer wieder neu erstrahlen die Wände im Schlachthof oder im Werksviertel und auch am Kolumbusplatz sind immer wieder Graffiti Künstler*innen aktiv. Unbedingt vorbeischauen müsst ihr an der Donnersberger Brücke, wo sich zuletzt die Münchner Künstler*innen Lion Fleischmann, Matthias Mross, Graphism und Beastiestylez austoben durften!

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